Deutschstündchen

August 15, 2018

Es beginnt gleich mal mit einem Fremdwort, nämlich Cypher, dem Begriff für einen Freestyle-Staffel-Rap.
Und zack kommen sie raus, die 18  Gastredner, die sich anlässlich des MTV-Unplugged Albums von Samy Deluxe auf der MS Bleichen? im Hamburger Hafen eingefunden haben.
Viele Silben, viel Groove!

Toll, dass Matteo und Michael Grimm die (einst in Holland angekratzte) One-Kit-Two Drummer-Idee fortgeführt haben (u.a. eine gemeinsame Kick, gegenseitiges Muten):

One-Kit-Two Drummer-Idee

Der Teaser ist klasse, nun bin ich umso neugieriger, welche unterschiedlichen Klang-und Spielexperimente diesmal das Rhythmusgerüst einer akustischen Hiphop-Produktion (VÖ: 31.08.18) geformt haben.
Bisher weiss ich von maximal tief gestimmten Tama Octobans, der Gran Cassa-Extra-Kick, Kastagnetten-Snaps von Moutpercussion-Einlagen des enormen Killa Kella! Und von HazEs phattem Einsatz – Chapeau!

Lady Madonna

August 15, 2018

Andreas Neumeister stellte einmal fest: >>Im Idealfall ist Pop subversiv. Im Idealfall ist Pop populär. Im Idealfall ist Pop populär und subversiv zugleich. […] Im Ideal­fall tritt der Idealfall tatsächlich ein.<< (aus der taz)
In diesem Sinne: Happy 60th Birthday, Madonna!

… und happy 50 Jahre „Lady Madonna„…

Fenster zum Hof

August 10, 2018

Den Duktus der Stieber Twins fand ich seit ihrer Zeile „fahre mit Neckermann am Neckar lang“ beeindruckend. Jetzt habe ich gelernt, dass Megalohs Dr. Cooper (der mir bei den Freundeskreis Gigs ausnehmend gut gefallen hat) auch in Heidelberg verortet ist. So höre ich mir das „Fenster zum Hof“ nun in voller länge an:

Danach sind – passenderweise – die Beat-Tracks von Don Philippe dran.

Als minimalistischen Gegenpol habe ich mir gestern im 2nd Hand Laden verschiedene Klavierwerke besorgt:
Debussy „Préludes for Piano Books I & II„, eine über 100 Jahre alte Musik, die >>consists of colours and rhythmically organized time<<
John Cage „Sonatas & Interludes for Prepared Piano“
(Die Klavierstücke von Karlheinz Stockhausen musste ich nach intensivem Reinhören dann doch stehen lassen…)

Jon Hassell passt im Anschluss. Auch er hat sein erstes Album auf bandcamp digital wiederveröffentlicht:

Pentimento

August 10, 2018

Die Einleitung zum Ableton-Interview „Mögliche Musik“ mit Jon Hassell beginnt mit geographieüberwindendem Sampling in den frühen 80er Jahren, der Collagen-Idee aus Schichten und Übermalungen (Pentimento), Minimalismus, der Kraft der Schleife (die nicht unbedingt im 4/4 Takt sein muss) und Hassells Vorstellung der (geheimen) „Fourth World“, die durch die >>Kombination von Merkmalen traditioneller Musikstile aus der ganzen Welt mit modernen elektronischen Verfahren<< einen neuen stringenten Sound schafft.

Unbedingt weiterlesen (u.a. >>über vertikales Hören, den Rhythmus fallender Blätter […] ein Leben lang voller Erkundung und Forschung mit und inmitten einiger der bedeutendsten Akteure der Musik des 20. Jahrhunderts).
Und parallel dazu gleich mal den Freeware Harmonizer „Pitchproof“ auschecken…

>>…stellen Sie sich einen Slow-Motion-Film über eine wachsende Pflanze vor. Kleine Bruchstücke von diesem jenem spielt man auf Konzerten und dann im Studio, und schrittweise fügen sie sich zusammen. Es ist ein wenig wie der Pentimento-Gedanke, bei dem Schichten durch andere Schichten erkennbar werden. Und jede dieser Schichten kann recht undeutlich sein…<<

-> Mati Klarwein, Nils Petter Molvaer

Tape/Sample Drumming

August 8, 2018

…neither computer nor sampler required!
Bloß a bisserl Platz und ein paar Bandmaschinchen…

Frankfurt am Meer, ich wäre wieder da

August 7, 2018

Der Sommer ist doch so toll – habe wieder ne Menge gelernt:

 

  • es gibt asphaltschwarzes Vanilleeis – ob dieser Dreh dem Erfinder einen ähnlichen Erfolg bescheren wird, wie es einst (1969) dem Spaghettieis gelang?
  • Ein Wurstautomat im Welzheimer Wald…oh man…anyway, dortiges Glamping = 1a
  • Die schlafende Seele: endlich mal wieder eine Botero Skulptur, noch dazu direkt hinterm Backstagebreich des Vaduz Soundz Festivals – very nice!
  • 1959, the year that chanced Jazz…
    #

  • Heisse Erkenntnis 1: mein Macbook verkraftete die kräftige Sonnenbestrahlung der Salem-Bühne überhaupt nicht. Audio wurde gummig und ungenießbar. Selbst ein Neustart verbesserte erstmal nichts – erst nach konsequenter Abkühlung.
  • Heisse Erkenntnis 2, dass ein finnischer Trucker seine vermisste Sauna derart kompensierte, in dem er die Scheiben seines Führerhäuschen mit schwarzer Folie präparierte, Motor und Heizung anmachte, um einfach noch besser schwitzen zu können. Hey!
  • Nicht zu vergessen: ca. 38 Freundeskreis Nummern in der Birne.
  • Mein Lernstündchen soll weiter gehen mit der Vertiefung von PeteBeatMixtapes, MXXWLL , L. Young Acappelas und Alessandro Alessandronis „Work Cycle“ (1982)
    Danke an Don Phillipe, Afrob und Matteo für neues Material!
  • Ausserdem möchte ich unbedingt Lillos Tipp unter die Lupe nehmen: das iConnectivity PlayAUDIO12, ein 500$ Audiointerface mit integrierter Redundanz-Lösung.
  • Konnakol ist auch ’ne feine Sache, nach Hakims Infusionspritze haut Claudio Spieler (beim wunderbaren Creativ Drum Camp) in dieselbe Kerbe!
  • Und dann auch wieder los – in den Yachtclub, ans Meer. Der temporäre elektronische Salon ruft (gleich dreimal im August!

 

Geschützt: Percussion Creativ Camp 2018

August 5, 2018

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Freundeskreise

Juli 22, 2018

Der Sommer hat gerade mal begonnen und eigentlich kann ich jetzt schon (wieder) von schönsten Ferienerlebnisen berichten.
Erst familienverbundenes Abtauchen im Roten Meer, dann Musik und mehr mit verschiedenen Freundeskreisen:
Äusserst vertraut mit Netzer beim Stuttgarter JazzOpen Festival, kurze literarische Gartenpartie mit Schiller und Goethe in Jena, vor allem aber ein längeres Fill-In (für den tollen Grabi) beim bandgewordenen Freundeskreis – was für ein illustrer Zusammenschluss (hey, Matteo!), quasi perfekt gemachtes Bett zum ®einspringen!

https://www.arte.tv/de/videos/081619-017-A/freundeskreis-deichbrand-festival-2018/

In der kommenden Wochen folgt das Percussion Creativ Drumcamp, sowie DePhazz in Vaduz. Und dann gibt es für mich noch drei FK-Termine im Süden.

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Für den Blog hätte ich eine Neuentdeckung zum Thema Notenständer-Vermeidung, nämlich das umgedrehte, mit Gaffer auf der Kick befestigte 16″ Fell als ideale Zettelwanne. Um auch Windstößen gewappnet zu sein, wurde in V.1.2 von Backliner Felix noch ein Spanngummi durchtrennt und mit zwei Kabelbinderschlaufen in der Fellkrempe befestigt.

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Seoul Power

Juni 27, 2018

Viele schöne Töne, für Herz & Füße. Ein Mix, der gleichermaßen als Trost-Vorlage funktioniert oder als Startschuß für die Sommer-Party.

Ab nach draußen! (Und: Happy Birthday, dear laura!)

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PS. Wer es dubbig mag, schaut mal drüben, bei Ableton nach, dort wird auch aufgelegt (von den Seekersinternational)

PPS. wer doch auch noch gerne eine kommentierte Setliste für den Seoul Power Mix hätte, hier bitte:
Robert Johnson – a household name for clubbing & blues history („Me And The Devil Blues“, 1937)
Jill Scotts „A Long Walk“ im 2004er Jazzanova Remix, inklusive Leisering Beat Zuckerguss
Das Robert Glasper Experiment macht nochmals klar: Fußball hin-oder her, es ist ein „Lovely Day“ (2013). Und auch die Black Eyed Peas covern mit „What is it“ (1998) einen Sommerhit.
Als Matthias Vogt letzten Samstag im Yachtclub Romanthony auflegte, war klar, dass ich das „Wreck“ (2000) mal wieder rausholen muss.
Poliça ist reingerutscht, da mich später tatsächlich meine Mama besuchen kommt! (Nice, „I see my Mother“, 2012). Stud schafft mit „Pads“ (2013) den perfekten Break, Metheny hängt sich mit „Icefire“ (vom 77er Watercolors Album) dran, Molvaer und Oswald transferieren den ruhigen Schönklang zu Soundsystem Vibes („Transition“, 2013), quasi als Übergang in die Nacht, die mit Losoul „Daddy what’s a rise“ nicht besser losgehen könnte (- so dass ich gegen Ende – voll motiviert – auch noch die Triangel rauskrame und auf die Vermona DRM eindresche…

PPPS. ich war heute schon auf dem Dach

ID 22 Track 16 Chuck Brown _Ashley’s Roachclip

Juni 25, 2018

11 Jahre zu spät, aber jetzt ist mir noch ein Fehler in der Beilage-CD zum e-Beats-Buch aufgefallen.
Da habe ich im Hörbeispiel zu Ashley’s Roachclip glatt die „2 und Kick“ zu treten vergessen.

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Das nun reparierte File lässt sich hier herunterladen 🙂