Archive for the ‘Workshop’ Category

Geschützt: Percussion Creativ Camp 2018

August 5, 2018

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Roy Burns

Juni 22, 2018

Der Begriff „Clinic“ hat mich mich immer wieder verwundert. So wie ich ihn erlebt habe, steht er für etwas Workshop-Ähnliches, für eine Musiker-Vorführung ohne Mitmachgarantie für die Teilnehmer. Gerne mit Industriebezug. Egal. Damals als Drums Only in Schorndorf eine Dependence eröffnete, habe ich bei solchen Clinics unglaublich viel mitnehmen können (nicht nur Aufkleber und Kataloge…)
Und seit Roy Burns gestorben ist, habe ich mitbekommen, dass ER der Pionier der Drumclinics war.

Noch eine interessante Antwort jenes Trommlers, dessen Karriere >>has encompassed virtually every aspect of drumming and the music business. He has been a big band drummer, teacher, author, clinician, featured soloist, studio drummer, publisher, and now one of the owners of AQUARIAN drumheads<<:

>>…auf die Frage: »Was hältst du von Ringo Starr?« antwortete [Roy Burns]: »Ich kritisiere niemals Leute, die mehr verdienen als ich.« (drums&percussion 7/8-2018)

Das schöne Spielen

Juni 17, 2018

Es freut mich sehr, dass das schöne bonedo.de Interview von Jonas Böker nun auch in gedruckter Form (Offbeat Juni-September ’18) erschienen ist!
Dass ich Jonas auf dem ersten Percussion Creativ Drumcamp kennen- (und schätzen-) gelernt habe, ist natürlich eine Steilvorlage, um nochmals auf diese tolle Veranstaltungsreihe hinzuweisen, die dieses Jahr zum sechsten Mal (mein 1., 2.,  drittes Mal) mit Anika Nilles, Claus Hessler, Claudio Percussion vom 23. bis 27. Juli in Markoberdorf stattfinden wird (und für die wohl noch ein, zwei Restplätze frei sind).
Ein wunderschönes Tama Fat Spruce Kit ist jedenfalls schon auf dem Weg, und ich komme hochmotiviert nach noch etwas Fussball und Urlaub dann auch.

offbeat_Titel

 

Geschützt: Workshop Dresden 060618

Juni 8, 2018

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I interplay the drums!

Mai 22, 2018

Bin mal eine Woche abgetaucht und habe direkt mein Alltagsgefühl für Zeit und Umgebung völlig verloren. Eine Woche lang Drums’N Percussion Paderborn, eine große Schleife aus Unterricht, Konzert und selber üben, kaum Schlaf, dafür eine extra Reisetasche voller Ideen (die mir Rückfahrt nicht gerade leichter macht…)

Normalerweise würde ich in Bezug auf ein Rhythmusfestival das mit Wasser positv besetzte Wort eintauchen dem negativ konnotierten abtauchen vorziehen, aber nach der schönen Überlieferung von Hakim Ludin, in der einem wissbegierigen Schüler geraten wurde, er möge unbedingt abtauchen, sich unter die Erde begeben, um dort – ohne jegliche Grenzen – reisen und interessante Gleichgesinnte treffen zu können, passe ich den Wortschatz gerne an 🙂
Erzählen und reisen wurde die große Überschrift, unter der die Parameter Vokabular und Stimme (die menschliche, aber auch die persönlich getrommelte), Kommunikation und Interaktion die Inhalte formten: Angefangen mit den unterschiedlichsten Groove-Traditionen rund um den Globus, über Konnakol zu deutscher Gegenwartsliteratur, vom Toaster zu Hiphop, von der DJ Kultur zum bewussten Regelbruch und Neuordnung der Bausteine – und immer wieder unter die Erde (oder auch ins Internet?) – soviel Bezugspunkte, soviel Klang und Musik. Und wenn ich das nächste mal gefragt werde, was ich denn so treibe, wird die Antwort lauten >>I interplay the drums!<<
Mein persönliches Highlight ereignete sich gestern während des Soundchecks, als zur Fehlerbehebung – bzw. zur Frage, ob aus der Leitung vom Monitorpult überhaupt ein Signal am Kabelende ankommt – kurzhand ein SM57 an ebendieser Stelle eingesteckt und zum Testton-Lautsprecher umfunktioniert wurde. Nicht weniger elegant war die Frisbee-Runde nach dem Konzert – mit derselben Wurfscheibe die übrigens schon 2008 in Paderborn mit dabei war…
Ansonsten wurden vor allem immer wieder schöne Erinnerungen heraufbefördert – hach, Nostalgie – tollerweise durch neue Inhalte vergrößert. Beispielsweise Bodypercussion mit Udo Dahmen (zu noch früherer Stunde als seinerzeit beim Popkurs), oder der unverkennbare Trommelstil von Simon Phillips, der mich direkt zurück in ein nachmittägliches Superdrumming Stündchen (in schwarzweiss) ins Jahr 1987 zurückkatapultiert (Hallo, Peter!) , dann die fantastischen Geschichten und das immense Wissen von Hakim, sowie die hochmusikalischen Drumbassadors, die egal ob unisono oder komplementär, melodisch oder funktional – immer technisch brilliant UND humorvoll agieren können – da wird Blowbeat zum Imperativ! – und heuer auch noch mit zwei TC Helicon Vocodern – Joe Zawinul wäre begeistert – die kleine Elektronikkiste geöffnet haben. Die psychoakustischen Darbietungen des Prism-Sound Menschen Jody Thorne bescherten mir ein nachhwirkendes „Aha“ und einen schönen Merksatz zu „music & speech“. Mit den Bassisten Tim Landers und Armand Sabal-Lecco, sowie Keyboarder Philippe Saisse waren auch noch Helden meiner Fusion-Vergangenheit vertreten, mit Tokünstler Al Schmitt sogar eine lebende Legende. Wow!
Last not but least möchte ich mich ganz herzlich bedanken: bei Stephan Hänisch und der Firma Meinl für die Bereitstellung des beeindruckenden Tama Fat Spruce Kits (brandneu, aber mit nostalgischen Kesselmaßen nach genau meinem Geschmack), der wohlklingenden S.L.P. Alu-Snare, der neuen Tama „Lightware“ und des stimmigen Beckensatzes, bei Christoph Bünten (Roland) für die elektronischen Mitbringsel (TR-8, SPD-one), beim Initiator Uli Frost für die Einladung, bei den vielen Helfern, ohne dieses Kreuzfahrtschiff nicht hätte ablegen können, vor allem bei euch, den Teilnehmern und dem Publikum – die ihr letztlich dem Ganzen den Sinn einhaucht.
Bis bessere Fotos eintrudeln müsst ihr mit dem Platzhalter-Selfie vorlieb nehmen:
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PS. dass die Frankfurter Rundschau am selben Tag ebenfalls zum Thema schrieb, war nicht abgesprochen…
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Motiv-ation

Mai 14, 2018

Quasi als Vorbereitung für das „Drums’N’Percussion Festival Paderborn“ schaue ich mir diese tollen, auf unterschiedliche Weise höchst motivierte SchülerInnen an.

„Milestones“ in der Grundschule

Emma Gonzáles‘  „March for our Lives“

Marta Altesa

Geschützt: Workshop Drumdays Hannover

April 9, 2018

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leuchtend!

November 4, 2017

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Leicht unscharf und verschwommen wirkt die bunte Grundlage, aus der ein reinweißer, perfekter Kreis destilliert wird – ein ganz klarer musikalischer Ansatz, der Albumtitel „Punkt“, aber auch eine ziemlich deutliche Ansage für jene Band, die sich innerhalb der letzten drei Jahre gleich dreimal umbenannte.
Es geht um das „moderne Gitarrenquartett“ von Peter Wölpl, mir (und unseren beiden Computern), aka ( W ), rubo(W)ölpl, bzw. ab jetzt und für immer: Luminos W
Die Plattenpräsentation verbinden wir mit einem Konzert auf dem Aalener Jazzfest, kommenden Donnerstag, den 09.11.17 in der bAAr um 23 Uhr.

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Und wenn ich schon in Aalen bin gebe ich am Freitag, den 10.11. gleich noch einen Workshop beim TÜV (TrommelÜbungsVerein):

Plakat Oli Rubow klein

Info/Anmeldung via Email an Thomas Göringer

Balance und Körperbeherschung

September 25, 2017

Irgendwie drehte sich mein gesamter Samstag, der lediglich mit einem Rhythmusworkshop beginnen sollte, immer wieder um die Themen Balance und Körperbeherschung:
Wolfram Winkel widmet sich dem Thema „polyrhythmische Unabhängigkeit“, welches er eigentlich viel lieber Koordinationstraining nennt, mit Kopf, Leib und Seele, vor allem angenehm spielerisch.
Und so macht es großen Spaß sich auf seinen „drehenden Würfel“ einzulassen, bei dem (zunächst) eine Überlagerung von vier Unterteilungen innerhalb eines Viervierteltaktes (Ganze, Halbe, halbe Triole, Viertel) durch alle vier Gliedmaßen wandern. Und im Fall des Erfinders verdichtet sich die Übung zunehmend:

Das ist komplexer polyrhythmischer Kram, den ich vermutlich links liegen lassen würde, wenn mir der Vortragende nicht mein Gehirn einer eins a Anekdote umgarnt hätte –  dass, wenn man ein 2:3 Pattern ultraschnell vom Rechner abspielen lässt, ein Quintintervall erklingt, quasi Grundton, Oktave und erster Oberton: Frequenzbeziehungen! – und meinem Körper durch ein paar schöne Spiele mit kleinen Sandsäckchen und Eggshakern die Befürchtungen nahm und bewies: durch die stetige Wiederholung einer Koordinations-Übungen lassen sich die entsprechenden Synapsen recht schnell verbinden.
Und dann gab es noch die schicken Assoziationsanker mit auf den Weg:
Hund (1) – Katze (2) – Seepferdchen (3) – Wasserbüffel (4) – Babygorilla (5)
Kalbsleberwurst (2:3) – Hey-Oli-was-geht-ab (3:4)
[Jetzt muss ich mir lediglich in bester Hacky Sack Tradition noch etwas Reis in eine einsame Socke füllen, diese zunähen und dann könnte ich mit solchen lifeKinetik Spielchen die kommenden Tage starten.]

Dass ich an diesem Tag zufällig per Longboard unterwegs war, hätte nicht besser geplant werden können. Denn so rollte ich motiviert (konnte ja prompt was für mein Körperbewusstsein tun) zum Familienteil des Wochenendes in den Hafenpark. Und weil dort gerade „The European Week of Sport“ angepfiffen wurde, bekam ich obendrein noch eine beeindruckende Einführung in puncto Ballberrschung, sowie die Neuentdeckung von Chinlone, einem (dem Hacky Sack nicht unähnlichen) traditionellen Team-Sport aus Birma: >>Der Gedanke von Chinlone ist nicht der Wettkampf […] Es geht nicht darum zu gewinnen oder zu verlieren, sondern darum, wie schön gespielt wird.<<

Abends stand noch „Expanding Jazz“ im Hessischen Landesmuseum Darmstadt auf dem Programm, wo weitere Übungen warteten: Balance bezog sich nun auf die Aufgabe, die Lautstärke des akustischen Schlagzeugs mit dem mächtigen Nachhall des Messel-Baus und dem Rest der Band in Einklang zu bringen und Körperkontrolle wurde vor einem riesigen Gerhard Richter Gemälde aus dem Jahr 1973 gefordert: denn die statischen „1024 Farben“ kamen bei längerer Betrachtung irgendwie in Bewegung…

Zum Tagesabschluss habe ich noch das tolle Figurenensemble von Joseph Beuys entdeckt, in welchem ein Plastiksoldat sein Gewehr auf einen Plastilin-Hasen anlegt. Das Werk aus dem Jahr 1963 heißt zum Glück  „Der Unbesiegbare“ und wurde als fotografiertes Motiv Ende der Siebzigerjahre auch noch als Wahlplakat für die Grünen verwertet – ach Mensch, so viele Zufälle

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Regensburgs rhythmischer Regenbogen

Januar 23, 2017

Es war wunderschön in Regensburg, äußerst bunt und farbenfroh, vor allem:
ungemein inspirierend!
Von Pete Zeldman lernte ich, WIE elastisch Time sein bzw. strukturiert werden kann. Ausserdem formulierte er den schönen Satz: >> Sticking is dialect.<<

Mit Magnus Öström traf ich einen anderen passionierten Effekt- und Echodrummer (und bekam prompt große Lust darauf, mit Kontaktmikro und  Whammy-Pedal zu experimentieren). Er hat aber nicht nur einen speziellen Zugang zur Elektronik, sondern ein in sich rundes Klang-und Groovekonzept.
Der perfekte Abschluß des Wochenendes , weil unglaublich schön (nostalgisch), war die Erinnerung an „Gagarin’s Point of View“:

Dass ich zudem Gerwin Eisenhauer erstmals live hör/sehen konnte, war eine große Freude. Denn auch er hat sich mittels irrwitzig schnell getretener Miniatur-Hihat,  Teppich-oben-Snare und hervorragender Technik eine ganz persönliche Rhythmuswelt erschlossen.

Aber auch aus den Workshops, die ich gegeben habe, konnte ich einige Ideen und Anregungen mitnehmen. Zum Beispiel die Neuentdeckung dieses wirklich reisefreundlich ausgecheckten Tap-Delays (keinedelay „Teil1“):

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Und wie so oft, der wohltuende – vermeintliche – Nebeneffekt eines intensiven Aufeinandertreffens interessierter Rhythmusmacher und Musiknerds (und Zuhörer) tritt ein, wobei so viel positive Energie freigesetzt wird, dass ich mit leichtem Freudeschauer feststelle, dass das Musikmachen nicht nur mir gut tut!

PS. um schließlich auch noch den nächtlichen „Hang“ mit Magnus, Pete, den Wolkensteins und dem tollen Walter Lang gebührend unterzubringen – kann ich mir es nicht verkneifen meine Techno-Katze dranzuhängen:

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