Archive for the ‘EQ’ Category

Lehrer!

Juli 17, 2022

Durch Zufall heute John Maedas „Simplicity“ aufgeschlagen und bei dieser Kurzgeschichte gelandet:

Die Lehrer-Story passt bestens zu meinem Freitag-Vormittag-Kaffee mit Wolfgang Haffner. Über Volker Kriegel sind wir nämlich bei Wolfgangs Wurzeln gelandet, bei den Trommlern Evert Fraterman (Lehrer #2, mehr Pop) und Harald Pompl (Lehrer #1, mehr Jazz, eigentlich ein Doppelkünstler: >>der Mann ist Bildhauer*, auch am Schlagzeug<<), natürlich auch bei Mentor Albert Mangelsdorff (>>Glaub nicht, dass Du was Besseres bist als der Handwerker nebenan<<).


Im direkten Anschluss dann mit der Bahn ins Waldstadion, Lehrstunde in puncto Megakonzert-Drumming von Flo Dauner! Klar , geradlinig, kompakt – mit ausgewählten Energieausbrüchen!

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Wenn im Interview mit einem Field-Recording-Artist Sätze fallen wie dieser –
>>Ich habe das Gefühl, dass die Grundprinzipien des Westens animalisch sind und auf dem Konzept von Rebellion und Eroberung bauen. Es wird viel Druck auf Leute aus dem Medienbereich ausgeübt, so wie DAWs Druck auf Sound ausüben.<<
dann habe ich Lust, mitzudenken und einzutauchen. Auch so darf gelernt werden…
Alles weitere im Ableton Künstler-Portrait „SUGAI KEN: Stille, Natur und Tradition in Field-Recordings„. 

In Instagram folge ich nach mehreren überraschenden Stolper-Quadraten den vintage.drum.catalogs. Hey, ich hatte mich immer schon gefragt, ob es je eine gefertigte Concert-Kick gab. Und ja, gab es, sogar mit einem verchromten Ring für den eleganten Abschluss.
Das Slingerland „Pop“ Outfit aus dem Jahr 1977.
Wieder Wissen!

Wer sich für die implementierte KI des Ozone 9 Mastering PlugIns interessiert, kann sich dort einlesen.
Und wer sich mehr für „The Philosophy of Bass“ erwärmen mag, schaut hier:

* a propos, Pompl, der Bildhauer. Hier noch ein schönes Zitat aus einer anderen Ableton-Folge:
>>Sound ist ein Block Lehm, und der EQ ist der Bildhauer.<<

Footswitch Audio Control

April 20, 2018

Bei Luminos W haben wir einen gut funktionierenden Kunstgriff etabliert, dank dem ich mit einem Fußtaster die Summe eines weiteren (also Peters) Ableton-Rechners klanglich (via EQ) und rhythmisch (via Hacken-Groove meines linken Beins) traktieren kann.

Im Luminos W Kontext funktiert die Fußsteuerung durch das iRig BlueBoard, welches den Anschluß von zwei traditionellen Schaltern, Tastern oder Expressionpedalen zulässt.

IMG_1853

Dieser Ansatz klappt aber auch, wenn man den bloßen Taster direkt in einen freien Audioeingang des Interfaces steckt, dessen Audiosignal (im Interface und im Ableton) via EQ bearbeitet und schließlich als Sidechain-Trigger zweier Returns (die jeweils mit einem Gate bestückt sind) verwendet.

 

Meinen Ableton 9 „Footswitch Control“ Song kannst du hier herunterladen.
Yeah – Interaktion!

frEQuenzbewusstes Groovedesign

Dezember 10, 2016

Hier mal die Bestandteile meines persönlichen Klang-Regenbogens, frequenzmäßig strukturiert und entlang des typischen Tonsprech nach Tiefen, Mitten, und Höhen gestaffelt.

Frequenzbeweusstes-Groovedesign_FOLDED.jpg

Durch die gezielte Auswahl und Stimmung unserer Instrumente lassen sich die Bestandteile des Drumsets derart schichten, dass jeder Klang seinen Platz hat.

Je mehr Beteiligte desto mehr mögliche Überschneidungen gibt es. Diese Problematik lässt sich zum Teil spielerisch* lösen – wann platziere ich welchen Sound oder welche Klangkombination – aber auch technisch:
Equalizer helfen beim Aufräumen, in dem störende Frequenzen abgeschwächt werden. Auch die Verteilung im Panorama kann Platz schaffen. Und schließlich können via Trigger oder Audio-to-Midi zusätzliche Samples fehlende Informationen beisteuern.

Um ein Gefühl für die typischen Frequenzbereiche von Kick, Snare, Toms, Hihat und Becken zu bekommen, finde ich es hilfreich in den Presets namhafter PlugIns nachzuschauen, was dort so gezogen und angehoben wird.
Es gibt zwar online diverse Tutorials für den ersten Überblick, aber keine klaren Richtlinien, so dass selbst schon die Einteilung der Frequenzbänder für Verwirrung sorgt (ich habe für meine Collage die Klangeigenschaften und Hz-Zahlen hier entnommen). Zudem gibt es zig Klangvarianten für jedes Instrument, für jedes Genre, so dass letztlich wieder mal nur unsere Ohren und unser Geschmack (egal, welche Regeln dadurch verletzt werden) zählen.

Frequenzbeweusstes-Groovedesign_.jpg

PS. in welchem Frequenzbereich sich DEIN Equipment tummelt, kannst Du z.B. mit dem Freeware PlugIn Voxengo Span ermitteln.

PPS. *spielerisch kann auch der umgekehrte Weg  – reverse engineering, eh klar – beschritten werden, indem Du z.B. versuchst einen Groove, so zu gestalten, als ob er durch einen Hochpassfilter (oder Tiefpassfilter) geschickt würde…