Archive for the ‘O E B’ Category

Drummers‘ Day Berlin

Mai 26, 2014

Der Tagesausflug nach Berlin zum Drummers‘ Day der Musikschule Paul Hindemith war eine schöne große Klangreise.
Sie begann im Zug mit Ian McEwans Komponisten Clive Linley und wurde im Gutshof Britz mit Inhalten und guten Ideen gefüllt: vom mit Kolophonium bestrichenen und mit China-Becken traktiertem Bassdrumfell, über diverse Spezial-Duos, Ray Kaczynskis selbstgebaute ITstruments, hin zum YouTube Tipp, mal den niederländischen Looper-Helden und Klangfinder Binkbeats zu checken:

Ideale Voraussetzung, um selbst ein kleines elektronisches Set zu trommeln!

pedaltrain-britzbeatz

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(W) in F

Februar 25, 2014

Zumindest ein kleiner Ausschnitt aus dem (zweiten RuboWölpl) Konzert in Peter Couras 1A Guitar Center:

Und etwas Gear-Talk: in erster Linie spielt der Peter (eine Peter Coura) Gitarre und ich Schlagzeug (Tama Superstar Kick und Artstar Snare, Meinl Club Ride, Vintage Crash, Jazz Hats, Vic Firth Kombination Sticks, Brushes). Zudem hat jeder von uns einen Ableton-Rechner, die miteinander durch eine E-RM Midiclock verbunden sind. Es wird ein Tempo eingestellt und los geht’s. Instant Composition, oder so…

Meine Beats erweitere ich durch ein ge-tap-tes Boss Space Echo, welches das Snare-Signal verbiegen kann oder die Vocoder-Hihat. Die Vocoder-Hihat (EHX Vocoder mit Trägerfläche vom Rechner) wird zudem durch einen von der Midiclock gesyncten Boss-Slicer geschleust. Die Bässe mache mit dem Bassline-Biscuit Duo (Acidlab Bassline und OTO Biskuit), die beide ebenfalls von der Midiclock getaktet werden. Zu guterletzt habe ich noch einen Traktor F1 Controller zur Fernsteuerung diverser Ableton Geschichten (Looper, Einzelsamples, Chores, Bässe, Effekte…).

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Peter geht mit der Gitarre direkt in den Rechner und zaubert alle Klänge und Schleifen mit eben diesem.

Das moderne Gitarrentrio

Januar 23, 2014

Duo (w)ird Trio. Dank Lichtkünstler K.L. Theinert und seinem Visual Piano! Auf Facebook gibt es ein erstes Demo-Filmchen.
Und Andrea hat den profanen Buchstaben auf königliches Niveau gehoben:

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Das Material des Anderen im Eigenen

Oktober 16, 2012

Im Stuttgarter Wilhelmspalais (ehemalige Stadtbibliothek) findet am 29. und 30. November das 2. Stuttgarter Klangbürofestival für zeitgenössisches Musiktheater und experimentelle Musik statt. Neue Töne Open!

Mit dem Titel Das Material des Anderen im Eigenen geht es um die Frage nach der Verwendung von Zitaten, Verweisen und Referenzen in der Musik und Kunst.
Es werden u.a. einige interessante Rhythmusmacher zu hören sein: Der innovative Grenzgänger Raphael Sbrzesny, der Schlagwerker des Nationaltheaters Mannheim (Thorsten Gellings) und der in Stuttgarter lehrende Klassik-Professor Klaus Dreher.
[Foto: Weltmusik für Militärtrommel und Feuerwerkskörper von Raphael Sbrzesny]
Ich freue mich sehr über eine Einladung und werde am Donnerstag, den 29. November 2012 aufschlagen, um mich der thematischen Überschrift aus unterschiedlichen Ecken zu nähern: So versuche ich diverse Inhalte des ersten Festival Tages in einer clubbigen Solodarbietung zu einer einzigen großen Referenz verschmelzen lassen, desweiteren möchte ich ein hübsches kleines Set auflegen, und zum Abschluß des Abends mit »Stuttgarts bester Band« (Netzer) angemessen aufspielen  🙂

der große Pitch-Button

Juni 14, 2012

Mal wieder ein kleiner Quantensprung in Bezug auf Jam-fähige Elektronikketten. Ich habe nun mein Problem gelöst, wie ich sowohl den Trägerakkord für mein Vocoder-Delay, als auch die Tonhöhe der Bassline-Pattern mit nur einem Knopf pitchen und somit der jeweiligen Tonart anpassen kann: In dem ich beide Signale durch einen zweikanaligen Pitch-Shifter schicke – in meinem Fall ein einfaches Lexicon MPX-100.

Schliesslich muss ich nur noch am großen Pitch-Button drehen und das Synthpad geht im Einklang zu den Basstönen mit, als hätte mein iPhone eine Chord-Memory Funktion!

Was den Sound anbelangt, bin ich auch sehr zufrieden, erinnert die Pitch-Shifter Klangästhetik doch schwer an Oldschool-Sampling…

Beats’n Bones

April 18, 2012

Meine derzeitige Bettlektüre (Uwe Timm „Rot“) passt perfekt zur Luminale: Farben und Licht spielen darin eine große Rolle und der Ausspruch auf Seite 166  >> Improvisieren ist wichtig, weil sogleich einsichtig.<< umschreibt die heutige Aufgabe.

Ich freue mich auf drei mal zwanzig Minuten Interaktion mit Laurenz Theinerts „visual piano“ im Senckenberg Museum: 20h, 21h, 22h /Eintritt frei.

P.S. hier ein gemeinsamer Schnippsel aus vergangenen Tagen (2003):

bandcamp is the new myspace

Mai 19, 2011

Habe mich bis heute MySpace verweigert, um jetzt den Einstieg ins bandcamp zu vollziehen.

Hier gibt es nur ein funktionales Abspielgerät-Bauchladen Hybrid. Mal ganz ohne Freunde. Wie angenehm.

All I Do

September 25, 2010

Hier die Zugabe vom 1.CMS Drumday (2/2010):

Juke Music

September 23, 2010

Lese in der taz über Juke Music, das ist wieder mal ein neuer Tanz/Music-Stil (Gähn!) Aber folgender Satz weckt mein Interesse: >>Wie House wird auch Juke Music mit minimalen elektronischem Aufwand produziert. Der Beat wird von einem Roland 808 Drumcomputer maschinell erzeugt, die melodiösen Einsprengsel basieren auf kurzen, kleingemörserten Samples von TV-Show-Erkennungsmelodien, Horrorfilmsoundtracks oder Chartsongs. Es gibt keine Songtexte, keine expliziten Botschaften, nur kurze, unendlich wiederholte Satzfetzen, zu einem Brei geschmolzen oder hochgepitcht, wie eine Micky-Maus-Stimme mit Schluckauf.<<

An anderer Stelle steht dann noch was von 150BPM.

Das könnte doch eine Inspiration (oder gar Innovation) für meine minimalistischen „Organic Electro Beats“ sein…

42 maßgebliche Regler

September 22, 2010

Die improvisierbare Elektronik meines aktuellen „ORganic electro beats“ Set-Up (Stand: Dresdner Drumfestival) hat verschiedene Ebenen – die Frequenzen werden aufgeräumt wie in einer amtlichen Studioproduktion, die Anzahl der Regelmöglichkeiten geht eindeutig in Richtung Jazz…

Im Bassbereich gibt es einmal die akustische Tama-Kick und – zumischbar – der zum Vermona Kick Lancet weitergeleitete Trigger-Impuls der Bassdrum (wie dieser Drumsynth durch den Boss Slicer oder die Acidlab Bassline weiterverarbeitet, gesynct und rhythmisiert werden kann, wird hier beschrieben). Wenn ich die Verbindung von Kick Lancet und Audio-In der Bassline kappe, blubbert letztere wie eine typische TB-303. Und schließlich habe ich noch eine Schlagfläche meines Roland SPD-S mit einem Boom Bass-Sample belegt.

Das Snare-Signal wird mit einem Mikrofon abgenommen – je nach Richtungswinkel kommt auch etwas Hihat durch -, mit der Boss A/B Box „aktiviert“ und dann durch ein tap-bares Echogerät geschickt (Line6 DL4 oder Boss RE-20), auf Knopfdruck auch mit Vocoder-Harmonien (EHX Voice Box) erweitert. Musik entsteht hier durch die Regler FEEDBACK und DELAY TIME, sowie durch den roten Knopf auf der Nachbarkiste, mit dem ich das Echosignal rhythmisch unterbrechen kann.
Desweiteren klemmt ein Roland-Trigger am Spannreifen, dessen Triggersignal permanent in den größten Hallraum des Alesis Microverb schallt. Erst und nur solange ich den grünen Knopf meiner „Playstation“ drücke, erklingt im Saal ein dubbiger Rever-Shot. [weitere Infos dazu hier.]

Jetzt kommt das Multipad SPD-S ins Spiel. Abgesehen von der oben erwähnten Boom-Bassdrum werden keine weiteren Sounds im Gerät selbst getriggert, dafür gibt es eine wichtige MIDI-Verbindung zum Audiointerface (Motu Traveler) und Computer: mit der Schlagfläche 7 (links unten) bestimme ich „unterwegs“ (und durch Viertelschläge) das Tempo von Ableton Live, das wiederum…
– synchronisieren MIDI-Daten an den Slicer und die Bassline weitergibt
– meine internen Software-Effekte (NI Traktor 12, Effectrix) mitzieht. Diese verbiegen auf Wunsch das Drumsampler PlugIn Battery3, welches über die verbleibenden sieben SPD-S Pads getriggert wird.
– den Vocoder mit Akkorden versorgt.

Jetzt noch ein anderer Blickwinkel: parallel zum herkömmlichen Schlagzeugspielen (auf Kick, Snare, Sizzle, Crash, Hihat, 9 SPD-S Pads) muss der linke Fuß ab-und an auf die A/B Box treten und meine linke Hand die hat Option, musikalisch an 42 Knöpfen zu drehen und drücken: „Reverb Shot„, Delay Tempo (Tap), Delay Time, Delay Feedback, Vocoder, Delay Mute, Drumsynth Decay, Drumsynth Bend, Drumsynth FM, Drumsynth Noise, Drumsynth Wave, Drumsynth Volume, Slicer Bank (5), Slicer Attack, Slicer Duty, Bassline Lenght, Bassline Cutoff, Bassline Resonance, Bassline Env Mod, Bassline Decay, Bassline Accent, Bassline Volume, Launchpad Controller (16)

So. An dieser Stelle ist jetzt einfach auch mal wieder ein fettes Lob fällig, für den 1A Support von: Ableton (Olaf), Meinl (Norbert), Native Instruments (Tobias), Roland (Hauke) Sommercable (Thierry) Sugar Bytes, Tama (Stephan), Vermona (Thomas). Danke Jungs!