Archive for the ‘Loops’ Category

Percussion Enhancement

April 16, 2018

Sterloid aka Aaron Sterling hat viele tolle Ideen, die folgende schreibe ich gar komplett aus seinem Instagram Post ab:
>>Find a loop. It doesn’t matter if it’s even that good. Then run it through one of these tiny shitty speakers. Then play some percussion or something acoustic onto a mic with that average loop playing through the shitty speaker in the background, thus becoming re-recorded with low fidelity (in a good way, especially if you distance it strategically in relation to the mic). It’s a nice way to enhance an otherwise “normal” sounding percussion part and a good exercise in commitment.<<

Bin vermutlich bald fällig für die „Sounds of Sterloid Pt.2„, zumal >>there are also two different segments dedicated to the use of guitar pedals with drums and how Aaron integrates them in all sorts of ways, from the subtle and musical to the bold and destructive<<.

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Loop Bashing

Januar 16, 2018

Am Wochenende gab es in der taz eine Doppelseit zur Musik-Wahrnehmung. Am besten hat mir das Interview mit Susan Rogers gefallen, der Toningenieurin von Prince in den Jahren 1983-88, a. weil ich die gar nicht nicht kannte und b. weil ich das Bild zur Heimat der Hörgewohnheiten, die der Meister mit „the street you live in“ umschrieb, sehr passend fand.

Leider ist der Artikel (noch?) nicht online, so dass nun aus jenem taz Beitrag zitiert wird, in welchem der Musikwissenschaftler Volkmar Kramarz drei Hits analysiert hatte:
>>Die Loops hat man fast immer bei den heutigen Pophits. Das ist gewissermaßen eine Fortsetzung der repetitiven Elemente, die mit dem Blues und den afroamerikanischen Elementen in die europäische Musik gekommen sind. Und die früher von der Elterngeneration durchweg als „Dschungelmusik“ verschmäht wurden. Man musste sich entscheiden: sich zu den immer gleichen Abfolgen treiben lassen und in Trance oder Ekstase geraten – oder irre werden.<<

Zumal das wohl nicht abgesprochene glückliche Ende im heutigen Postillon zu lesen war:
>>Erst immer so döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp und dann plötzlich döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp. Was für ein abartig krasses Set!!<<

Ableton Rack Mute Groups

Dezember 9, 2017

Peter Lichtneckert hat mir das M4L Patch Uhold schmackhaft gemacht und erklärt in diesem Video, wie sich mit Ableton Racks jene Roland SPD-S typischen Mute-Groups erstellen lassen, um einen laufenden Loop durch den nächst getriggerten abschalten/ersetzen zu können.

Sampling & Attitude

November 21, 2017

… leicht erklärt. Heute am Beispiel eines (smooth & cheesy?) Jazz-Funk Titels aus dem Jahre 1979:

Dass der typische schwere Hiphop Gangsta anno 1996 eben dieses Jeff Lorber Original so richtig cool fand, kann man sich schwer vorstellen. Um so mehr jedoch, dass der für den Basis-Track verantwortliche Digger mächtig „probs“ für seine Spürnase und Transformationsfähigkeiten einheimste.

Und wenn zig Jahre später, nämlich 2004, Nils Landgren alte schwedischen Pophymnen auffrischt, in dem er für’s neue Gewand Hiphop und Jazz verbindet und dabei beide Lager mit einem nachgespielten Zitat an Vertrautes erinnert, dann ist das ein ebenso geschickter wie geschmackvoller Schachzug eines Wissenden.

Beide Beispiele könnte man unter der Überschrift  „Attitude“ vereinen.

Jetzt zum Sampling; schauen wir doch mal welche Teile des „Rain Dance“ vorzugsweise ausgeschnitten und wie in Hardware-Sampler oder DAW weiterbebastelt wurden: Grundlage ist eigentlich immer etwas aus dem viertaktigen Intro (einer rhythmisierte Akkordfolge).
Lil‘ Kim (1996) pitch-t den Schnippsel hoch und startet den Song mit einem typischen Stutter-Fill-In (das Sample wird dafür dreimal für die Länge einer Viertelnote gestartet, bevor es komplett im Loop abgespielt wird und seine Hook präsentiert). Für den Death Row Weihnachts-Track (1996) wird das Sample noch höher transponiert, auch etwas auseinandergeschnitten und umarrangiert (Cut & Paste). Ariana Grande (2013) hingegen stimmt tiefer. Ebenso Charli Baltimore (2002), die zudem das Ende des Viertakters verändert.
Bevor es langweilig wird: SWV (1997) verwendet den längste Ausschnitt, S.F.C. den kürzesten und Schwester Ewa (2015) ist auch mit an Board. Und das jeder neue Track auch noch ein paar additional Drumsounds/samples beigesteuert hat versteht von selbst.

industriell verarbeitete Schlagzeugwurst oder The World is your Oyster

November 13, 2017

Warum diese Überschrift die Qualitäten des neuen Yamaha Drummoduls EAD-10 preisgeben soll, lässt sich vermutlich schwer zusammenreimen.
Aber offensichtlich hat der japanische Konzern  verschiedene Kompetenzen aus den Musik Resorts in einem  Gerät und einem Sensor für das akustische Schlagzeug gebündelt: Da gibt es eine an den Basstrommelspannreifen klemmbare Box, die sowohl Kicktrigger als auch Raummikrofon (in klassischer Wurst-Position) in sich birgt. Von ihr gehen zwei Klinkenkabel zum eigentlichen Modul, dass die einzelnen Instrumente des Schlagzeugs (wohl frequenztechnisch) separiert und mit den verschiedensten Effekt-Klassikern (ggf. Bassdrum-Samples) der Rock-und Popgeschichte aufhübscht. Darüberhinaus lässt das Modul noch drei weitere Trigger/Pads zu. Persönliche Samples ebenso.
[Wow, ich hatte insgeheim auch schon das perfekte Wurst-Mikro plus passender EFX-App geplant bzw. auf dem Markt erwartet – aber die Idee von Mikro und Kicktrigger ist genial!]

Äusserst vielversprechend ist die angegliederte App. Wird das Smartphone via USB mit dem Modul verbunden ist einiges möglich:
– man trommelt mit dem prozessierten Schlagzeugklang zur Lieblingsmusik (via USB oder via Aux-In)
– in die App eingeladene Songs lassen sich zudem im Tempo regeln und bei Bedarf auch vom ( automatisch angelegten) Clicktrack unterstützen. Klar, dass sich bei derart gewarpten Files auch ganz leicht Loop-Punkte setzen lassen.
– last but not least, es lässt sich mit dem verbundenen App-Träger auch noch aufnehmen, und zwar Audio und Video – inklusive einer Mixfunktion der Lautstärke von effektiertem Drumset und Backingtrack! Hello YouTube:

Nach all den Features kann der Produktspezialist des angehängten Videos nicht anders, als schlusszufolgern: >>The world is my oyster<< – was so viel heißen soll, wie: mit dem Teil kann ich ALLES, es muss sich um die sagenumwobene eierlegende Wollmilchsau handeln…usw.
Manual / Kostenpunkt ca. 544 €

Abletondrummer 4 Live

November 11, 2017

Dank des tollen M4L MIDI PlugIns von Abletondrummer Tobias Hunke, komme ich nun mit dem Roland SPD-SX als alleinigen, vor allem trommelbaren Controller klar (und muss im Idealfall nicht mal mehr den Computerbildschirm sehen).

  • Ableton SCENES
    Mit den + / – Buttons des SPD-SX lassen sich nun die Ableton-Szenen auswählen und starten*. Damit triggere ich den zum Song passenden Vocoder-Träger-Akkord und die Software ist im richtigen Tempo, so dass sich die gewarpten Clip Loops nach Lust und Laune triggern lassen (LAUNCH: Toggle, QUANTISATION: none)
  • Roland SPD-SX SOUNDS
    Mit SPD-SX trommele ich ein paar elektronische Drumsounds (Boombass, diverse e-Snares), die ich frequenzbasiert aus dem Modul herausschicke: L= Bässe, R=TRigger
  • Ableton SOUNDS/CLIPS
    Auf dem SPD-SX trommle ich nicht nur die Start/Stop-Befehle für die vorbereiteten Loops, sondern wähle zudem, ob ein zur akustischen Snaredrum optionaler Handclap-Sound zu hören sein soll oder nicht. Um zu sehen, ob dieser Snare-Trigger-Kanal aktiv ist, habe ich für das auslösende Pad des SPD-SX einen stummen Loop (eines gleichförmigen 1kHz Sinustons) angelegt. Sprich: läuft der SPD-SX Loop und leuchtet dessen Pad dauerhaft rot, wird der Triggersound aus der Ableton-Summe beigemischt.
  • Ableton/EFX
    Wie ich meine Snare-FX-Mic in den Hall schicke oder mein externes Echo-Gerät mit einem Snare-Vocoder-Klang füttere wird hier erklärt.

SPD_SX-visual-Midicontrol_M4L

SPD-SX Ableton M4L

* hierfür muss etwas herumprobiert/kombiniert werden: mit der Auswahl in den Ableton Voreinstellungen (Launch/Beim Starten selektieren oder Szene-Start selektiert nächste Szene) und den M4L-PlugIn Optionen PLAY SCENE ON SELECTION oder PLAY SCENE SELECTED

Modernes Kraut:

August 28, 2017

– Klangsammler
– experimentierende Multiinstrumentalisten
– Flageoletttöne auf dem Bass
– das Duo an sich
– der Rechner als Mittel/Mittler
– und der Sessiongedanke
– irgendwie auch Holland

Binkbeats hat ein neues Video aufgenommen, ich denke an Hellmut und grüße herzlich in Richtung Ulm:

PS. Schade, dass ich den Herrn Binkbeats noch nicht persönlich getroffen habe, obwohl ich im Rahmen des Stekker-Festivals schon mal quasi seine Luft atmen und Teil seines Fundus bestaunen durfte. Er könnte mir bestimmt meine Drumsounds-Liste bunt ausmalen.

Geschützt: eSpider

August 24, 2017

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das Hurra

Januar 30, 2017

>>Als Vogel ohne Uhr erkennt man die Tageszeit ja nicht nur am Stand der Sonne und der Farbe des Lichts, sondern man ahnt das »Alter« des Tages. Frühmorgens ist der Tag oft wie ein junger Hund, geradezu blödsinnig vor Lebensfreude und Bewegungslust. Der Nachmittag hingegen verströmt eine beträchtliche Melancholie, etwas Schmerzliches. Der Nachmittag – auch im Sommer, auch im Frühling hat etwas von Herbst. Der Nachmittag ist immer ein fallendes Blatt und zeigt immer eine Verfärbung. Bevor dann der Abend zurückführt zu einer gewissen Ausgelassenheit, die alkoholisch anmutet. Der Abend verfügt über die Schlieren, die sich beim Schwenken eines Weinglases bilden. Der Nachmittag ist der Tod, der Abend das Hurra im Jenseits.<<
Heinrich Steinfest „Das Leben und Sterben der Flugzeuge“ (Piper 2016, S.393f)

Ab sofort wird nachmittags Kuchen genossen, das Hurra noch weiter ausgedehnt!
Und was das »Alter« angeht: ich fühle mich wie eine zeitlose Endlosrille, wie ein »locked groove« auf 45rpm… t-tschaka, t-tschaka, t-tschaka

(Der passenden Soundtrack lässt sich hier auf intoinfinity.org selbst gestalten; mit 276 Acht-Sekunden-Loops zum freien Download).

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…oder, um es mit Serena Williams auszudrücken: Forty Fun!

riffs involve creativity

Juli 13, 2016

Das Zitat >>sounds are one thing, but riffs involve creativity<< stammt von Steve Stevens (aus einer australischen Doku über Sampling aus dem Jahre 1988). Fast noch besser als Stevens Spruch finde ich das Gesamtbild seiner Aufnahme: fettes Pult, Frisur, Zigarette zwischen Ring-und Mittelfinger!