Archive for the ‘Loops’ Category

It’s gonna rain

März 17, 2019

Steve Reichs Bandschleifen-Techno anno 1965/1966

Und zwei Jahre zuvor gab es Terry Rileys Pre-Dub aus Frankreich.

>>It was in Paris, in 1963, earning a living playing boogie-woogie piano at American military bases, that Riley was asked by the director, Ken Dewey, to compose something for a theatre piece called The Gift. Chet Baker had just been released from jail in Italy, so Riley took him to the studios of the French national radio and had his band play Miles Davis’s ‘So What’, recording them both individually and as a group. Then he mixed the tapes down, letting the different parts run out of phase with each other, creating tape loops and delay effects on the fly.<<

layering ideas

März 6, 2019

Binkbeats gibt ein Einblick in sein Ableton-Konzept für die Bühne und stellt seinen M4L Looper zum freien Download ins Netz!

Light my Firestarter

März 4, 2019

Danke Keith Flint, für Energie und Liedgut!

Check the Beats: Prodigy „Firestarter“ > Ten City „Devotion“ (The Voice of Paradise Mix) > M.B.P. Mix „Light my Fire“

bis zum gefühlten Plattensprung: fake loop

Dezember 18, 2018

Wiederholen bis zum gefühlten Plattensprung…

Ahmad Jamal „Surrey With The Fringe On the Top“ @ 0.50′

Tower Of Power „Squib Cakes“ @ 5.15′

Abstract Orchestra „Dilla Mix 2“ @ 2.13′

Weckgummi Loops

Oktober 18, 2018

Kreativ und interessant klingend: die Weckgummi-Schallplatten-Schleifen des IFF (Institut für Feinmotorik):

>>Was als Experiment auf einem Trip begann, entwickelte sich zu einem Projekt mit strengem Manifest…<< (aus Don’t DJ: Immer schön im Kreis)

Pentimento

August 10, 2018

Die Einleitung zum Ableton-Interview „Mögliche Musik“ mit Jon Hassell beginnt mit geographieüberwindendem Sampling in den frühen 80er Jahren, der Collagen-Idee aus Schichten und Übermalungen (Pentimento), Minimalismus, der Kraft der Schleife (die nicht unbedingt im 4/4 Takt sein muss) und Hassells Vorstellung der (geheimen) „Fourth World“, die durch die >>Kombination von Merkmalen traditioneller Musikstile aus der ganzen Welt mit modernen elektronischen Verfahren<< einen neuen stringenten Sound schafft.

Unbedingt weiterlesen (u.a. >>über vertikales Hören, den Rhythmus fallender Blätter […] ein Leben lang voller Erkundung und Forschung mit und inmitten einiger der bedeutendsten Akteure der Musik des 20. Jahrhunderts).
Und parallel dazu gleich mal den Freeware Harmonizer „Pitchproof“ auschecken…

>>…stellen Sie sich einen Slow-Motion-Film über eine wachsende Pflanze vor. Kleine Bruchstücke von diesem jenem spielt man auf Konzerten und dann im Studio, und schrittweise fügen sie sich zusammen. Es ist ein wenig wie der Pentimento-Gedanke, bei dem Schichten durch andere Schichten erkennbar werden. Und jede dieser Schichten kann recht undeutlich sein…<<

-> Mati Klarwein, Nils Petter Molvaer

Percussion Enhancement

April 16, 2018

Sterloid aka Aaron Sterling hat viele tolle Ideen, die folgende schreibe ich gar komplett aus seinem Instagram Post ab:
>>Find a loop. It doesn’t matter if it’s even that good. Then run it through one of these tiny shitty speakers. Then play some percussion or something acoustic onto a mic with that average loop playing through the shitty speaker in the background, thus becoming re-recorded with low fidelity (in a good way, especially if you distance it strategically in relation to the mic). It’s a nice way to enhance an otherwise “normal” sounding percussion part and a good exercise in commitment.<<

Bin vermutlich bald fällig für die „Sounds of Sterloid Pt.2„, zumal >>there are also two different segments dedicated to the use of guitar pedals with drums and how Aaron integrates them in all sorts of ways, from the subtle and musical to the bold and destructive<<.

Loop Bashing

Januar 16, 2018

Am Wochenende gab es in der taz eine Doppelseit zur Musik-Wahrnehmung. Am besten hat mir das Interview mit Susan Rogers gefallen, der Toningenieurin von Prince in den Jahren 1983-88, a. weil ich die gar nicht nicht kannte und b. weil ich das Bild zur Heimat der Hörgewohnheiten, die der Meister mit „the street you live in“ umschrieb, sehr passend fand.

Leider ist der Artikel (noch?) nicht online, so dass nun aus jenem taz Beitrag zitiert wird, in welchem der Musikwissenschaftler Volkmar Kramarz drei Hits analysiert hatte:
>>Die Loops hat man fast immer bei den heutigen Pophits. Das ist gewissermaßen eine Fortsetzung der repetitiven Elemente, die mit dem Blues und den afroamerikanischen Elementen in die europäische Musik gekommen sind. Und die früher von der Elterngeneration durchweg als „Dschungelmusik“ verschmäht wurden. Man musste sich entscheiden: sich zu den immer gleichen Abfolgen treiben lassen und in Trance oder Ekstase geraten – oder irre werden.<<

Zumal das wohl nicht abgesprochene glückliche Ende im heutigen Postillon zu lesen war:
>>Erst immer so döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp und dann plötzlich döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp. Was für ein abartig krasses Set!!<<

Ableton Rack Mute Groups

Dezember 9, 2017

Peter Lichtneckert hat mir das M4L Patch Uhold schmackhaft gemacht und erklärt in diesem Video, wie sich mit Ableton Racks jene Roland SPD-S typischen Mute-Groups erstellen lassen, um einen laufenden Loop durch den nächst getriggerten abschalten/ersetzen zu können.

Sampling & Attitude

November 21, 2017

… leicht erklärt. Heute am Beispiel eines (smooth & cheesy?) Jazz-Funk Titels aus dem Jahre 1979:

Dass der typische schwere Hiphop Gangsta anno 1996 eben dieses Jeff Lorber Original so richtig cool fand, kann man sich schwer vorstellen. Um so mehr jedoch, dass der für den Basis-Track verantwortliche Digger mächtig „probs“ für seine Spürnase und Transformationsfähigkeiten einheimste.

Und wenn zig Jahre später, nämlich 2004, Nils Landgren alte schwedischen Pophymnen auffrischt, in dem er für’s neue Gewand Hiphop und Jazz verbindet und dabei beide Lager mit einem nachgespielten Zitat an Vertrautes erinnert, dann ist das ein ebenso geschickter wie geschmackvoller Schachzug eines Wissenden.

Beide Beispiele könnte man unter der Überschrift  „Attitude“ vereinen.

Jetzt zum Sampling; schauen wir doch mal welche Teile des „Rain Dance“ vorzugsweise ausgeschnitten und wie in Hardware-Sampler oder DAW weiterbebastelt wurden: Grundlage ist eigentlich immer etwas aus dem viertaktigen Intro (einer rhythmisierte Akkordfolge).
Lil‘ Kim (1996) pitch-t den Schnippsel hoch und startet den Song mit einem typischen Stutter-Fill-In (das Sample wird dafür dreimal für die Länge einer Viertelnote gestartet, bevor es komplett im Loop abgespielt wird und seine Hook präsentiert). Für den Death Row Weihnachts-Track (1996) wird das Sample noch höher transponiert, auch etwas auseinandergeschnitten und umarrangiert (Cut & Paste). Ariana Grande (2013) hingegen stimmt tiefer. Ebenso Charli Baltimore (2002), die zudem das Ende des Viertakters verändert.
Bevor es langweilig wird: SWV (1997) verwendet den längste Ausschnitt, S.F.C. den kürzesten und Schwester Ewa (2015) ist auch mit an Board. Und das jeder neue Track auch noch ein paar additional Drumsounds/samples beigesteuert hat versteht von selbst.