Archive for the ‘Percussion’ Category

der weihnachtlichste Trommelstock

Dezember 23, 2019

Schreibe aus Heinrich Steinfests „Gebrauchsanweisung fürs Scheitern“ geschwind noch zwei scharfe Gedanken ab, die auch ganz gut zu Weihnachten passen:
Nötig ist etwas, weil es Not wendet und „Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit“ (Søren Kierkegaard).
Passenderweise singt Levi im Hintergrund „If you’re happy and you know it, clap your hands!“
Klaro: Singen und Klatschen = immergut!
Ich reihe mich also direkt ein und scheppere mit meinem weihnachtlichsten Trommelstock, den Meinl Sleigh Bells, dazu

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Feiert froh!

Staccato des Lebens?

Dezember 15, 2019

Donnerstag und Freitag waren zwei schöne Trommlertage:
So hörte ich mir begeistert das Konzert des Münchner Quintetts Fazer an, bei dem die beiden Schlagzeuger Sebastian Wolfgruber und Simon Popp äußerst ausgecheckte Patterns in herrlichem Blending präsentierten, mal unisono, oftmals komplementär, immer klangvielfältig (siehe auch d&p 05/2019).
Im Nachgang erkundige ich jetzt das LBT Trio, das Popp-Album „Laya“ und bestelle mir direkt ein Meinl „Galaxy“ Wasserraumschiff…

Dass Simon zusammen mit Flo König die „Bum Bum Zack“ Trommelschule betreibt passt wie gemalt, denn Flo würde ich am darauffolgenden Tag, zusammen mit vier weiteren Drummern in meiner Heimatstadt treffen, die allesamt einen Bezug zum Schorndorfer Saxophonisten Dieter Seelow hatten, der diesen Dezember 80 Jahre alt geworden wäre.
Inmitten der Feierlichkeiten, hier kurz vor Aktion (v.l.n.r.): Flo KönigDaniel Messina, OR und Kay Richter. Leider nicht im Bild, mein (und Flos) ehemaliger Super-Lehrer Peter Kumpf – er stand zu diesem Zeitpunkt an der Bar 🙂

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Zum Abschluss noch ein Nostalgieschnippsel aus dem Jahr 1997, der „Song for a Black Cat“, sowie – nach derart viel geschlagenen Akzenten – ein ausgleichendes Zitat der Komponistin Sofia Gubaidulina aus dem letzten SZ-Magazin, das mir bei der Zugreise in den Schoß viel:
>>Im Staccato des Lebens kann die Kunst das Legato wieder herstellen.<<

Hey, von wegen Abschluß, Flo wies mich ja noch auf die Denise PlugIn Schmiede hin, im Speziellen auf das Noize PlugIn.
Wird ebenfalls getestet!
Und schon nach wenigen Sätzen verlasse ich das vertraute weiße Rauschen in Richtung „pink noise“…

erweiterter Aktionsradius

November 25, 2019

Stick-Twirling, Fehlanzeige. Aber dafür kann ich beim Trommeln die Arme verschränken 🙃
Und zack wird mit dem Original-Text zum Foto ein Teaser für die anstehenden Gigs in Frankfurt und Umgebung geschaffen.

Mittwoch, 27.11. Session Opener mit Martin LeJeune, Jazzkeller Frankfurt, 21h
Samstag 30.11. Kleiner & Rubow feat. Oli Leicht, Jazzkeller Frankfurt, 21h
Sonntag 01.12. Kleiner & Rubow Das Rind, Rüsselsheim, 20h

Also, um einen potentiellen Unterhaltungsfaktor in Aussicht zu stellen, hier noch der Zeitungs-Schnippsel aus Gütersloh: >>Oli Rubow […] versieht sein Präzisionswerk am Schlagzeug mit eigenwilliger Körperlichkeit, kann Shaker und Schlagzeug simultan handhaben. Es gelingt ihm sogar das Kunststück, während seines Solos etwas an seinem Kit zu reparieren.<<
(Rainer Schmidt in Neue Westfälische – Gütersloher Zeitung, 12.11.19)

erweiterter Aktionsradius

 

vom Papp- zum Pass-Clap

November 3, 2019

Die Fanklatsche hat’s vorgemacht: mit mehreren Lagen aus Pappe lässt sich ein clubtypischer Handclap-Sound imitieren.
Diesbezüglich maximal persönlich: der Pass-Clap

Binkstruments

September 13, 2019

Die Instagram Seite von Binkbeats gleicht einem Klangmuseum.
Was für ein interessanter Typ, der mit überbordender Kreativität, grenzloser Musikalität und einem Goldgräberinstinkt (gepaart mit einem vermutlich nicht unerheblichem monetären Aufwand) seine Grenzen auslotet und immer wieder Neues schafft!

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Auf einen anderen Zettel notiere ich die dort entdeckten „Special Effects“ (Earthquake Devices „Rainbow Machine“, Skychord „Cloudbuster“, Red Panda „Particle“).

Rembrandt oder Goethe bringen dich nicht dazu, mit den Hüften zu wackeln

Juni 30, 2019

Hier eine kleine Ode an mein Echogerät – mit Text und Bild…

… gleichzeitig eine schöne Erinnerung an den Palmengarten Gig mit Torsten DeWinkel und seinen Idiot Savants. An Tasten und Trompete übrigens der tolle Sebastian Studnitzky – und damit schließt sich der Kreis zur aktuellen Woche, da ich für ein Konzert seiner Musik mit Orchester einspringen durfte, was wiederum ein idealer Einstieg für die anstehenden Aufnahmen von DePhazz mit Symphonieorchester bedeutet.
(Dass darüberhinaus auch Stewart Copeland in der taz über sein Verhältnis zur klassischen Musik spricht, kommt dem halbgefroren Sahnekern eines Spaghetti Eis‘ gleich. Die Überschrift des Beitrags ist ein Zitat daraus.)

Vor der nächsten Klassik-Rutsche gibt es aber noch einen weiteren Dienstagabend mit dem „Temporären elektronischen Salon“ auf dem Yachtclub Schiff.
Zudem sind jetzt Ferien. Hurra!

 

 

Snaresound und Sinnestäuschungen

Juni 25, 2019

Mal wieder viel zum Thema Snare-Sound gelernt:

 

 

 

1. Die Problematik der zu aufdringlichen Sidesnare umgehe ich innerdeutsch gerne mal mit der – zack – in den Koffer gesteckten, präpierten 8″ Mini-Schnarre. Bei Auslandsreisen dürfen aus Gewichtsgründen jedoch nur ein paar Big Fat Snare Drum Auflagen mit. Ist die tief gestimmte und belegte Trommel dennoch zu laut, hilft ein fettes Gewicht auf dem Schlagfell. (Simon Phillips‘ Farbeimer in der Kick ist in puncto extra Masse bekannt, aber auch schon Flo Dauner hatte beim F4 Unplugged einen Ziegelstein auf der Snare). Dass es beim Jazzanova Gig in Vilnius vor Ort ein 2,5 Kilo Hantelgewicht gab, war der perfekte Zufall.
2. Endorsement bezogene Wünsche werden ab und an kreativ gelöst.
3. Der Garderobengang beim Tauron Festival machte aus einem bloßen Handklatscher ein fertig produziertes Sample, mit Hall und Pitch-Delay:

Das reiseintensive Wochenende wurde noch von weiteren angenehmen Sinnestäuschungen geprägt:
Kraftwerk in 3D, der längste Tag des Jahres (inklusive Morgendämmerung am Timmendorferstrand gegen drei Uhr früh), sowie wunderbar hochfrequente Instrumente in Marylin Mazurs Setup.

 

 

 

PS. die Sendetermine des Jazz Baltica Festivals gibt es hier einzusehen…
PPS. … ein gutes Foto aus dem Brazzi Studio, hier. Andere schöne vom Tauron Festival: dort.

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PPPS. und in der STICKS Ausgabe 07/08-2019 wird das Thema Snaredrum Sounddesign von Ralf Mikolajzcak weitergeführt.

Miles Davis einen Korb zu geben, sei nicht leicht gewesen

Juni 19, 2019

Der taz Artikel über Marilyn Mazur schürt die Vorfreude auf das Jazz Baltica Festival (wir spielen mit Nils Wülker am kommenden Samstag direkt nach ihrem Auftritt):
>>Neue Sounds zu entdecken ist ein Riesenspaß. Doch Musik hat auch tragische Seiten, es ist wichtig, verschiedene Stimmungen mit ihr auszudrücken. Aber: ich spüre mit jeder Pore das Leben in mir, wenn ich spiele.<<

reisefreundlich, pragmatisch

Mai 12, 2019

… mal tatsächlich einen Gig mit nur dem Material spielen, das in den Koffer rein passt. Wirklich nur einmal laufen!

Im Kofferinneren rollte folgendes Equipment über die Bahnsteige: eine Tama Hihatmaschine plus Multiclamp für die 8″ Meinl Snare-Timbale und die geschirrtuchgedämpfte Kuhglocke, meine 14″ Byzance Jazz Hihats und ein 18″ Trash Crash mit Kette. Dann noch ein Jamblock, diverse Shaker, ein Rainmaker, ein Jinglestick, VF Besen und Kombisticks. Der Joker aber war die Fanklatsche aus Bremen – das perfekte Clap-Imitat!
Dass mein Setup ohne Basstrommel funktionierte lag übrigens daran, dass ich mich auf fette Zuspielungen draufsetzen konnte 🙂

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Wenn aber doch mal auch eine Kick mit muss, hätte ich alternativ zu den Optionen Spd:One mit Lieblingssample oder Meinl Bassbox auch noch den schicken alten Samsonite Koffer meines Großvaters – und die passende Bastelanleitung.

#suitcasedrum

PS. Xaver Fischer hat mit dem Walkstool Comfort 45 oder 55 noch den perfekten (und langzeit erprobten) Reisehocker für derartige Vorhaben.

 

 

Neu-African Drumming

Mai 8, 2019

Via Pete Lockett entdeckt: Ben Aylon