Whoa! This is cool!

August 12, 2020

Hey, hey! Mein ECHODRUMS Buch ist frisch gedruckt und wird für Dich geschwind mal durchgeblättert
Bestellbar beim Buchhändler Deines Vertrauens oder direkt bei mir 🙂

Viola Smith

Oktober 27, 2020

>>Nette Anekdote am Rande, die ich gerade von Angela Smith gelesen hab, die Autorin des Buches „Women Drummers“, welches ich auch daheim hab: Viola hatte das Buch in den letzen Tagen vor ihrem Ableben immer bei sich und die Leute um sie gebeten, ihr daraus vorzulesen, weil sie schon zu schwach war, es selbst zu lesen.<< drummerforum.de

>>Eine Ikone für weibliche Drummer, eine Legende! 
Sie war nicht nur eine der ersten professionellen Schlagzeugerinnen, sondern vermutlich auch eine der ältesten – am 29.11. dieses Jahr wäre sie stolze 108 (einhundertacht!) Jahre alt geworden, hat über 80 Jahre lang Schlagzeug gespielt und zumindest voriges Jahr immer noch ab und zu in 2 (lokalen) Bands in Costa Mesa getrommelt, bezeichnenderweise hieß eine davon „Forever young Band“. 
Früher war sie auch bekannt als „America‘s fastest girl drummer“.
Vor zwei Tagen ist sie friedlich eingeschlafen.
Im übrigens war sie die langjährigste Zildjian Endorserin (nicht nur unter den Endorserinnen, es gibt auch keine männlichen Endorser, die schon länger Zildjian endorsen).<< drummerforum.de

zeitgenössische Dub-Technik?

Oktober 27, 2020

Habe durch einen zufälligen Radio-Schnippsel den Komponisten Ricardo Eizirik und sein Werk „Steps“ entdeckt.
Ein Track ganz nach meinen Vorlieben, mit fünf mikrofonisch abgenommenen Stimmen und einem „Performer“, der erst durch Drücken seiner 5-Tasten Apparatur die Beteiligten verstärkt und hörbar macht (Aux Send!). Dieser Effekt wird darüberhinaus mittels Kontrolllampe vor jedem Vokalisten visuell transportiert.

archaische Version einer Loopstation

Oktober 26, 2020

Durch Hainbach entdeckt, die Casio EG-5 Gitarre mit eingebautem Kassettenrekorder. Dank des Built-In Speaker ist dieses schmucke Teil darüberhinaus auch ein Effektgerät:

Zum Einschlafen werde ich heute Nacht ein Drumset mit ähnlichen Pluspunkten gedanklich gestalten.

Warten auf Godot?

Oktober 26, 2020

Egal, ob Theater, Pandemie oder moderner Design-Ansatz,

ich hätte zwei schöne Schlagzeug-freie (aktuelle) Alben, die sich hervorragend eigenen, um dazu zu spielen, um erweitert zu werden…
Lionel Loueke „HH“
Martin Wind „White Noise“

Zudem noch – als potentielle Inspirationsquelle – die Duo-Platte von Dino Saluzzi und Jon Christensen (ECM, 2005)

it’s Jazz!

Oktober 24, 2020

Immer wieder gut: sich auf’s Unübliche einlassen. Wieder mal Jazz und Standards spielen, auch mit Trommel-Soli, das Jazzkeller Kit mit zwei hochgestimmten Toms auf keinen Fall den sonstigen Vorlieben anpassen (tunen oder gar umbauen), das Echogerät zu Hause lassen, dafür direkt die neuen VicFirth Remix Brushes ausprobieren, vor allem aber die Idee des Grenzzaun-Überspringens in allen Bereichen anwenden:

Meine beiden Lieblingstracks (inkl. Drumsolo), „Unit Seven“ (ab 1:54:36 mit Freejazz-Einlage) und „Doxy“ (2:04:00 mit VF Remix-Brushes).

gestern noch Schönwetterfussball, heute Jazz

Oktober 23, 2020

Hier ein kurzer Schnippsel vom Gig mit Fola, Joo und Martin (volle Länge dort):

Und die Liste der (hoffentlich) verbleibenden Herbstkonzerte:

23.10.20 „Martin LeJeune“ Frankfurt, Jazzkeller (-> Stream)
31.10.20 „Nils Wülker“ Halberstadt, Jazznacht
03.11.20 „Nils Wülker“ Freiburg, Jazzhaus
04.11.20 „Hattler“ Stuttgart, Bix
05.11.20 „Nils Wülker“ München, Bayrischer Hof 
06.11.20 „DePhazz Erding, Jazztage
08.11.20 „Nils Wülker“ Leverkusen, Jazztage
14.11.20 Workshop Drummer Circle Karlsruhe 10.30-17.30h
14.11.20 „Netzer“ Holzgerlingen, Genuss & Kultur

heute, ältere Musik/er

Oktober 22, 2020

Yeah! Alex Höffken hat sich mit dem über 80 jährigen, nach wie vor aktiven James Gadson getroffen und dieses schicke Videointerview und ein paar heiße Fakten auf bonedo.de hochgeladen.

Keith Jarrett wird wohl leider nicht mehr konzertieren 😦

Auf Bandcamp entdecke ich die Geschichte von Jacqueline Thibault aka Laurence Vanay („an Unsung Hero of the French Underground“),

dank Oli Leicht den schönen Jazz-Track „Ida Lupino“ vom Paul Bley Trio.

Weil auch alt (aus dem Jahr 1910) und ich immer den Namen meines Lieblingssofas aus der Stuttgarter Staatsgalerie vergesse, schreibe ich ihn hier dazu. Denn zufällig hat mich Andrea eben daran erinnert, an den Wittmann Kubus von Josef Hoffmann…

Panorama Drums

Oktober 21, 2020

Lisa Bodenseh hat eine spannende Mix-Frage zum Thema Drumset-Panorama in den Raum gestellt, so dass ich jetzt darüber laut tippe.

Als erstes kommt mir mein ewiges Drehen des Kopfhöres in den Sinn, das Vertauschen der Muscheln, auf dass ich den Schlagzeug-Sound räumlich so wahrnehmen kann, als säße ich dahinter. Denn in der Regel werden die Drums so im Stereopanorama verteilt, als würde ein Konzertbesucher aufs Musikgeschehen blicken: Kick in der Mitte, die Hihat rechts davon, Ride-Becken und Floortom auf der linken Seite. (1. Frage: wie wurden beispielsweise die Deep Purple Trommeln des Linkshänders Ian Paice in Szene gesetzt, wurde nach Regelstandard gemischt oder für Fan und Insider die Seiten vertauscht?)

Die Technik der Sterefonie ist selbstverständlich die notwendige Seite der Medallie, doch erst die massenhafte Verfügbarkeit spezieller Abspielgeräte ist der Schlüssel zur Verbreitung der Idee. Für den zeitlichen Überblick hilft Wikipedia: >>Die ersten Schallplatten mit Stereo-Aufnahmen in Deutschland waren seit 1958 erhältlich. 1964 begann die Rundfunk-Übertragung mit Stereo-Ton auf FM/UKW, Anfang der 80er Jahre bekamen Fernsehsendungen auch Stereo-Ton.<<
Somit ist es nicht verwunderlich, dass sich der Stereomarkt zunächst auf Testschallplatten (Teaser), Jazz (Experimente) und Klassik (Establishment) beschränkte und dass für einen ganz schön langen Zeitraum nicht nur monokompatible Mischungen produziert wurden, sondern parallel auch Tonträger im Mono und Stereo-Format erhältlich waren.
Im klassischen Sektor wollte man auf jeden Fall das Konzerterlebnis so natürlich wie möglich abbilden, der typische 1960er Jazz Mix interessierte sich hingegen überhaupt nicht für ein realistisches Stereobild, sondern nahm das Upgrade von einem auf zwei (trennbare) Audiokanäle als Steilvorlage für eine krasse Instrumenten Verteilung.
Hey hey, Rudy van Gelder!

Ich spiele mal „All the things you are“ vom Meilenstein „Sonny meets Hawk!“ (1963) ab. Und erinnere mich an unseren ersten Netzer Steady Gig in der Stuttgarter „Bar“, einem sehr schmalen, schlauchähnlichen Club im Stuttgarter Westen. Wenn wir nicht spielten, legte der damalige Betreiber als leidenschaftlicher Jazzfan gerne jene stark gepannten Blue Note Platten auf. Leider standen die Lautsprecherboxen der Stereoanlage an den äussersten Enden der ewig langen Theke. Und so hörte ein Teil der Besucherschaft hauptsächlich Bass und Schlagzeug, der andere eher das Klavier oder Saxophon… (der Jazz-Student fühlt sich vermutlich an die Aebersold-Play-Alongs erinnert)


Mono ist jedenfalls nach wie vor eine klare Aussage und gesichert „phat“.
Ich denke zunächst an Tracks, die für den Dancefloor gemischt wurden (check out Double Mono) bzw. an ältere Club-PAs, in denen vier Mono-Boxen die Tanzfläche umkreisten, dann an die Beatles in Mono.
>>[Alle Alben bis auf „Abbey Road“ und „Let It Be“] waren im Original von Martin und den Musikern im sorgfältigen Monomix vollendet worden. Erst danach durften sich irgendwelche Techniker der Stereofassung widmen. „Sgt. Pepper‘s Lonely Hearts Club Band“ benötigte drei Wochen, um in Mono so zu klingen, wie die Urheber es wünschten. Nach drei Tagen konnte es in Stereo gepresst werden. Es war ihnen egal.<< (Michael Pilz, 2014)

Googelt man heute nach Panorama Vorschlägen, dann liegen dort in der Regel Bass, Bassdrum (meist auch die Snare) und der Gesang im Zentrum.
Jetzt denke ich sofort an den typischen Klaus Scharff Livesound, bei dem Drums & Vocals nicht nur mittig, sondern auch in puncto Lautstärke dominierten. Die restlichen Klanginformationen als Garnitur…
Ich selbst baue mein Drumkit ohnehin schon sehr mono-kompatibel auf (die vier Teile werden im Club nur von Kick-Mic und SM-58 Overhead übertragen, das kleine Schwarze an der Snare dient nur den Echo-Konzepten), liebe für Schlagzeugaufnahmen tatsächlich auch das „1 Mikro Konzept“ (vor allem wenn das Neumann U47fet dafür verwendet wird) und „bounce“ tapfer all meine Drumsamples einkanalig.

Letztlich entscheiden – wie immer – Deine Ohren! Richtig ist, was Dir gefällt (und nach Drücken der Monotaste nicht völlig zusammensackt)…

Noch zwei gute Punkte vom SOS Magazin:
>>When you hear a drum kit from any typical (or safe!) listening distance, it actually presents very little stereo width at all. Certainly, in any unamplified concert scenario all parts of the kit will effectively appear to be coming from the same location. This weakens the argument for any obvious stereo panning of drum components on grounds of acoustic realism.<<

>>If you’re mixing a track to accompany visuals, then the argument for matching the on-screen drum positioning (ie. usually audience perspective) at the mix may be stronger.<<

Effekt-Trommelei aus der Steinzeit

Oktober 17, 2020

Schon die frühsten RhythmusmacherInnen spielten offenbar lieber mit effektiertem Sound, wie ich eben auf Seite 95 in Mickey Harts „magischer Trommel“ erfahre:

>>[Joseph] Campbell nahm an, daß die Höhle bei religiösen Zeremonien selbst als eine Art Trommel fungierte. Er glaubte, daß die frühen Perkussionisten an einem bestimmten Punkt des Rituals an die Stalaktiten schlugen und so ein dröhnendes Boooong hervorriefen, das sich an den Felswänden brach und effektvoll verzerrt wurde. […]
Joe erzählte mir, er habe diese Hypothese bei einem seiner Besuche in den frühsteinzeitlichen Höhlen Europas überprüft und die Wirkung überzeugend gefunden. Ein archäologischer Fund in Südrussland unterstützt Joes Theorie, daß die Höhle selbst als Resonanzkörper benutzt wurde.<<

Auch auf Seite 96 lese ich etwas Schönes – mittlerweile blättere ich durch die Ausgabe 6/2020 des drums & percussion Magazins – nämlich die sehr gute Rezension meines ECHODRUMS Buchs von Brigitte Volkerts, die folgendermaßen schließt:
>>Man darf sich vom handlichen Format des Büchleins nicht täuschen lassen. Es steckt eine Riesenmenge Menge an Material drin. Sehr inspirierend!<<
Danke, danke!

Workshopspecial Drums & Percussion Echodrums

Oktober 14, 2020

Ich habe zum drums & percussion Workshopspecial „Echodrums“ (d&p 6/2020, S.92f) noch ein kleines Filmchen aufgenommen, in dem ich Beispiel 2 (Einhand-Groove) und Beispiel 3 (den viertaktigen „Lesetext“ für die Tap-Tempo Taste des Delaypedals) miteinander kombiniere.

Bei manchen Echogeräten kann der komplette Lesetext getippt werden, bei anderen genügen die ersten beiden (oder ersten drei) Taps pro Takt – Dein Ohr entscheidet 🙂

In einer zweiten Variante geschieht die Veränderung der Subdivisonen durch den „Ratio“ Drehregler des JHS Panther Cub 2 Pedals.

Und hier noch ein älterer Stompbox-Rudiment-Mitschnitt…