zwei Zottel

Oktober 10, 2019

Hellmut! Eins a Routing! Sowohl die gestrige Fahrt durch den Schwarzwald, als auch die heutige Reise über die Schwäbische Alb waren äußerst pittoresk. Zudem Überraschungen an allen Ecken.

Sei es im „Hotel am Bad“ oder in Form des MiniMuffs. Denn meine anfänglichen Bedenken bezüglich der Halteklammer kann ich dank intensiver Überprüfung getrost vergessen – der kleine Zottel wird perfekt am Spannreifen gehalten und lässt sich  – dank des Magneten  – mit links, elegant und musikalisch auf den Punkt steuern:
an/aus – – – an/aus – – – an/aus
Bin begeistert!

verWeil‘ am Rhein!

Oktober 10, 2019

Hey, Gigs in Lörrach haben was! Eine schöne Venue, zudem die Nähe zu Basel, Weil am Rhein und Riehen – sprich Rheinschwimmen (asap), Vitra Design, Zaha Hadid und die erholsame Fondation Beyeler.
Ich konnte jedenfalls VOR und NACH dem Hattler Konzert im Burghof mächtig viel Inspiration einpacken, was meine Gedanken, die Gespräche unterwegs, selbst mein Traumgeschehen angenehm färbt…
Kommentarlos hier ein paar Snippets, die im Idealfall vielleicht auch bei Dir, lieber Lesender, was bewirken??

Resonating Spaces
>>Die englische Schreibweise des Titels verdankt sich der Bedeutung des Wortes »resonating« und »resonance«, die offener bleibt als der deutsche Begriff »Resonanzraum« und die sowohl physikalische Phänomene bezeichnet, die zur Erzeugung von Klang führen, als auch das Hervorrufen von Bildern, Erinnerungen oder Emotionen anspricht.<<

(Leonor Antune, Silvia Bächli, Ausschnitt vom Ausstellungsplakat)

(im Garten sitzen – wie daheim, Winkelarchitektur, traumhaftes Tankstellenhäuschen von Jean Prouvé)

Objekte der Begierde. Surrealismus und Design 1924 – heute

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Als Gegengewicht lege ich noch zwei spannende Bücher ins Hotelbett (Stephan Emigs vielversprechendes Paket über die „Fünf Wege zu mehr Musikalität„, sowie einen alten Glauser) und verlinke Peter Unfrieds Erklärung zur Position von Jonathan Safran Foer, der sagt, dass wir zwar von der Erderhitzung wissen, aber nicht an sie „glauben“.

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#head2heart

interactive stomp box

Oktober 7, 2019

Mein Freund Markus Birkle hat mich auf die belgische Drolo Effektschmiede hingewiesen, im Speziellen auf den „Stretch Weaver“, ein Bodentreter mit zwei getrennten Kanälen, die aufeinander in verscheidenen Arten reagieren können (vor allem durch Sidechaining). Wow!

Dass darüberhinaus Scott Amendola heimlicher Pate dieser einzigartigen? Tretmine ist, macht mich doppelt neugierig:

>>The idea for this pedal was sparked when Scott Amendola (drummer extraordinaire with the Nels Cline Singers among numerous other projects) sent me a CD of his recent duo project with Nels, called Stretch Woven. While I was listening to it in my bed one night and hearing both improvise off each other I thought that it would be really cool if there was a device that allowed both their sounds to actually interact with each other.
So this pedal was conceived with both these awesome musicians in mind but you don’t have to necessarily use awesome drums and guitar with it. Pretty much any sound source will do something.
Obviously, the name is an homage to their project.<<

PS. ein weiterer Tipp von Markus ist der Walrus Audio EB-10 Equalizer, der mich angenehm an meinen (zu großen, daher verliehenen) Vestax FDG-1 erinnert. Mal checken, wie die Bänder greifen…

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Ingwer Stäbchen

Oktober 7, 2019

Trinke einen Kakao mit Sahne, drehe dazu die Ingwerstäbchen wie ein Rockdrummer und höre mich durch diverse Ginger Baker Meilensteine… R.I.P. scheint mir in diesem Fall ein passendes Abschiedswort.

Art Blakey, Jon Hiseman & das andere Autotune

Oktober 5, 2019

In der heutigen taz wird Art Blakeys 100ster Geburtstag schön ausgeschmückt. Ganz im Sinne des Jubilars („I’m gonna stay with the youngsters“) höre ich was Frisches, Retrogott & Hulk Hodn „Arbeitanderbasis“ und stelle mir dabei die Jazzmessages des Meisters vor.

Eine andere Art der Verbeugung findet an diesem Wochenende bei den Ludwigsburger Trommeltagen statt. Die Veranstaltung huldigt dem 2018 verstorbenen britischen Drummer Jon Hiseman.
So wurde dafür das Colosseum Tourset des Briten ins 1. Schlagzeugmuseum überführt, wo es fortan angemessen seine Geschichte versprühen kann, vor allem wird es Flo Daunerder ja ein ganz spezielle Verbindung zu Jon Hiseman hatte – heute Abend betrommeln.
Dass ich mich ebenfalls geschwind ins innere dieser Burg begeben habe, ist ein selbstverständliches Muss – siehe Foto von Mic Scharf:

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Wikipedia weiß: >>Hiseman war Vertreter eines Legato-Sounds, den er wie folgt kennzeichnete: „Es ist meine persönliche Spielweise, dass ich Jazz- und Rock-Rhythmen miteinander verbinde. Ich spiele nie auf dem Beat, sondern es ist immer eine fließende, schwebende Bewegung in meinen Trommeln.“<<
Und genau dies scheint der Grund dafür zu sein, dass ich mich intuitiv dazu entschieden hatte mit einem DJ anzureisen, um eben genau das zu tun: verschiedene Genres und Kulturtechniken miteinander zu verbinden, um ein fließendes Set zu improvisieren.
Dass mir dafür der nette Herr Vogelmann eine weitere Hiseman-Referenz in Form einer Staccato Kick und eines Arbiter Floortoms auf die Bühne stellte, war nicht nur ein optisches Sahnehäubchen, sondern bestimmt auch der sagenumwobene „Glue“ für unsere Duo-Performance. Die passenden Geschichten dazu – dass Hiseman, der in den siebziger Jahren eigentlich DER Werbebotschafter des Arbiter Autotune Systems („Instant Tuning with a Bigger Sound„) war, bei einem Konzert in Göppingen notgedrungen auf einem Schlagzeug des örtlichen Musikalienhändlers spielen musste, welches ein Staccato war… –  solltet ihr euch aber bei einer Museumsführung vom Museumsbetreiber selbst erzählen lassen.

 

 

Stücke mit einem neuen Beat, der später zur Grundlage des Hip-Hop werden sollte

Oktober 4, 2019

Die Überschrift kommt aus dem Munde von Joe Zawinul bzw. aus Günther Baumanns Buch „Zawinul – Ein Leben aus Jazz“.
Es geht um den 1973er Track „125th Street Congress„, um Eric Gravatt und Herschel Dwellingham:

Ich habe die Weather-Report-Drummer-Episode (Seite 114) mal zu einer kleinen Kollage zusammengekürzt:

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Hey, und ab ins Ludwigsburger Schlagzeugmuseum!!

Jam Session

Oktober 3, 2019

Aha! W. B. Cameron in „Sociological Notes on the Jam Session“ (1954):
>>The jam session is a transitory recreational association of an élite. It is an informal but traditionally structured association of a small number of self-se- lected musicians who come together for the primary purpose of playing mu- sic which they choose purely in accordance with their own esthetic standards and without regard for the standards of the buying public or any acknowled- ged organizational leader or critic.<<

Aber eigentlich egal – ich freue mich mächtig auf den Jam mit DJ Friction bei den Ludwigsburger Trommeltagen.

Fr. 04.10.19 / 20h @ Schlagzeug Museum Ludwigsburg (Wilhelm-Fein Strasse 6/1, 71636 Ludwigsburg), Eintritt 5€

Manfred Eichers Rucksack, das kleine Gepäck

Oktober 1, 2019

Toller Artikel von Thomas Steinfeld in der Süddeutschen Zeitung zum 50 jährigen Jubiläum des Münchner Musiklabels ECM.

>>Über ihn heißt es oft, sein Spiel sei eher melodisch und auf Klangfarben konzentriert als in einem strengen Sinn rhythmisch. Das ist sicherlich richtig, erfasst aber die Eigenart dieses Künstlers unzureichend. Paul Motian legt vielmehr ein Netz. Er schafft eine Struktur, die das Spiel seiner Mitmusiker bindet oder gar zähmt (weshalb er gern mit Pianisten arbeitete, die ja immer alles spielen können und oft zu viel), indem es gliedert, teilt und rahmt. Die Wirkung dieser Techniken ist von metaphysischer Art, „metaphysisch“ im eigentlichen Sinn des Wortes verstanden: als etwas, dass über alles Physische hinausgeht. Paul Motian lenkt das Ohr, er verdichtet die Musik. Sein Spiel ist programmatisch für ECM, insofern nahezu jede Aufnahme dieses Labels einer solchen Vorstellung von musikalischer Gestaltung folgt.<<

raus aus der Echokammer

September 27, 2019

Muss los. Glücklicherweise passen alle elektronische Schmankerl für die jeweiligen Anlässe in den Reisekoffer:
27.09. „DePhazz“ (Geburtstags-Konzert für unser Mastermind)
01.10. „Hattler“ Aschaffenburg, Colos-Saal
02.10. „Hattler“ Ulm, Roxy
03.10. „Hattler“ Freudenstadt, Festhalle (Musicdays)
04.10. Ludwigsburger Trommeltage, zusammen mit DJ Friction*
08.10. „Hattler“ Lörrach, Burghof
09.10. „Hattler“ Tübingen, swt Kulturwerk
10.10. „Hattler“ Ravensburg, Zehntscheuer
11.10. „Hattler“ Karlsruhe, Tollhaus
17.10. „Hattler“ Darmstadt, Centralstation
18.10. „Hattler“ Melle-Buer, Kulturwerkstatt
19.10. „Hattler“ Cloppenburg, Kulturbahnhof
20.10. „Hattler“ Münster, Jovel-Club

ECHOBUCH-PORTRAIT-IG

*Auf den Besuch der Ludwigsburger Trommeltage freue ich mich besonders! Nicht nur weil diese Veranstaltung, ähnlich wie auch das Dresdner Drumfestival, dank einer gewissen Exotik die Drummerszene angenehm bereichert, sondern da ich mich an meinen Workshop im Schlagzeugmuseum vor acht Jahren gerne erinnere (damals hatte mir der nette Herr Vogelmann nicht nur den großen Ampeg-Kühlschrank für die TB-303, sondern auch einen Marshall Turm für mein Echogerät hingestellt). Diesmal möchte ich eine Lanze für die Steckdose auf dem Schlagzeugteppich brechen, mit Begeisterung die Überwindung von Grenzzäunen veranschaulichen, vor allem aber Groove und Musik machen – nämlich im Zusammenspiel mit DJ Friction (Freundeskreis).

Und obwohl ich Frico schon wirklich lange kenne, wir auch schon gemeinsam diverse schöne Sachen unternommen haben (Turntablerocker Tour 2001, gescratchter Gastbeitrag für mein Buch „e-Beats am Drumset“, ein paar Freundeskreis Festivals 2018), wird unser DJ-Drummer-Jam im Ludwigsburger Schlagzeugmuseum eine Premiere!
Um 20h geht’s los, Eintritt(spende): 5€

(Das schicke Foto stammt übrigens aus der Echokammer Heddernheim und wurde von Oliver Leicht gemacht.)

Swimming With A Hole In My Body

September 26, 2019

Das perfekte ECM-Album zum Regenwetter ist für mich Bill Connors‘ „Swimming With A Hole In My Body“ (1980).
Und der Sonnenblumen-Sticker hilft als Gegenpol…

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Im Anschluß wird das „Buch der Klänge“ von Hans Otte aus der Warteschleife geholt.