von Echo gewordenen Fledermäusen

September 17, 2019

Das Echo-Buch ist so gut wie geschrieben, der Netz-begleitende Teil längst angelegt, aber der Ideen-Pool für die Umschlagseite ist immer noch eine große Bastel-Baustelle.
Immerhin beruhigt das Herumkritzeln…

IMG_2776

Watch out for: „Echodrumming – anders trommeln dank Strom & Effekten“

sidechaining…

September 16, 2019

Mike Dalitot: „I’m confident the history of music can be divided into ‚before sidechain compression‘ and ‚after sidechain compression‘. I think sidechaining is a perfect mirror image of what’s going on in society right now. It’s an analogy to a society of market criers. A struggle for survival of sounds. […]“

Stefan Goldmann: „Just like Facebook posts.“

Mike Dalitot: „Me! Me! Me! […] Sound design once freed you from thinking about harmonic relations, now sidechaining further frees you from arranging elements spectrally. Instead, a hierachy is established in which the kick drum is God. […]
This kind of sidechaining was theoretically possible sixty years ago. And it’s interessting that it became prevalent only now.

Stefan GoldmannPresets – Shortcuts to Sound“ (2015, The Bookworm, Seite 89)

Presets---Digital-Shortcuts-To-Sound

Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur

September 16, 2019

Nachdem es mir im Sommer schon bestens in Kärnten gefallen hat, würde ich in der nächsten Zeit (bis zum 27.10.) gerne nochmals hin. Diesmal, um das Klagenfurter Fußballstadion besuchen, in dem Klaus Littmann eine gezeichnete Dystopie aus dem Jahr 1970/71 dreidimensional umgesetzt hat.

gerhardmaurer_panorama0_lowerres

gerhardmaurer_panorama110_lowerres

for-forest-peintner-bild-1200x917

Fotos von Gerhard Maurer, originale Bleistiftzeichnung „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ von Max Peintner.

PS. Das Stadion wäre selbstverständlich auch optimal für ein Netzer-Konzert geeignet – geht vermutlich nicht, da wir am 21.09. im Bix auftreten…

slow traffic

September 14, 2019

Passend zur IAA Sternfahrt, setzt sich Bennie Maupin aufs Rad und bläst für die gute Sache in sein Horn… #aussteigen

… und Arno Frank schreibt mit seiner „Geschichte des SUV – Design und Darwinismus“ eine amüsant-bittere Mini-Novelle über die Gallionsfigur der Gegner.

tell the truth

September 13, 2019

Im Nachklapp zum Moodymann Auftritt oszilliere ich zwischen einem Livemitschnitt von 1995 und der DJ-Kicks Compilation. Auf letzerer finde ich auch den Track, für den ich beinahe letzte Nacht das Handy herausgeholt und Shazam aktiviert hätte (Talc „Robot’s Return“), zudem  „Les Nuits“ von Nightmares on Wax, womit ein schöner Kreis um meine Sommererlebnisse gezogen wird.
Im abgetippten Redbull Academy Interview erfahre ich darüberhinaus, dass Kenny Dixon Jr. in den achtziger Jahren im Nachtclub seines Großvaters live getrommelt hat, sich selbst aber als lausiger Drummer einschätzt, umso mehr genießt er die persönliche Komfortzone im Club:

>>My live show is basically creating my own living space. I bring my home onstage. If I’m a DJ I play whatever the fuck I want to play […], behind turntables I can sit there and tell the truth.<<

Mir hat (neben seiner schicken Häkelmaske und den älteren iPhone-Hörern zum Mixen) vor allem gut gefallen, wie oft (und wie lange) Moodymann den Lo Cut des Mixers betätigt hat, um den wiedereinsetzenden Bass gerne nach dem offensichtlichen JETZT! noch weitere acht Takte herauszuzögern.

Als Gegenpol schaue ich mir jetzt die Blumenskulpturen und Lebensmittel-Collagen von Holger Niehaus an…

k11573b011784

… sowie die B-Seiten Tipps von Daniel Wang:

Binkstruments

September 13, 2019

Die Instagram Seite von Binkbeats gleicht einem Klangmuseum.
Was für ein interessanter Typ, der mit überbordender Kreativität, grenzloser Musikalität und einem Goldgräberinstinkt (gepaart mit einem vermutlich nicht unerheblichem monetären Aufwand) seine Grenzen auslotet und immer wieder Neues schafft!

Bildschirmfoto 2019-09-13 um 12.05.15

Auf einen anderen Zettel notiere ich die dort entdeckten „Special Effects“ (Earthquake Devices „Rainbow Machine“, Skychord „Cloudbuster“, Red Panda „Particle“).

thoughts like furniture

September 12, 2019

Habe mir heute in der DZ Bank Kunstsammlung die Moving/Image Ausstellung angeschaut und  dabei hat mir am besten ein Werk von John Baldessari gefallen, das er folgendermaßen überschrieben hat:
>>My Mind is Camera and thoughts are like furniture. Various Qualities that make up the image of an artist today: Six roomsfuls of unarranged furniture.<<
Daraus ein paar schöne Positionen.

Es war ohnehin ein guter Tag. Denn zuvor bin ich morgens in den Skatepark geradelt, um mich in Ruhe vom Fluch des Sturzes („spell breaking“) zu befreien. Nachdem ich den Hafenpark (dank Levi) quasi als Balkon benütze, aber die letzten zwei Monate nur noch den Akteuren zugeschaut habe, bin ich heute vorsichtig in der Bowl gekurvt, ganz gemütlich, ganz geduldig, ohne Brechstange, aber dennoch mit dem klaren Ziel, jene Bruchstelle zu kapieren und zu überwinden.
Eigentlich ein Arbeitsansatz, der beim Üben das Selbstvertrauen stärkt und latent mulmige Gefühle ausfadet („reverse engineering“?)

Und als ob der Tag nicht schon lang genug gewesen wäre, zieht mich der nächtliche Auftritt von Kenny Dixon Jr. aka Moodymann abermals aufs BMX…

Preset – Abkürzung oder Ausgangspunkt?

September 11, 2019

IMG_2721

Habe Stefan Goldmanns „Preset“ Buch im Regal wiederentdeckt und bin jetzt richtig eingestiegen. Besonders gut gefällt mir gerade das Gespräch mit dem (studierten Drummer und) Sounddesigner Mike Daliot.

Dann habe ich noch die wirklich empfehlenswerte „Trojan presents Dub“ Compilation entdeckt, deren Track „Time is Cold“ gut ans Preset Thema anknüpft, als er durchaus für eine exotische Version von „A Love Supreme“ gehalten werden könnte…

Kintsugi

September 10, 2019

In der Shortlist des aspekte-Literaturpreises entdecke ich Friedemann Karig (hey, das freut mich), den schönen Buchtitel „Levi“ (finde ich natürlich auch toll!), aber was ich jetzt abschreibe entstammt dem Klappentext zu Miku Sophie Kühmels Roman „Kintsugi“:

>>Kintsugi ist das japanische Kunsthandwerk, zerbrochenes Porzellan mit Gold zu kitten. Diese Tradition lehrt, dass Schönheit nicht in der Perfektion zu finden ist, sondern im guten Umgang mit den Brüchen und Versehrtheiten.<<

Wunderbarer Ansatz.

101 strangest records on Spotify

September 10, 2019

Nachdem ich mich in letzter Zeit oftmals in das angenehm-poppige Klangbett der aktuellen D’Sound Scheibe fallen ließ, wende ich mich jetzt den sperrigeren Themen zu, einer Liste des Guardian namens „101 strangest records on Spotify