Frippertronics

März 18, 2019

eno operational diagram for discreet music

Von kuschligen Ambient-Experimenten à la Riley, Eno & Fripp (Time Lag Accumulator) hin zu trommel-basierten Aufbauten, die so manchem Free-Jazz-Freund das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt:

 

It’s gonna freeze

März 18, 2019

…keine Angst vor Wetterprognosen, es geht nur um einzufrierenden Wider-und Nachhall.
Ein diesem Auftrag nachkommendes Effektpedal ist die EHX Stombox „Freeze Sound Retainer“ (die wohl seit 2010 auf dem Markt ist, irgendwann plötzlich, dann aber massiv zu hören war).

Softwareseitig hat beispielsweise Ableton seine beiden PlugIns Reverb und Ping Pong Delay mit einem F(reeze) Button ausgestattet.

ADM Freeze

(Das Wackel-Gif stammt vom Afro DJ Mac Ableton Blog)

It’s gonna rain

März 17, 2019

Steve Reichs Bandschleifen-Techno anno 1965/1966

Und zwei Jahre zuvor gab es Terry Rileys Pre-Dub aus Frankreich.

>>It was in Paris, in 1963, earning a living playing boogie-woogie piano at American military bases, that Riley was asked by the director, Ken Dewey, to compose something for a theatre piece called The Gift. Chet Baker had just been released from jail in Italy, so Riley took him to the studios of the French national radio and had his band play Miles Davis’s ‘So What’, recording them both individually and as a group. Then he mixed the tapes down, letting the different parts run out of phase with each other, creating tape loops and delay effects on the fly.<<

Stockhausen Strategies

März 17, 2019

Brian Eno und Peter Schmidt bastelten eine Kartenspiel („Oblique Strategies„), Matthew Herbert verfasste sein „Personal Contract for the Composition of Music„. Und Karlheinz Stockhausen spricht in „Hymnen“:

>>Hide what you compose in what you hear.
Cover what you hear.
Place something next to what you hear.
Place something far away from what you hear.
Support what you hear.
Continuo for a long time an event you hear.
Transform an event until it becomes unrecognizable
Transform an event that you hear into the one you composed last.
Compose what you expect to come next.
Compose often, but also listen for long periods to what is already
composed, without composing.
Mix all these instructions.
Increasingly accelerate the current of your intuition.<<

 

Young & Fine

März 17, 2019

Diese vielen R.I.P Meldungen sind schon schräg – aber irgendwie erwischt es einen doch immer wieder, weil es irgendeine nostalgische Verknüpfung gibt und dann, zack: tatsächliche Tieftraurigkeit, heftig, echt!
Wie eben, als ich im FB über Jeff Andrews‚ Tod las. Unvorstellbar, denn in meiner Erinnerung sieht er immer noch aus, wie damals 1989/90 bei zwei grandiosen Steps Ahead Konzerten in Ludwigsburg (Scala) und Stuttgart (Osterjazztage im Theaterhaus) – vermutlich wegen der Kappe auch ein bisschen wie Rolf Kersting.
Sensationelles Bass-Fundament, geschmackvoller Groove und solotechnisch beides, plus Sternchen („Young and fine“ ab 6.14′):

Kannte man den Verstorbenen nicht, überliest man das gros der anderen Todesmeldungen, bzw. ich registriere und re-checke meist erst dann, wenn ein Musikfreund, dessen Geschmack ich schätze, darüber berichtet.
Wie DJ Friction über Michale Wycoff

Check Time Verschleierung bei 1.20′

Hey guys: R.I.P. und macht, egal wo ihr gelandet seid hoffentlich weiterhin – zeitlosen, feinen Sound!

Bubble Wrap & Castanet

März 16, 2019

Eigentlich wollte ich gestern Abend den TR-808 Clap „nachbauen“, hatte aber leider das Netzteil für das zweite Echogerät vergessen.
So experimentierte halt mit nur einem Delay und der Meinl Cajon Ring Castanet und fand sie am Schlagstock ganz gut, besonders da sie durch den Fellpuschel des Kombisticks (VF 5A Dualtone) nicht abfallen konnte.
1. Clap-Stick auf der Snare

2. Clap-Stick auf Hihat und Rim

Die fast bessere Erkenntnis war, dass die spielerisch auf der 8″ Meinl Drummer Snare Timbale abgelegte Luftpolsterfolie den Klang dieses Instruments bei lauten Schlägen in eine Art Roland TR-909 Snare transformiert. Aber auch Ghostnotes auf dem Plastikbezug klingen hervorragend!
So dass ich heute gleich mal ein ähnliches Auflagesystem für die Standard 14″ Snare vorbereitet wollte, bei dem die zugeschnittene „bubble wrap“ vom BFSD Donut auf der Trommel gehalten wird.

Da auch noch der Tama Hat Stacker modifiziert werden wollte, begann der Samstag mit einem Bastelfrühstück…

Das Tama-Tool ist eigentlich als Splashbecken-Halter über der Hihat konzipiert, ich verwende es jedoch für meine Zweit-Hihat (die im Bedarfsfall nicht mal extra abgenommen werden muss!), einem Stack aus zwei bis drei 8″ Becken (ich habe dafür Meinls Safari Splash, Bycanze Splash, Candela Bell im Einsatz; Experimente mit den Benny Greb 8″ Crasher Hats liegen auf der Hand).
Da ich gerne diese zweite Hihat schnell abziehen oder gegen den Foot-Shaker tauschen möchte, verzichte ich auf die Vierkant-Feststellschraube und setze das Tama Accessoire direkt auf dem eigentlichen Hihat-Clutch ab.
Das funktioniert, da ich auf beide Enden des CSH-5 einen gelochten Filzgleiter geklebt habe.

The Comet is Coming

März 15, 2019

Höre mir – taz Artikel sei dank – (wieder mal) das aktuelle Trio „The Comet is Coming“ von Shabaka Hutchings an.
Dass mir der Spotify-Player dabei als erstes einen Track mit Echodrums zuspielt („Final Eclipse“), mag Zufall sein, oder aber der perfekte Algorithmus zu meiner Vorliebe für Musik mit Delay-Drums.*

*den ich übrigens gerade für meine Echodrums Recherche gut gebrauchen könnte.
Wärt ihr so nett…?

Die Band ist im April auf kleiner Deutschlandtour (und am 9.4. in Frankfurt @ Zoom).

Fridays for Future!

März 15, 2019

Cabin Porn?

März 13, 2019

Nicht nur, dass ich heute morgen feststellen durfte, dass meine derzeitige Zahnpasta-Tube mit ihrem deutlichen Aufdruck „Neue Formulierung“ das allseits in dieser Branche beliebte, verheißungsvolle Mysterium „neue Formel“ durch einen Kreativanstoß fürs Tagwerk des Nutzers ersetzt hat, es scheint ein Tag der Entdeckungen zu werden.

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Tag der Entdeckung! #neueformulierung

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Wenig später, im Buchladen, lachte mir ein friedlicher Waldmotiv-Umschag mit dem seltsamen Titel „Cabin Porn“* entgegen, ein Taschenbuch das eigentlich auf meinen Nachttisch gehört, hat es doch dasselbe Thema zum Inhalt, wie eine gern gewählte Einschlafhilfe (Pförtnerhäuschen o.ä.) von mir.
Im Netz gibt es eine umfangreiche begleitende Tumblr-Bilderseite dazu.

Übrigens, der Titel der deutschen Ausgabe ist weniger schlüpfrig, klingt nach Biedermeier oder Bandname: Hütten

reading shouldn’t frighten you

März 12, 2019

>>I tell drummers this analogy: If you remember the first time you drove a car, you were scared. Within a matter of weeks, you’re turning on the radio, waving at friends – you’re not even thinking. It’s no different with drums. Reading shouldn’t frighten you. It’s the easiest thing in the world. It’ just mathematics. Once you learn to read drum music, as soon as you see a certain pattern written, you know exactly what it is. Sure, the first time you may want to go “1e&a 2″.” But by the third of fourth time you’ll know it perfectly. And when you learn those patterns, they become second-nature.<<
Hal Blaine, Modern Drummer

Ich verbeuge mich vor 35000 Aufnahmen in 90 Lebensjahren und höre mir sein Lehrwerk aus dem Jahr 1968 mit dem tollen Titel „Have Fun!!! Play Drums!!! an