e-Drummer of the Year 2020

Februar 2, 2021

Schön & erstaunlich, dass mich die Leserschaft des australischen Schlagzeugmagazins digitalDrummer zum e-Drummer des Jahres gekürt hat.

Ich revanchiere mich mit einem effektvollen Taschenspielertrick, bei dem ein simples, stromloses e-Pad zum trommelbaren Aux-Send umfunktioniert wird – funktioniert mit klassischem Outboard (Gate mit Sidechain) oder mittels DAW:

Moment:an

Juni 14, 2021

Und noch ein Neustart (Kultur)!
Wir proben gerade für Moment:an, ein intermediales Zusammenspiel von Zeichnung und Musik, wobei die kollektive Improvisation nicht nur den Übergang vom Analogen zum Elektronisch-Digitalen markiert, sondern vor allem die Stärke des Moments betont, der immer wieder zu neuen Ergebnissen führt.

KAMÜ zeichnet, das Musikerduo Rubow & Leicht erschafft elektro-akustische Musik und dank einer gemeinsam erarbeiteten audio-visuellen Sprache kanalisieren sie sowohl Zufall als auch den Augenblick zu immer wieder bewegenden Gesamtkunstwerken. Moment-Kunst für (fast alle) Sinne!

Vom 1. bis 11. Juli im Kunstraum ono2 (Walter-Kolb-Straße 16, Frankfurt am Main).

Schaufensterkonzert mit Zeichenperformance und Ausstellung am 01.07. / 08.07 / 11.07. ab 21 Uhr
Und vom 02.07. bis 10.07. ist die Ausstellung mit den entstandenen Werken täglich (unter Beachtung der geltendenden Hygieneregeln) von 19-21 Uhr geöffnet.

Zwei Kunstfotos dazu – einmal mit Farbe am Schlagzeug-Platz, sowie die schwebende Overhead-Snare-Kamera für die Trommelbemalerin:

Can you Feel it

Juni 11, 2021

Jetzt wo plötzlich wieder Konzerte mit Publikum im Kalender stehen, muss man sich nicht nur am Instrument, sondern vor allem auch mental vorbereiten.

Dazu nehme ich Hans Nieswandts DJ-Fibel zur Hand.
Ich lese ja leidenschaftlich gern, deswegen wohl ein Buch auch seltenst zweimal – bis auf eben jene kurzweilige DJ Geschichten: „plus minus acht“ habe ich bestimmt schon vier, fünf mal gelesen und mich immer wieder prächtig amüsiert, Tracks mitgehört, immer wieder Neues und für den Moment Passendes entdeckt.
Neulich war ich auf der Beerdigung von Soulphiction, wo selbstverständlich auch „Can you Feel it“ gespielt wurde. Nach mächtig turbulentem Gefühlskarussel bin ich nach der Heimreise direkt ins Bett und habe das graue KIWI-Büchlein herausgezogen, von vorne begonnen, und zack erschallte auch dort Larry Heard…



… darüberhinaus musste auch viel lachen. Das tat gut, der Kreis wurde elegant geschlossen und die Balance wieder hergestellt.

Eindeutig „good vibes“, die beim Lesen entstehen!

Zur emotionalen Vorbereitung auf die anstehenden Konzerte mit DePhazz, Wülker & co. wurde also gestern Nacht das Buch erneut bemüht, um mir wieder mal von Italien anno 1997 zu erzählen, als „From Disco to Disco“ völlig unerwartet in Italien auf Platz 1 chartet, die Band zur Promo-Tour anreist und der Sänger Eric am Zoll weltläufig einsteigt:
>>Hi. My Name is Eric D. Clark. I’m a popstar in your country.<<
Und im weiteren Verlauf fallen lange nicht mehr gehörte schöne Begriffe, wie Nightliner, Tourbegleiter, Aftershow Party…

Was das Instrumentarium angeht, so habe ich schon einen schicken Superstar Mix und eine vielversprechende Beckenauswahl am Start:

22″ x 14″ Tama Superstar (alt) Kick
14″ x 6,5″ Tama Superstar (alt) Snare
16″ x 14″ Tama Superstar (neu) Floortom
22″ Meinl Byzance Jazz China Ride
18″ Meinl Anika Nilles Deep Hats Bottom (als Ride)
18″ Meinl Anika Nilles Deep Hats Top (als Crash)
14″ Meinl Byzance Jazz Hihats
Roland SPD:One Electro & Boss RE-20

Und einen neuen Stimmschlüssel habe ich auch:

Echodrums = Easy

Juni 11, 2021

Einfach solch einen Kasten ans Stromnetz anschließen und die Balance-Möglichkeiten erweitern:

Dazu das schöne Heinrich Steinfest Zitat: >>In einer Welt der Schwerkraft ist alles eine Frage der Balance<<

Aber auch die Erkenntnis, dass es außer der für die analog Delays wichtige Bucket Brigade Device Speichertechnik (BBD) auch noch, bzw. zuvor das CCD, Charge Coupled Device, gab, welches beispielsweise in der schicken Boss DM-1 Delay Machine (1977-79) verbaut wurde.

beste Unterhaltung

Juni 11, 2021

OK, jetzt kann die Fußball EM 2020 gerne beginnen! (Danke Jack Powell, 1935!)

PS. passend zum Trick-Trommler wird die Eröffnungsfeier in Rom mit fliegenden Trommlern um Aufmerksamkeit buhlen, siehe IG-Beitrag von Specki T. D.

When the things you build bring people together, it’s the best feeling in the world

Juni 10, 2021

>>For as long as I can remember, I’ve paid attention to how my bandmates work with the equipment they use, the session musicians I’ve met, the producers, the engineers and their studios, all because I’m interested in the whole process. That exploration, education, and constant gear talk has helped me contribute more and more to the big picture, not only as a drummer, but as a writer and an engineer.<<

So beginnt das Interview mit Jason McGerr (Schlagzeuger, Produzent & Engineer u.a. Death Cab for Cutie) auf dem Blog der sympathischen PlugIn Schmiede Valhalla DSP.

lesen, lesen, lesen

und mit diesem Satz könnte man es hervorragend beenden:

>>I firmly believe the less obstacles one has, the easier it is to capture the purest moments of inspiration and creativity. Workflow is key!!!<<

…geht aber weiter…

>>I think that having the right amount of wrong is where inspiration and creativity comes from, as well as having limitations and time constraints.<<

oh, yeah!

>>What do you do when you need to create something but aren’t feeling creative? How do you get unstuck?
JM: Whenever I’m in a rut or not inspired in the studio, I find that one of three things always helps. The first thing is to revisit those formative albums that have had a major influence on my playing or production choices. Nostalgia is useful when you’ve lost perspective, so it’s ok to go back, not just to the Beatles, but to the records you first fell in love with and wore out as a kid, even if they sound dated to you today.
The second thing that usually helps me out of a stagnant hold is to reach out to other musicians I haven’t talked to in a while and ask what they’ve been practicing, what they’ve been listening to, or whether they’ve done any recent deep dives as players or engineers – and sometimes they’re just as stuck as you! This can be comforting, to know you’re not the only one, and sometimes it you can help each other out of it.<<

üben?

>>Practice saying “No” to multiple takes and over editing yourself, because people usually want to hear and feel a real human being, not the computer’s idea of a human being. If you truly know a song well enough BEFORE you track, you should have a fairly inspired take in the first 3 tries.<<

PS. Jason McGerr ist auch ein Echodrummer! (Hier mit dem aktuellen Space Echo „Echo Fix„)

besser gesagt: „Freund des Effekts“ im Allgemeinen!

Kunst (Echo) im öffentlichen Raum

Juni 9, 2021

Schöner Tag in Frankfurt: bunte Hochzeitserinnerungen und mal wieder ein frei zugängliches Effektgerät (Echo Chamber) im öffentlichen Raum.

(file under: Hallkammer)

XXL Ruten

Juni 9, 2021

Wir kennen Hot Rods, die tollen VicFirth Remix Brushes, vielleicht auch die dicken Reisigbündel von Helge Norbakken. Aber hey, die XXL-Version, mit der Billy Martin hier Musik macht, hatte ich zuvor noch nie im Einsatz gesehen:

das zweite „r“ für Roland?

Juni 9, 2021

Berufsschullehrer, „Rockin’ House“ Label-Manager, Pattern-Programmierer für die Roland TR-Geräte: Rodney Bakerr (mit dem schicken, künstlichem Doppel-R) war eine Legende. Letzte Woche ist der Chicago House-Pionier verstorben.
Also lasse ich nun seinen Sound erklingen, denke dabei über den Erwerb einer Behringer 909 nach und lese mir anschliessend nochmals in Frieder Butzmanns schönem Buch „Musik im Grossen und Ganzen“ jene Anekdote über die Suche des Grooves (auf Seite 27f) durch.

Say Hey, Have You Heard The News?

Juni 7, 2021

Hey Walter, vor 39 Jahren, im Juni 1982, kam Kid Creole and the CoconutsTropical Gangsters“ in die Läden, dass erfolgreichste Album, der Band um August Darnell, Adriana Kaegi und Andy Hernandez, alias Coati Mundi.

Wie ich gerade im FB bei Jörn Elling Wuttke erfahren habe, saß der legendäre, jamaikanische Drummer Winston Grennan (Toots and the Maytals, Jimmy Cliff, Desmond Dekker, Bob Marley) hinterm Schlagzeug. Auch, dass Coati Mundi das zweite Album von Palais Schaumburg („Lupa“) produzierte, finde ich immer wieder bemerkenswert.
Die Platte geht immer, noch besser aber finde ich den Rockpalast-Auftritt vom Oktober ’82. Nicht zu letzt, weil der Kassettenmitschnitt bei uns rauf und runter lief und gute Stimmung versprühte.
Der liegt bestimmt noch irgendwo im Keller herum, aber auch im Netz:

Am besten gefiel mir immer die Stelle, an der das Konzert vermeintlich zu Ende ist und die Trommeln dennoch weiterspielen, auf der Kassette plus Reporterton vom lachend-erstaunten Albrecht Metzger (also doch ab in den Keller, das silber-schwarze Tape finden…)

Four on the Floor

Juni 6, 2021

Von Patrick Metzger gibt’s ein Lehrbuch und (das abgebildete Poster) über die vielfältige Anwendung der Viertel-Pauke:

… nur die Polka fehlt…