Archive for the ‘Practise!’ Category

seine Lieblingssongs richtig gut zu kennen

März 29, 2020

… bringt`s! Siehe Victor Baileys „Birdland“ Solo Version:

Und hier 2014 beim Spielen eines originalen Coltrane Solos („Countdown“).
>>The secret is to practice really slow. I transcribed this when I went to Berklee in 1979 so I’ve been working on it for 35 years.<<

Hey, und als Zusatzaufgabe und erstem Schritt, sich vom persönlichen Helden zu lösen, hier noch ein Ausspruch von Bill Rieflin:
>>I don’t use cymbals in my own music. I wanted to go against drumming cliches, and the things drummers will do without thinking about it<<

der Krise den Beigeschmack nehmen

März 17, 2020

>>Eine Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.<<

Mit dem optimistischen Max Frisch Zitat möchte ich meinerseits eine Einladung aussprechen:
Ich glaube ja, dass neben all den Virus-relevanten Aktionen (sich Informieren, seinen Alltag und die Gewohnheiten anpassen, sich um Freunde und Verwandte kümmern) auch stimulierende intellektuelle und schöpferische Gegenpole wichtig sind.
Wer also einer programmierten oder elektronischen Beatästhetik etwas abgewinnen kann, wer sich für zeitgemäßes oder gar futuristisches Groove-Design interessiert, wer einfach offen ist für neue Inspiration, der kann hier im e-beats.net Blog kräftig stöbern und bestimmt einiges zum Weitereisen entdecken.
Dazu einfach mal den persönlichen Bedarf mittels Schlagwort ins Such-Rechteck („search this site“) oben rechts eingeben oder die „Categories“ durchforsten, anschliessend hoffentlich mit hilfreichen Artikeln versorgt werden.

Bei Fragen kannst Du Dich auch direkt per Mail an mich wenden.

Wer sich gleich praktisch hinters Set setzen möchte, dem empfehle ich meine thedrumsounds.de Klangbibliothek, um z.B. damit das bestehende Repertoire mal neu zu orchestrieren.

Und wer lieber erstmal nur Neues hören möchte, kann sich in meinem Spotify Container bedienen, mit dem ich Weiterverfolgungswürdiges sammle.

Ich wünsche: Alles Gute 🙂

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Homeschooling

März 16, 2020

Keine Ferien, dennoch alle zu Hause. Das ist neu und schön, erfordert aber auch Arbeitspläne für uns drei.
Ich denke als allererstes über die Sekundarstufe I nach.
Vielleicht mit Bio und Ernährungslehre starten („gesundes Frühstück“)? Von dort mittels Kurkuma Rhizom direkt in die Kunst: Denn da mein Selbstversuch, der Fleck auf dem linken Daumen, trotz vorbildlichem Händewaschen seit zwei Tagen hält, lassen sich mit Gelbwurtz bestimmt auch schöne Bilder malen.
Anschließend eine Partie Schach anstatt Mathe.
Musik und Englisch werden durch die Text-Transkribtion eines Lieblingssongs mitteinander verknüpft. Der Elbow-Track aus Stuttgart eignet sich als Testballon.

Und da frühlingshaftes Bombenwetter, ab nach draußen, Sport.
Bei uns steht auf dem Zettel:
Konzentrations-Tischtennis (laaaang andauernde Ballwechsel), Oldschool-Parkour (Verstecken) und der EZB Skatepark.

OK, dann zu meinen Aufgaben. Ich beginne mit schönem Knöfchendrehen auf dem neuen Alexander Echo-Hall-Pedal.

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Gefolgt von den notwendigen Überlegungen: zum Beispiel übers zukünftige Geldverdienen. Während Gary Novak seinen Schlitten verkaufen will, schaue ich mich mal im Trommelkeller und in der Effektablage um…

Zum schönen Abschluß möchte ich noch meinen Studierenden, all den Schlagzeuglehrern und Übewilligen verkünden, dass die beiden großen deutschen Video-Lehr-Häuser ihre Archive öffnen und einen Großteil daraus umsonst zur Verfügung stellen werden:
Dirk Erchingers Drumtrainer und Online-Lessons TV von Florian Alexandru-Zorn.

Sahnespender, Schneekanonen

Januar 9, 2020

Ich bin begeistert, dass ich mich nach 35 Jahren Wintersportabstinenz wie selbstverständlich auf ein Paar Schier stellen und mit Freude den Berg herunterkurven konnte. Und die im Social Media wiederhochgespülte BILD-Absage von Judith Holofernes setzt die Sahnehaube auf diesen guten Tag.

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Ängste überwinden, immer gut!

PS.

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(aus der taz, 15.01.20)

Beatles? No, beatless!

Dezember 6, 2019

Hey, ich weiß schon was mir der Nikolaus bringen wird! Ein zuckersüßes Mashup aus Metallica und Hancock.

Aber euch werde ich den Schuh auf besondere Weise füllen, weil sein Inhalt nicht weniger werden, sondern wachsen wird.
Es ist diese Spotify-Liste mit den unterschiedlichsten Tracks, allesamt ohne Schlagzeug. Sprich, optimal zum Dazutrommeln.
Nicht immer ohne Hürden – also nochmals Wachstum – aber gehörigen Spielspaß versprechend!

Und wer gerade wenig Lust zum Hören hat, dem empfehle ich eine Kurzgeschichte aus Heinrich Steinfests Gebrauchsanweisung fürs Scheitern. Sie trägt den Titel „Bad Luck und Very Bad Luck“ und hat mich eben in der Badewanne sowohl bestens unterhalten, als auch völlig entspannt. Und tatsächlich kann ich jetzt ganz locker akzeptieren, dass ich mich mitten in der Vorweihnachtszeit befinde… denn:
>>Unsere Freiheit besteht darin, uns in all dem Glück oder Unglück eine bestimmte sympathische oder unsympathische Gestalt zu verleihen.<<

25 jähriges Dienstjubiläum

November 30, 2019

Ich habe am Donnerstag auf einer Veranstaltung getrommelt, bei der langjährige Mitarbeiter für ihre Tätigkeit gelobt und ausgezeichnet wurden.
Dank des passenden Wandschmucks reihe ich heimlich ein und streue mir selbst etwas Silber übers Haar. Denn ich glaub es war 1994, als ich Mini Schulz und „Honey Pie“ sein Dank, plötzlich vom Musikmachen leben konnte.

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Und passend zur The-Catch-Begleitmusik ziehe ich fürs heutige Konzert Felle mit CS-Dot auf und stelle einen Amboss neben mein Drumkit.

laufender Molton Meter

November 27, 2019

Das Geschirrtuch ist für mich immer noch der Dämpfer No.1 für die Snare, da nahezu überall verfügbar und in Kombination mit einem Binderclip super flexibel in der Anwendung.

Will ich aber zügig ein komplettes Drumset Dämpfen (oder „leiser machen“) brauche ich deutlich mehr Stoff und deshalb habe ich mir jetzt mal aufgemalt wie sich ein Quadratmeter Molton geschickt aufteilen lässt.

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Fazit: Mit 1mMolton, in drei Streifen à 33,3cm geschnitten (plus pro Gebinde zwei große und zwei kleine Binderclips) lassen sich zwei bis drei Drumkits präparieren.
Dieser Ansatz geht über die einfache „Auflage“ hinaus und ermöglicht beispielsweise auch einen SnarePal („Sack um die Snare“) und diverse Kickdrum-Sound Alternativen.

 

plaudite!

November 23, 2019

Zur Kulturgeschichte des Klatschens gibt es glücklicherweise schon ein paar schöne Beiträge, beispielsweise dieses 5-Minuten-Filmchen vom BR, oder „A Brief History of Applause, the ‚Big Data‘ of the Ancient World„, die wie folgt vielversprechend beginnt:
>>In the seventh century, as the Roman empire was in the decline period of its decline and fall, the emperor Heraclius made plans to meet with a barbarian king. Heraclius wanted to intimidate his opponent. But he knew that the Roman army, in its weakened state, was no longer terribly intimidating, particularly when the intended intimidatee was a barbarian. So the emperor hired a group of men to augment his legions — but for purposes that were less military than they were musical. He hired the men to applaud. Heraclius’s tactic of intimidation-by-noisemaking, the audible version of a Potemkin Village<<

Klatschen statt Kämpfen gefällt mir schon mal sehr gut 🙂 Und der Schritt zur gemeinsamen Party ist dann auch gar nicht weiter groß!!
Tatsächlich geht’s mir heute ums gemeinsame Klatschen, ums „miteinander Sound machen“! Egal ob das profane „2 und 4“ sind, pulsierende Viertel, die gleichermaßen bei Motown als auch im Bierzelt funktionieren, treibende Offbeats oder ausgecheckte Pattern (die auch gerne mal zum Komplexen tendieren, siehe Flamenco oder 80er Electro).

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Ich lege jedenfalls mal zwei Spotify-Listen an und schreibe verschiedene Clap-Beats daraus ab, die sich dann beispielsweise zu eigenen Grooves addieren lassen, die vielleicht als Bodypercussion-Übung taugen oder als Gruppenspiel im Unterricht. Insgeheim bedrucke ich Kopf schon eine stylische Klatschpappe und freue mich auf die zukünftige Interaktion!

learn to play the song!

November 23, 2019

Taylor Hawkins erzählt seine Geschichte, seinen Rahmen und klärt über die Rolle des Trommlers in einer Band auf, dropt hier und da ein paar schlaue Dinge in puncto „drum basics„, und demonstriert aber vor allem ein sensationelles Tempogefühl bei all den erinnerten Groove-Meilensteinen und Besonderheiten seiner Helden.
Eine schöne Dreiviertelstunde:

Schön, dass Youtube diese Masterclass für mich verlängert, in dem es mir mit dem Alanisse Morissette New Pop Konzert aus dem Jahr 1995 eine weitere Nostalgie-Stunde beschert. Bei diesem Gig hatte ich Taylor Hawkins erstmals wahrgenommen und bestaunt, die Videoaufnahme mehrfach zurückgespult. Was für ein funky Energiebündel! Rock at its best…

Alles klar – ich stell‘ mir wieder ein China-Becken hin!

Credits

November 22, 2019

Mein langjähriger Bass-Freund Steffen Knauss hat für das Backstage Pro Portal den lesenswerten Artikel „Freelancing als Session-, Tour-, Studio-Musiker und Co.: Wie du als „Hired Gun“ überlebst“ verfasst.

Ich freue mich, dass auch ich meine Meinung kundtun durfte, zucke andererseits zusammen, wenn ich in der Credit-Klammer hinter meinem Namen, im Anschluß an meine zwei langjährigen Bands Hattler und DePhazz, die Schwergewichte Blumentopf und Cro lese, Acts mit denen ich genau einmal aufgetreten (Blumentopf und HR Sinfonieorchester) bzw. für eine Festival-Rutsche krankheitsbedingt eingesprungen bin.
Passt jedenfalls hervorragend zum Artikel. Denn diese Art der Positionierung („spielte u.a. mit…“) scheint ein wichtiger Bestandteil des Freelance-Berufsbild zu sein.
Und auch ich posaune meine bunten Erlebnisse in die webweite Welt, obwohl ich es besser wissen müsste, wie mit derartigen Informationen umgegangen wird und wie unangenehm spätere Fragezeichen, Nachreden bzw. deren Klarstellungen sind:
Ein Veranstalter pickt sich die für ihn werbewirksamsten Trophäen zur Bewerbung raus, ohne tiefer einzutauchen in welcher Relation jener Musiker zu den Credits (s)einer Liste steht, formuliert daraus seine eigene Ankündigung. Und so wird ruckzuck aus einem Vertreter („spielte u.a. mit…“), der vermeintlich feste Schlagzeuger der Band XYZ.
Oh man, wie oft muss(te) ich klarstellen, dass ich keinesfalls der Schlagzeuger der „Fantastischen Vier“ bin, auch wenn ich deren (einzigen und einzigartigen) Drummer Flo Dauner im Sommer/Herbst 2004 (!) dort vertreten durfte. Und dennoch wollte ich diesen Ritterschlag auch nicht unerwähnt lassen…
Sprich, um sich nicht mit fremden Federn zu schmücken/schmücken zu lassen, braucht es wohl in unseren Zeiten des plakativen Statements immer noch einen Disclaimer, Text, der die Fakten einordnet.
Besser aber noch einen mündigen Konsumenten, der sich von allen geschrieben Girlanden nicht (ab)lenken lässt, sich dafür einfach die Musik des Künstlers anhört/ansieht.