Miles Davis’ Approach to the Jazz Standards

November 28, 2022

Rauskopiert aus der Webseite von David Liebman:

>>Miles Davis brought something completely new to interpreting standards. In musical circles, we would say that he was the rare musician who could abstract a melody on a classic tune and play some of the “wrongest” notes, yet make them sound right. This was because of his phrasing, particularly his timing, sound (especially with the mute) and most of all, placement of notes and the inevitable logic of the melodic line he pursued. Miles created an atmosphere around a tune, not just a reading of it. The material became in a sense his own tunes and of course when Miles played a standard, it became THE way to play that tune forever-or at least an artist had to deal with Miles’ interpretation.

The way Miles played standards became inextricably associated with the sound and organization of his various groups up until the fusion era. From the early quintet with Coltrane through the ’60s group with Wayne Shorter, his way of leading the band was bound up with interpreting standards. There was a format that each group followed that became once again, the standard bearer for jazz groups everywhere. Particularly with the later pianists, Herbie Hancock and Chick Corea, the very modern harmonies that reframed classic tunes like Green Dolphin, Autumn Leaves, Yesterdays, etc., shed a completely new light on the original structures of the tunes themselves. In a sense they were rewritten by these groups of the ’60s.

(1958, mit Art Blakey)
(1965, mit Tony Williams)

Finally, playing standards for so many years is what put Miles in front of the public eye, for it is inevitably true that for the most part familiar material, when handled artistically is a necessary component for communicating with the mass audience. being as smart and perceptive as he was, Miles knew that very well. But what is also interesting is that once he turned his back on standards in the late ’60s, he never went back, not even for a “reunion” tour or recording (not counting his final Montreux appearance with Quincy Jones.)
All musicians everywhere have to know about Miles Davis and his way of playing standards. It is basic to modern jazz history.<<

aktuelle Schlagzeugermusik

November 28, 2022

Mit „Moonwalker“ steige ich ins frische Soloalbum von Noah Fürbringer ein, „Pilot“ wähle ich vom Domi & JD Beck Werk, „LDN“ von Alexander Flood.
Von Louis Cole gibt es „Quality over Opinion“ und Brody Simpson schau ich lesenderweise über die Schultern.
Und sollten mich Brasilien gegen die Schweiz nicht überzeugen, so wechsle ich zum ARTE Konzertmitschnitt von Loyle Carner (mit Richard Spaven hinter den Drums).

siehe auch Magro „II“

a bridge from the ’30s and ’40s music to the modern world

November 27, 2022

Zufällig in den CD-Schuber gegriffen und dabei diese Salsa-Perle gezogen: „Mi Tierra“ von Gloria Estefan aus dem Jahr 1993.

Ein super Album und perfekte Lehrstunde in puncto kubanischer Musik der 30er und 40er Jahre. Ob Bolero/Rhumba („Con los Años Que Me Quedan“, „Mi Buen Amor“, „Volverás“, „Hablas de Mí“), Danzón („No Hay Mal Que Por Bien No Venga“), Son Cubano („Ayer“, „¡Sí Señor“), Montuno („Montuno“), oder Guaguancó („Tradición“).
Und weil traditionellerweise kein Drumset dabei ist, kannst Du locker mit den tollen Percussion-Stars mittrommeln.

drones and the space between

November 27, 2022

Ich experimentiere zur Zeit mit dem Drone Rainger, einem simplen Oszillator, dessen Tonhöhe sich jedoch sehr angenehm und Bühnentauglich mittels gerastertem Drehpoti anwählen lässt. Als perfektes Partnerpedal finde ich den alten Boss SL-20 Slicer.
Hier zwei Anwendungen, einmal ist der Particle II zwischen Drone und Slicer, einmal das Whammy II:

Per Zufall entdecke ich den australischen Drummer Alexander Flood, der ebenfalls gerne einhändige Beats zockt und mit der freien, linken die Elektronik zu steuern. Beispielsweise Effektgeräte oder, wie in diesem schönen Fall, One-Finger-Chords via Akai MPX16
Sein zweites Solo-Album „The Space Between“ wird direkt hinterhergehört:

der fliegende Teppich

November 24, 2022

Manche Songs haben eine hoch emotionale Wirkung auf mich. Entweder liegt eine nostalgische Verknüpfung zugrunde oder es ist die pure Schönheit der Kunst, die mich offenbar derart trifft, dass mit den Tönen gerne auch mal Tränen in die Augen schießen.

Solche Songs eignen sich hervorragend zur Einstimmung auf besonders schöne Anlässe. Wie zum Beispiel für Levis heutigen Geburtstag!
Also jamme ich mit Nils Landgrens Duo-Version von „Get Here„, das Herz randvoll mit Glücksgefühlen.
Und obwohl mir Liedtexte eigentlich immer verschlossen bleiben, reime ich mir aus den erfassten Brocken einfach was eigenes, stimmiges zusammen. In diesem Fall:
Wenn du mich brauchst, werde ich da sein – immer! – selbst wenn ich mit dem fliegenden (Schlagzeug-) Teppich kommen muss!

alternativer Zeitvertreib

November 20, 2022

Arne Jansen ist nicht nur ein fantastischer Gitarrist (mit dem ich schon viele tolle Konzertreisen unternehmen durfte), sondern auch ein leidenschaftlicher Musikhörer und Konzertgänger.
Neulich rief er an, dass er – wohnhaft in B! – zum James Taylor Konzert nach Frankfurt kommen würde. Und zack war ich mit im Boot und habe – wenn ich mich nicht irre – Steve Gadd zum ersten Mal live erlebt. Zum angemessenen Schwärmen gibt’s hier leider nicht genug, deswegen nur die selbsterklärenden Überschriften:
leise grooven – den Beat verkörpern -Dynamik! – 100% – Altersplan

OK. Jetzt muss ich mal mit dem Gesamtwerk von JT befassen. Außerdem Michael Landau genauer unter die Lupe nehmen (welch ein Klang-Meister!) und darüber hinaus noch all die weiteren Highlights des schönen Konzert-und Gesprächsabends durchforsten:

1. Die „Motion in Motion“ Doku über den tollen Jazztrommler:

2. Immer wieder Joni Mitchell. Deswegen:

3. „Live at the Five Spot: Discovery!“ anhören. Das Monk-Quartett mit Coltrane, der mitten in der Entwicklung seiner „Sheet of Sounds“ Idee steckt. Ein monophones Bootleg von Naima Coltrane aus dem Jahr 1957.

Aus einer ganz anderen Frankfurter Ecke, nämlich von Matthias Vogt, kamen vorhin ebenso spannende Infos:
Four Tet mag kein iLok und sucht ein Plugin Crack“ und Burial produziert mit SoundForge.

Sollte noch Zeit übrig bleiben: ab heute läuft die Fussball-Winter-Weltmeisterschaft…

King Kili

November 18, 2022

Weil mich Walter die letzten Tage immer wieder mit eindrucksvollen Marokko Impressionen versorgt, habe ich geschwind mal nach Houssaine Kili gegoogelt. Und hey, er hat im Sommer einen tollen Track veröffentlicht (und sieht super aus).
Liebe Grüße nach Nordafrika!

An das Stück kann ich mich wiederum sehr gut erinnern 🙂

OK, direkt eine gute Gnawa Playlist checken und nichts wie ab in den Proberaum!

Civil War Fills

November 17, 2022

Ich freue mich immer über Geschichten, in denen das furchterregende Wort „Krieg“ einen positiven, musikalischen Dreh erfährt.
Die Formulierung entsprang aus Louis Coles Mund, als er dazu ansetzte über seine Drummer Helden zu sprechen und mit Buddy Rich begann.
Bin gespannt, was da noch alles kommt…

nie solierend, immer nur Rhythmus

November 17, 2022

Wah Wah Watson stärkt mir noch geschwind den Rücken – so kann in puncto Groove eigentlich nichts mehr schief gehen – und anschließend wird im New York Style ein Taxi bestellt, mich und meine Dub Drums ins Ono2 zu chauffieren.

Nach dem Gig geht’s dann mit Michael Buchners Podcast (ein, nicht der Simmons Micha) über den niemals solierenden Rhythmusgitarristen weiter…

Kletterrosen Klänge

November 16, 2022

Lausche der ukrainischen Harfenistin Alina Bzhezhinska, weil:

>>Der musikalischen Interaktion zwischen den klassischen Jazzinstrumenten Bass, Saxofon, Trompete und Drums und dem Außenseiter-Instrument Harfe zuzuhören, ist extrem spannend für das Jazz-Gewohnheits-Ohr. Man muss sich an die neue Klangsignatur erst gewöhnen. Interessant ist, wie sich die entfernten Verwandten Kontrabass und Harfe zueinander verhalten.
[…] Aber auch die Drums, vor allen die Hihat-Becken, schaffen ein Klangfeld, auf dem sich die Harfe virtuos bewegen kann. Das aber führt interessanterweise dazu, dass man auch die Drums noch mal ganz neu hört.<< („Klänge wie eine Kletterrose“ taz, 16.11.22)