Whoa! This is cool!

August 12, 2020

Hey, hey! Mein ECHODRUMS Buch ist frisch gedruckt und wird für Dich geschwind mal durchgeblättert
Bestellbar beim Buchhändler Deines Vertrauens oder direkt bei mir 🙂

heute, ältere Musik/er

Oktober 22, 2020

Yeah! Alex Höffken hat sich mit dem über 80 jährigen, nach wie vor aktiven James Gadson getroffen und dieses schicke Videointerview und ein paar heiße Fakten auf bonedo.de hochgeladen.

Keith Jarrett wird wohl leider nicht mehr konzertieren 😦

Auf Bandcamp entdecke ich die Geschichte von Jacqueline Thibault aka Laurence Vanay („an Unsung Hero of the French Underground“),

dank Oli Leicht den schönen Jazz-Track „Ida Lupino“ vom Paul Bley Trio.

Weil auch alt (aus dem Jahr 1910) und ich immer den Namen meines Lieblingssofas aus der Stuttgarter Staatsgalerie vergesse, schreibe ich ihn hier dazu. Denn zufällig hat mich Andrea eben daran erinnert, an den Wittmann Kubus von Josef Hoffmann…

Panorama Drums

Oktober 21, 2020

Lisa Bodenseh hat eine spannende Mix-Frage zum Thema Drumset-Panorama in den Raum gestellt, so dass ich jetzt darüber laut tippe.

Als erstes kommt mir mein ewiges Drehen des Kopfhöres in den Sinn, das Vertauschen der Muscheln, auf dass ich den Schlagzeug-Sound räumlich so wahrnehmen kann, als säße ich dahinter. Denn in der Regel werden die Drums so im Stereopanorama verteilt, als würde ein Konzertbesucher aufs Musikgeschehen blicken: Kick in der Mitte, die Hihat rechts davon, Ride-Becken und Floortom auf der linken Seite. (1. Frage: wie wurden beispielsweise die Deep Purple Trommeln des Linkshänders Ian Paice in Szene gesetzt, wurde nach Regelstandard gemischt oder für Fan und Insider die Seiten vertauscht?)

Die Technik der Sterefonie ist selbstverständlich die notwendige Seite der Medallie, doch erst die massenhafte Verfügbarkeit spezieller Abspielgeräte ist der Schlüssel zur Verbreitung der Idee. Für den zeitlichen Überblick hilft Wikipedia: >>Die ersten Schallplatten mit Stereo-Aufnahmen in Deutschland waren seit 1958 erhältlich. 1964 begann die Rundfunk-Übertragung mit Stereo-Ton auf FM/UKW, Anfang der 80er Jahre bekamen Fernsehsendungen auch Stereo-Ton.<<
Somit ist es nicht verwunderlich, dass sich der Stereomarkt zunächst auf Testschallplatten (Teaser), Jazz (Experimente) und Klassik (Establishment) beschränkte und dass für einen ganz schön langen Zeitraum nicht nur monokompatible Mischungen produziert wurden, sondern parallel auch Tonträger im Mono und Stereo-Format erhältlich waren.
Im klassischen Sektor wollte man auf jeden Fall das Konzerterlebnis so natürlich wie möglich abbilden, der typische 1960er Jazz Mix interessierte sich hingegen überhaupt nicht für ein realistisches Stereobild, sondern nahm das Upgrade von einem auf zwei (trennbare) Audiokanäle als Steilvorlage für eine krasse Instrumenten Verteilung.
Hey hey, Rudy van Gelder!

Ich spiele mal „All the things you are“ vom Meilenstein „Sonny meets Hawk!“ (1963) ab. Und erinnere mich an unseren ersten Netzer Steady Gig in der Stuttgarter „Bar“, einem sehr schmalen, schlauchähnlichen Club im Stuttgarter Westen. Wenn wir nicht spielten, legte der damalige Betreiber als leidenschaftlicher Jazzfan gerne jene stark gepannten Blue Note Platten auf. Leider standen die Lautsprecherboxen der Stereoanlage an den äussersten Enden der ewig langen Theke. Und so hörte ein Teil der Besucherschaft hauptsächlich Bass und Schlagzeug, der andere eher das Klavier oder Saxophon… (der Jazz-Student fühlt sich vermutlich an die Aebersold-Play-Alongs erinnert)


Mono ist jedenfalls nach wie vor eine klare Aussage und gesichert „phat“.
Ich denke zunächst an Tracks, die für den Dancefloor gemischt wurden (check out Double Mono) bzw. an ältere Club-PAs, in denen vier Mono-Boxen die Tanzfläche umkreisten, dann an die Beatles in Mono.
>>[Alle Alben bis auf „Abbey Road“ und „Let It Be“] waren im Original von Martin und den Musikern im sorgfältigen Monomix vollendet worden. Erst danach durften sich irgendwelche Techniker der Stereofassung widmen. „Sgt. Pepper‘s Lonely Hearts Club Band“ benötigte drei Wochen, um in Mono so zu klingen, wie die Urheber es wünschten. Nach drei Tagen konnte es in Stereo gepresst werden. Es war ihnen egal.<< (Michael Pilz, 2014)

Googelt man heute nach Panorama Vorschlägen, dann liegen dort in der Regel Bass, Bassdrum (meist auch die Snare) und der Gesang im Zentrum.
Jetzt denke ich sofort an den typischen Klaus Scharff Livesound, bei dem Drums & Vocals nicht nur mittig, sondern auch in puncto Lautstärke dominierten. Die restlichen Klanginformationen als Garnitur…
Ich selbst baue mein Drumkit ohnehin schon sehr mono-kompatibel auf (die vier Teile werden im Club nur von Kick-Mic und SM-58 Overhead übertragen, das kleine Schwarze an der Snare dient nur den Echo-Konzepten), liebe für Schlagzeugaufnahmen tatsächlich auch das „1 Mikro Konzept“ (vor allem wenn das Neumann U47fet dafür verwendet wird) und „bounce“ tapfer all meine Drumsamples einkanalig.

Letztlich entscheiden – wie immer – Deine Ohren! Richtig ist, was Dir gefällt (und nach Drücken der Monotaste nicht völlig zusammensackt)…

Noch zwei gute Punkte vom SOS Magazin:
>>When you hear a drum kit from any typical (or safe!) listening distance, it actually presents very little stereo width at all. Certainly, in any unamplified concert scenario all parts of the kit will effectively appear to be coming from the same location. This weakens the argument for any obvious stereo panning of drum components on grounds of acoustic realism.<<

>>If you’re mixing a track to accompany visuals, then the argument for matching the on-screen drum positioning (ie. usually audience perspective) at the mix may be stronger.<<

Effekt-Trommelei aus der Steinzeit

Oktober 17, 2020

Schon die frühsten RhythmusmacherInnen spielten offenbar lieber mit effektiertem Sound, wie ich eben auf Seite 95 in Mickey Harts „magischer Trommel“ erfahre:

>>[Joseph] Campbell nahm an, daß die Höhle bei religiösen Zeremonien selbst als eine Art Trommel fungierte. Er glaubte, daß die frühen Perkussionisten an einem bestimmten Punkt des Rituals an die Stalaktiten schlugen und so ein dröhnendes Boooong hervorriefen, das sich an den Felswänden brach und effektvoll verzerrt wurde. […]
Joe erzählte mir, er habe diese Hypothese bei einem seiner Besuche in den frühsteinzeitlichen Höhlen Europas überprüft und die Wirkung überzeugend gefunden. Ein archäologischer Fund in Südrussland unterstützt Joes Theorie, daß die Höhle selbst als Resonanzkörper benutzt wurde.<<

Auch auf Seite 96 lese ich etwas Schönes – mittlerweile blättere ich durch die Ausgabe 6/2020 des drums & percussion Magazins – nämlich die sehr gute Rezension meines ECHODRUMS Buchs von Brigitte Volkerts, die folgendermaßen schließt:
>>Man darf sich vom handlichen Format des Büchleins nicht täuschen lassen. Es steckt eine Riesenmenge Menge an Material drin. Sehr inspirierend!<<
Danke, danke!

Workshopspecial Drums & Percussion Echodrums

Oktober 14, 2020

Ich habe zum drums & percussion Workshopspecial „Echodrums“ (d&p 6/2020, S.92f) noch ein kleines Filmchen aufgenommen, in dem ich Beispiel 2 (Einhand-Groove) und Beispiel 3 (den viertaktigen „Lesetext“ für die Tap-Tempo Taste des Delaypedals) miteinander kombiniere.

Bei manchen Echogeräten kann der komplette Lesetext getippt werden, bei anderen genügen die ersten beiden (oder ersten drei) Taps pro Takt – Dein Ohr entscheidet 🙂

In einer zweiten Variante geschieht die Veränderung der Subdivisonen durch den „Ratio“ Drehregler des JHS Panther Cub 2 Pedals.

Und hier noch ein älterer Stompbox-Rudiment-Mitschnitt…

Was Schönes machen

Oktober 9, 2020

Glücklicherweise lässt sich die gestrige Spenden-Lesung von Saša Stanišić auch heute noch nachhören. Und so liege ich im Stadionbad (bzw. der Hotelbadewanne des an die Leverkusener BayArena angeschmiegten Übernachtungsplatzes) und lausche (weiteren) Taxi-Geschichten.

Träume, lerne aber auch.
Beispielsweise von einer wundervollen Jazz-Performance – der Schlagzeug spielende Hut lässt sich übrigens hier in die Karten blicken – oder dem Motto >>Was Schönes machen, das ist doch immer die absolut beste Idee! Was Schönes machen!<<, das sich nahtlos mit einem Zitat aus Mickey Harts „Die magische Trommel“ verbindet, welches mir letzte Nacht zum Einschlafen begegnet ist,
>>Die Abenteuer fangen erst an, wenn du den Wald betrittst. Dieser erste Schritt hat immer etwas mit Glauben zu tun. Joe [Campbell] sagte immer: »Geh dahin, wo du die Freude vermutest und es werden sich Türen auftun, wo es zuvor gar keine gab.«<<
Schließlich steht noch eine Frage im Badezimmer – >>Was will man in Stuttgart?, denkt man<< – die ich direkt und ganz modern mit einem IG Verweis beantworten kann:

Hattler Herbst

Oktober 2, 2020

Passend zur stark verschlankten Hattler (Covid) Herbstrutsche: unsere Verbeugung, damals in Wuhan.
Nichtsdestotrotz: große Vorfreude auf die Konzerte und auf euch!

FR 02 OKT 2020 Mannhein, Ella&Louis (2x)
SA 03 OKT 2020 Friedberg, Altes Hallenbad
DO 08 OKT 2020 Wetzlar, Franzis
FR 09 OKT 2020 Leverkusen, Scala
SA 10 OKT 2020 Aachen, Parkleuchten
MI 04 NOV 2020 Stuttgart, Bix

How to play a song without having an insistent backbeat

Oktober 2, 2020

Die Überschrift stammt aus einem aktuellen Gespräch mit Jim Keltner.

Wow, da gibt es soviel Interessantes zu entdecken (und nachzuhören). Beispielsweise der offene, ringende Snare- und Tom-Sound auf John Lennons „What you got“ oder die Fahrradklingel auf Ry Cooders „Bop till you drop“ Album (dessen Cover mich irgendwie als Kind davon abgehalten hatte, in die elterliche Scheibe reinzuhören…).
Darüberhinaus gibt es generelle Überlegungen zum Thema „Band Groove“ (der vor allem durch den Rhythmus von Gitarrist oder Keyboarder zu Grunde gelegt wird, Bass und Schlagzeug dürfen garnierend tätig werden) und zum „Üben mit Roger“ (Linn).

Sollte tatsächlich ein zweiter Lockdown passieren oder mal wieder ein längerer Urlaub anstehen, so wäre ich mit dem Tauchgang durchs Keltner Oeuvre schon mal gut mit Material versorgt.
Für den Fall der Fälle hätte ich dann noch zwei weitere Listen – eben von Tobias Rapp in FB diskutiert – in petto:
The Greatest 500 Albums of All Time (Rolling Stone)
Denis Schecks Kanon der Weltliteratur

Kick/Clap Transformation

Oktober 1, 2020

Neulich hatte ich die Meinl BassBox mit einem Piezo beklebt und ihren Klang mittels Boss-Bodentreter EQ in Richtung Club-Kick verbogen.

Da ich jedoch mit dem linken Fuß (neben der typischen Hihat-Arbeit) gerne dancefloortaugliche Bassdrums oder elektronische Handclaps auslöse, habe ich gestern versucht, durch Hinzunahme weiterer Effektgeräte aus der Holzkiste auch Clap- und e-Snare-Sounds zu gewinnen.

Zunächst braucht es ein akustisches Hilfsmittel, einen altbekannten Präparationstrick, wenn es um die Simulation von elektronischen Handclaps und Snaresounds geht: etwas Mitrasselndes!
In dem Fall funktioniert ein aufgelegter Crasher quasi als Snareteppich bzw. Nachhall. Er verbreitert den Sound und fügt ihm Höhen zu.

Jetzt die elektronische Seite:
Das Pickup-Signal läuft als erstes durch ein älteres Digitech Whammy-II. Dank des Input-Gain-Reglers lässt sich das Eingangssignal angenehm verzerren – sprich, noch mehr Teppich-Qualitäten erzeugen, mittels der Pitch-Funktion des Pedals wird der Originalklang höher gestimmt.
Es folgt der Boss GE-7. Dort werden die unteren Mitten verstärkt.
Schließlich noch ein (Jhs Panther Cub) Delay – Echodrums!!
Hier wird ein kurzes Slapback-Echo mit ein, zwei Wiederholungen eingestellt. Die Klangdopplung verbreitert den Klang und erzeugt eine Art Hallraum, erinnert darüberhinaus an den Effekt, wenn mehrere Menschen vermeintlich zeitgleich klatschen

Nun gut. Die Transformation ist geglückt. Jetzt bringe ich noch die geschätzte Boss AB-Box in der Effektkette unter. Durch sie kann ich später, im musikalischen Kontext ruckzuck entscheiden, ob ich einen Kick- oder Clap-Sound treten möchte.

Jetzt sieht die Verschaltung folgendermaßen aus:
(A) BoomBox plus EQ = Kick
(B) BoomBox plus Whammy + Delay = Clap

Rocco

Oktober 1, 2020

Dank Tower of Power habe ich ertstmals den Begriff „loopiges Spiel“ verstanden, dank der sensationellen Rhythmuseinheit aus David Garibaldi und Francis Rocco Prestia gelernt, welch spannenden Grooves entstehen, wenn Kickdrum und Bassgitarre eben nicht dasselbe Muster bedienen.
Nun habe ich vom Tod des Bassisten gelesen.

Ich lege „Can’t you see“ auf.
Und ähnlich wie damals im Oktober 1991, als ich den Titel erstmals bewusst wahrgenommen habe, entsteht ein Sog in die Dauerschleife, ein intensives Hinhören, wo bei jedem Durchgang wieder ein neues Detail entdeckt wird!
Damals versuchte ich den alten VW-Bus meiner Eltern einzuparken. Der Führerschein war ganz frisch, ich total verliebt und dann kam dieser Song – ich kurbelte und rangierte, kurbelte und rangierte, spulte dabei den Hit mehrfach zum Anfang zurück. Ich wollte eigentlich gar nicht in Parklücke passen und aussteigen – an diesem Tag war das Glück im Auto…

… das Auto irgendwo an der Seite, der Song im Kopf.

31.12.1987

September 30, 2020

Hier das zweistündige Silvesterkonzert des Prinzen, das anlässlich der „Sign O‘ The Times“ Reissue auf YouTube gepackt wurde.
Inklusive einer für Corona-Zeiten selbstverständlichen Masken-Performance, einem Sheila E. Schlagzeugsolo mit (ordentlich effektierter Snaredrum), dem legendären Miles Davis Jam und vielen Überraschungen mehr.

Schade, dass die DJ-Sets der Aftershowparty dieser Aktion noch nicht im Netz zu finden ist. Denn dort legten u.a. Moodymann, DJ Spinna und Natasha Diggs auf.