Archive for the ‘Snare’ Category

Humbucker im Kessel?

Oktober 22, 2018

Thorsten Reeß aka Mr. Muff hat mir am Samstag ein vielversprechendes Foto von der „Crash it“ Messe aus Mannheim geschickt.

9ee826ba-1ba5-418a-bbf5-fbc04d16c810Wie diese elektrifizierte Snare aus dem Hause Drumkenstein Drums wohl klingen mag?
Welche angedachten (aber auch sonstigen) Möglichkeiten sich durch den Gitarren-Tonabnehmer im Inneren des Snarekessels eröffnen?

Schade, dass ich es nicht nach Mannheim geschafft habe. Aber immerhin war ich dem Vintage-Spirit durch die gestellte (und wohlklingende) 5″ Tama Royalstar Snare (7576?) mental verbunden.

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PS. im Moment des Hochladens schickt Axel Mikolajczak ebenfalls eine Email zu den Drumkenstein-Snares von Martin Baytchev und schreibt, dass eine Snaredrum sogar zwei Pickups montiert hatte (ein zweiter gegen die Kesselwand). Und auf Axels Fotos sehe ich auch Modelvarianten mit Single Coils 🙂

Visual Comedian

Oktober 17, 2018

Hach, wieder mal ein guter Grund Snaredrum Rudiments zu üben: ein Hoch auf den Wirbel, die erstaunliche Wirkung gleichzeitiger Akzente und die Kunst der motivischen Wiederholung!

3x George Carl & circus drumming galore!

Irgendwie auch ein Post für Hellmut: da Hosenträger und Tuschs…

das andere Snaredrum Solo

August 27, 2018

Wenn man nur den FB-Ausschnitt von Ryosuke Kiyasu sieht, hakt man die Performance vermutlich irgendwo zwischen schräg, freakig oder besoffen? ab.
Lässt man sich jedoch auf die ganzen 13 Minuten (oder mehr) ein, erkennt man einen klaren Spannungsbogen und ausgecheckten Trommel-Minimalimus.

 

Derart im Fluss, lese ich direkt Philip Rhensius‘ Bericht über das Berliner Atonal Festival., lerne dabei das Wort/Phänomen Pareidolie kennen und freue mich über Zusammenhänge wie diesen:
>>Wenn eine derart radikale Musik, auch wenn sie wegen des schlauen Marketings ein bisschen von ihrer einstmaligen subkulturellen Wucht eingebüßt hat, Tausende Menschen begeistert, muss gefragt werden, warum: Vielleicht, weil sie unserer Entfremdung von der Umwelt ein ästhetisches Äquivalent bietet. Sie bietet Katharsis und das Angebot, sich mit den Maschinen für einen Moment zu versöhnen und nachzuspüren, wie das ist, ein Wesen zu sein, durch das Strom fließt.<<

the moaning drum & Habibi Funk

Januar 14, 2018

Durfte gestern nicht nur tolle neue Trommel-, Becken– und Sonstige-Klänge hören, sondern auch bei der eins a Session im Meinl Showroom (u.a. mit Vincent Golly & Flo König) einen neuen Sound-Trick entdecken (der wiederum vom Apparat Drummer Jörg Wähner abgeschaut wurde):
Dazu wird der Trommelstock senkrecht, mit der Spitze nach unten, auf dem Fell abgestellt, die zur lockeren Faust geschlossene, haltende Hand fährt dann langsam von oben nach unten, wobei ein Geräusch entsteht dass an diese umdrehbaren Kuh-Klang-Kisten (Muhdose) erinnert…

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Auf der Reise ins Frankenland hörte ich unterschiedliche schöne Musik: einmal das Thomas Dybdahl Album „What’s Left Is Forever“ und das Oeuvre von Habibi Funk Records. Und auf den letzten Metern habe ich noch Mr. Bugslow gefunden.

Kleiner Exkurs über die Geschichte der Zweitsnare

Dezember 30, 2017

Unter der Überschrift „Kleiner Exkurs über die Geschichte der Zweitsnare im Schlagzeug – Von der Side Snare zum Floortom mit Drähten“ habe ich für bonedo.de mal meine persönliche Variante dieser Geschichte aufgeschrieben.

Diese beginnt auf dem Feld und erstreckt sich im weiteren Verlauf in allen Frequenzen von links außen nach rechts – von Weckl und Mayer, über Will Calhoun, zu Flo Dauner, ?uestlove und Chris Dave, landet jedenfalls 2017 bei Anika Nilles und ihrem Tama Hybrid-Snare-Floortom…

Und da ich meinen Helden Billy Cobham nicht auf dem Schirm hatte, der schon 1980 mindestens drei Snares an allen möglichen Positionen aufgestellt hatte (danke, Mic Scharf!), reiche ich das Konzert von Jack Bruce & Friends ab dieser „einsichtigen“ Stelle nach:

Geschichten mit der Fliegenklatsche

Dezember 23, 2017

In der Offbeat 6/17 gibt es wieder mal ein unterhaltsames Kalenderblatt aus der Schlagzeuggeschichte. Claus Hessler berichtet diesmal von einer Erfindung aus dem Jahr 1913. >>Die Bezeichnung in der Patentschrift lautet tatsächlich auf „Fly killer”… gemeint ist damit eine ausziehbare Fliegenklatsche, die in der Welt der Schlagzeuger ihren Siegeszug als „Besen” angetreten hat.<<
Ich finde, die Fliegen sollen ruhig brummen und wenn’s mich juckt setzte ich mich lieber hinter die Trommeln und bewege mich eifrig – ist doch eindeutig besser, als auf der falschen Stelle draufzuhauen!

Und Philly Joe Jones soll mich dabei inspirieren! (Die notwendige Technik habe ich mir vom Weihnachtsman gewünscht.)

nice last minute?

Dezember 19, 2017

Unter der Rubrik Geschenke für Musiker/Musikgenießer hätte ich aus dem persönlichen Fundus im Angebot: Die schön umhüllte CD, mit dem vielseitig interpretierbaren Auftrag „Punkt“ [10€], das moderne Schlagzeugquartett, also Spiel und Spaß [30€] , sowie eine alte, aber liebevoll zur Alltagstauglichkeit renovierte Tama Imperialstar Snare [99€].
Dann gibt es bis zum heiligen Abend auch noch [Frühbucherrabatt] für das Drums’n’Percussion Festival in Paderborn und das PC Sommercamp.
Für virtuelle Streicheleinheiten [0€] gäbe es hier einen riesigen Berg an kuratierten Klängen für das Schlagzeug, dort mehrere Einheiten meiner Lieblingsmusik, jeweils im eigenen Spannungsbogen…

Die Geste des Schenkens hat was Schönes, wirklich wichtig jedoch finde ich die Chance zum Fest: habt euch lieb!

wühltisch

 

Altmeister

Dezember 9, 2017

Ah, schön – man sagt nur „Altmeister am Puls der Zeit“ und zeigt dann den Jazzflüsterer Jim Chapin hinterm ddrum2 (Foto von Daniel Portner) und James Gadson mit Cellphone in der Brusttasche, während dieser lässig und mit allen Tricks und Wassern gewaschen* einen Vulfpeck Song trommelt.

jim chapin ddrum

* ausgestopfte Reisekick, Tom ohne Resofell, Schlagfelle von dicken Tüchern gedämpft, Vers mit „Schenkel-Hihat“, Backbeat mit Butt End, 16tel aus dem Handgelenk – Killer Ending!

audiovisuelle Infusiönchen

Dezember 4, 2017

Auch ’ne Möglichkeit den Montagabend gemütlich und lernender Weise zu begehen: Meine verchlorten Augen oszilieren zwischen taz (Glamrock!), Neue Musikzeitung (Krisen & Sonifikationen) und diversen YouTube, Soundcloud und Spotify Links bzw. einer Tippliste, die sich mein Beatbox- und Rapper Luis Baltes via FB erschlichen hat.

Gehört habe ich die Best of November Zusammenstellung des Soundcloud-Diggers (Sound Clavy) und die Scary Pockets Funk Versionen (hello Pomplamoose) diverser Smashhits. Da habe ich auch einiges tolles gesehen, beispielsweise die unterschiedlichen Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen, die Bock und/oder Konzentration signalisieren, wie diese fantastisch klingende Zweitsnare tatsächlich ausschaut und dass sich mit dem Parameter Tonlänge eine ganze Menge Funk umsetzen lässt!

Sehr schön, wie smooth die jungen Leute heute wieder Funk trommeln können – eindeutig entweder klangbewusst oder videogeschult (hey, James Gadson):

Boa, what a shuffle feel!

Abletondrummer 4 Live

November 11, 2017

Dank des tollen M4L MIDI PlugIns von Abletondrummer Tobias Hunke, komme ich nun mit dem Roland SPD-SX als alleinigen, vor allem trommelbaren Controller klar (und muss im Idealfall nicht mal mehr den Computerbildschirm sehen).

  • Ableton SCENES
    Mit den + / – Buttons des SPD-SX lassen sich nun die Ableton-Szenen auswählen und starten*. Damit triggere ich den zum Song passenden Vocoder-Träger-Akkord und die Software ist im richtigen Tempo, so dass sich die gewarpten Clip Loops nach Lust und Laune triggern lassen (LAUNCH: Toggle, QUANTISATION: none)
  • Roland SPD-SX SOUNDS
    Mit SPD-SX trommele ich ein paar elektronische Drumsounds (Boombass, diverse e-Snares), die ich frequenzbasiert aus dem Modul herausschicke: L= Bässe, R=TRigger
  • Ableton SOUNDS/CLIPS
    Auf dem SPD-SX trommle ich nicht nur die Start/Stop-Befehle für die vorbereiteten Loops, sondern wähle zudem, ob ein zur akustischen Snaredrum optionaler Handclap-Sound zu hören sein soll oder nicht. Um zu sehen, ob dieser Snare-Trigger-Kanal aktiv ist, habe ich für das auslösende Pad des SPD-SX einen stummen Loop (eines gleichförmigen 1kHz Sinustons) angelegt. Sprich: läuft der SPD-SX Loop und leuchtet dessen Pad dauerhaft rot, wird der Triggersound aus der Ableton-Summe beigemischt.
  • Ableton/EFX
    Wie ich meine Snare-FX-Mic in den Hall schicke oder mein externes Echo-Gerät mit einem Snare-Vocoder-Klang füttere wird hier erklärt.

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SPD-SX Ableton M4L

* hierfür muss etwas herumprobiert/kombiniert werden: mit der Auswahl in den Ableton Voreinstellungen (Launch/Beim Starten selektieren oder Szene-Start selektiert nächste Szene) und den M4L-PlugIn Optionen PLAY SCENE ON SELECTION oder PLAY SCENE SELECTED