Archive for the ‘Minimal’ Category

noch leichter unterwegs

Juni 23, 2016

Bin jetzt noch leichter unterwegs dank eines „Geldbeutel aus Papier“ – mal schauen wie langer er hält…

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File under: nur einmal laufen!

Paradiddles (with alternating pitches instead of alternating drum sticking)

Mai 30, 2016

Ich liebe es ja, ein Acappela oder sonstige Wortschippsel (vom Speak&Spell über den vorlesenden Mac, über kulturhistorische Archive bis hin zum persönlichen iPhone Field Recording) rhythmisch oder als Textur in die Groove-Architektur einzubinden.

Als sich Steve Reich Ende der Achtzigerjahre Gedanken zu einer Auftragsarbeit für das Kronos Quartett machte, waren zugespielte Stimmen der Aufhänger. Zunächst originale Stimmaufnahmen, beispielsweise von Béla Bartók oder Ludwig Wittgenstein, letztendlich aber seine eigene Geschichte als bahnfahrendes, jüdisches Kind mit der >>Sprache und dem Sprachrhythmus interviewter Personen (Steve Reichs Kindermädchen Viriginia, ein ehemaliger Pullmann-Schaffner, sowie die Stimmen von drei Kindern, die den Holocaust überlebten und nach Amerika gekommen waren).<<

Different Trains“ (1988) ist das Ergebnis eines Experiments, aufgenommene Sprache als Grundlage für Melodien zu nutzen. Die Texte kamen dabei nicht mehr vom Tonband (ein Novum in der Klassik), sondern vom Sampler, einem Casio FZ-1 und wurden von Viola (Frauenstimmen) und Cello (Männerstimmen) „nachgespielt“.

Par(adiddle)t 1 / America-Before the War (movement 1)

Part 2 / Europe-During the War (movement 2)

Part 3 / After the War (movement 3)

PS. Die B-Seite des Albums („Electric Counterpoint„) kenne/schätze ich schon länger

PPS. wer Reichs „speech melodies“ weiterhören möchte, befasse sich mit The Cave (1993) and City Life (1995)

Repetition doesn’t really exist

Februar 18, 2015

…sagte Brian Eno 1981 in diesem Interview.
>>Wiederholung existiert nicht wirklich. Was deinen Verstand betrifft, geschieht nichts zweimal, selbst wenn es im sehr technischen Sinn identisch ist. Deine Wahrnehmung verändert sich ständig. Sie bleibt nie am selben Ort.<<
[Übersetzung aus musicthoughts.com]

Sommerplatte

November 23, 2014

Als mir Hanno Busch neulich (s)eine Sommerplatte überreichte, kam diese lange Zeit nicht mehr aus dem Player. Was sich wie ein (schönes) Konzeptalbum liest, ist der Bandname des Schlagzeug*-Bass-Tasten-Gitarren-Quartetts. Der Sound der vier triggert bei mir ne Menge toller Assoziationen und gefällt mir bestens!

In der ARD Mediathek gibt es hier noch bis zum 15.12. einen weiteren Song zu hören (am Ende der 9. Sendung „Anke hat Zeit“ – übrigens bei ca. 0.55′ gibt es noch ein ganz heisses Duo von Uri Cane & Han Bennink).

* Florian Bungart – yeah!

Poinciana

Oktober 23, 2014

Erst neulich beim Nürnberger Nue Jazz Festival: Der Gitarrist Jonathan Kreisberg reharmoniert „Stella by Starlight“ aufs Ausgetüftelste – sehr ambitioniert, sehr spannend. Doch je länger ich zuhöre, zieht mich der – im Gegenteil einfache und gnadenlos konstante Drumgroove in den Bann:
Ein Trance Beat, der mir irgendwie bekannt vorkommt…

Sebastian Merk klärt mich auf und nennt ihn „The Poinciana Beat„, in Bezug auf die Ahmad Jamal „Live at the Pershing“ Aufnahme, die den Rhythmus (mir auf jedenfall) bekannt gemacht hat. Ein zeitloser Track aus dem Jahre 1958, mit Vernel Fournier als Rhythmusgestalter.
Ein Trance Beat, der ohne Bassdrum auskommt…

Das Groove-Geheimnis liegt im Filzschlägel…

bringing the studio to the stage

September 9, 2014

>>Flesh And Machine was initially conceived as an ambient album, and tracks such as ‘Forest City’ take the classic Brian Eno albums that he worked on „Ambient 4: On Land“ (1982) and „Apollo: Atmospheres And Soundtracks“ (1983) as a wonderful bedrock to stand on to see the sonic future. The album bristles with new ideas. He spent countless hours processing an array of source sounds – steel and electric guitar, piano and human voice to create the sound palette that is „Flesh and Machine“. Lanois has already prepared songs from „Flesh And Machine“ to be performed live by a trio including himself, drummer Brian Blade and bassist Jim Wilson where both the playing of instruments and the sampling, dubbing and processing* will happen in real time, essentially bringing the studio to the stage. Daniel Lanois is still raising that spirit of music and still opening up doors to the unknown.<<

*Hier mit einem alten Korg SDD-3000 Delay und einem Lexikon M93 Prime Time Digital Delay Prozessor.

Bass Drum

August 7, 2014

Mal wieder ne reine Bass Drum Platte, nicht ganz so minimalistisch wie die TR-909 Endlosrille, auch nicht elektronisch, dafür steht bei Morton J. Olsen die präparierte Kick im Vordergrund.

Nichtwissen ist ein Segen

Juli 16, 2014

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Sowohl das Motto des Hamburger Scienceville Festivals („Ignorance is a bliss“, also: Nichtwissen ist ein Segen) als auch die Nachberichterstattung von Carla Baum in der taz erfrischen meine Gedanken und das Blog:

>>Das Tolle am Nichtwissen, so Durstewitz, sei sein kreatives und produktives Potenzial: Wo nicht gewusst wird, wird gesucht, geforscht, geschaffen.<<

>>Der Frankfurter DJ und taz-Autor Klaus Walter versteht es, seine Zuhörer einzuspannen. Zur Einstimmung in seine Lecture Performance [Learning by Doing, Doing by Unlearning] legt er die kürzeste Single der Welt auf – „You Suffer“ […]

In einer zitatreichen Reise durch die Popgeschichte der letzten 50 Jahre erörtert Walter unter anderem das Phänomen der Atemporalität. Junge KünstlerInnen können sich heute aus einem stetig wachsenden Archiv der Epochen und Stile bedienen, ohne die Jetzt-Zeit der jeweiligen Musik miterlebt zu haben. Das beschreibe, so Walter, einen Zustand zwischen Wissen und Nichtwissen, der viel kreatives und produktives Potenzial berge – siehe Musikerinnen wie Maria Minerva oder Inga Copeland, die vorhandene Musikrichtungen und Stilzitate wie selbstverständlich in ihre eigenen Werke einbauen und ihnen damit neue Bedeutungen verleihen. Walter betont das demokratische Moment des Pop, da seine Rezipienten nichts wissen müssten, um die Musik zu verstehen.<<

>>Joerg Zboralski […] ist auch das schöne Festivalplakat zu verdanken, das einen Zettel mit der Aufschrift „Mich interessiert schon lange das Nichts“ in einem schwarzen Kreis zeigt. Zboralski interessierte sich für „Verstehensfallen“ – Dinge, die Bedeutung suggerieren, wo es keine gibt.<<

>>In der Abschlussveranstaltung sitzen sich im „Zwei-Kulturen-Gespräch“ die Psychologin und Neurowissenschaftlerin Brigitte Röder und der Fotograf Alexander Rischer gegenüber. Sie debattieren über den Mehrgewinn von Verständnis und Kommunikationsprobleme, die entstehen, wenn unterschiedliche Disziplinen aufeinanderprallen.<<

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Unterm Strich steht – mal wieder: e i n f a c h  M A C H E N !

(W) in F

Februar 25, 2014

Zumindest ein kleiner Ausschnitt aus dem (zweiten RuboWölpl) Konzert in Peter Couras 1A Guitar Center:

Und etwas Gear-Talk: in erster Linie spielt der Peter (eine Peter Coura) Gitarre und ich Schlagzeug (Tama Superstar Kick und Artstar Snare, Meinl Club Ride, Vintage Crash, Jazz Hats, Vic Firth Kombination Sticks, Brushes). Zudem hat jeder von uns einen Ableton-Rechner, die miteinander durch eine E-RM Midiclock verbunden sind. Es wird ein Tempo eingestellt und los geht’s. Instant Composition, oder so…

Meine Beats erweitere ich durch ein ge-tap-tes Boss Space Echo, welches das Snare-Signal verbiegen kann oder die Vocoder-Hihat. Die Vocoder-Hihat (EHX Vocoder mit Trägerfläche vom Rechner) wird zudem durch einen von der Midiclock gesyncten Boss-Slicer geschleust. Die Bässe mache mit dem Bassline-Biscuit Duo (Acidlab Bassline und OTO Biskuit), die beide ebenfalls von der Midiclock getaktet werden. Zu guterletzt habe ich noch einen Traktor F1 Controller zur Fernsteuerung diverser Ableton Geschichten (Looper, Einzelsamples, Chores, Bässe, Effekte…).

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Peter geht mit der Gitarre direkt in den Rechner und zaubert alle Klänge und Schleifen mit eben diesem.

Mit den ganz GROßEN jammen

Januar 31, 2014

Heute am Bass: James Jamerson

File under „Bass Appella