Oli trifft…Zach Danziger

April 25, 2018

Unknown

In der Mai/Juni Ausgabe des „drums & percussion“ Magazins (ab dem 27.04. am Kiosk) gibt es die dritte Folge meiner „Oli Rubow trifft…“ Reihe, diesmal mit dem Hybrid-Visionär Zach Danziger!

Alle Links und den extra Content findest Du hier.

oli-zach2

Da im selben Heft von mir auch das KMI BopPad getestet wurde (Seite 62), dieses in Zachs Equipment eine große Rolle spielt und auch mir das Reisen enorm erleichtert, liste ich  hier noch die gesammelten Links zu praktischen BopPad Erkenntnissen, hilfreichen Ableton M4L PlugIns (vom geschätzten Abletondrummer aka Tobi Hunke) und sonstigen Tipps.

Ableton M4L Patches from Abletondrummer:
– the BopPad StatusViewer, visual control over your 4 drum pads
– the NoteToggleLoop device which lets you toggle loops in a drumrack/simper very easy
– the BopPad Preset dial

Zwei verschiedenfarbige Klebebänder, die mir ungemein helfen, die Micro-USB-Kabel meiner neuen Schaltzentrale (KMI K-Mix & BopPad) sinnvoll zu markieren. Danach wurde die Oberseite des BopPad-Steckers rot, wie sein Schutzengel, die breitere Unterseite, die bei der Ausicht des K-Mix zu sehen sein sollte, Disco-alike silberfarben…damit sollte ein versehentliches „verstecken“ eigentlich ausgeschlossen sein.

Ich platziere mein BopPad am liebsten in einem extra Snareständer (zur Sicherheit führe ich beim Reisen aber auch die 600g Halterung für Beckenständer mit M8 Gewinde mit) und da ich mittlerweile auch den KMI MIDI Expander getestet habe, auch dafür ein Lob, da ich somit dem BopPad beispielsweise computerfrei den ins Herzgeschlossenen Vermona DRM1 ansteuern kann.

Zum Schluß noch Screenshots eines Beispielsongs, in welchem ich mit drei „Käseecken“ des BopPads drei Bänder eines EQs fernsteure, mit dem vierten Pad  zur jeweiligen Szene passende Loops und Samples aus dem Drumrack an/ausschalte bzw. abfeure. Jeweils mit visueller Kontrolle und den oben genannten M4L Plugins BopPad Status Viewer und NoteToggleLoop:

Advertisements

Företag

Mai 25, 2018

Um den aktuellen Luminos W Remix des Komfortrauschen Tracks „Företag“ und eine Miniatur aus dem neuen DePhazz Album vorzustellen, gibt’s einen Mai-Mix, eine bunte Naturexplosion zwischen Jazz-Funk, Club Kultur & Krautigem.

Garaj Mahal „The Shadow“ 2005
Pomo „So Fine“ 2013
St Germain „Sure Thing“ 2000
Freez „Southern Freez“ 1981
Tom Misch „Lost in Paris“ 2018
KUF „Parkee“ 2018
Rhythm&Sound „Never Tell You (Version)“ 1996
Ash Ra Tempel „Echo Waves“ 1974
Underworld „Rowla“ 1996
Little Dragon „My Step“ 2009
Nik Bärtsch’s Ronin „Modul 41_17“
Komfortrauschen „Företag (Luminos W Remix)“ 2018
DePhazz „May“ 2018

in puncto DSGVO

Mai 25, 2018

…foto-zitiere ich Kriki aus der taz vom 24.05.2018

IMG_1946

Defenestration

Mai 23, 2018

Defenestration ist ein selten gehörtes Wort. Außerdem beschreibt es eine brutale Aktion, die mir ganz und gar missfällt.
Da beim Prager Fenstersturz (vor genau 400 Jahren) die Betroffenen aber weich (nämlich auf einem Misthaufen) landeten, ich zum Thema Dreißigjähriger Krieg ohnehin die fantastische Geschichtsmogelpackung „Tyll“ empfehlen möchte und sich der seltsame Ausdruck darüberhinaus als Wortspiel für Fünfergruppen/Quintolen (Onomatopoesie!) eignet, gibt es in diesem friedlichen Blog auch diesen Eintrag.

De – Fe – Nes – Tra – Tion

Und endlich habe ich auch die (in meinem doch sehr geraden Vierviertel-Kosmos eher seltene) passende Rahmengeschichte, den zweiten Teil von Jan Stix Pfennigs Swag-Drumming Konzepten anzupreisen. Diesmal geht es nicht nur um Quintolen, sondern auch um die 7 und ich taste mich langsam heran, in diesem superstrukturierten Werk, das mich ganzheitlich, also visuell (Noten) und akustisch (Hörbeispiele, Playalongs), an die Hand nimmt und dadurch Hürde und Scheu vor dem vermeintlich Kompliziertem vergessen (bzw. aus dem Fenster werfen) lässt.

De – Fe – Nes – Tra – Tion – In – Prag

IMG_1942

I interplay the drums!

Mai 22, 2018

Bin mal eine Woche abgetaucht und habe direkt mein Alltagsgefühl für Zeit und Umgebung völlig verloren. Eine Woche lang Drums’N Percussion Paderborn, eine große Schleife aus Unterricht, Konzert und selber üben, kaum Schlaf, dafür eine extra Reisetasche voller Ideen (die mir Rückfahrt nicht gerade leichter macht…)

Normalerweise würde ich in Bezug auf ein Rhythmusfestival das mit Wasser positv besetzte Wort eintauchen dem negativ konnotierten abtauchen vorziehen, aber nach der schönen Überlieferung von Hakim Ludin, in der einem wissbegierigen Schüler geraten wurde, er möge unbedingt abtauchen, sich unter die Erde begeben, um dort – ohne jegliche Grenzen – reisen und interessante Gleichgesinnte treffen zu können, passe ich den Wortschatz gerne an 🙂
Erzählen und reisen wurde die große Überschrift, unter der die Parameter Vokabular und Stimme (die menschliche, aber auch die persönlich getrommelte), Kommunikation und Interaktion die Inhalte formten: Angefangen mit den unterschiedlichsten Groove-Traditionen rund um den Globus, über Konnakol zu deutscher Gegenwartsliteratur, vom Toaster zu Hiphop, von der DJ Kultur zum bewussten Regelbruch und Neuordnung der Bausteine – und immer wieder unter die Erde (oder auch ins Internet?) – soviel Bezugspunkte, soviel Klang und Musik. Und wenn ich das nächste mal gefragt werde, was ich denn so treibe, wird die Antwort lauten >>I interplay the drums!<<
Mein persönliches Highlight ereignete sich gestern während des Soundchecks, als zur Fehlerbehebung – bzw. zur Frage, ob aus der Leitung vom Monitorpult überhaupt ein Signal am Kabelende ankommt – kurzhand ein SM57 an ebendieser Stelle eingesteckt und zum Testton-Lautsprecher umfunktioniert wurde. Nicht weniger elegant war die Frisbee-Runde nach dem Konzert – mit derselben Wurfscheibe die übrigens schon 2008 in Paderborn mit dabei war…
Ansonsten wurden vor allem immer wieder schöne Erinnerungen heraufbefördert – hach, Nostalgie – tollerweise durch neue Inhalte vergrößert. Beispielsweise Bodypercussion mit Udo Dahmen (zu noch früherer Stunde als seinerzeit beim Popkurs), oder der unverkennbare Trommelstil von Simon Phillips, der mich direkt zurück in ein nachmittägliches Superdrumming Stündchen (in schwarzweiss) ins Jahr 1987 zurückkatapultiert (Hallo, Peter!) , dann die fantastischen Geschichten und das immense Wissen von Hakim, sowie die hochmusikalischen Drumbassadors, die egal ob unisono oder komplementär, melodisch oder funktional – immer technisch brilliant UND humorvoll agieren können – da wird Blowbeat zum Imperativ! – und heuer auch noch mit zwei TC Helicon Vocodern – Joe Zawinul wäre begeistert – die kleine Elektronikkiste geöffnet haben. Die psychoakustischen Darbietungen des Prism-Sound Menschen Jody Thorne bescherten mir ein nachhwirkendes „Aha“ und einen schönen Merksatz zu „music & speech“. Mit den Bassisten Tim Landers und Armand Sabal-Lecco, sowie Keyboarder Philippe Saisse waren auch noch Helden meiner Fusion-Vergangenheit vertreten, mit Tokünstler Al Schmitt sogar eine lebende Legende. Wow!
Last not but least möchte ich mich ganz herzlich bedanken: bei Stephan Hänisch und der Firma Meinl für die Bereitstellung des beeindruckenden Tama Fat Spruce Kits (brandneu, aber mit nostalgischen Kesselmaßen nach genau meinem Geschmack), der wohlklingenden S.L.P. Alu-Snare, der neuen Tama „Lightware“ und des stimmigen Beckensatzes, bei Christoph Bünten (Roland) für die elektronischen Mitbringsel (TR-8, SPD-one), beim Initiator Uli Frost für die Einladung, bei den vielen Helfern, ohne dieses Kreuzfahrtschiff nicht hätte ablegen können, vor allem bei euch, den Teilnehmern und dem Publikum – die ihr letztlich dem Ganzen den Sinn einhaucht.
Bis bessere Fotos eintrudeln müsst ihr mit dem Platzhalter-Selfie vorlieb nehmen:
IMG_1929
PS. dass die Frankfurter Rundschau am selben Tag ebenfalls zum Thema schrieb, war nicht abgesprochen…
FR22052018_Sprache

Motiv-ation

Mai 14, 2018

Quasi als Vorbereitung für das „Drums’N’Percussion Festival Paderborn“ schaue ich mir diese tollen, auf unterschiedliche Weise höchst motivierte SchülerInnen an.

„Milestones“ in der Grundschule

Emma Gonzáles‘  „March for our Lives“

Marta Altesa

Prince, Kraftwerk, Netzer & Friend

Mai 14, 2018

Dass am Samstag auch der Gratis Comic Tag stattfand bekam ich zufällig im Autoradio auf dem Weg ins Bix mit – dazu hörte ich „Partyman“ von Prince und legte im Kopf die Musik gewordene Kraftwerk-Sprechblase „Boing Bumm Tschak“ nach.

Und plötzlich sah ich in den Titeln auch die Kapelle des anstehenden Netzer Gigs: die anderen, musikalischen Neffen Donald Ducks, nämlich Boing, Bumm, Tschak (aka MaBi, Oli und MaBo), sowie deren Gast Soulphiction, den „Partyman“ Michel Baumann,  der anlässlich der Zwanzigjahrfeier Tracks, Vibes und ordentlich Low End beisteuern würde 🙂
Es wurde ein im doppelten Wortsinn heisser Abend, vor allem ein langer – zwei Stunden „Music Non Stop“ mit viel Freude und Freunden – oder um das schöne Resümee von Bernd Haasis aus den „Stuttgarter Nachrichten“ zu zitieren >>So klingt der Herzschlag der Stadt<<!

Träumen, immer spannend

Mai 10, 2018

Bin gerade in meinem iTunes Sammelsurium alle mit „Dream“ betitelten Songs durchgegangen und finde diese gerade am besten:

Dwele „Pimp’s Dream“ (2005)

Fleetwood Mac „Dreams“ (1977), weil smooth

Madlib „Girl of my Dreams“ (2002), wegen seiner Kurzheit (Sekundenschlaf?)

Family Construction „Better Dreams“ (1994) wegen seines Programms und da ich dazu leider kein Hörbeispiel verlinken kann, hänge mit ähnlichem Vibe und Titel Brand New Heavies „Dream on Dreamer“ (1994)  hinterher

Jaydee „Plasitc Dreams“ aufgrund der aktuellen Dringlichkeit, den immer größer werdenden Plastik-Albtraum einzudämmen. Und hey dieser Jaydee ist nicht J Jaydee Dilla…

Herbie Hancock „I have a Dream“ (1969), weil Herbie, weil MLK

Pat Metheny „Midwestern Night’s Dream“ (1976), für mich eher: Tagtraum

Light of the World „Dreams“ (1979), welch ein Hin-und Her, dank der Panorama Spielchen im Mix

Selbstredend fehlen hier noch einige Kracher, beispielsweise der Tokyo Dream Nica’s Dream oder George Dukes 1a Video, Trixie Whitley, Sting,  SupertrampEurhythmics, Jack Johnson uvm.

Convert bpm to km per hour

Mai 9, 2018

MussteDurfte heute im Rahmen der Physiotherapie auf’s Laufband, ein Tool, das ich im wahren Leben nichts nutze, dessen viele Instrumente aber prompt auch meinen Geist in Gang gebracht haben. Und so werde ich nächstes Mal meinen Schrittrhythmus während der optimalen Geschwindigkeit (bzw. Distanzeinstellung)  tappen und dann directment raus ins Freie drängen, Metronom (oder dementsprechenden Sound) anstellen und los…

Denn – wie die taz heute in Bezug auf den Mai 1968 in F(rankreich) titelte: La Beauté est dans la rue!

IMG_1897

Humor plus geile Beats

Mai 7, 2018

 

>>Humor macht Freude und versetzt die Herzen in Schwingung – immediately!<<

>>Wenn mich das damals so stark berührt hat, wieso sollte ich nicht versuchen, mit den heutigen Tools an diese Intensität ranzukommen, ohne dass es nostalgisch klingt oder bloß eine billige Kopie ist. Ein geiler Beat ist ein geiler Beat, egal, ob er 15 Jahre alt ist oder vor zwei Monaten programmiert wurde.<<

Zwei klasse Koze-Statements aus dem taz-Knock, Knock Review, somit doppelt schön, dass unsere Netzer Feierlichkeiten (Sa.12.05/Bix, Stuttgart) vom tollen Pampa-Familienmitglied Soulphiction aka Michel Baumann bereichert werden!

Eine kleine Geschichte zum Beistelltisch

Mai 5, 2018
IMG_1890
Als ich gestern im Venue nach einer Abstellmöglichkeit für mein Effektbrett, einer Getränkekiste oder Ahnlichem, gefragt hatte und postwendend mit diesem perfekt passenden Tischchen aus dem Fundus versorgt wurde, freute ich mich für einen Augenblick über die schmucke Lösung, und widmete mich dem weiteren Aufbau, bis plötzlich der Herr des Hauses an der Bühnenkante erschien und lautstark in meine Richtung zeterte – ich hatte die Aktion weder auf mich bezogen, noch genauer hingehört, erst als mehrfach das Wort „Mobiliar“ fiel, dämmerte mir, dass der Grund seines Ärgers in jenem Beistelltisch liegen könnte – egal, für mich gab es keine Grund auf diese Cholerikattacke zu reagieren. Zumal keine Lösung/Alternative vorgeschlagen oder gewünscht wurde und ich das Teil ohnehin nur als Ablagemöglichkeit verwenden würde. Also weiter.
Nachdem Soundcheck gab es eine zweite Schimpftirade, diesmal ging es um irgendwelche Stehlampen, die ungefragt für die Bühnendeko verwendet wurden –  diesbezüglich hatte noch weniger damit zu tun, musste mich dann aber doch aus dem Schalltrichter wegbewegen – denn wütend schreiende Menschen, immer unangenehm!
Irgendwie hielt sich dann doch ein fader Nachgeschmack, weshalb ich mir heute morgen beim Duschen eine alternative Reaktion erträumte. Vielleicht hätte ich doch aktiv werden und antworten sollen und zwar irgendwo zwischen freundlich, frech und absurd?
Hallo 🙂 Lass uns doch erst einmal guten Tag sagen. Also, ich bin Oli, ein über die Grenzen Frankfurts respektierter Schlagzeuger-Gott (…Gott, weil unverwundbar…aber das hätte ich nur gedacht, klar), in meiner Fantasie ähnlich groß wie Dein momentan schimpfender Mund.
Und hey, ich freue mich auf einen angenehmen Abend hier…
Aber kaum, dass ich die Zeilen tippe, merke ich deutlich: Dagegen halten, im Sinne einer Provaktion, wird die Sache nur schlimmer machen – das bringt’s nicht –  in puncto Lernkurve schon gar nicht, dann also doch lieber ins Leere laufen und verhallen lassen, und im Nachgang vielleicht noch einen (wirklich) freundlichen Brief/Anruf hinterher schicken – weil ja dauerhaftes unzerkautes Herunterschlucken auch nicht so gesund ist.
PS. der Abend wurde sehr schön – ich komme also gerne wieder – , nicht zu letzt, weil der DJ fast die komplette Johnny „Guitar“ Watson Scheibe abspielte. (Titel und Cover Foto runden die Geschichte bestens ab…)
PPS. meine #Wutbürger Gene lasse ich lieber an anderer Stelle (und hoffentlich sinnvoll) raus, beispielsweise in dem ich heute beim Einkaufen, jegliche Plastikverpackung vor Ort lasse (#plasticattack)…
PPPS. die eigentlich Schönheit erfährt dieser Minitisch durch seine Häckeldecke – die ich fachmännisch zusammengelegt und sicher neben dem USB-Ladegerät, welches meinen Digitalmixer (Key Mix) mit Strom versorgt, abgelegt habe. (Damit konnte ich jetzt auch noch den Tech-Talk Auftrag unterbringen)
Schön, dass ich den ganzen Text just nach seiner VÖ directement durchstreichen, also abhaken kann, denn zufällig trudelte zeitgleich über andere Kanäle eine proaktive Entschuldigung ein – Danke und Respekt dafür!
Die somit wichtigste Erkenntnis: etwas Zeit verstreichen lassen hilft so oft!