drums & percussion WWWeiterführung

August 22, 2011

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Honorarstandards

August 16, 2017

Interessante Auflistung des Tonkünstlerverbandes: Honorarstandards in Baden-Württemberg.
Das ist mal eine ausgesprochene Diskussionsgrundlage!
[via Offbeat Magazin]

Activity Timer

August 15, 2017

Nicht, dass ich jetzt das Prädikat Konferenz-Trommler anstreben würde, aber so ein Vortrag-Timer kann durchaus helfen, den zeitlichen Überblick zu behalten – vor allem, wenn beispielsweise im Festival-Setting frei gespielt wird.
Da mich die Freeware für’s Smartphone nicht überzeugen konnte (jedenfalls habe ich nicht den Timer gefunden, der nach Ablauf einfach – vor allem tonlos – ein optisches Signal abgibt), habe ich jetzt den Activity Timer in der Menüleiste meines Macbooks eingepflegt: das reicht für nen kurzen Kontrollblick (1) und dank Popup-Fenster nach Ablauf gibt es auch eine visuelle Mitteilung (2).

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Wird getestet.

Trommeln & Achterbahn

August 14, 2017

Hier ein klasse Interview mit dem tollen Hendrik Smock

Wohnproberaum, A-Seiten, Stimmtechniken, no TV, Prince!, >>Kommunikation auf einer höheren Ebene – nicht über Worte, sondern über Klang<<, Besen-Großmeister Vernell Fournier, close miking, Gospel, Phrasierung, Achterbahnfahren

click me!

August 14, 2017

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Ein anderes Clicktrack-Verständnis führte vor Jahren zur Veranstaltungsreihe „Bodenseh’s Metronome Art“ des tollen Stuttgarter Bassisten inklusive eines modernen Gitarrentrios mit Kontrabass, Günter Weiss an der Gitarre und einem effektierten Metronom als Rhythmusmacher. Auf dem endlich realisierten Album erklingt nicht nur der Hit der frühen Phase („Tom’s Diner„), es wurde auch Platz für illustre Gäste geschaffen und dem Taktell ein zweiter Drummer zur Seite gestellt, der hochmusikalische Sebastian Merk!

Click- und kaufbar bei Amazon

Vacation versus Touring

August 13, 2017

 

 

Sowohl als auch wunderbar: der „Blautopf“ von Gönningen, ein Autobahn Cappuccino im SirioGrill/Trens Ovest, freudige Interaktion in Belarus – Sommer!

Stil, Intensität, Formbewusstsein

August 1, 2017

Letzten Sonntag hat mir der Zufall über den Tag verteilt, drei schöne Gedankenanstöße zugespielt, die ich in bester Urlaubslaune und leicht aus dem Zusammenhang gerissen, nun aufschreibe:

>>… wenn ich an Stil denke (der Gnade ist, ein Sichwiegen im Gleichklang mit dem allgemeinen Gewoge der Welt, ein Schweben unterhalb des Stromes, ohne Oppositionsmoment, dem Mäandern der Fülle und der Leere folgend), gerät mir immer das gleiche Bild in den Sinn: die langen Algen, wie sie der Strömung auf und nieder schweben, sie biegen sich, werden dünn und verdicken sich wieder im grünen gelatinösen Wasser auf dem Meeresgrund.
Um Stil zu haben, kann man nichts tun. Denn Stil hat man nicht, man ist es. Der ist in die Funktionszusammenhänge der Wirbel in deiner Wirbelsäule eingeschrieben, in die Dynamik deiner Körpersäfte, in den Lichtfleck auf deiner sanften Pupille. In die Klugheit deines Verstandes, die voranschreitet, wenn das Universum voranschreitet und sich zurückzieht, wenn das Universum sich zurückzieht.<<
Mircea Cartarescu „Warum wir die Frauen lieben“ Erzählung: „Die kleine Negerin“ (Suhrkamp, 2008)

>>In meinem Buch skizziere ich drei Figuren der Intensität. Die erste ist eine aristokratische Figur aus dem 18. Jahrhundert, bei der Intensität mit der Elektrifizierung verbunden wird. De Sade und viele freidenkerische Pariser Autoren waren damals von der Elektrizität fasziniert. Im 19. Jahrhundert gibt es eine bourgeoise Figur, den romantischen Dicher. Er erlebt die Intensität durch die Natur, etwas ein Gewitter und die Kunst des Dichters. Im 20. Jahrhundert war der Teenager mit E-Gitarre die dominante Figur der Intensität – eine demokratische Figur. Und sie ist auch die letzte dieser Figuren. Sie alle stellten eine Avantgarde des intensiven Lebens dar. Aber jetzt ist die Idee der Intensität demokratisiert und die Intensität ist die ethik der Mehrheit geworden. Der moralische Inhalt dessen, was du tust, ist egal. Aber tue es aus vollem Herzen<<
Tristan Garcia („Das intensive Leben. Eine moderne Obsession“) im Sonntaz-Gespräch mit Christian Werthschulte

Darüberhinaus beherzige ich den Ratschlag eines befreundeten Osteopathen – jeden Bissen 32 mal kauen – und denke dabei , dass ich damit bestimmt meinen Organismus unterstütze und zudem mein Formbewusstsein (A A B A ?) stärke…

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sprengen (im Guten)

Juli 26, 2017

Schön, dass man ja auch als Musiker irgendwie Geschichten erzählt:
>>Ein Schriftsteller […] ist immer bestrebt, Illusionen, ob durch Kaninchen aus dem Hut oder als Schlager, zu sprengen und die Welt in das Gesprengte strömen zu lassen, was auf See so gilt wie auf Land. Wer meine Lesungen an Bord besucht, wäre vor der Welt nicht sicher, wie weit das Schiff auch auf dem Meer ist.<<
Bodo Kirchhoff „Betreff: Einladung zu einer Kreuzfahrt“ (2017 FVA, Seite 32f)

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SPD-SX as Visual MIDI Controller

Juli 25, 2017

Habe seit längerer Zeit mal wieder mein SPD-SX hervorgeholt, um es als (einzigen) Controller für Ableton Live zu nutzen.
Mein Hauptanliegen dabei ist die Steuerung per Trommelstock, inklusive visueller Rückmeldung, so dass der ewige Kontakt bzw. Kontrollblick zum Rechnerbildschirm zukünftig minimiert wird.

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Folgende Punkte bin ich diesbezüglich angegangen:
e-Kick (via Pad oder Pedal) und Boombass Samples schicke ich so latenzfrei wie möglich direkt aus dem Audio-Ausgang des Rolandmoduls.

Verschiedene Effekte, Trigger-Add-Ons und Loops möchte ich aber in der Ableton DAW formen und aus meine RME-Babyface rausschicken. Dafür verwende ich nach wie vor lediglich ein Mikrofon an der Snare.

– mittels ApTrigga generiere ich einen Handclapsound, der sich nun via Pad-Schlag dazuschalten lässt (eine MIDI Note des SPD-SX de/aktiviert den Track-Aktivierungsschalter).
Damit ich sehen kann, ob der Triggersound-Kanal aktiv ist, habe ich für das auslösende Pad des SPD-SX einen stummen Loop (eines gleichförmigen 1kHz Sinustons) angelegt. Dadurch läuft der SPD-SX Loop bzw. dessen Pad leuchted rot, solange mein Triggersound aus dem Ableton dazugeschaltet wird.
Den Klang des Clapsamples bearbeitet ich mit einem Waves One Knob Filter via MIDI Control Rad des SPD-SX.

– mit dem Signal des Snaremics erzeuge ich auch den Snare/Vocoder Output für mein (Outboard-) Echogerät. Auch hier sorgt ein SPD-SX Pad mit stummem Sinus-Loop für die optische Kontrolle: leuchtet es, ertönt der Vocoder, wenn nicht, so rutscht der pure Snaresound ins Echo.

– das Signal des Snaremics läuft zudem in einen Return-Bus, in dem sich ein Ableton Looper befindet. Da sich dieses PlugIn mit einer MIDI Note voll bedienen lässt, wird es mit dem mittleren Pad des SPD-SX bedient (erster Schlag: Aufnahme, ||: folgender Schlag: Overdub, darauffolgender Schlag: Loop Play :||, Doppelschlag löscht die Aufnahme)

– den „Roomshot“ Kunstgriff, also das Snaresignal durch einen Padschlag in einen Hallraum zu „send“en, liebe ich schon geraume Zeit. Durch eine MIDI-Note vom SPD-SX wird das Gate-PlugIn bedient, welches sich vor dem Valhalla befindet.

Ableton Roomshot via SPD-SX

– mit den drei unteren Schlagflächen des Rolandmoduls löse ich im Ableton Einzelsounds eines Drumrack aus oder starte/stoppe Clips, sprich: Loops im Toggle Mode. (Siehe dazu auch die Max Patches von Abletondrummer Tobi)
Auch sie lassen sich allesamt mittels One Knob Filter bzw. dem Control Rad 2 verbiegen.

– im Bandkontext gibt es zu jedem Song ein eigenes SPD-SX Kit, sowie im Ableton eine eigene Szene. Letzere bestimmt das Tempo der Loops und Clips, den passenden Trägerakkord für den Vocoder und die Drumrack-Inhalte und sie hält den MIDI Programm Change Befehl bereit, um das Roland-Modul mitzuziehen.

Dank des USB Audio/Midi Mode des SPD-SX (aktueller Treiber hier), ist dieser Ansatz auch angenehm reisefreundlich…

Ableton Song Midi Controlled by SPD-SX

gepflegte Langeweile; sicherer Hafen

Juli 24, 2017

Habe auf dem digitalen Schreibtisch zwei Artikelausschnitte gefunden, die Eigentlich ins Themenfeld Kinder-Erziehung gehören, deren Inhalte sich durchaus unter den Gesichtspunkten Inspiration und Gruppendynamik vom geneigten Musiker überdenken lassen:

– Smartphone im Alltag aus der taz am Wochenende
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sichere Basis/sicherer HafenIMG_0393

grenzenlos

Juli 22, 2017

Den ganzen Tag Musik über, gestern.
Auf dem Weg zur Probe lese ich in der taz über zwei spannende Musikerinnen – die 20-jährige portugiesische Clubmusikproduzentin Nídia Minaj, sowie die Konzertpianistin Beste Aydin, die als Nene Hatun >>hinreißenden Elektronik-Sound zwischen Folk, Techno und Industrial<< macht – lerne dabei den vom Hildesheimer Kulturwissenschaftler Johannes Ismaiel-Wendt geprägten Begriff „Sonic Delinking“, der das Hören dekolonisieren möchte, und von der Existenz der beiden türkischen Saz-Spieler Neşet Ertaş und Aşık Veysel.

Und am Ende des Tages schliesslich noch ein Inspirationspaket vom Semester-Abschlusskonzert der Popakademie.

Für die 40-Jahre Rockpalast Doku („I’ve lost my mind in Essen“) war ich nicht rechtzeitig am Netz – der Programmpunkt lässt sich aber in der Mediathek nachholen und anschließend erlebe ich dann – 35 Jahre später – die Bilderwelt zur Kid Creole and the Coconuts Show, deren Kassettenaufnahme mich lange Zeit begleitet hat