Footswitch Audio Control

April 20, 2018

Bei Luminos W haben wir einen gut funktionierenden Kunstgriff etabliert, dank dem ich mit einem Fußtaster die Summe eines weiteren (also Peters) Ableton-Rechners klanglich (via EQ) und rhythmisch (via Hacken-Groove meines linken Beins) traktieren kann.

Im Luminos W Kontext funktiert die Fußsteuerung durch das iRig BlueBoard, welches den Anschluß von zwei traditionellen Schaltern, Tastern oder Expressionpedalen zulässt.

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Dieser Ansatz klappt aber auch, wenn man den bloßen Taster direkt in einen freien Audioeingang des Interfaces steckt, dessen Audiosignal (im Interface und im Ableton) via EQ bearbeitet und schließlich als Sidechain-Trigger zweier Returns (die jeweils mit einem Gate bestückt sind) verwendet.

 

Meinen Ableton 9 „Footswitch Control“ Song kannst du hier herunterladen.
Yeah – Interaktion!

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Tyrann der eigenen Ästhetik

April 19, 2018

>>…Wie funktioniert eigentlich Improvisation?

Meine Lieblingsantwort auf diese letzte Frage besteht aus einem einfachen Vergleich. Sehen Sie, sage ich, unser Gespräch in diesem Moment ist bereits eine Improvisation. Wir haben beide ein Thema, eine Vorbereitung, ein Anliegen, und ein Vokabular. Wir haben zwanzig Minuten Zeit, und am Ende werden wir einen Text gesprochen haben, in dem all diese Zutaten eine Rolle spielen. Aber vor dem Gespräch wussten wir beide noch nicht, wie der Text am Ende aussehen wird. Wir haben miteinander improvisiert. So ähnlich, sage ich, können Sie sich das auch in einer Band vorstellen.<<

>>Irgendwo im Kopf sitzt ein kleiner Tyrann der eigenen Ästhetik, der beständig den Posteingang und –ausgang kontrolliert und je nach Inhalt, Laune und Lebensjahrzehnt Glückshormone oder abgrundtiefe Verzweiflung ausschüttet.<<
Michael Wollny in der SZ vom 30.03.18

einhändig einen Knoten machen

April 18, 2018

Bei mir war das Thema Plattenindustrie die letzten Wochen ziemlich präsent. Erst durch die beiden Subutex Bücher, dann die Echo-Diskussion.
Konnte ich schließlich für mich heute Nachmittag positiv abschließen bzw. einrahmen, durch eine Entdeckung im Sachsenhausener Secondhand Laden, nämlich dem letzten Titel („Oriana„) von Al Di Meolas „Kiss my Axe“ Album, der mit diesem cleveren Einhand-Tom-Delay-Groove beginnt:

 

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Black White Mono

April 18, 2018

Ich schreib mal ganz plakativ: gutes Mono, immer phat!
Und erfreue mich am neuen Dephazz Album (das am 11 Mai 2018 erscheinen wird):

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#dephazz #blackwhitemono #kleinundhummel #philipscd104 #highfidelity #warmlikespring #bigtourinseptember

Percussion Enhancement

April 16, 2018

Sterloid aka Aaron Sterling hat viele tolle Ideen, die folgende schreibe ich gar komplett aus seinem Instagram Post ab:
>>Find a loop. It doesn’t matter if it’s even that good. Then run it through one of these tiny shitty speakers. Then play some percussion or something acoustic onto a mic with that average loop playing through the shitty speaker in the background, thus becoming re-recorded with low fidelity (in a good way, especially if you distance it strategically in relation to the mic). It’s a nice way to enhance an otherwise “normal” sounding percussion part and a good exercise in commitment.<<

Bin vermutlich bald fällig für die „Sounds of Sterloid Pt.2„, zumal >>there are also two different segments dedicated to the use of guitar pedals with drums and how Aaron integrates them in all sorts of ways, from the subtle and musical to the bold and destructive<<.

Der Echo – Widerhall der anderen Art

April 16, 2018

Martin Meixner bringt’s auf den Punkt:
>>Weil wirklich alle gerade über den ECHO reden… es heißt übrigens „das“ ECHO … Also eins meiner absoluten Lieblings ECHO Geräte ist z.B. das Deluxe Memory Man von Electro Harmonix. Und zwar die Big Box, Baby! So.<<

Und dennoch freute ich mich gestern im Anflug auf Budapest in der Sueddeutschen über Campino zu lesen:
>>“Auch wir haben mit Tabubrüchen gearbeitet“, sagt Campino nun auf der Echo-Bühne, „ich bin also vom Fach.“ Die Grenzüberschreitung gehöre dazu, gerade im Rap. Doch heutzutage müsse man sich die Frage stellen, wann die moralische Schmerzgrenze erreicht sei. „Diese Grenze muss jeder Künstler für sich selbst ziehen.“ Seine persönliche aber sei überschritten. Bei Frauenfeindlichkeit, bei Homophobie oder eben bei Antisemitismus. Er wolle ganz sicher keine Zensur, sagt Campino, das sei nicht die Lösung. Er wolle schlicht und einfach ein Bewusstsein schaffen.<<

Ein schönes Jazzanova Konzert später (mit Echos von der Bühne UND aus dem Publikum), lese ich auf der heutigen Heimreise, dass die ersten Ausgezeichneten ihre Echo-Skulptur zurückgeben. Widerhall der anderen Art – Das nenne ich Haltung.
Das aber auch:


PS. letztes Jahr polarisierte die 3Sat Doku „Der Preis der Anna-Lena Schnabel“  in Bezug auf die Jazz-Echo-Vergabe.

PPS. Hellmut hatte im Jahr 2000 für das „No Eats Yes“ Album pünktlich zum Tourstart einen Echo bekommen. In meiner Wahrnehmung krähte kein Hahn (da)nach…

PPPS.

 

 

 

Sunhouse Demo & Hang

April 16, 2018

Christoph Hillekamps hat mich gerade über ein kleines, spontanes Event in Berlin am kommenden Montag informiert, bei dem man die Sunhouse Produkte live ausprobieren kann:

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Musikmesse 2018

April 13, 2018

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Meine Produkt-Highlights: ein Handgepäck-tauglicher Rucksack aus recycelten PET Flaschen (in den tatsächlich alles Wichtige reinpasst: Pedaltrain Nano mit K-Mix und Keine Delay, BopPad, Rechner, diverse Netzteile, ein paar Stöcke und ein Buch zum Träumen), sowie Binder-Clips mit doppelter Message (Motivation und Aciiid)!

Nichts davon war auf der Messe zu sehen (den Aevor Daypack gibt’s im Netz, die Klammern waren ein aufmerksames Geschenk von Bende), dafür habe ich viele Nette Musiker und Macher getroffen (und zwar auf der Hauptstrasse von Halle 9, an der Kreuzung zum Remo Stand…)

Kallas X-Hat

April 12, 2018

Der Workshop von Kallas anlässlich der Drumdays hat mich angenehm inspiriert. Zum Beispiel die Geschichte der zu lauten Hihat im Studio, die nach verschiedenen spielerischen Lösungsansätzen notgedrungen-kreativ auf dem Standtom landet – formbewusst übereinander gelegt und mit Klebeband „geschlossen“.

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Klar, dass ich heute im Proberaum gleich mal zwei Hihatbecken mit Gaffertape verbinden wollte. Letztlich hat es mir klanglich am besten gefallen, wenn die beiden Hihatbecken „klassisch“ aufeinander liegen, dafür musste aber eine Extrakonstruktion her, die ich in Form der (im Musikzirkus) allgegenwärtigen Gafferrolle gefunden habe.

Stufe 1 (noch verspielt)

Stufe 2 (erfolgreich weiterentwickelt)

#kallas #diy #xhat #meinlcymbals #musikmesse2018 #gaffertape

songs that triggered paradigm shifts

April 11, 2018

Was sich mit dem Gesangsmikro alles so anstellen lässt – 9 Songs that Changed the Way We Produce Vocals – funktioniert bestimmt auch mit dem ein oder anderen Mikrofon unseres Drumsets