Whoa! This is cool!

August 12, 2020

Hey, hey! Mein ECHODRUMS Buch ist frisch gedruckt und wird für Dich geschwind mal durchgeblättert
Bestellbar beim Buchhändler Deines Vertrauens oder direkt bei mir 🙂

Percussion-Stacks

September 20, 2020

… funktionieren hervorragend. Neulich erst die in der Hihatmaschine kombinierten Meinl Crasher und Waterfall und gestern Nacht habe ich den Crasher durch ein Kessing aufgestockt:

Damit das Kessing schwingen kann ohne herunterzufallen, habe ich es (mit einem seiner vielen Ringe) im Beckenständer eingehängt und mittels Binder-Clip am Crasher fixiert.
Als zusätzliche Sound-Option lässt sich die Meinl Cajon Ring Castagnet überstülpen:

PS. den zusätzlichen Filzstreifen über dem Crasher-Blech verwende ich um die hohen Frequenzen etwas zu zähmen.

Putins Briefkasten oder von der Kindheit lernen

September 19, 2020

Unter Andreas schicker neuer (alter) Staff-Leuchte lese ich „Putins Briefkasten“ und schreibe direkt zwei tolle Gedankengänge von Marcel Beyer ab:
Seite 27f
>>Soweit ich weiß, spielen alle Kinder, egal in welcher Kultur, in welcher Sprachumgebung sie aufwachsen, in einer bestimmten Phase ihrer Entwicklung ein Spiel, das man im Deutschen ›Fort – Da‹ nennt. Die unbändige, manchen Erwachsenen unverständliche Freude eines Kleinkindes, das noch nicht sprechen kann, wenn es einen geliebten Gegenstand fortwirft, aus seinem Gesichtskreis verschwinden läßt, um ihn sogleich wieder aus der Tiefe der Welt zurückzuholen. ›Fort – Da‹: Ich übe Macht über Dinge und Menschen aus, ich greife in die Welt der Dinge ein, lasse Gegenstände vom Erdboden verschwinden und zaubere sie zurück, ich lote den Weltraum aus.
Später, wenn das Kind zu sprechen beginnt, braucht es nicht mehr mit Gegenständen zu werfen, es lernt die Macht der Sprache kennen, mit deren Hilfe es wirkliche Menschen herbeirufen und unwirkliche Gegenstände in der Imagination aufrufen kann.
›Fort – Da‹: ein Bild für den Wechsel zwischen Abwesenheit und Anwesenheit, wie man es im Deutschen nicht knapper fassen könnte. Aber hier verbirgt sich auch ein fremdsprachiges Wort: »Da« – das große, die gesamte Welt umspannende »Ja«.

Seite 32
>>… ein Taumel, der einige Ähnlichkeit mit jenem aus der Kindheit bekannten Gefühl hat, wie man es sich verschafft, wenn man auf einer Schaukel sitzt. Etwas in der Magengegend, schwer zu beschreiben, und, für das Kind, auch etwas, das keine Worte braucht. Damals, könnte man sagen, habe ich die Zeit entdeckt. Man weiß nicht recht, ist man erregt, wird einem übel. Da man sich in den Himmel schwingen lässt, weiß man mit Sicherheit nur: In meinem Rücken liegt die Erde, dahin kehre ich zurück. Die eigene Kraft im Wechselspiel mit den Kräften der Gravitation, man spürt, ich habe die Macht, mich selber in eine Zeitschwingung zu versetzen, jetzt bin ich oben, jetzt bin ich unten, und jetzt wieder oben. Eine unendliche Abfolge von ›Jetzt‹, die man vielleicht nur darum erträgt, weil die Dimension des Raumes unangetastet bleibt.<<

Nur so am Rande: Die von mir bold hervorgehobenen Textstellen passen übrigens hervorragend zum Thema „Echodrums“…

Oh mega, man!

September 18, 2020

Legte beim Kochen den „Ghost in the Machine„, das vierte Police Album auf, das ich nicht so gut kenne. Und während es so durchlief, kamen mir folgende Gedanken:
1. Yeah – Gewohnt starker Albumeinstieg.
2. So ab der Mitte dann: Oh, jetzt doch nicht mehr ganz so griffig. Erinnerung an andere Police-Scheiben, wo ich ähnliches zu erleben meinte und dann direkt die Regel: zu Beginn die Hits bzw. Teaser, hinten dann aufgefüllt. Aber auch das insgeheime Lob an die Bands/Plattenfirmen, die damals noch einen klaren Plan hatten, wie die Albumlänge gestaltet werden muss.
3. Doch plötzlich – Track 9 – was für ein starker Titel. Wie heisst der denn? „Omegaman“ – passt! Hey, gar ein neuer Police Lieblingssong??
Track 10: was ein killer Intro!!! Zum Abschluss noch ne reggaeske Copeland Komposition.
Regel wurde direkt wieder eingestampft – blieb nur ein fahler Nachgeschmack: wieso denke ich direkt in Mustern…
Glücklicherweise war just in diesem Moment das Essen fertig.
Neustart mit gutem Geschmack…

Ghost-in-the-Machine

hang loose

September 18, 2020

Hier mal die (meine persönliche) gute Seite der Corona-Medallie.
Kaum dass der Lockdown ausgesprochen war, habe ich erstmal wahnsinnig viel geschlafen. Zunächst war da auch die kleine Angst, der Virus könnte übergesprungen sein (denn während des letzten Konzerts brach bei Nils ein Fieber aus, letztlich ein gewöhnlicher Infekt, was aber erst Tage später dank eines negativen Tests bestätigt wurde), was bald aber einer angenehmen Kuschligkeit wich (die Familie im Nest…).
Geschlafen wurde weiterhin viel – offenbar gab’s da einiges nachzuholen. Aber auch meine Motivation wurde wählerisch: zunächst kamen vor allem Angebote für Streaming-Konzerte, die ich alle bis auf (ein bezahltes beim hr) direkt absagte: ich wollte eindeutig nicht raus, nicht unter Menschen, meine Devise war ganz klar #stayathome. Einerseits. Denn tatsächlich verspürte ich auch keine Lust, mich auf Neues einzulassen. Das bezog sich auch auf Probe-Anfragen und motivierte Zukunftspläne.
Offensichtlich gab es ein größeres Erholungsbedürfnis. Vielleicht vergleichbar mit folgendem, öfters erlebtem Körper-Delay: ich bin auf Tour, aber die Erkältung wartet brav auf ihren Ausbruch, bis die laufende Aufgabe erledigt ist und ich wieder zu Hause bin. Vermutlich hat mein Körper nun im März die Lücke entdeckt und direkt die Chance gewittert, wieder ordentlich aufzutanken.

Offensichtlich gab es aber auch Reflektionsbedarf. Es hat tatsächlich eine Weile gedauert bis bei mir der eigentliche Groschen gefallen ist, bis der Umkehrschluss angekommen ist, den ich sogar selbst steuern kann:
hey Oli, du machst notorisch zu viel, das ist selbstbezogener Raubbau (der dir auf Dauer an die Nieren gehen wird). Sieh den Zufall als Warnschuss und reduziere (so schwer dir das auch fallen wird) den Output – dauerhaft übersteuert klingt ja auch nicht gut… – und überlege mal in Ruhe, was denn wirklich wichtig, was entspannt machbar ist.

Da bin ich (nun aktiv) dran. Und die frei gewordene Zeit stecke ich weiterhin ausgiebig ins Schlafen… aber auch in die frische Luft:
Jetzt gehe ich immer wieder mal kicken (die Bewegung tut gut, dem Angst-Thema der Verletzung entschieden, dennoch bedacht zu trotzen, bringt’s ebenfalls, aber vor allem macht es großen Spaß, weite Bälle zu schlagen, schöne Pässe zu spielen) oder ich wage mich in weniger vertraute Gefilde und ziehe mit BMX oder Longboard los. Gerade letztgenannter Programmpunkt ist vom improvisierten (dem mir liebsten) Gig gar nicht weit entfernt: du musst permanent wach sein und reagieren – weisst ja nicht was kommt, wenn du dich auf einen noch nie gefahrenen Streckenvorschlag eingelassen hast. Spannung und Risiko-Faktor sind ebenfalls ähnlich, nicht selten gelangst du an persönliche Grenzen (beispielsweise wenn die Abwärtsfahrt zu schnell und Board wackelig wird) und musst entscheiden (bremse ich bzw. kann ich überhaupt noch bremsen? oder vertraue ich darauf, dass es bald flacher wird und sich das Thema von selbst löst?).
Quasi, bühnenrelevantes Üben im Freien mit Erholungswert!
Geschickt, dass wieder mal ein Konzert-freies Wochenende vor der Tür steht. Also Brückenspringen, Rhein-Schwimmen, Familienausflug oder Schlafen? Bin gespannt…

Waterfall Crash…

September 16, 2020

Auch wenn sich die Überschrift dramatisch interpretieren ließe, so geht es eigentlich nur um die Neuanordnung zweier Perkussionsinstrumente namens „Waterfall“ und „Crasher„. Packt man sie anstelle der üblichen Hihatbecken auf die Maschine, lassen sich breite, Handclap ähnliche Steigerungs-Klänge mit dem linken Fuß auslösen.

Die große Rassel hängt im Hihat-Clutch und perlt über den weiter unten arretierten Crasher. Dessen Aufprall wird nach einem Tritt durch den zusätzlichen (blauen) Beckenfilz gedämpft, so dass vor allem die in Bewegung geratenen Klangkörper zu hören sind.
Der Crasher macht – getrommelt – als dünne Hihat eine gute Figur (zumal ich seine Schlagfläche durch einen Filzstreifen klanglich etwas entschärft habe).

Was die Echodrums-Abteilung angeht so wurde hier wieder mal ein Trigger Pickup an die Basstrommel geklemmt, um den Vermona Kick Lancet auszulösen. Dessen Sound wird dank des Memory Man Delaypedals (je nach getappter Subdivision) verschoben wahrnehmbar.

Nachtrag: auch die Kombination von klassischen Hihatbecken und Waterfall funktioniert wunderbar!

10 echo-drummers that

September 14, 2020

Jetzt wo der Schulbetrieb wieder überall im Gange ist, gibt’s auch von mir ein kleines Webinar. Dabei wird der Facebook Kettenbrief „10 drummers that really had an influence on me“  geringfügig modifiziert und ich werde in den nächsten zehn Tagen von mit Delay-Effekt bereicherten Schlagzeugern schwärmen.
Das Logo steht schon:

Tag #1 John Bonham (und Lenny Kravitz)
Tag #2 Billy Cobham
Tag #3 Dan Mayo & Noam Levinberg
Tag #4 Tommy Baldu, Jörg Bielfeldt, Dirk Erchinger, Wolfgang Haffner, Sven Kacirek, Ulf Stricker
Tag #5 Jojo Mayer & Roli Mosimann; Zach Danziger
Tag #6
Tag #7
Tag #8
Tag #9
Tag #10

Change things, but make it right

September 14, 2020

Das die Zugfahrt von Frankfurt in die Heimat derzeit doppelt so lange braucht, hat auch eine gute Seite: nämlich gemütlich lesen und hören zu können.
Und so bekam ich am Wochenende dank des 87er Modern Drummer Interviews Einsicht in die elektronische Welt von John Robinson (>>triggering a Yamaha electronic setup as well as a couple of Simmons brains, an SP-12,  and various effects racks<<), sowie seine Maxime beim Covern:
>>Every time I did a Top 40 gig, my rule of thumb was, “Change things, but make it right.”<<

Joo Kraus hingegen erinnerte mich ans Chuck Mangione Album „Tarantella“ mit dem Gadd-Classic „XIst Commandment“ das ich nur aus dem Steve Gadd Book von Hans Fagt kannte:

Von Axel Mikolajzcak hatte ich noch ein tolle Liste zu Steve Ferrone und Robbie McIntosh, aus Besprechungen im aktuellen Jazz Thing reizte mich die neue Platte von Bebel Gilberto (wieder mal mit einem Elektronik afinen Keyboarder/Produzenten, Thomas Bartlett), sowie das Duo Album von Nils Petter Molvaer und Mino Cinelu („SulaMadiana„).

PS. die Beitragsüberschrift passt auch bestens zur Kastellsommer-Veranstaltungsreihe in Stuttgart – der Grund meiner Reise. Denn mit dem Vorplatz der Phoenixhalle (des Römerkastells) wurde seit Anfang Juli ein (neuer Kultur-) Platz gefunden und intensiv bespielt – trotz Corona, viel (und unterschiedlichste) Musik, Theater, Kino.

Hier zwei schöne Erinnerungen von Re Heller:

Remo Krone für M. M.

September 10, 2020

Drumhead-Sounds der anderen Art vom tollen Moritz Müller!

guu-ru-gu

September 10, 2020

In letzter Zeit werde ich morgens sanft von einer Clave gurrenden Taube geweckt.
Tight und viertaktig!


Erstaunliche Tiere!

PS. die Türkentaube kommuniziert gerne in sechs Dreiergruppen!

vermeintlich dunkel

September 9, 2020

Zwei Schwarz-Weiß-Fotos von gestern, vermeintlich dunkel und dennoch positiv…

Ich konnte leider nicht herausfinden wer dieses super Bild von David Gilmour und Tochter Romany gemacht hat, bevor es sich in den sozialen Netzwerken verselbständigte. Mit der Überschrift:
>>When you just want to play your guitar but your dad is that guy from Pink Floyd<<

Ich machte eine bemerkenswerte Übe-Erfahrung.
Gestern gab es weder Strom noch Licht in meinem Bunkerraum. Ich wollte aber Trommeln. Das passierte dann zunächst im blassen Schein des Musik zuspielenden Smartphones, später dann komplett im Dunkeln und ohne Kopfhörer.
Und wie wunderbar zu erleben, dass der plötzlich nicht gebrauchte Sehsinn seine Energie an die Hörstation weiterreicht, dass wir selbstverständlich alle Instrumente (auch deren exotischere Positionen, wie beispielsweise die Beckenglocke, einen satten Rimclick trotz Crasher-Auflage oder den Crasher selbst) treffen ohne sie anzuvisieren.
Ebenfalls erstaunlich, dass es für diese Erkenntnis ein Elektronik-Problem gebraucht hat. Denn dank des Lichtschalters lässt sich dieser Umstand doch jederzeit (re)produzieren…

Und schließlich noch ein drittes Bild (von WP Steinheisser) – aus der heutigen Ankündigung:
Hurra! Am Wochenende ist Sommer und ich spiele zwei Open-Airs beim Stuttgarter Kastellsommer. Mit Freunden.
Freitag, 11.09. Netzer (19.30)
Samstag 12.09. Fola Dada/Joo Kraus/Martin Meixner (19.30)