Archive for the ‘Percussion’ Category

Clap Cowboy

Februar 15, 2019

Was eher wie ein Kunstobjekt ausschaut, ist mein neues Schlagobjekt – der Clap Cowboy – der sich mit Hand oder Fuß drücken, oder von Stockhieben traktieren lässt.

Eine wilde Mischung aus diversen Knister- und Schüttelanwendungen, zwei Kastagnetten und drei mitklappernden Klanghölzchen.
Ähnelt einem Panzer, ist aber alles andere als „built like a tank“ und wenn schon mit Militärbezug, dann „a weapon of DJ culture“!
Ob Handclap Sample oder elektronische Hihat – beides möglich. Yippie!

Kick as Bongo stand

Februar 15, 2019

Geschickt! Spart lästiges Ständergewicht und die coolen Typen (in dem Fall Aaron Sterling und Chris Dave) machen’s obendrein…obendrauf.

DrumGees am Set

Februar 5, 2019

Trommelgesichter, immer gut!

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Aber die „spannenende“ Idee dahinter ist fast noch besser, da mit ihr bzw. den DrumGees meine schon lange währende Suchreise nach der optimalen Trommel-Auflage-Befestigung einen Zielhafen gefunden zu haben scheint.
Ich will ja meine Experimente und Etappensiegen mit Gaffertape, Binderclips, Spannfix und Magneten auf keinen Fall missen, aber die Vorstellung nur mit EINEM durchdacht gefertigten Produkt weiter zu reisen/testen gefällt mir gerade ganz gut.

Ein ausführlicher Testbericht folgt…

#drumgees

’ne Scheibe Konzept abschneiden

Januar 18, 2019

…von der diesjährigen Ernst-von-Siemens-Preisträgerin, der britischen Komponistin Rebecca Saunders:
>>Klang zum obersten Prinzip zu erklären und Stille zum Werkzeug zu machen, sind natürlich keine neuen Ideen. Sie durchziehen die „Neue Musik“ des 20. Jahrhunderts nicht erst seit John Cage und „4′33“. Bei Saunders aber trägt die Stille die Musik, „sie rahmt den Klang“, schreibt die Komponistin. Jede Pause bekommt durch die Musik vor und nach ihr eine Bedeutung. Eine ebenso wichtige Rolle spielt der Körper im Raum für Saunders‘ Musik. Sie komponiert die Körperbewegungen ein, die die Klänge erzeugen<< (SZ, 17.01.19, Henrik Oerding)

In einer anderen Ecke des Netzes bzw. in Stuttgart, bastelt sich zeitgleich Johannes Brecht Konzept und Setup, um zeitgenössische Klassik mit elektronischer Musik zu kombinieren:

Und ich? Ich denke über die Anschaffung eines Headsets (Kopfhörer plus Mikrofon) nach, um mit mit meiner Stimme im Ableton ein schönes elektronisches Percussion-Sample (beispielsweise via ApTrigga) auszulösen – denn beatboxen kann ich leider immer noch nicht…

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Miffy-Caxixi

Dezember 23, 2018

Stellt die russische Puppenfamilie Fruchtbarkeit und Mütterlichkeit (bzw. in der männlichen Varianten: Kriegstüchtigkeit und Stärke) dar, steht meine MiffyCaxixi Treppe für puren Groove und den Hang zum Verspielten.
(Leider verweilt die kleinste Caxixi derzeit im Proberaum – so gibt’s am 23. Dezember halt ein Foto mit drei Rhythmusmachern, am 24. das Familienportrait mit allen vier.)

Eine ungemixte Musik-Liste zum Dazuschütteln hätte ich auch parat. Sie beinhaltet Musik von Freunden, Tipps von Freunden & ähnlich Getakteten, Neuentdeckungen und ein, zwei alltime classics. Funktioniert bestimmt auch als Schwunggeber beim Geschenkeeinpacken.
Oh man Oli, warum denn jetzt doch/auch noch Spotify???
1. Musikhör-Begeisterung / 2. Austausch & Kompatibilität (beispielsweise mit den Studierenden) / 3. keine Werbung (vor allem für die Kinderohren) – aber nicht ohne roten Kopf …

DrumGees

Dezember 16, 2018

Ich habe schon mit unterschiedlichen Gummispannern experimentiert, vom Fahrradzubehör, über Vorhang-Spannfixe, bis hin zu Thomas Tieslers Sticktrap. Letztgenanntes Teil wurde eine Zeitlang als praktischer Helfer von einigen Drummern gewertschätzt, tatsächlich auch professionell vertrieben und verkauft;… wurde…
Jedenfalls dienten mir die elastischen Bänder beispielsweise dazu, um den Ersatzstock fest und allzeit parat auf der Kickdrum abzulegen, oder um ein Meinl Drumbal auf Snare bzw. Toms am Wegspringen zu hindern. Auch von außen ans Bassdrum-Schlagfell gelegter Molton ließ sich klanglich stabil an entsprechender Stelle positionieren.

Über den Instagram Kanal von Max Gebhardt habe ich nun die DrumGees entdeckt, ein durchdachtes „Halte-Werkzeug“, bzw. ganz profan „stuff to hold stuff on stuff“ – wie Erfinder Jakob sein Produkt umschreibt.
Kick- und Rim-Drumgees versprühen durch ihren Outdoor-HiTech-Look ein derart vertauenswürdiges Halte-Versprechen, dass ich die Teile direkt testen möchte!

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Playing with my ball beat no.2. I don't know what this beat is. But I like the bending effect created with the @drumgees mounted shakerball. The mechanics with this one feel somehow odd to me because there is much going on. The concept here is a split stick/beater thing. The left side is soft, the right is hard. I use a double pedal with the left beater being a @vicfirth fleece model, the right one is a harder leather model by @lowboybeaters. …………#beats #pickupbeats #drumloop #zultancymbals #zultandune @drums.bonedo @oriollodrums #ufipximbau @ufip_official #bateria #baterista #drummer #studiodrumming #drumlads #talentedmusicians #beatmaker #drumfam #beatproducer #music #fcp #soundtoys #boomylatin

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vom Teufelskreis zum besonders eingekreisten Daumen

November 15, 2018

Da wälze ich meinerseits Gedanken und Ratgeber und male eine Denkblase voller Assoziationsanker, die dem Sog der Abwärtsspirale bei wiederkehrenden Eskalationsmustern trotzen sollen, und auf der anderen Seite der weltweiten Scheibe schafft ein profaner Facebook-Daumen multiple Verknüpfungen innerhalb meines Schreib-Universums, zudem ein warmes Bauchgefühl.

Lenny Castro Daumen

Es fühlt sich selbstverständlich gut an, dass mir ein (tatsächlich sehr traditionelles) Schlagzeugsolo derart viele Respektbekundungen und Instagram-Herzchen von tollen, hochgeschätzten TrommlerInnen beschert. Dass ich jedoch auch Lenny Castros Daumen aufpoppen sah, begeisterte mich im vollen Wortsinn. Denn ich verstand die WWWelt und ihre „Algorhythmen“ überhaupt nicht mehr.
Wie, um Himmelswillen, spülte es bitte meinen Facebook Post über den großen Teich, zumal ich Lenny zwar vor zehn Jahren persönlich kennengelernt, aber seitdem nichts mehr mit ihm zu tun gehabt habe?
Aber egal, er verbindet nun dieses Solo-Filmchen mit einem vorherigen Videobeitrag, in dem ich versuchte, die Drum und Percussion Ebenen aus Toto’s „Georgy Porgy“ irgendwie, und modern dazu, trommelnd zu verbinden. (Weisst ja, er hatte anno dazumal Congas, Glocke und Schüttelkram bedient. Look…)

 

Und hey, wenn jemand toll solieren kann, dann wohl bitte: Mr. Castro!
Oder sollte der sagenhaften Umstand „Groove“ erklärt werden, no prob, einfach irgendeinen seiner Percussion Tracks auswählen!
Sprich, die Messlatte hängt auf Stabhochsprungniveau. Insofern: kräftig roter Kopf zum blauen Like-Button.
Dennoch gilt meine Freude nicht nur dem Daumen des Rhythmuskönigs (welcher übrigens… andere Geschichte), sondern der offensichtlich auch existierenden schönen Seite der Social Media.

Shaker verkehrt oder ich im Rosanna Pullover

Oktober 31, 2018

Zur Vorbereitung der Joo Kraus/Uwe Ochsenknecht Gigs (1, 2)  war ich seit langem mal wieder im Bunker.
Und da meine Singles bekanntermaßen nicht die flottesten sind, wurde bei Georgy Porgy mit verschiedenen Shakern zum Stock in der rechten Hand experimentiert.
Erfahrungsmäßig gut und typisch funktionierte der Meinl Alu Shaker, richtig spannend (leider auch für Sehnen und Muskeln) wurden die getrommelte Achtel-Hihats mit einem verkehrt herum gehaltenen One-Shot-Shaker (also mit Daumensymbol nach unten), hör‘:

PS. das dementsprechende Toto Feel kam bestimmt durch Andreas Pullover, der jetzt meiner ist…
PPS. beim Soundcheck in Ulm meinte Joo, dass wann immer er ein Tempo 96 brauche, er kurz „Georgy Porgy“ ansingen würde (siehe Inner Clock Game).
PPS. my #perfectpair is a trio

Northern Soul alike

Oktober 18, 2018

John Stanier vermischt Sound & Attitude in dem er den Glockenstab (Sleigh Bells) mit der kulturhistorischen Faust zum grooven bringt:

I interplay the drums!

Mai 22, 2018

Bin mal eine Woche abgetaucht und habe direkt mein Alltagsgefühl für Zeit und Umgebung völlig verloren. Eine Woche lang Drums’N Percussion Paderborn, eine große Schleife aus Unterricht, Konzert und selber üben, kaum Schlaf, dafür eine extra Reisetasche voller Ideen (die mir Rückfahrt nicht gerade leichter macht…)

Normalerweise würde ich in Bezug auf ein Rhythmusfestival das mit Wasser positv besetzte Wort eintauchen dem negativ konnotierten abtauchen vorziehen, aber nach der schönen Überlieferung von Hakim Ludin, in der einem wissbegierigen Schüler geraten wurde, er möge unbedingt abtauchen, sich unter die Erde begeben, um dort – ohne jegliche Grenzen – reisen und interessante Gleichgesinnte treffen zu können, passe ich den Wortschatz gerne an 🙂
Erzählen und reisen wurde die große Überschrift, unter der die Parameter Vokabular und Stimme (die menschliche, aber auch die persönlich getrommelte), Kommunikation und Interaktion die Inhalte formten: Angefangen mit den unterschiedlichsten Groove-Traditionen rund um den Globus, über Konnakol zu deutscher Gegenwartsliteratur, vom Toaster zu Hiphop, von der DJ Kultur zum bewussten Regelbruch und Neuordnung der Bausteine – und immer wieder unter die Erde (oder auch ins Internet?) – soviel Bezugspunkte, soviel Klang und Musik. Und wenn ich das nächste mal gefragt werde, was ich denn so treibe, wird die Antwort lauten >>I interplay the drums!<<
Mein persönliches Highlight ereignete sich gestern während des Soundchecks, als zur Fehlerbehebung – bzw. zur Frage, ob aus der Leitung vom Monitorpult überhaupt ein Signal am Kabelende ankommt – kurzhand ein SM57 an ebendieser Stelle eingesteckt und zum Testton-Lautsprecher umfunktioniert wurde. Nicht weniger elegant war die Frisbee-Runde nach dem Konzert – mit derselben Wurfscheibe die übrigens schon 2008 in Paderborn mit dabei war…
Ansonsten wurden vor allem immer wieder schöne Erinnerungen heraufbefördert – hach, Nostalgie – tollerweise durch neue Inhalte vergrößert. Beispielsweise Bodypercussion mit Udo Dahmen (zu noch früherer Stunde als seinerzeit beim Popkurs), oder der unverkennbare Trommelstil von Simon Phillips, der mich direkt zurück in ein nachmittägliches Superdrumming Stündchen (in schwarzweiss) ins Jahr 1987 zurückkatapultiert (Hallo, Peter!) , dann die fantastischen Geschichten und das immense Wissen von Hakim, sowie die hochmusikalischen Drumbassadors, die egal ob unisono oder komplementär, melodisch oder funktional – immer technisch brilliant UND humorvoll agieren können – da wird Blowbeat zum Imperativ! – und heuer auch noch mit zwei TC Helicon Vocodern – Joe Zawinul wäre begeistert – die kleine Elektronikkiste geöffnet haben. Die psychoakustischen Darbietungen des Prism-Sound Menschen Jody Thorne bescherten mir ein nachhwirkendes „Aha“ und einen schönen Merksatz zu „music & speech“. Mit den Bassisten Tim Landers und Armand Sabal-Lecco, sowie Keyboarder Philippe Saisse waren auch noch Helden meiner Fusion-Vergangenheit vertreten, mit Tokünstler Al Schmitt sogar eine lebende Legende. Wow!
Last not but least möchte ich mich ganz herzlich bedanken: bei Stephan Hänisch und der Firma Meinl für die Bereitstellung des beeindruckenden Tama Fat Spruce Kits (brandneu, aber mit nostalgischen Kesselmaßen nach genau meinem Geschmack), der wohlklingenden S.L.P. Alu-Snare, der neuen Tama „Lightware“ und des stimmigen Beckensatzes, bei Christoph Bünten (Roland) für die elektronischen Mitbringsel (TR-8, SPD-one), beim Initiator Uli Frost für die Einladung, bei den vielen Helfern, ohne dieses Kreuzfahrtschiff nicht hätte ablegen können, vor allem bei euch, den Teilnehmern und dem Publikum – die ihr letztlich dem Ganzen den Sinn einhaucht.
Bis bessere Fotos eintrudeln müsst ihr mit dem Platzhalter-Selfie vorlieb nehmen:
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PS. dass die Frankfurter Rundschau am selben Tag ebenfalls zum Thema schrieb, war nicht abgesprochen…
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