Archive for the ‘Loops’ Category

Care!

Juli 12, 2021

Egal ob damit die fragile Effektgeräte-Tasche gekennzeichnet oder das Loch im Schuh geflickt wird, das Klebeband aus dem Ono2 zeigt Attitude.

Die letzte Alltagswoche beginnt entspannt mit der tollen Soulsearching Radiosendung vom 08.07., bei der mein Musik-und Fußball-Freund John Steinmark aka DJ Kool Kurt zu Gast war. Hey, auch Jazz Montez (John & Lorenzo Dolce) kümmern sich kräftig (und inhaltlich großartig), nämlich um die Musikkultur in Frankfurt. Ein erster LP-Sampler steht im Startblock und ihr 10 wöchiges Hafenpark-Festival „Holiday Deluxe“ läuft noch bis zum 12.09.

PS. In Johns Playlist findet sich auch ein Blog relevanter Echodrums Bezug.
Weather Report „Slang“ aus dem Jahr 1978 ist ein typisches Jaco Pastorius Bass-Solo dieser Zeit hören, bei der eines der frühen digital Delays, das MXR M-113, als Looper fungiert.

Back to School Jam

Juli 4, 2021

Vor 50 Jahren entwickelte Shuichi Obata den direktangetriebenen Technics SL 1200 Plattenspieler, der sich mit all seinen Revisionsnummern und mehr als fünf Millionen verkauften Exemplaren (ab 1972) einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde für das am längsten produzierte Konsumprodukt der Unterhaltungselektronik sicherte.
Was als gründlich-effiziente Ingenieursarbeit begann (ein schnellanlaufendes, wartungsfreies Laufwerk) wurde einerseits Anstoß für die Hip-Hop Culture, andererseits zum Paradebeispiel für den „Einsatz jenseits der Bedienungsanleitung“

Verrückt, dass sich ein Plattenspieler vom Abspielgerät, zum (Rhythmus-) Instrument, gar zum Job-Lieferanten (DJ) weiterentwickeln konnte. Mit DJ Kool Hercs Party Einladung vom 13.08.1973 fiel ein konkreter Startschuß, welcher der Blockparty-Idee (mit sprechenden MCs) die Entwicklung diverser DJ-Techniken folgen ließ, allen voran die Qualität geloopter Phrasen (Merry-Go-RoundQuick Mix Theory), die vor allem dank Grandmaster Flash große Wellen auslösen würde (Hip Hop, Loop-Ästhetik, Breakbeats, Cut & Paste, Sampling).

Happy Accidents sind großartig, müssen aber gar nicht immer solch große Wellen schlagen. Die kleineren Fehler treten vielleicht kein neues Genre los, würzen dafür als bunte Anekdoten die Musikgeschichte. Wie zum Beispiel Sting, der sich vor seinem Roxanne-Gesangseinsatz kurz ausruhen wollte und dabei versehentlich auf das geöffnete Klavier setzte. 
Das Cluster („a demolished“) nebst anschließendem Auflachen ist wohlbekannt, weil eben nicht herausgeschnitten.

Fehlfunktion nicht als Problem, sondern als neuen Ausgangspunkt betrachten

Mai 17, 2021

Steve Reichs „Phasing“ Gestaltungsparameter entstand 1964/65 bei der Arbeit zu „It’s gonna Rain“ mit zwei gleichen Tonbandschleifen, welche zwar simultan gestartet werden, dennoch auf zwei (einfachen/billigen) Bandmaschinen relativ bald auseinander laufen, um sich schließlich wieder zu treffen.

»Reichs entscheidende Leistung bei der Arbeit an „It’s gonna Rain“ ist es, die Unregelmäßigkeiten, die beim Tonband-Betrieb auftraten, nicht als Problem, sondern als Ausgangspunkt eines Werkes zu betrachten, das genau diese „Fehlfunktion“ der Apparate zu seiner Stärke macht.« (Tilman Baumgärtel, Schleifen, Seite 254)

Und im nächsten Schritt wird das Prinzip der Phasenverschiebung auf musizierende Menschen übertragen (reverse engineering). Dabei genügt eine eintaktige Phrase (Minimal Music), die von zwei Spielern unisono gestartet wird. Während sich einer der Spieler das Tempo konstant hält, spielt der zweite Spieler in einem minimal schnellerem Tempo und so entseht für Reich »a compositional process and a sounding music that are one and the same thing.«
Also ein Loop mit folgendem Verlauf ||: Gleichklang, Echo, Dopplung, Chaos, Annäherung :||

Hier eine Visualisierung von Reichs „Piano Phase“ (1967)


Übertragen auf das Schlagzeug, lässt Justin Heaverin auf Instagram drei synchron gestartete Buff-Tschak Grooves in den Tempi 119, 120 und 121bpm phasen:

Drei kleine Übungen dazu:

1. Starte mal zwei Metronome (Apps) gleichzeitig: zunächst im selben Tempo (flam?), dann mit leicht unterschiedlichen BPM Einstellungen. Und freue dich über den Moment, wenn sich die Pulsschläge wieder (kurz) decken.

2. Lass einen programmierten Viertelpuls laufen (Drum Machine, Metronom, zur Not auch diese Endlosrille) und setze dich trommelnderweise auf den Beat. Jetzt versuchst du einen Ticken langsamer (schneller) zu werden und rastest dein neues Tempo ein. Dann spürst du, wie dich der Originalpuls überholt (wie du den Originalpuls überholst).

3. Aufnehmen und Basteln: nimm eine kurzen Groove auf, ziehe in ihn die DAW, schneide einen eintaktigen Loop und kopiere diesen (ein, zwei mal). Die Kopie(n) wird nun schneller/langsamer gerechnet (mit dem Parameter der in den Outboard Samplern Timestretching genannt wird).
Dann alle mit derselben „eins“ auf Anfang und los…

Minimalismus, Pop und einer der ersten Remixe

Mai 6, 2021

Terry Rileys Auftragsarbeit aus dem Jahr 1968, ein Themen Song für eine Disco in Philadephia, ist die kreative Umgestaltung eines schon vorhandenen Soul Tracks, die später Remix genannt werden wird. Mit einfachsten Mitteln (Moog Synth, einem Sinuswellengenerator und zwei Revox Bandmaschinen) entsteht eine Tonbandcollage, die ihrer Vorlage >>die lineare Ordnung und narrative Struktur<< nimmt und deren >>Fortschreiten zu einem Auf-der-Stelle-treten<< arretiert (so Tilman Baumgärtel in seinem Buch „Schleifen“ auf Seite 241).
Hier also Rileys Rework – vier Jahre vor Tom Moultons Disco-Mix-Erfindung, mitsamt vielen Zutaten und einem ästhetischen Verständnis späterer Sequenzer-/Loop-basierter Club-Tacks:

Hey – bei Terry Riley gibt es noch Weiteres zu entdecken:
Beispielsweise den Time Lag Accumulator (TLA) aus dem Jahr 1963, der in das großartige Werk „Music for the Gift“ mündete, in dem eine „So what“ Aufnahme des gerade aus dem Gefängnis entlassenen Chet Baker mit viel Echo lupenrein (und zehn Jahre vor Erfindung des Dub Genres) gedubbt dekonstruiert wurde!

Vor allem aber hat Riley mit dem TLA sowohl Werkzeug als auch Weg gefunden, elektronische Musik tatsächlich live auf der Bühne entstehen zu lassen, improvisieren bzw. instant komponieren zu können, womit er sich deutlich von seinen renommierten Tonband-Kollegen Schaeffer, Stockhausen, Cage und co. absetzt, deren Aufführungen lediglich die Reproduktion oder Zuspielung einer vorab erstellten elektronischen Komposition war.

Für die Motivationstrategie Rileys hier nochmals ein Abschnitt aus Baumgärtels Buch:
>>1962 wanderte Riley mit seiner Familie nach Europa aus und schlug sich als Musiker durch [… in Frankreich] lernte er die Filme und Bücher des französischen nouveau-roman Schriftstellers Alain Robbe-Grillet kennen: »Der Film, der mich am meisten beeindruckt hat«, sagt er später, »war sein L’Immortelle, in dem es die Wiederholungen von Szenen gibt, die jedes Mal anders enden. Eine Szene lief ab, und führte zu einem Ergebnis, und dann lief sie wieder ab und führte zu einem anderen Ergebnis. Diese Technik kam mir sehr stark vor, weil sie es möglich machte, verschiedene Versionen der Wirklichkeit zu zeigen.«
Diesen Effekt der Wiederholungen wollte er für seine Kompositionen fruchtbar machen: »Ich bemerkte, dass die Dinge nicht immer gleich klangen, wenn man sie öfter als einmal hört. Je öfter man sie hört, desto verschiedener klingen sie. Obwohl sie immer gleich blieben, verändern sie sich. Das hat mich unheimlich fasziniert [… In Europa] begann ich Beziehungen zwischen den Tape-Loops, den Wiederholungen und der verschiedenen Zyklen herzustellen«<< (Schleifen, Kadmos 2015, Seite 234)

Schließlich mein TR Lieblingstrack, „In the Summer“ (1976).

„The Beauty of Electrified and Programmed Drum Grooves“ Playlist

März 16, 2021

Neulich rief Norbert Saemann an und fragte, ob ich nicht Lust hätte für die Abonnenten des Meinl Newsletters eine exklusive Spotify-Playlist zusammenzustellen.
KLAR! Thema? Wäre mir überlassen. STEILVORLAGE!

Und so habe ich unter der Überschrift The Beauty of Electrified and Programmed Drum Grooves einen kleinen Funkturm errichtet, »not a timeline-based history of DJ culture, but a colorful mix to give kudos to all the engineers and researchers in music production, to all the bedroom producers and bricoleurs who find and develop new percussive sounds, textures and aesthetics, to all the visionaries and brave drummers who know that there is always more to discover.«

Für den Meinl Newsletter kannst Du Dich hier anmelden, anschließend werden Dir wohl Mitte der Woche der Link und meine Gedanken zur Playlist zugestellt (bestimmt mit dem oben abgebildeten Kurierfahrzeug).

Kannst jedenfalls schon gespannt sein: hier klopft der Gangsta-Rapper einem Peter Erskine oder Danny Gottlieb hinterm Simmons-Set anerkennend auf die Schulter, Sly Dunbar raucht einen mit der Bedroom Produzentin aus Offenbach, Jeff Porcaro programmiert die Linndrum, Jojo Mayer hebt ab, J Dilla fließt, Herbert betrommelt den Körper seiner Freundin, D’Angelo wackelt, Theo Parrish ebenso, Squarepusher beept mit Missy Elliot, Goldie grinst, Portishead weint, wer lötet eigentlich dahinten in der Ecke?? Egal, Phil Collins trommelt für den Dancefloor – ich tanze dazu und schau mir all die stromgeladenen Rhythmusmaschinen und Protagonisten im Netz an –
und so weiter und so fort: knappe acht Stunden Spitzenqualität!

vorgeschrieben sind leuchtend rot und schwarz

Februar 28, 2021

Hurra, der Joker des ersten Lockdowns lässt sich wieder spielen: auf öffentlichen Ping-Pong-Platten bei Frühlingswetter.

Da für mich Tischtennis- und Schlagzeugspielen immer schon miteinander verbunden sind – ich übte als Kind im Haus meiner Großeltern; im benachbarten Kellerraum stand die Tischtennisplatte, die unter erschwerten Bedingungen (Boden stark abschüßig, Deckenhöhe knapp 2 Meter, Rundlauf nur seitlich verdrehtes Rennen möglich…) leidenschaftlich gerne genutzt wurde – liste ich im Folgenden gesammelt all meine Verbindungsmöglichkeiten beider Welten auf:

DDL 1745A

Februar 23, 2021

Jetzt (1973), mit roten LEDs und Anleitung zu Kunstgriffen. Oder anders gesagt, das Eventide DDL 1745 entwickelte sich vom reinen Helferlein zum wirklichen Effektgerät („Looper“) weiter.

im Looping verzettelt

Januar 4, 2021

Wie oft habe ich schon gedacht, gesagt: Hey, bleib doch mal konzentriert an der einen Sache dran, die Du gerade begonnen hast. Verzettel dich nicht. Sonst endest du mit vielen halben Sachen, aber nichts Ganzem…

Heute durfte ich zweimal intensiv erfahren, wie schön es ist mehrere Dinge zu beginnen, abzudriften und noch eine weitere Abteilung zu eröffnen.
Man liest nicht nur brav eine Geschichte, sondern mehrere, verschiedene.
Kocht nicht nur auf einer Flamme, sondern auf vier.
Wohlwissend, dass, während man sich einer schönen Sache widmet, andere Highlights schon wartend bereitliegend. Ich spür’s deutlich, das ist nicht Überfluss, sondern viel Fahrwasser für einen smoothen Flow.
Und in genau dem unterbreche ich ein spannendes Gespräch mit Steve Reich und tippe ich die Zufälle und Erkenntnisse des Tages herunter:

Am Nachmittag wollte ich eigentlich nur geschwind den von Jojo Vogt vorbereiteten Gastbeitrag einpflegen, stolperte aber direkt im ersten Videolink (die EMT Hallplatte und der Schlagzeugsound der „Black Keys“) über einen Nebensatz von Drummer Patrick Carney:
>>I am a big lover of the mono overhead<<
und hörte erstmal in das Album „Brothers“ aus dem Jahr 2010 rein – Schlagzeugsound in Mono! – bevor ich mich der eigentlichen Besonderheit zu wandte, nämlich jenem tontechnischen Trick, den großen Plattenhall als Drum-Mikro einzusetzen.

Dann las ich von F. M. Einheit, wollte nur mal kurz dessen Diskografie checken, bevor ich in sein spezielles Instrumentarium aus Riesenfedern, Stahlblechen und Steinen eintauche und die nicht vorhandene Stocktasche verstehe.
Diesmal wurde mir der wunderschöne Titel „Echohce“ zum Verhängnis. Als leidenschaftlicher Echodrummer und Delay-Forscher MUSS ich ja wissen, ob dieses Album von gleichnamigen Geräte geprägt wurde – immerhin gibt es von Hellmut Hattler auch ein Solo mit Palindrom-Namen („Enimo Mine„), das sogar zwei Echogeräte benötigt…
Aber der Echo-Kontext war ein anderer: >>ECHOHCE is a project for a singer, musicians and a machine generating text. The singer speaks the title of the next song into the microphone to announce it to the audience. The song does not yet exist. The computer answers by generating a stream of associations related to the topic. The lyrics are printed on eight needle printers above the stage as they evolve. The singer selects text that seems meaningful to him and performs it together with the musicians. The text generator Poetry Machine used in this project is based on semantic networks. The program only contains routines to process text, no hardcoded datasets. It digests documents of human authors and extracts their associative interconnections. Its main source of information are the masses of text in the internet. Poetry Machine is part of the permanent collection of the Centre for Art and Mediatechnology (ZKM), Karlsruhe.<< (Quelle)

Ein spannender Ansatz und ein großartiger Jamie Lidell! Sein Gesang fand ich immer schon beeindruckend, seinen zeitweiligen Drummer Brian „Willie B.“ Wilson außergewöhnlich (weil er mit dem linken Fuß einen Bassisten in der Liveband ersetzte) und im weiteren Verlauf fand ich noch dieses Soundcheckdokument, das Herrn Lidell als geschmackvollen Live-Looper zeigt:

In diesem Augenblick gingen weitere Fenster in meinem Kopf auf, unbedingt mal all die frühen Looping-Artists (siehe Matthew Herbert neulich dort) in einem Beitrag zusammen zu fassen…

Jetzt aber hielt ich inne. Und brachte die ursprüngliche Aufgabe, den Artikel Jojos DIY Plate Reverb zu Ende.

Dann wieder zum sich selbst loopenden Jamie Lidell. Dieses spätere Video zeigt eine Equipveränderung, sowie eine deutliche Referenz zur „Flow Machine“ von Tim Exile. Na klar, auch er ist ein meisterhafter Solo-Looper. Und zack formt sich mittels des Artikels „Is Live Looping 2.0 the beginning of Music 2.0?“ der nächste Schneeball wie von selbst:
>>Live looping has been coming in and out of modern music’s favour since the 60s. It’s been adopted by composers like Steve Reich, beatboxers like Beardyman and singer/songwriters like KT Tunstall.
It’s had another renaissance recently with Ed Sheeran and Marc Ribellet. Whatever you feel about their music, it’s a fascinating development. Live looping 1.0 was about technology and magic; wowing the audience with the ability to turn one musician into many. Like all tricks, it was time-limited. The magic is over once the third rabbit emerges from the hat.<<
Hier unterbreche ich die kluge Lektüre und unterfüttere ihre Verweise mit den bereitgestellten Links.

Beardyman is livestreaming improvised live looping and even doing community assisted production streams — getting feedback and suggestions on unreleased material as it’s made.

Lesson: Looping Basics Using KT Tunstall’s Method (mit Akai E2 Headrush Pedal)

Ed Sheeran Gear Guide (guitars and looping tech — a big fancy custom pedal but at its core a free VST)
vom Boss RC-30 zu den Chewie Monsta 1 und 2

Schließlich und endlich lande ich wieder bei Steve Reich, der übrigens als Drummer mit dem Musikmachen begonnen hatte. Alle Kreise geschlossen! Doppelter Looping, mindestens…

Morgen verlinke ich dann Binkbeats, Rico Loop, Amulets, Jonny Greenwood und Ed O’Brien und all die anderen Frippertronics.

Stromverbunden!

Dezember 19, 2020

Vier grandiose Fänge im Netz.
Für den 4. Advent oder eher das ganze Wochenende!
1. Michel Baumann (aka Jackmate, Soulphiction) erinnert sich an einen Gig mit Matthew Herbert im Unbekannten Tier in Stuttgart 1996. Glücklicherweise existiert ein (späteres) Filmdokument mit Herberts Live-Sampling. Die damalige Chipstüte wurde durch eine Packung mit Frühstücksflocken ersetzt.

2. Fila Brazillias Steve Cobby forscht bezüglich des ersten Drum Tape Loops:

Hier kommt erstaunliches Wissen und viel Musik zusammen. Ausgehend vom Bee Gees Loop (ein Bernard Purdie Schnippsel) für „Stayin‘ Alive“ (1977) und von Marvin Gayes (selbstgetrommeltem) „T plays it cool“ (1972), über „Cecilia“ von Simon & Garfunkel (1969 aufgenommener Loop mit passendem Hallrückwurf!) zum alternativen Beatles Take von „Tomorrow Never Knows“ (1966).
Aber auch Kool DJ Herc, Delia Derbyshire und Arseny Avraamov werden erwähnt.
Welch mega Diskussion!!

>>By knowing the way to record the most complex sound textures by means of a phonograph, after analysis of the curve structure of the sound groove, directing the needle of the resonating membrane, one can create synthetically any, even the most fantastic sound by making a groove with a proper shape, structure and depth.<< Arseny Avraamov (1916)

>>And if you listen to it closely now, what you’ll notice is that it’s a loop. The drum – the drum is a drum loop. Now back in ’72 there were no samplers. What they did was they took a piece of tape and they had the two track tape machine, and they made that pattern that made a loop like a figure eight around the tip – rim, which I’d never seen before.<< Saxophonist Trevor Lawrence auf „T plays it cool“

Nebenbei noch vergnügliche Anekdoten. Beispielsweise über „Andy Newmark playing live over a Maestro Rhythm King drum machine [MRK-2]“ für Sly Stone und eben jene Rhythmusmaschinen-Aufnahme, die später von Fila Brazillia für „Chemistry“ gesampelt wurde. Oder über die Go Go Band (mit Ju Ju House) die für Grace Jones‘ „Slave to the Rhythm“ (1985) eingeflogen wurde:
>>My friend Steve D’Agostino was the drum programmer on Slave, working for Steve Lipson. He spent the bulk of six months just working on the drums to that one song. It was a combination of programmed and live drums, played by the guy from the Blockheads [Charlie Charles], all assembled and edited in a Fairlight. Not only was he getting paid a fortune, it was done at Sarm West, so the final costs ran over a £million. Trevor Horn was convinced he was going to produce something that would compare with The Beatles – that was his aim with this song<< Paul Greendale

3. Sasa Stanisic bedankt sich für den Weilheimer Literatur Preis und redet toll über Strom.

4. Fuck. Ein neues Hattler Recording wurde geleakt. Attitude und Energie stimmen zwar (keine Snare, dafür beidhändig betrommelte Hihat Becken), aber man sieht dabei den Trommler mit unanständig viel Spaß bei der Arbeit.

>>It must have a beat and it got to have soul!<<

archaische Version einer Loopstation

Oktober 26, 2020

Durch Hainbach entdeckt, die Casio EG-5 Gitarre mit eingebautem Kassettenrekorder. Dank des Built-In Speaker ist dieses schmucke Teil darüberhinaus auch ein Effektgerät:

Zum Einschlafen werde ich heute Nacht ein Drumset mit ähnlichen Pluspunkten gedanklich gestalten.