Archive for the ‘Snare’ Category

The „No Hands“ Roll!

Februar 12, 2017

Wirbel sind nicht gerade meine Stärke, One-Hand-Roll Fehlanzeige, aber seit heute wirble ich freihändig und konstatiere unverschwitzt: Kinderspiel!

Sollte ich jemals wieder im Zirkus auftreten, wird mich (bzw. spannende Kunststückchen) ein Hexbug Nano begleiten.

nachhören

Januar 3, 2017

In letzter Zeit sind viele Tipps und Geschenke eingetrudelt, die ich mir jetzt nach und nach anhöre. Hier ein paar Neuentdeckungen mit tollen Stellen, Klängen, Grooves.

Weather Report „Where The Moon Goes“  (1983)
Diesen Track habe ich durch die 2016 RIP Playlist von Peanut Butter Wolf entdeckt. Mit nice 6/4 Clap-Backbeat und frischer, blind gesignter Rhythmusgruppe (Omar Hakim, Victor Bailey, José Rossy).

Dass ich beim Weiterforschen durch Zufall den legendären Hakim-Mülleimerdeckel in diversen Live-Mitschnitten aus den Jahren 1983 und 1984 sichten konnte, war eine große Freude!

Idris Muhammad „Wander“ (1970)


Ich zitiere dazu die Linenotes von Bob Porter >>Idris has his longest solo of the date here and toward the end introduces tuned tom toms so that a weird melange of sound is the result<<.

Gang Starr „No shame in my game“ (1992), Crusaders „In the Middle of the River“ (1973)
Dieser Track ist das perfekte Beispiel für einen herunter gepitchten Breakbeat, du kannst ihn dir in drei Geschwindigkeiten/Stimmungen an. Der originale Crusaders Schnippsel (ab 0.22′) läuft dabei am schnellsten, bei Gang Starr gibt es die ultra langsame und in die Tief gezerrte Version im Intro und nach der Ansage >>speed up this track and I’m (gonn)a drop the latest facts<< dann ab o.35′ der amtliche Beat, schmoove!


Narada Michael Walden „Mango Bop“ (1977)
Ich meine festzustellen, dass Herr Walden bei discoiden Grooves die Hihat gerne auf den Zählzeiten „eins und“, sowie „drei öffnet.

Alphonso Johnson „Earthtales Suite“ (1977), Eins Zwo „Bombe“ (2001)
Das ist jetzt musikalisch nicht ganz mein Fall, aber das (von David Igelfeld?) getrommelte weisse Rauschen ab 3.35′ ist eine Klangfeuerwerk für sich! Kein Wunder, dass sich Eins Zwo im selben Track bedient hatten und ihre Weiterentwicklung „Bombe“ tauften…

Und wo wir schon bei Eins Zwo sind: „Der Eine & der Andere“ hat auch ein schönes Beatgerüst!

Wolfgang Haffner „Ning“ (2006)
Super Filzklöppel Snare Sound, ohne Teppich, dafür mit elegant gegateter Resonanz…
(wie der Klang tatsächlich zustande kam, muss ich mal bei Gelegenheit erfragen…)

Zum Abschluß noch der sagenhafte Snaresound des Alex van Halen, den sein Bruder synästhetisch als „brown sound“ wahrnimmt (>>I’ve always thought Alex’s snare drum sounds like he’s beating on a log. It’s very organic<<), anderer Fans fast lyrisch empfinden >>It’s mildly chalky, but has a kiwi juicy ring to it’s decay<<.
Die Basis ist wohl meistens eine 6,5″ Ludwig Metallsnare, die dem Gerücht nach anstelle eines speziellen Resonanzfells ein klares, einschichtiges Standardschlagfell auf der Unterseite trägt, dafür aber mit einem fetten 42 Spiralenteppich nachraschelt.
Sie wird direkt mit einem profanen SM57 eingefangen, zusätzlich aber mit eher weiter entfernten Raummikrofonen klanglich geformt.
Und was die Trommel im Allgemeinen angeht, so postuliert der Meister selbst: >>I think a drum should resonate freely, not be taped up or damped; and it should have both of its heads on<<.

Und zum schönen Abschluss noch das 2015er Album von Kendrick Scott „We are the Drum“:

Hier noch die Einsicht, wie Herr Scott seine Snaredrum sprechen lässt:

One Touch Tone Control

September 27, 2016

Ich muss jetzt mal eine Lanze für die Patentnummer PAT. (J)-1077655 bzw. den sagenhaften Tama Vintage Innendämpfer brechen. Die „One Touch Tone Control“ macht, was ihr Name verspricht:
Zack: gedämpft; zack: offener Klang!

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Quelle: Tama Catalogue 1981

Viele Mikros versüßen den Brei

September 18, 2016

Der eigentliche Grund waren zwei vergessene Snareständer, so dass ich das DePhazz Konzert in Aachen nicht wie gewohnt mit drei 14 Zoll Trommeln – funky Snare, getriggerter Side-Sack und (Echo) Timbale – untermalen konnte , sondern aus der Hardware-Begrenzung ein kleines Experiment wagen musste.

Dabei kam diese stark elektronisch umrandete Schnarre heraus, mit einem Sm57 als Hauptmikrofon (1), einem weiteren, auf den Kessel gerichteten 57er für die Sidesticks (2), das bewährte e604 für meine Delays (3), sowie der Roland BT-1 (4), um bei Bedarf den Backbeat mit passenden Samples andicken zu können:

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  • es war ein toller Abend!
  • in Zukunft werde ich mir wohl die Sidesnare sparen
  • Mißgeschicke lassen sich auch in kreative Unfälle umdeuten…

 

Komfortrauschen!

September 5, 2016

Ich höre deren Liveset von der Fusion 2016 und verkette dabei Abletons Noisy Abteilung mit ein paar Effectrix Zutaten und einem Hall-PlugIn zu einer modernen Fahne.

Nachher dann, im Probraum, wird aber nur noch handgemacht gerauscht: mit der Knisterniere aus Leipzig, die gleichermaßen die Snare dämpfen kann, mit der sich über die Snare kinsternd wischen lässt, oder die in der Hand laut raschelnd geknetet wird.

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Liebe zum Detail? – DIY!

Juli 8, 2016

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OK, manchmal regelt auch der Zufall die schönen Details: jedenfalls hat die heute eingetroffene Stewart Copeland Signature Snare eine Seriennummer die meinem Alter gleicht.

wenn viel auf dem Spiel steht

Juli 3, 2016

Genau zwanzig Jahre nach seiner Geburtstagsfeier gefällt mir der Titeltrack des Albums „Stakes is High“ irgendwie besonders gut: Jay Dilla Handschrift, 1a Flow und dreitaktiges Pattern, geile Snare, schicke Mutes!

Ach ja, auch das Elfmeterschießen im EMViertelfinalspiel war ganz spannend…

A propos Jay Dee Intrumental: hier (und in der Bling47 Breaks Dilla Edition) gibt’s noch viel mehr zu lernen!

AntiDyna

Juni 12, 2016

Wahnsinn, wie vielfältig ein Kompressor den Snare-Sound verändern kann. Hier der von Jo Brecht geliebte AL.SO Dynax:

auch stromlos gut

April 12, 2016

Ein nicht verkabeltes Roland BT-1 Pad an der Schnarre klingt wie eine dezente imitierte e-Snare mit viel „noise“ (Teppich) und wenig „attack“ (wegen der gummierten Schlagfläche), eignet sich darüberhinaus auch hervorragend für Ghostnotes-Varianten oder für den Erhalt des Bewegungsflusses beim Snare-Mute.

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PS. das um den Cabasa-Halter gezogene Gummiband gehört als stabilisierende Verbesserung zu diesem Beitrag.

gefederte Holzbox mit Basmatireis

März 13, 2016

Aufgrund lang andauernder Andienung des Marble Machine Videos innerhalb sämtlicher sozialer Netzwerke, habe ich es tapfer ignoriert, bis mir neulich, im Anschluss an ein schönes Wolfgang Haffner Konzert in Göppingen, Schlagwerks Detlef Börgermann nochmals davon erzählte.

Neben der beeindruckenden  Fähigkeiten, so ein Möbel bauen zu können und im Anschluß daran immer noch den Überblick über die 2000 sequenzenden Murmeln zu behalten, gefällt mir der sehr analog-elektrische Snaresound bzw. dessen Klangerzeugung am besten: Dabei schlägt die Murmel (bzw. der moderne Trommler) auf zwei Filz-Unterleger, an welchen ein Kontaktmikrofon befestigt wurde und bringt die federnd und Reis-gefüllte Holzschachtel zum Nachrascheln.

Und die Idee der „Streichholzschachtel Hihat“ wird directement zum Beitrag „Simulation der TR-Hats“ durchgereicht.

PS. weil’s so gut zur Mensch-Maschine passt, hier die Kraftwerk Doku aus dem österreichischen Fernsehen von 1981 [via electronic beats]