Archive for the ‘Practise!’ Category

Sahnespender, Schneekanonen

Januar 9, 2020

Ich bin begeistert, dass ich mich nach 35 Jahren Wintersportabstinenz wie selbstverständlich auf ein Paar Schier stellen und mit Freude den Berg herunterkurven konnte. Und die im Social Media wiederhochgespülte BILD-Absage von Judith Holofernes setzt die Sahnehaube auf diesen guten Tag.

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Ängste überwinden, immer gut!

PS.

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(aus der taz, 15.01.20)

Beatles? No, beatless!

Dezember 6, 2019

Hey, ich weiß schon was mir der Nikolaus bringen wird! Ein zuckersüßes Mashup aus Metallica und Hancock.

Aber euch werde ich den Schuh auf besondere Weise füllen, weil sein Inhalt nicht weniger werden, sondern wachsen wird.
Es ist diese Spotify-Liste mit den unterschiedlichsten Tracks, allesamt ohne Schlagzeug. Sprich, optimal zum Dazutrommeln.
Nicht immer ohne Hürden – also nochmals Wachstum – aber gehörigen Spielspaß versprechend!

Und wer gerade wenig Lust zum Hören hat, dem empfehle ich eine Kurzgeschichte aus Heinrich Steinfests Gebrauchsanweisung fürs Scheitern. Sie trägt den Titel „Bad Luck und Very Bad Luck“ und hat mich eben in der Badewanne sowohl bestens unterhalten, als auch völlig entspannt. Und tatsächlich kann ich jetzt ganz locker akzeptieren, dass ich mich mitten in der Vorweihnachtszeit befinde… denn:
>>Unsere Freiheit besteht darin, uns in all dem Glück oder Unglück eine bestimmte sympathische oder unsympathische Gestalt zu verleihen.<<

25 jähriges Dienstjubiläum

November 30, 2019

Ich habe am Donnerstag auf einer Veranstaltung getrommelt, bei der langjährige Mitarbeiter für ihre Tätigkeit gelobt und ausgezeichnet wurden.
Dank des passenden Wandschmucks reihe ich heimlich ein und streue mir selbst etwas Silber übers Haar. Denn ich glaub es war 1994, als ich Mini Schulz und „Honey Pie“ sein Dank, plötzlich vom Musikmachen leben konnte.

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Und passend zur The-Catch-Begleitmusik ziehe ich fürs heutige Konzert Felle mit CS-Dot auf und stelle einen Amboss neben mein Drumkit.

laufender Molton Meter

November 27, 2019

Das Geschirrtuch ist für mich immer noch der Dämpfer No.1 für die Snare, da nahezu überall verfügbar und in Kombination mit einem Binderclip super flexibel in der Anwendung.

Will ich aber zügig ein komplettes Drumset Dämpfen (oder „leiser machen“) brauche ich deutlich mehr Stoff und deshalb habe ich mir jetzt mal aufgemalt wie sich ein Quadratmeter Molton geschickt aufteilen lässt.

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Fazit: Mit 1mMolton, in drei Streifen à 33,3cm geschnitten (plus pro Gebinde zwei große und zwei kleine Binderclips) lassen sich zwei bis drei Drumkits präparieren.
Dieser Ansatz geht über die einfache „Auflage“ hinaus und ermöglicht beispielsweise auch einen SnarePal („Sack um die Snare“) und diverse Kickdrum-Sound Alternativen.

 

plaudite!

November 23, 2019

Zur Kulturgeschichte des Klatschens gibt es glücklicherweise schon ein paar schöne Beiträge, beispielsweise dieses 5-Minuten-Filmchen vom BR, oder „A Brief History of Applause, the ‚Big Data‘ of the Ancient World„, die wie folgt vielversprechend beginnt:
>>In the seventh century, as the Roman empire was in the decline period of its decline and fall, the emperor Heraclius made plans to meet with a barbarian king. Heraclius wanted to intimidate his opponent. But he knew that the Roman army, in its weakened state, was no longer terribly intimidating, particularly when the intended intimidatee was a barbarian. So the emperor hired a group of men to augment his legions — but for purposes that were less military than they were musical. He hired the men to applaud. Heraclius’s tactic of intimidation-by-noisemaking, the audible version of a Potemkin Village<<

Klatschen statt Kämpfen gefällt mir schon mal sehr gut 🙂 Und der Schritt zur gemeinsamen Party ist dann auch gar nicht weiter groß!!
Tatsächlich geht’s mir heute ums gemeinsame Klatschen, ums „miteinander Sound machen“! Egal ob das profane „2 und 4“ sind, pulsierende Viertel, die gleichermaßen bei Motown als auch im Bierzelt funktionieren, treibende Offbeats oder ausgecheckte Pattern (die auch gerne mal zum Komplexen tendieren, siehe Flamenco oder 80er Electro).

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Ich lege jedenfalls mal zwei Spotify-Listen an und schreibe verschiedene Clap-Beats daraus ab, die sich dann beispielsweise zu eigenen Grooves addieren lassen, die vielleicht als Bodypercussion-Übung taugen oder als Gruppenspiel im Unterricht. Insgeheim bedrucke ich Kopf schon eine stylische Klatschpappe und freue mich auf die zukünftige Interaktion!

learn to play the song!

November 23, 2019

Taylor Hawkins erzählt seine Geschichte, seinen Rahmen und klärt über die Rolle des Trommlers in einer Band auf, dropt hier und da ein paar schlaue Dinge in puncto „drum basics„, und demonstriert aber vor allem ein sensationelles Tempogefühl bei all den erinnerten Groove-Meilensteinen und Besonderheiten seiner Helden.
Eine schöne Dreiviertelstunde:

Schön, dass Youtube diese Masterclass für mich verlängert, in dem es mir mit dem Alanisse Morissette New Pop Konzert aus dem Jahr 1995 eine weitere Nostalgie-Stunde beschert. Bei diesem Gig hatte ich Taylor Hawkins erstmals wahrgenommen und bestaunt, die Videoaufnahme mehrfach zurückgespult. Was für ein funky Energiebündel! Rock at its best…

Alles klar – ich stell‘ mir wieder ein China-Becken hin!

Credits

November 22, 2019

Mein langjähriger Bass-Freund Steffen Knauss hat für das Backstage Pro Portal den lesenswerten Artikel „Freelancing als Session-, Tour-, Studio-Musiker und Co.: Wie du als „Hired Gun“ überlebst“ verfasst.

Ich freue mich, dass auch ich meine Meinung kundtun durfte, zucke andererseits zusammen, wenn ich in der Credit-Klammer hinter meinem Namen, im Anschluß an meine zwei langjährigen Bands Hattler und DePhazz, die Schwergewichte Blumentopf und Cro lese, Acts mit denen ich genau einmal aufgetreten (Blumentopf und HR Sinfonieorchester) bzw. für eine Festival-Rutsche krankheitsbedingt eingesprungen bin.
Passt jedenfalls hervorragend zum Artikel. Denn diese Art der Positionierung („spielte u.a. mit…“) scheint ein wichtiger Bestandteil des Freelance-Berufsbild zu sein.
Und auch ich posaune meine bunten Erlebnisse in die webweite Welt, obwohl ich es besser wissen müsste, wie mit derartigen Informationen umgegangen wird und wie unangenehm spätere Fragezeichen, Nachreden bzw. deren Klarstellungen sind:
Ein Veranstalter pickt sich die für ihn werbewirksamsten Trophäen zur Bewerbung raus, ohne tiefer einzutauchen in welcher Relation jener Musiker zu den Credits (s)einer Liste steht, formuliert daraus seine eigene Ankündigung. Und so wird ruckzuck aus einem Vertreter („spielte u.a. mit…“), der vermeintlich feste Schlagzeuger der Band XYZ.
Oh man, wie oft muss(te) ich klarstellen, dass ich keinesfalls der Schlagzeuger der „Fantastischen Vier“ bin, auch wenn ich deren (einzigen und einzigartigen) Drummer Flo Dauner im Sommer/Herbst 2004 (!) dort vertreten durfte. Und dennoch wollte ich diesen Ritterschlag auch nicht unerwähnt lassen…
Sprich, um sich nicht mit fremden Federn zu schmücken/schmücken zu lassen, braucht es wohl in unseren Zeiten des plakativen Statements immer noch einen Disclaimer, Text, der die Fakten einordnet.
Besser aber noch einen mündigen Konsumenten, der sich von allen geschrieben Girlanden nicht (ab)lenken lässt, sich dafür einfach die Musik des Künstlers anhört/ansieht.

Sudoku für Trommler

November 4, 2019

Berlins Chef-Drumtrainer Dirk Erchinger hat im FB ein onomatopoetisches Rätsel gestellt:
>>OldSchoolHipHop Alldder!!!
I: Bum back bum bum bum back bum bum bum tsche back bum bum bum dat dada tschickischickibum tschicki :I
Wer den Beat erkennt kriegt n Eis… strengt euch an😜🥁😘<<

Angespornt durch die Aussicht auf ein Eis, wollte ich die Lautmalerei unbedingt zuordnen können und habe sie erstmal zu notieren versucht.

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Zeile 1 schien mir schlüssig und in Gedanken war ich längst bei 2Pac („Only God can judge me now“), Faith Evans („Love like this“) und A Tribe Called Quest („Check the Rhime“), allesamt stark auf die Viertel fokussierte Tracks bzw. Intros.
Beim Gegenhören jedoch leider Fehlanzeige.

Beim Scannen der Oldschool-Hiphop-Listen bin ich an Notorious B.I.G. hängengeblieben – fetter Track, den ich erst vor kurzem wiederentdeckt und direkt zur Hochschule für die Studierenden mitgeschleppt hatte.

Und zack, fiel der Groschen, die ursprünglich Kick-Annahme war falsch. Und so wie der zweite Beat hingekritzelt wurde passt plötzlich alles – Hurra!

Jetzt habe ich nicht nur ein Eis gewonnen – hier wünsche ich mir übrigens das unsichtbare aus der Sesamstrasse – sondern die Erkenntnis, wie ich die Bestandteile eines Beats zwar in der angedachten Reihenfolge lassen, aber durch zeitliches Dehnen und Strecken der Events spannende Transformationen bewirken kann.

Da sage ich mal laut: Danke, Dirk! Und hoffe auf weitere Drummer-Sudokus.

Drum Basics (2)

November 3, 2019

Heute spielte mir irgendsoein Socialmedia-Algorhythmus ein 17 € Plakat mit der Überschrift „Drum Basics“ zu.
Da dachte ich mir: Das bastel ich geschwind auf meine Weise und ihr kauft euch von dem Geld doch lieber ein Eis und ein gutes Buch.
Und wer sich visuell an die Schlagzeug-Grundlagen erinnern lassen möchte, klebt einfach meine beiden Zettel zusammen.

 

Die drei erwähnten Links lassen sich hier anklicken: the drumsounds, Percussion Creativ Rudimental Codex, Übungsspielchen mit dem Metronom

PS. Verbesserungsvorschläge oder sonstige Anregungen sind immer willkommen

die anderen Warm-Ups

Oktober 17, 2019

Mein Freund Uwe ist Pianist und meinte neulich, zwei Stunden zu üben, sind ’ne tolle Sache; noch besser jedoch fühlt sich das Spielen für ihn an, wenn er von den zwei Stunden 45 Minuten darauf verwendet, sich mit Qigong Kugeln aufzuwärmen.

Daran musste ich vorhin denken, als ich mich im Hafenpark auf die Slackline stellte – ebenfalls ein Bomben-Warm-Up!

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Und jetzt im Backstage der Centralstation nehme ich – mit herzlichen Grüßen in Richtung Uwe – einfach mal zwei Äpfel aus der Obstschale. Tschaka!

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