Archive for the ‘Practise!’ Category

thoughts like furniture

September 12, 2019

Habe mir heute in der DZ Bank Kunstsammlung die Moving/Image Ausstellung angeschaut und  dabei hat mir am besten ein Werk von John Baldessari gefallen, das er folgendermaßen überschrieben hat:
>>My Mind is Camera and thoughts are like furniture. Various Qualities that make up the image of an artist today: Six roomsfuls of unarranged furniture.<<
Daraus ein paar schöne Positionen.

Es war ohnehin ein guter Tag. Denn zuvor bin ich morgens in den Skatepark geradelt, um mich in Ruhe vom Fluch des Sturzes („spell breaking“) zu befreien. Nachdem ich den Hafenpark (dank Levi) quasi als Balkon benütze, aber die letzten zwei Monate nur noch den Akteuren zugeschaut habe, bin ich heute vorsichtig in der Bowl gekurvt, ganz gemütlich, ganz geduldig, ohne Brechstange, aber dennoch mit dem klaren Ziel, jene Bruchstelle zu kapieren und zu überwinden.
Eigentlich ein Arbeitsansatz, der beim Üben das Selbstvertrauen stärkt und latent mulmige Gefühle ausfadet („reverse engineering“?)

Und als ob der Tag nicht schon lang genug gewesen wäre, zieht mich der nächtliche Auftritt von Kenny Dixon Jr. aka Moodymann abermals aufs BMX…

Bewegung

Juli 24, 2019

Schönes Bernstein Zitat aus der Urlaubslektüre (Nino Harattischwili „Das achte Leben“, Seite 96), das mir als zielgerichtetem, Visions-freudigem Trommler angenehm den Kopf verdreht und wieder mal bestätigt, dass es vor allem um den Moment geht…

>>Das Ziel ist mir nichts, die Bewegung ist alles.<<

Sprich: trotz Schulter wird gleich mal von der Wasserschirampe in den See gespickt…

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Kulturtechnik spielerisches Nachahmen

Juni 5, 2019

Höre gerade im DLF-Beitrag „In die Wiege gelegt“ (ein Bericht über Kindern aus Musikerfamilien) den schönen Begriff von der Kulturtechnik spielerisches Nachahmen. Wäre ein super Seitenhieb für das „Moderne Schlagzeugquartett„.

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Vom Tischtennischschläger im Multiclamp-Halter zum „sha-bang“ hinterm Drumset

April 26, 2019

 

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Schöne Erkenntnisse! In puncto Groove (1) aus der Miles Davis Autobiografie von 1989 (Seite 474), dass sich der Besuch der Stuttgarter Staatsgalerie nicht nur wegen Banksys Luftballonmädchen lohnt (2 – das Brunnenbecken hier stellvertretend für die Farbefrohheit des Baus), dass Freitags die SZ eine gute Wahl ist: denn im Artikel über Beyoncé und ihre Homecoming Veröffentlichung wird fein zwischen Star und Ikone unterschieden (3) und im Magazin beschreibt Kritiker Jerry Saltz Kunst als das älteste Betriebssystem der Welt (4).
Und da die Osterferien die nächste Tischtennis-Saison eingeläutet haben, passt Christoph Scherers Reisebegleiter (TT-Schläger plus Multiclamp) hervorragend in diesen Beitrag!

 

reading shouldn’t frighten you

März 12, 2019

>>I tell drummers this analogy: If you remember the first time you drove a car, you were scared. Within a matter of weeks, you’re turning on the radio, waving at friends – you’re not even thinking. It’s no different with drums. Reading shouldn’t frighten you. It’s the easiest thing in the world. It’ just mathematics. Once you learn to read drum music, as soon as you see a certain pattern written, you know exactly what it is. Sure, the first time you may want to go “1e&a 2″.” But by the third of fourth time you’ll know it perfectly. And when you learn those patterns, they become second-nature.<<
Hal Blaine, Modern Drummer

Ich verbeuge mich vor 35000 Aufnahmen in 90 Lebensjahren und höre mir sein Lehrwerk aus dem Jahr 1968 mit dem tollen Titel „Have Fun!!! Play Drums!!! an

 

 

durch Stuhldrehung in die Unabhängigkeit

März 3, 2019

Da ich gerade meinen linken Fuß zum Kicken animiere – will sagen: ich übe gerade am Doublekick-Setup (wobei die zweite eine elektronische Bassdrum ist)  – passt der Aufbau von Wes Watkins bestens zu diesem Unabhängigkeitsgedanken: er benützt zwar nur die herkömmliche Kick, hat aber anstelle des Floortoms eine zweite Snare und rechts daneben auch noch eine weitere Hihatmaschine aufgebaut, so dass eine dezente Stuhldrehung zum spiegelverkehrten BD-SD-HH-Spielgefühl führt.

Ich versuche mich an diversen Baustellen: in erster Linie an zwei unterschiedlichen klingenden Bassdrums (1, 2, 3, 4) und ihren polymetrischen Möglichkeiten, aber auch an der Kombi von (Click-freier) 303 Bassline und Tap-Delay (angefixt von Nils Frahms‘ Juno 60 Arpeggiatoren) und dem immer wieder beeindruckenden Phänomen der Resonanz: nämlich, dass eine, besser noch: mehrere, unterschiedlich gestimmte Snaredrums je nach Filtereinstellung durch den Verstärker angeregt werden und somit im Raum den elektronischen Klangerzeuger mit „hangemachter Verzerrung“ bereichern.

Moeller Whip

Februar 22, 2019

Wenn Moeller, dann Claus Hessler:

 

Flanging Cymbals

Februar 20, 2019

IMG_1025Nice driving Cymbal-Lick from „The Chi Lites“

Und jetzt noch die Aaron Sterlings Version des Beyoncé Groove mit zwei „Flanging Cymbals“ gegenchecken („Sound of Sterloid Vol.1„, !6ths)

Ikebukuro

Februar 6, 2019

Dank meiner japanischen Schülerin verabschiede ich mich vom To-ma-ten-sa-lat und habe nun einen flüssigen und schnell sprechbaren Tokio-Stadtteil für Quintolen und Fünfergruppen.

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What’s Going On with Marvin & James

Januar 31, 2019

Das Bassapella von Marvin Gaye und James Jamerson ist doch perfekt zum dazuklappern!

Und weil ich nach solch einem Fund direkt neugierig „bassapella“ in die YouTube-Suchmaske tippe, gleich noch was von Kerri Chandler hinterher: