Archive for the ‘spotify’ Category

„The Beauty of Electrified and Programmed Drum Grooves“ Playlist

März 16, 2021

Neulich rief Norbert Saemann an und fragte, ob ich nicht Lust hätte für die Abonnenten des Meinl Newsletters eine exklusive Spotify-Playlist zusammenzustellen.
KLAR! Thema? Wäre mir überlassen. STEILVORLAGE!

Und so habe ich unter der Überschrift The Beauty of Electrified and Programmed Drum Grooves einen kleinen Funkturm errichtet, »not a timeline-based history of DJ culture, but a colorful mix to give kudos to all the engineers and researchers in music production, to all the bedroom producers and bricoleurs who find and develop new percussive sounds, textures and aesthetics, to all the visionaries and brave drummers who know that there is always more to discover.«

Für den Meinl Newsletter kannst Du Dich hier anmelden, anschließend werden Dir wohl Mitte der Woche der Link und meine Gedanken zur Playlist zugestellt (bestimmt mit dem oben abgebildeten Kurierfahrzeug).

Kannst jedenfalls schon gespannt sein: hier klopft der Gangsta-Rapper einem Peter Erskine oder Danny Gottlieb hinterm Simmons-Set anerkennend auf die Schulter, Sly Dunbar raucht einen mit der Bedroom Produzentin aus Offenbach, Jeff Porcaro programmiert die Linndrum, Jojo Mayer hebt ab, J Dilla fließt, Herbert betrommelt den Körper seiner Freundin, D’Angelo wackelt, Theo Parrish ebenso, Squarepusher beept mit Missy Elliot, Goldie grinst, Portishead weint, wer lötet eigentlich dahinten in der Ecke?? Egal, Phil Collins trommelt für den Dancefloor – ich tanze dazu und schau mir all die stromgeladenen Rhythmusmaschinen und Protagonisten im Netz an –
und so weiter und so fort: knappe acht Stunden Spitzenqualität!

Einmal Drums mit alles

Januar 9, 2021

Bo Borgmann kenne ich bisher nur vom Sehen (im wahren Leben einmal, nämlich letzen Januar beim jährlichen Meinl Come Together, online schon deutlich öfter) und von seiner Schreibe. Dank seiner geradlinigen Art (auch unbequeme) Sachverhalte deutlich, aber empathisch anzusprechen und weil er mich in puncto Namen und Statur an meinen Bass-Freund aus Stuttgart erinnert, hat er schon ein Stein im Brett.
Während des ersten Lockdowns erzählte mir Stephan Emig von „Bos Kaffeekränzchen„, einer super Idee, ganz nach meinem Geschmack, jedoch leider mit der falschen Uhrzeit. Morgens um 9 Uhr bin ich noch nicht mal zum bloßen Kaffeetrinken fähig, insofern gab es dort keine Einstiegschancen.
Um so mehr freute ich mich über die neue Podcast-Reihe „Einmal Drums mit alles„, die selbstredend jederzeit gehört werden kann.
Nachdem ich die beiden Folgen mit Simon Gattringer und Christin Neddens angehört hatte schrieb ich ihm:

Es folgt eine schöne Antwort. Und selbstverständlich würde ich mich gerne bei diesem Imbiß in die Schlange stellen, dabei Rede und Antwort stehen, aber hey, das hätte jetzt doch den Beigeschmack einer Selbsteinladung.
Zudem habe ich schon zwei anderen Podcast-Gesprächen zugesagt und obwohl ich einiges zu erzählen wüsste, will ich auf keinen Fall durch Omnipräsenz ein „och ne, noch ein Podcast mit dem“ provozieren.

In diesem Fall wird’s wohl eher eine kurze Selbsteinwechslung – als Teil von Netzer trage offenbar auch ich ein solches Gen in mir – die sich um den rätselartigen Frageblock am Ende von Bos Sendung kümmert.

A >>Die schönste und die schrecklichste Erfahrung<<
Oh yes 🙂
Sauerstoff an der Grenze zum Kollaps – mit DePhazz 2007 auf dem Clubschiff in Budapest
Oh weh 😦
Ich durfte 2011 wieder mal bei den „Fantastischen Vier“ aushelfen und hatte einen suboptimalen Kopfhörermix. Hörte prompt den Einzähler bei „Mehr nehmen“ angeschnitten, sprich, zu spät und zack waren meine Sinne von der Offbeat basierten Synth-Sequenz auswegslos eingenommen. Natürlich merkte ich, dass was nicht stimmt, wusste aber nicht nicht genau „was“, konnte folglich auch nicht guten Gewissens irgendwo einsteigen. Trommle also nicht, Nummer wird abgebrochen… (dort wird die Geschichte dennoch gut, weil lösungsorientiert, zu Ende erzählt)

B >>Wer hat’s getrommelt?<<
Hierzu spielt Bo einen Track ein, den ich nur in der Sendung mit Christin („I keep forgettin‘„) gekannt hatte, dabei direkt an Wolfgang Haffners Buchtipp denken musste. Denn die Lukather Autobiografie ist voller Porcaro Geschichten.
Für Simon gab es den „Pina Colada Song“ mit Steve Jordan, für Ralf Gustke – habe ich ebn noch nachgeholt – Vinnie mit Megadeth 🙂

C >>Was wäre wenn?<<
1. Reise in die Vergangenheit
So schön ich viele unterschiedliche Epochen auch finde, ich möchte eigentlich genau im Hier und Jetzt bleiben. Einfach jetzt und in der nahen Zukunft all das machen, was ich toll finde bzw. aus der Vergangheit heraus traumhaft finde.
Passend dazu gab es heute einen schönen Gastbeitrag auf der IG Seite des Designers Stefan Sagmeister:


2. Der einzige verbleibende Song
Schwer!! Nach kurzem Mitüberlegen während der gehörten Sendung kam ich auf „Part I“ von Keith Jarretts „Creation“ Album aus dem Jahr 2015. Ein harmonischer Wonneproppen, episch und Schlagzeug-frei.

D >>Fünf Quickies mit Bo<<
1. DAS Drumbook
Moses Schneider „Das etwas andere Handbuch oder How to pimp my Übungsraum
2. DIE Trommel
meine alte Tama Superstar Snare. 14 x 6,5 mit dem besten Innendämpfersystem.


3. DAS Tool
Easy! Ein Delaypedal mit Tap-Tempo Funktion, beispielsweise das Boss RE-20
4. DER Lieblingsdrummer
Billy Cobham
5. EINE Empfehlung
Popkurs in Hamburg

Ich freue mich schon auf die kommenden Folgen (und werde weiterhin tapfer mitraten).

saftige Grapefruits, mein graues Genscher-Mikrofon und ein langes Podcast-Interview

April 24, 2020

So viele Grapefruits wie in diesen ersten sechs Wochen der Corona-Krise, habe ich wohl im ganzen Leben davor nicht gegessen. Sprich, ich kann eine noch bewusstere Ernährung und ein eins a Immunsystem verbuchen.  Mehr Fahrradfahren tue ich auch noch. Das muss unbedingt positiv verbucht werden.

Ebenso ließ sich ein kleineres Unglück relativieren. Am 21.4. hatte ich eine Skype-Interview Verabredung, war wieder mal einen Ticken zu spät aufs Rad gestiegen und wollte nun die verträumte Zeit mit einem raketenartigen Aufbau wieder reinholen. Dabei habe ich leider den Tuchelverschluß meines alten Sennheiser MD 421 (das wie mir Andreas Neubauer erzählte gerne Genscher-Mikrofon genannt wird) an der falschen Stelle aufdreht und am vermeintlich fest sitzenden Kabel beherzt gezogen. Letztlich nicht das Tuchelkabel sondern die Lötstellen der Buchse entfernt 😦
Später wunderte ich mich über einen IG Beitrag der diverse MD 421 Exemplare zeigte. Ach so, amerikanisches Datumsformat, hihi: 4/21…
Jetzt fehlt nur noch der richtige Reparateur. Und den kann mir mein Freund und Vintage-Experte Markus Birkle bestimmt nennen.

Das Skype-Meeting fand selbstverständlich dennoch statt. Ich sprach halt durch ein SM57. (Getrommelt wurde durch ein einziges U47fet Overhead – für mich das Setting für den schönsten Mono-Trommelklang).
Und die gute Stimmung kam auch zurück, was sich im knapp zweieinhalbstündigen Sunset Production Podcast von Luc* und John nachhören lässt:

*überraschendes Wiedersehen nach 11 Jahren, denn Lucas war 2009 Teilnehmer beim ersten Percussion Creativ Camp in Südtirol, an das ich mich äußert gern zurückerinnere…

Und nach so viel Gespräch noch etwas Musik zum Ausgleich, meine vier Corona-Alben:

 

Rotkohl?

Dezember 20, 2019

Bei Flinkster miete ich am liebsten Autos aus der Kategorie „Mini“ – das fühlt sich einerseits am umweltvertäglichsten an, beinhaltet andererseits auch immer wieder die spannende sportliche/strategische Komponente „bekomme ich das ganze Schlagzeug, meine Elektronik und sonstige Reisetäschchen unter?“. Gestern spielte mir der Zufall (bzw. der Stadionbesuch von Ralf) den Rogdau Monotones Titel „R4“ zu, der Fahrten im Kleinstwagen (mental zumindest) direkt in eine Party transformiert!
Dass die Nummer darüberhinaus von Mob Böttcher hammermäßig getrommelt wurde und mir einen warmen Nostalgie-Schauer beschert, macht das seltene Autosteuern dann noch erträglicher.
PS. Wie der R4 zum Zusatztitel „Rotkohl“ kam, erklärt vielleicht Ali Neander auf FB

Bildschirmfoto 2019-12-20 um 15.52.28

PPS. … jedenfalls passt das Gemüse perfekt zu diesen Tagen.
Aber da es auch einige Menschen gibt, die ein Problem mit der Weihnachtsfeierei haben, empfehle ich aus dem Repertoire der Band direkt noch die Titel  „Pampa Power“, „Volle Lotte“ und „(Wir ham) Das Recht und die Pflicht Zur Party“ hinterher zu hören – so hat man den Party-Knigge kompakt gebündelt im Kopf und die nächste Woche wird bestimmt klasse!

r4-flinkster

Passenderweise hätte ich eine dezent an Intensität zunehmende Playlist parat 🙂

Summer Drugs

Juli 28, 2019

Neulich richtete ich die Shazam App auf einen Ghettoblaster im Skatepark und entdeckte „Lndn Drgs„. Zunächst eine schöne Erinnerung an den G-Funk von Snoop Dog, Tupac & co., anschließend ein Trip (eigentlich unser Familienurlaub), der mir sonderbare Erfindungen zuspielte. Wie beispielsweise den Mattenklopfer, den geschmacklosen Eishocker oder die Donut-Garage im Badezimmer.*

Auch die Fantasie drehte auf Hochtouren und ich richtete mir in Gedanken eine ausrangierte Gondel als solarbetriebenes Workspace ein, das sich sowohl auf ein großstädtisches Flachdach oder in den Schrebergarten stellen lässt.

Mittlerweile höre ich mir all jene Musiktipps durch, die ich von Freunden erhalten habe – ganz gemütlich, im schattigen Park.
Ab und an wird ein Ohr freigelegt um den Vögeln zu lauschen.

Übrigens: Ich sammle von jetzt an all die interessanten Tipps, Weiterverfolgungswürdiges, Moment-Schnippsel und Neuentdeckungen in einem einzigen Spotify Container, bzw. in dieser Ideen-Gondel:

*Nachtrag: auch der mit Mozartkugel bestückte Putz-Caddy des Salzburger Hotels sollte nicht unerwähnt bleiben…IMG_2393

Zwischentöne

März 31, 2019

Kommt eher selten vor, aber heute hatte ich mich rückblickend über eine Autobahnvollsperrung gefreut – dadurch konnte ich den DLF Beitrag „Zwischentöne mit/über den Regisseur Oliver Schmitz in voller Länge genießen: das war ein spannendes Gespräch, bei dem selbst mimisches Lächeln durch den Lautsprecher übertragen wurde, zudem gab es auch tolle Musik, die mich direkt das Autofenster runterkurbeln lies – einerseits Kurzurlaub, aber auch überraschende Augenöffner:
Police & Thieves ist nicht nur eine eins a Lee Scratch Perry Produktion aus dem Jahr 1977, sondern auch die Grundlage der Freundeskreis Version vom Ton Steine Scherben Klassiker „Halt dich an deiner Liebe fest“. Und die „Compared to what“ Bassline (von Ron Carter!) covern wir gerne mal mit DePhazz.
Vitamin C, eh immer OK – der Track ist laut Rolling Stone Magazine >>the most immediate example of Liebezeit’s rhythmic signature<< und ich bekomme direkt Lust darauf, mal wieder ein Hängetom aufzubauen… aber jetzt stehen erst mal zwei volle Wochen mit nur einem Tom an:

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02.04. Saisonstart mit dem „Temporären Elektronischen Salon“ @ Yachtclub Ffm/ Eintritt frei!
02.-05.04. Musikmesse??? > 06.04. Vintage Drum Meeting (Electro Drums – früher & heute), Mörfelden
04./05./06.04 „Hattler“ in Homburg/Idstein/Schorndorf
09./10./11.04 „Nils Wülker“ in Erlangen/Potsdam/Ulm
12.04. „DePhazz“ in Worpswede
13./14.04. Workshop @ Trommelwerk Bremen

PS. war heute erstmals im Waldstadion – klingt auch besonders…

Katapult

März 4, 2019

Eben beendete das Soundsystem des Bockenheimer Kinderfaschingumzuges seinen Soundcheck – erstaunlicherweise tönten ausnahmslos alte Kraftwerk Hits durchs Viertel.
Keine Ahnung, ob Fasching überall so geschmackvoll klingt, so dass ich vorbeugend eine Notfallalternative aus momentanen Highlights zusammenfasse.

Und wer gerade lieber lesen als hören möchte, dem empfehle den heutigen taz-Artikel über das Katapult Magazin, anschließend deren Webseite. Oder gar ein Blick ins eben erschienen Buch „100 Karten, die deine Sicht auf die Welt verändern„?

katapult-logo

Ich schicke jedenfalls ein fettes Lob an die Macher, die dank guter Grafiken sozialwissenschaftliche Themen mit Humor verbinden, dadurch Interesse am Weiterlesen wecken.
Eindeutig ein Motivationsansatz, der sich auch auf’s Musikmachen und Üben am Instrument übertragen lässt!

It didn’t swing, the solos weren’t even a little bit heroic, and it had electric guitars…

Februar 18, 2019

Mein Programmpunkt für heute Abend: ich höre „In a Silent Way“ – das Material zur Platten wurde heute vor genau 50 Jahren in einer dreistündigen Session aufgenommen.
Phil Freeman schreibt in seinem Buch „Running the Voodoo Down: The Electric Music of Miles Davis“ dazu:

>>It didn’t swing, the solos weren’t even a little bit heroic, and it had electric guitars… But though In a Silent Way wasn’t exactly jazz, it certainly wasn’t rock. It was the sound of Miles Davis and Teo Macero feeling their way down an unlit hall at three in the morning. It was the soundtrack to all the whispered conversations every creative artist has, all the time, with that doubting, taunting voice that lives in the back of your head, the one asking all the unanswerable questions.<<

Hier ein paar schöne Zweitverwertungen:

Frankfurter Sommerbäder

Januar 30, 2019

Ich hatte einen grandiosen Einstieg ins nächste Lebensjahr, mit warmem Badewasser und Glavinics derart packendem Schach-Roman, der einfach durch die Nacht zu Ende gelesen werden musste.
Angenehm übermüdet daraufhin dann mit Schneekulisse und Morgentau durch den Tag, bisschen Torte hier, mehrere Kaffetässchen dort und wieder direkt ins Bett, mit dem nächsten Buch. Schlaf vor zwölf.

Als Soundtrack genügte die Dauerschleife aus Jordan Rakeis „Sorceress“ und Steve Reichs „Music for a large Ensemble„.

PS. Zwischendrin waren wir auch noch im Museum für angewandte Kunst und dort habe ich den schicken Titel abfotografiert, Frankfurter Sommerbäder…(denn manchmal fühlt sich Geburtstag an wie der beste Sommerferientag im Freibad!)

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hic fuit!

PPS. Happy Birthday, Phil Collins!

Ferien auf Ebeatsa

Januar 6, 2019

Der kalifornische Intellektuelle Hans Ulrich Gumbrecht formt im Trump-Gespräch ein einige tolle Gedanken, vor allem folgenden zwei, die sich dank minimaler Kürzung auch zur persönlichen Überprüfung eignen:

>>Man sollte sich nicht in eine Überzeugung von Trumps Unschlagbarkeit hineinsteigern – sonst wird sie zu einer jener Prophezeiungen, die ihr eigenes Wirklichwerden befördern.<<

>>Die Politik im Zeitalter von Twitter spielt sich zwischen subjektiven Impulsen und der Sehnsucht nach kollektiver Resonanzverstärkung ab. Vielleicht ist es ein Symptom dieser Zeit, keine langfristigen Perspektiven mehr zu haben.<<

-> OK: ich muss/will wieder ein Buch schreiben!


Andererseits sind ja gerade Ferien – Hurra! Sprich: sich treiben lassen, hier was lesen, da was hören, steht weit vor einem „das sollte gemacht werden“.

Also schaue ich mir die beiden Kurzfilme der französischen Cousins Guillaume und Jonathan Alric (aka The Blaze) an und mogle mich danach wieder in Das Leben des Vernon Subutex 3 rein.

Habe heute ansonsten verschiedenste Tipps und Shazam-Schnippsel vertieft – Tracks auf japanisch, lettisch, italienisch, brasilianisch (mit Jeff Porcaro – von Stephan Emigs liebstem Sergio Mendes Album) und schließlich noch „Miles Davis Quintet Freedom Jazz Dance: The Bootleg Series, Vol. 5“ – quasi Hörspiel mit Lerneffekt (wie Tony Williams Blakey-Triolen und Elvin-Triolen anbietet)…

Und dann gibt es ja noch das Forschungsprojekt: Beats without Cymbals
Mittlerweile habe ich zwei Vintage Superstar Floortoms (16″x16″ und 16″x16 Gongtom mit 18″ Fell) „aus dem Keller geholt und den Coron RDS durch das Bassmonster Jomox M-Base11 ersetzt.