Archive for the ‘Transkription’ Category

10 Jahre DrumHeads!!

April 12, 2015

Zum 10 jährigen DrumHeads!! Jubiläum schicke ich als allererstes mal eine fette Gratulation gen München und drücke Cord Radke und Catrien Stremme!
Ich finde es beachtlich, dass wir in Deutschland drei Schlagzeugmagazine haben und jede für sich ein eigenes Profil hat!

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Für die Heftausgabe 3/2015 durfte ich auch einen Originalsong beisteuern und habe dafür einen sommerlichen Track aus dem HATTLER Repertoire ausgesucht, „Marseille“.
Auf Seite 78/79 gibt es die Transkription der Live-Version, auf der beiliegenden CD den Song in drei Versionen (1. Vollversion, 2. Playback mit Clicktrack, 3.Playback ohne Clicktrack).

Als zusätzliches Schmankerl gibt es jetzt hier noch die Entstehungsgeschichte.

Die im Heft vorliegende Version stammt aus dem aktuellen Album „Live Cuts II“, welches im Herbst 2014 erschienen ist.
Der Song „Marseille“ selbst ist aber schon um einiges älter. Er war erstmals auf dem HATTLER Studioalbum „The Big Flow“ aus dem Jahr 2006 zu hören und wurde in einer für Hellmut Hattler typischen Produktionsweise erstellt: Dabei dreht und wendet er ein elektronisches Playback, das ihm von einer seiner „Labor Ratten“ zugespielt wurde, so lange, bis es sich aufgrund der neuen Basstöne, einer passenden Gesangsmelodie und einem aussagekräftigen Text zum Song entwickelt hat.

In diesem Fall stand ein achttaktiger Loop von mir Pate: 100 BPM, Hiphop affiner Beat, Zweiton-Hook, Chords (100bpm Thade Idea):

Diese Schleife haben wir zunächst auf das Wesentliche reduziert (100bpm Thade Beatloop), um daraus ein stabiles Arrangement-Gerüst zu formen. Im nächsten Schritt habe ich dazu ein paar akustische Drums aufgenommen, diese zurecht gerückt, platziert und noch ein paar zusätzliche elektronische Events programmiert. Im weiteren Verlauf hat sich Hellmut um die Aufnahmen von Bass, Gesang und Gitarre, sowie um die Mischung der Zutaten gekümmert.

Beim HATTLER Konzert stehen wir zu viert auf der Bühne, bekommen aber ästhetische Unterstützung von einer mitlaufenden Computer-Zuspielung. Diese Stereospur (nebst Clicktrack für mich) wird im Vorfeld einer Tour aus den originalen Studioversionen extrahiert, mit Hauptaugenmerk auf einer stimmigen Symbiose von Mensch(en) und Maschine.
Sprich, jetzt lassen sich beiden Ideengrundsteine hervorragend mit dem tatsächlichen Playback auf der DrumHeads!! CD vergleichen.

Hier noch der direkte Link zu einer (anderen) Marseille Live-Version

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der nachprogrammierte Steve Gadd?

Januar 13, 2015

In der taz lese ich über Houellebecqs neuen Antihelden François, während der Zufall mir Musik von Synkro zuspielt.
Plötzlich tun sich Parallelen auf: >>Der Huysmans-Dozent folgt den Spuren seines Idols ins Kloster […] François hat sogar die Manie von Huysmans übernommen, die Kippe zwischen Ring- und Mittelfinger zu klemmen<< und auch Synkro scheint beim Basteln einen Helden im Visier gehabt zu haben, als er DEN Steve Gadd Groove-Meilenstein, angeshufflet und leicht modifiziert, sanft ins nächste Jahrtausend gehoben hat.

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Synkro „Acceptance“ (2013)

Paul Simon „50 Ways to leave your lover“ (1975)

Digitale Leadsheet Ideen oder keine Notenständer mehr!

Dezember 11, 2012

Im November waren wir zum Abschluss der Hattler Tour für ein paar Tage auf den Kanaren. Kurz vor dem letzten Konzert bekam ich einen Anruf von Stud, ob ich kurzfristig bei Jazzanova aushelfen könnte, da deren Trommler (der lässige Grabi) krank geworden ist.
Ich hatte zur Vorbereitung nur den kommenden, sehr zerpflückten Reisetag und musste mir gut überlegen, wie ich mir das Material in dieser Situation am besten aneignen kann. Ich bekam den Link zu einem mitgeschnittenen Livekonzert, packte das Set auf Rechner und Telefon und nahm noch den Hotelkugelschreiber, sowie sämtliches Briefpapier aus dem Zimmer mit auf die anstehende „Studienreise“.

Zunächst musste ich aus dem Norden Teneriffas in den Süden. Im Taxi und im Bus hörte mich erst einmal ein, am Flughafen war die oberste Priorität, eine Steckdose zu finden, um die Batterien von Telefon=mp3 Player und Rechner für die Arbeitszeit vor Ort und vor allem für den anstehenden fünfstündigen Flug nach Berlin aufzuladen.

Ich habe mich dann entschieden, die Transkription der Arrangements gleich ins Textverarbeitungsprogramm zu tippen, und die Song-relevanten Besonderheiten (Einzähler, Grooves, Fills, Stops, Schlüsse) auf dem spärlichen Briefpapier zu notieren. Als ich dann nachts in Berlin ankam, habe ich bei Stud die Song-Zettel ausgedruckt, um sie am nächsten Morgen (auf dem Flug nach Zürich) mit den handgeschrieben Notizen endgültig zu komplementieren.

Die Leadsheets sahen dann so aus (und wurden beim Gig quasi unsichtbar auf einer zweiten Snare plaziert):

WordHandSheet

Übermorgen helfe ich mal wieder ungeprobt bei einer Kapelle aus und freue mich auf fünf Gigs mit Bartmes. Diesmal gab es im Vorfeld ausreichend Vorbereitungszeit, aber ich habe dennoch mich wieder für die „Word-Arrangement/Noten handschriftlich-Leadsheet“ Version entschieden. Erstes hören für’s Worddokument, weitere Runden für die gekritzelten Not-en/izen.
Da ich bei diesen Gigs zum Click spielen und diesen auch als Midiclocksignal ausgeben werde, kam ich ins Grübeln, wie ich wohl Ableton Live mit den Scans meiner Leadsheets (.jpg oder .pdf) verknüpfen könnte:
Ich habe einen Abletonsong, mit den Tempo-bezogenen Masterszenen in Programmreihenfolge, durch den ich mich mit der einem Buchstaben der Laptoptastatur navigiere.

Bartmes Abletonset

Und hätte nun gerne mit dem Starten eines Songs gerne das passende Foto auf dem Bildschirm. Vielleicht eine Kombination von Ableton und Modul8? Oder gibt es eine einfachere Löung?

Man findet ja diverse Setlisten Apps/Programme auf dem Markt (Frozen Ape TempoSet List Maker, ForScore). Auch mit iTunes kann ich einem Musikstück (sei es ein Backing-Track, oder ein aufgenommener Click) Metadaten (z.B. ein Foto) zuordnen.
Aber Click plus Midclock plus Leadsheetfoto?

PS. auch eine Notenständerfreie Notizvariante, einer abwaschbaren Schultafel nicht unähnlich. Funktioniert halt nur auf der ersten Generation der Simmons Drumpads…

(Dieses Foto kommt aus dem drummerforum/TrommelTheo und zeigt ein Pad von Sibi Sieberts Simmonsburg)

777-9311

Dezember 21, 2010

Benno Sattler hat ein schönes Tutorial zur Umsetzung des Linndrum Klassikers „777-9311“ auf dem akustischen Schlagzeug erstellt.

Hier erstmal das Original von „The Time“ aus dem Jahre 1982, einer Jamie Starr aka Prince Produktion:

Jetzt zur geschmackvollen Umsetzung von Benno – die Transkription des Patterns gäbe es hier:

Ich würde noch einen weiteren Schritt dranhängen, um den markanten 2 und 4 Handclap zu integrieren.

Ein weiterer Overdub ist bei dem vertrackten Rhythmus schier gar nicht möglich. (OK: ein hochtechnischer Supertrommler würde vielleicht neben das Kickpedal ein zweites stellen, um damit…)

Egal: ich würde mal eine zweite, (vielleicht mit dem Drumbal) präparierte Snare aufstellen, um zu probieren, wie ich den dominanten Backbeat mit kleinstmöglichem Schaden am Original unterbringen kann.
Denn die Devise lautet jetzt: der stärkeren Illusion wird die Authentizität geopfert.

Und wenn’s letztlich doch nicht funktioniert, muss halt der Sänger (oder dein Kumpel im Übungsraum) die 2 und 4 drüberklopfen (auf ner kaputten Snare, oder echten Drum Maschine).

tricky?

November 14, 2010

Ja und Nein…

Christian Vinne und ?uestlove

Juli 5, 2010

Habe in der Jazzdrummerworld den Link zu einem tollen Video-Workshop mit Christian Vinne zum Thema Ahmir ?uestlove Thompson gefunden. Klingt super und groovt mächtig!

Direktvertrieb

Juni 29, 2010

Sven Kacirek hat mal wieder einen ganz persönlichen Modern Beats Workshop verfasst (Sticks 07.2010). Es geht um Beats des Trommlers Jim Orso, der (trotz? einer fetten Credit-Liste – spielte wohl schon für DJ Krush -) in einer New York  U-Bahnstation Straßenmusik macht.

Und irgendwie glaube ich, dass es auch für unsere Zukunftsgestaltung relevant ist, nicht nur die Tonträger-Industrie durch Eigenleistung zu ersetzen (Aufnahme, Pressung, Vertrieb, Werbung), sondern ab und an auch das klassische Konzert-Segment mit einem Gig auf der Strasse zu durchbrechen.

FSK 18

Juni 10, 2010

Schonungslose Enthüllungs-Doku über die skrupellosen Machenschaften der Handclap-Industrie 😦 und ein Klatschpattern mit Suchtpotential!

simpler Beat nach meinem Geschmack

März 9, 2010

Hier mein (von Kritzeleien befreites, dennoch immer noch ganz schön unaufgeräumtes) Leadsheet zu Blumentopf’s „Hunger“ Rap. Ich hatte mir zuvor den programmierten Eintakter samt schicker Löcher und Crashes vom Demo runtergeschrieben.

Die orchestrale Live-Version kannst du dir hier anschauen/hören (Video: BLUMENTOPF Manfred Mustermann / Hunger ab ‚9.39)

Federleicht

Juni 2, 2008

Heute abend wird u.a. „Like a feather“ gespielt, nicht aus der Feder von Chick Corea, sondern ein Titel von Nikka Costa. 90 Beat per Minute, mit dieser acht taktigen Basis: