drums & percussion Workshop WWWeiterführung

August 22, 2011

umfassend!

August 21, 2016

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Ich hatte im Mai mal kurzerhand die Seiten gewechselt und für das drums&percussion Magazin mein erstes Interview geführt, vielmehr ein Gespräch unter Infizierten ganz nach meinem Geschmack, die Verlängerung eines intensiven Backstage-Talks, wie ihn zwei (ganz unterschiedliche, aber) höchst begeisterte Trommler miteinander führen.

Für den Start der neuen Serie „Oli Rubow trifft…“ verabredete ich mich also mit dem grandiosen Christian Lillinger in dessen Berliner Proberaum.

Und heraus kam eine große Menge an Inspiration, die ich gerne weitergebe:

d+p 05:16

Das Interview ist in der aktuellen Printausgabe 05/2016 nachzulesen, die weiterführenden Fußnoten (passende Links, sowie Bonuskontent in Form von Videos, Hörbeispielen, aus Paltzgründen gestrichenen Gesprächspassagen) gibt es hier:
olirubow.de/trifft

Workshop Drums & Percussion “Signature Sounds (VIII) Kunstgriffe”

August 21, 2016

Hier die Online-Fortführung meiner drums & percussion Workshopfolge zum „Signature Sounds Kunstgriffe“

Schaeffer
https://87bpm.wordpress.com/2016/04/10/wenn-man-dasselbe-ding-wiederholt-wird-es-musik/

Musique Concrète
https://de.wikipedia.org/wiki/Musique_concrète

Loop
https://87bpm.wordpress.com/?s=Loop

DJ Culture
https://www.youtube.com/watch?v=gXNzMVLqIHg

Snare Rush
https://en.wikipedia.org/wiki/Snare_rush
https://www.youtube.com/watch?v=rFY7BRcJBaI

Stutter Edit
https://www.youtube.com/watch?v=FMrIy9zm7QY

Withholding the Kick
https://87bpm.wordpress.com/2009/03/17/turn-the-beat-around-love-to-hear-the-percussion/

French House Gear
https://www.gearslutz.com/board/electronic-music-instruments-electronic-music-production/790059-official-french-house-technique-thread.html

Voodoo
https://en.wikipedia.org/wiki/Voodoo_(D%27Angelo_album)#Grooves_and_beats
https://youtu.be/opqO8Kl3oBw
http://www.slate.com/articles/arts/music_box/2013/02/behind_the_scenes_with_questlove_and_d_angelo_on_voodoo.html

>>Pino Palladino: D’Angelo explained the concept of how he wanted the bass to sound to me before we started playing. I attempted to put the bassline where I thought he wanted it. I would never have thought of putting it so far back behind the beat. But it becomes a different feeling: It stretches in and out of different accents.“

The heavy backphrasing is what D’Angelo collaborator Raphael Saadiq once referred to as performing with „the grease,“ in the effort to achieve a „loose, way back in the pocket feel“ or a „rubber band feeling.“ The backphrasing means that the bass is constantly changing its location in relation to Questlove’s straight-ahead, heavy time, impeccable drumming. The effect is a jumpy, unsettling pulse. The bass seems out of joint, never quite landing where you’d expect. Pino theorizes that D’Angelo likely takes his clues from hip-hop. He explains: „Hip-hop is music that’s been deconstructed, it’s made up of bits of samples arranged in different places and often placed behind the beat. The way people sampled stuff influenced D in terms of the way he would write his music. When I first heard the backing tracks for Voodoo, it struck me as the kind of thing J Dilla would do, how he would deconstruct and reconstruct rhythms and just kinda deliberately mess things up. So you get these messed-up wobbly rhythms. You know, Dilla might take a four-chord pattern and start it on the second chord. D does that kinda thing too in his writing.”

Questlove echoes his colleagues when he discusses his drumming on Voodoo. “The thing that really attracted me to D’Angelo’s music was this inebriated execution thing that he had, which we both got from J Dilla. Dilla would program his drums non-quantized: in layman’s speak, it’s the equivalent of having a 5-year old play drums. It sounds sloppy, but there’s a human quality there. Playing drums the way I did for the Voodoo sessions was necessary for me because I had been playing differently before we started recording. There was a time in the 1990s where there was resistance to the Roots’ presentation: There were hip-hoppers who felt like we were doing a disservice to the culture because we weren’t real enough for the street. In a culture of samples, I had been told I sound too much like a drummer. So prior to Voodoo, I had been going through a period where I felt I had to prove to people that I was a machine: I had decided that my playing was going to be cold, you wouldn’t be able to tell if I was a sample or not. I spent three years of just icing my presentation to a science where I was just a kind of super-metronome; I spent three years of trying to hide myself. Then, in walks D’Angelo, and he basically tells me: ‘Yo, I need you to strip yourself of all that coldness and play human. I need you to play fucked up!’ He wanted me to play as drunk and as slow and as dusted as I’ve ever played in my life. I don’t smoke or drink, so he really guided me to a level of creativity I wouldn’t normally reach without some sort of stimulant. The first year of recording he would say: ‘I need you to keep the pocket but don’t drag behind me, but play a little crooked,’ if that makes any sense whatsoever.”<<

Wonky
https://en.wikipedia.org/wiki/Wonky_(music)

 

 

 

neues Lieblingstier

August 19, 2016

Ab nach Rostock, um ein bißchen mit meinem neuen Lieblingstier fachzusimpeln.
Wir treffen uns dann dort morgen im Zoo. OK?
Und DePhazz spielt im Anschluß  noch etwas „privaten“ Sound!

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Foto stammt aus der taz vom 18.8., der Inhalt von dpa

Nachtrag:
Ulf ist mein Löt-Held; er hat die wackelige USB-Buchse meiner F1 Kontrol gewechselt! Hurra, jetzt wieder zitterfreies Weiterschalten…
Alfonso Garrido, Perkussionist der „Heavytones“ ist mein neues Tamburin-Idol. Wahnsinn, wie elegant und präzise er das Meinl-Tambourine mit den dreieckigen Schellen bedient hat.
– erstaunlich, dass die Rostocker Eisbären Ananas essen?
– schade, dass ich kein eigenes Foto von der hübschen Zoo-Toiletten-Architektur (inkl. Bullaugen) machen konnte.
– es sind immer noch Sommerferien. Also endlos lange Autofahrten, aber auch Sandstrand, Frisbee und Rauschgiftquartett.

 

Mein schönstes Ferienerlebnis

August 12, 2016

Arbeitsausflug mit Seeblick und Pandas

MITTWOCH, 23.00 Uhr
Im Urlaub mache ich vieles ganz anders, vor allem aber werden der Computer und das Handy abseitig liegengelassen und großteils ignoriert. Und so war ich mit Freunden und Familie weltvergessen und zeitlos im ländlich idylischen Frankenland, als ich in einer Mittwochnacht einen entgangenen Anruf und die darauffolgende SMS von Flo König bemerkte: „Matteo fällt das Wochenende aus (29./30.7) ; hast Du Lust und Zeit als Sub einzuspringen?“
Ich verstehe, es geht darum, sich kurzfristig den Part des zweiten Schlagzeugers und Perkussionisten für zwei Cro Unplugged Festivals in Österreich draufzuschaffen.
Einerseits großartig: A. immer toll, angerufen zu werden, B. eine fette Produktion vor vollem Haus; anderseits ein kompaktes Stresspaket anstelle gemütlicher Urlaubstage.
Aber es ist auch eine Notsituation, in der ich selbstverständlich helfen möchte.
Also bespreche ich mit meiner Familie, ob es OK wäre, wenn ich schon am Donnerstag Abend mit unserem Mietwagen abreisen und sie wie geplant Sonntags, halt mit der Bummelbahn, alleine zurückfahren würden, rufe Flo zurück und sage zu.

DONNERSTAG, 11.00 Uhr
Am nächsten Vormittag trudeln die Downloadlinks ein: Der letzte Konzertmitschnitt, diverse Sheets des MTV Unplugged Konzerts, mehrere Fotos von Matteo Scrimalis Hybrid Kit und Screenshots der jeweiligen Ableton-Songs. Glücklicherweise hält die rurale WLAN Verbindung durch, schnell noch ein Foto-Scan des Personalausweises für das Chimperator Management (für die Flugbuchung) und ab in den Klettergarten (dieser Ausflug war schon länger geplant…)

DONNERSTAG, 16.00 Uhr
Letztlich fange ich am Donnerstagnachmittag um 16 Uhr mit dem Herausschreiben an.
Überraschung Nummer eins: Die Show dauert ganze 130 Minuten. Puh. Überraschung Nummer zwei: Es ist nicht immer leicht zu hören, was genau von Matteo kommt, vor allem in puncto Drum-Grooves und getriggerter Elektronik (die abwechselnd, aber auch parallel von beiden Trommlern kommen können). Leider helfen diesbezüglich auch all die Noten der MTV Aufzeichnung wenig, denn für die Festivalshow hat sich einiges geändert. Deswegen habe ich bis 19 Uhr – meiner geplanten Abfahrtszeit – gerade mal 25 Minuten Musik herausgehört. Oh weh, ganz schön wenig – aber nicht zu ändern, denn jetzt muss ich jetzt ersteinmal viereinhalb Stunden nach Frankfurt fahren. Der Plan ist, dort (also zuhause) zu übernachten, um am Freitag früh zunächst am Frankfurter Flughafen den Mietwagen abzugeben, dann mit dem ICE weiter zum Flughafen Köln/Bonn zu fahren und schließlich in den Flieger zum Wörthersee umzusteigen.
Wenn alles gut geht, wäre ich dann gegen 13 Uhr auf dem Festivalgelände.

DONNERSTAG, 20.00 Uhr
Während der Autofahrt höre ich den Mitschnitt in Schleife und mache mir Gedanken zu den noch nicht geklärten Fragen: Offenbar hat Matteo sein 2Box Drummodul mitgenommen, als Notlösung steht vor Ort ein Ersatz-Roland SPD-SX von Flo zur Verfügung. Jedoch wird damit die vorinstallierte Architektur von drei im Setup verteilten Pads, einem KD-7 Kickpedal, der getriggerten Kick und einer getriggerten Snare nicht funktionieren (siehe Foto). Zur Not muss ich alle elektronischen Sounds auf dem Multipad verteilen und darauf spielen – es geht dabei vor allem um verschiedene Snaps und Claps, sowie um Shaker, Tamburin und Cabasa – und zur Sicherheit werde ich daheim noch die akustischen Pendants einpacken (One-Shot-Shaker, Crasher, Cabasa & Halter, Jinglestick, Hihat-Tamburin).

FREITAG, 1.00 Uhr
Es ist ein Uhr Nachts als ich mich wieder an den Schreibtisch setzte. Immerhin: Der Koffer ist bereits gepackt, auch der Wecker ist auf 7 Uhr gestellt, so dass ich Raushören kann, bis mich die Müdigkeit übermannt. Es läuft gut an. Die Tracks werden griffiger und ich entdecke die Ableton Screenshots (siehe Abbildung) als große formale Hilfe, denn sie zeigen durch verschiedene Farben* die gewünschte Intensität an, sowie die Längen der verschiedenen Songparts. Beim Konzert kann ich mir die originale Abletonsession von Flo via WLAN auf meinen Laptopbildschirm übertragen lassen, so dass ich eine weitere optische Kontrolle über den Arrangementverlauf hätte.

Ableton Screenshot von Flo König
* Farbskala aus Flos Email: Lila=Count In; Grün=reduzierte Drums (Intros, Interludes, Breakdowns); Grau=Low (maximal Snaps, bisschen Time geben, manchmal aber auch gar keine Drums); Gelb=Vers-Dynamik (druckvoll); Orange=Power (Full Band, Chorus); Blau=wichtiger Matteo Part

Unterstützenderweise gibt es mit dem „Turn Up Part“ einen längeren Konzertmittelteil ohne Orchester, der mir 25 Minuten Raushörern erspart.

FREITAG, 5.00 Uhr
Um 5 Uhr morgens bin ich (im doppelten Wortsinn) durch!
Jetzt noch unbedingt die handgeschriebenen Zettel abfotografieren (siehe Foto) und per Wetransfer im digitalen All parken – sicher ist sicher.

Die Welt Notenfoto

FREITAG, 7.00 Uhr
Zwei Stunden schlaf und los: tanken, Mietwagen abgeben, Flughafenbus ins andere Terminal, Fahrkarte lösen, rein in den Sprinter, Platz suchen, Noten raus und nachkontrollieren. Und mögliche Fallestricke mit gelb leuchtendem Marker hervorheben, meine Drumparts lila einkreisen. Zumindest bis Köln-Deutz.
Während des Fluges und der Shuttlefahrt gibt es dann nochmals ein Zeitfenster für die Zettel-Perfektion, so dass ich bei Ankunft in Reifnitz tatsächlich gerade so fertig geworden bin!

FREITAG, 13.00 Uhr
Der Soundcheck ist für 15 Uhr angesetzt, also direkt ins Catering und Kraft tanken. Netterweiser entdecke ich gleich ein paar vertraute Gesichter aus Crew und Orchester und bald auch Flo, der mir die gute Nachricht überbringt, dass das 2Box-Modul doch mitgekommen ist. Sprich: ich muss mich weder um die Bestückung des SPD-SX, noch um das Umschalten zwischen den Songs kümmern (das wird von Flos Rechner dank automatisierenden Programm-Change-Befehlen erledigt). Woraus sich folgende todo-Liste ergibt:

  • Matteos Setup/Aufbau checken ggf. für meine Bedürfnisse zurechtrücken
    hey hey: passt ja alles!
  • für jeden Song überprüfen, welcher elektronische Klang mit welchem Pad getriggert wird und diese Info in den Zetteln verankern
  • unbedingt die Ableton-Einzähler checken
    sehr gut, es ist bis auf zwei Ausnahmen immer ein gesprochenes zweitaktiges Pattern „one, – two, – one, two, three, four“
  • einen zweiten Notenständer plus Binderclips ordern und später ein Kopiergerät finden, um wenigsten eine Hardcopy meiner Notizen zu ziehen
    Open Air = Windstoßgefahr. Klar

Setup Oli

FREITAG, 15.00 Uhr
Soundcheck. Es gibt glücklicherweiser ausreichend Zeit all die Stellen anzuspielen, in denen ich den tragenden Beat liefern muss, ebenso werden schwierige Übergänge gecheckt.
Eins a Unterstützung von allen Seiten!

FREITAG, 17.00 Uhr
Bin ziemlich platt. Trinke die x-te Flasche Wasser – viel Wasser ist ja mein Mittel für einen klaren Kopf – und suche das nahe gelegene Strandbad auf: ein schönes Déjà Vu (ich war hier vor fünfzehn Jahren schon mal während einer ORF Fernsehproduktion): Freue mich über das Sprungbrett in den See und auf einen Powernap auf der Wiese.

FREITAG, 18.30 Uhr
Abendessen & Kaffee, anschließend die Notenkopieraktion. Dann umziehen.

FREITAG, 20.00 Uhr
Die Vorgruppe „Vona“ ist fertig (übrigens mit Joe Styppa am Schlagzeug), jetzt kann ich meine Notenzettel anklemmen und nochmals einen Blick über das Setup und die ersten Songs werfen.
Runter von der Bühne bzw. raus aus dem Regal und unbedingt nochmal auf die Toilette.

FREITAG, 20.30 Uhr
Backstage wird ein Kreis aller Akteure gebildet, Ansprache des Pandas und ab geht’s, hinein in eine wundervoll hochsommerliche Ferienkulisse voller Menschen.

Meine Müdigkeit ist wie weggeblasen, dafür höchste Konzentration. Aber auch ganz klar große Lust auf’s Konzert und irgendwie die Gewissheit, dass nichts anbrennen wird.

FREITAG, 22.45 Uhr
Juhu geschafft! Der laaange Tag darf nun beendet werden. Noch ein letzte Abkühlung im Wörthersee und directement in die Nightlinerkoje.

SAMSTAG, 3.00h
Weiterfahrt.

Das nächste Konzert war dann im Burgenland, auf dem legendären Wiesen Festival Gelände. Ebenfalls hochsommersommlich, See-nah und hochkonzentriert; und wieder sehr schön – es wird in der Zukunft meine „Wiesen Assoziation“ mit einem intensiven Turntablerocker Auftritt teilen.
Danach fiel endgültig aller Ballast von mir ab und ich war froh, dass ich wieder mal eine derartige Herausfoderung angenommen hatte und meistern konnte.
Unterm Strich fühlte ich mich: befreit zufrieden.

PS. Meine Liebling-Songs und –Stellen aus der rundum fetten Cro-Show (Hut ab!):„Hey Kids“, „Allein“, „Wir waren hier“

PPS. Eigentlich wollte ich am darauffolgenden Donnerstag zur zweiten Familienurlaubsrutsche aufbrechen. Da Matteo leider immer noch nicht ganz fit war, musste auch diese Reise um drei Tage nach hinten verlegt werden – was sich erstaunlicherweise aussergewöhnlich „easy“ bewerkstelligen liess.
So kamen noch die Stationen Losheim am See, Brombachsee und Osnabrück dazu und am Ende war mir mein Part schon beinahe vertraut…

Parallel dazu wurden die Überschriften meiner Sommerlektüre getauscht (siehe Foto) und ab nach Italien…

LITERATUR

Und jetzt noch die anderen Ferienhighlights: vom Baum in den Ebnisee springen, barfuß über Moos laufen, Yak & Yeti, Erika Fuchs, Olympia-taz – und keine „Macht am Strand

 

 

 

Kultur, Klöße, Glück

Juli 22, 2016

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Da bin ich im kulturbewussten Meiningen doch direkt im Roland-Gedächtniszimmer gelandet. Und einen schlagzeugerfreundlichen Code gab es obendrauf.
Jetzt nur noch den Gutwetter-Daumen in Richtung Wolkenwand richten, dann doppeltes Glück:  beste Open-Air-Laune und die volle Wirkung des >>Enzyms, das Hitze in Glück aufspaltet<<.

>>Herzog Georg II. zum Entwurf des Brahmsbrunnens mit gestalterischen Steinkugeln 1899, Zitat: „Ein Leibgericht der hiesigen Einwohner ist der Kartoffelkloß, der im Volksmund den Namen Hütes hat. Diese Bezeichnung wird hier zu guten und zu schlechten Witzen gebraucht, und so ist zu befürchten, der Volksmund werde die Kugeln Hütes benennen und vom Hütesmonument sprechen ….<< (Wikipedia)

KISS!

Juli 19, 2016

keep it simple stupid!

kiss keep it simple stutip

See the Sun

Juli 14, 2016

Michael Ruetten hat gerade Les Gammas# „See the Sun“ im FB gedropt, eine schöne 5/4-Nu-Jazz Erinnerung an Stuttgart, die ich  lange nicht mehr gehört hatte.
Ich spule direkt zum tollen Akkord- (Jochen Helfert) und Rhythmusteil (Marc Frank) hin.

Dann noch den Viva 2Step Einstünder noch hinterher:

Die CD „Exercises de Styles“ ist auch (zum wievielten Mal?) wieder geordert, also gibt’s jetzt Zeit zu lesen, z.B. den FAZ-Artikel über Dario Fontanella, Erfinder des Spaghetti-Eis aus Mannheim.

Hallo Sommerferien!

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Simmons Tom zum Einzählen

Juli 14, 2016

>>I also use one [Simmons tom] as a counting pad as well. When we started playing big venues, everyone started complaining that they couldn’t hear the stick clicks, so I had to set one up for that.<<

Duran Durans Roger Talyor im lesenswerten* Modern Drummer Interview vom März 1985.

* beispielsweise: warum R.T. kein Ridebecken spielt, der (gelbe 414?) Sennheiser-Kopfhörer für optimale Click-und Playbackortung, über hochgestimmte Tama Imperialstar Concert Toms (in den Größen 12″, 14″, 15″, 16″ – fast wie meine) und kreative Rhythmusarbeit (>>But we don’t actually use the [Linn] percussion as percussion. We use the percussion to trigger synthesizers.<<)

riffs involve creativity

Juli 13, 2016

Das Zitat >>sounds are one thing, but riffs involve creativity<< stammt von Steve Stevens (aus einer australischen Doku über Sampling aus dem Jahre 1988). Fast noch besser als Stevens Spruch finde ich das Gesamtbild seiner Aufnahme: fettes Pult, Frisur, Zigarette zwischen Ring-und Mittelfinger!

20 Jahre mit Meinl: Direct to Disc!

Juli 12, 2016

An das konkrete Datum kann ich mich nicht mehr erinnern, aber es war irgendwann im Sommer 1996. Frank Schiller vom Schorndorfer „Drums Only“ hatte mich netterweise empfohlen. Und so packte ich meinen damaligen Beckensatz ins Auto und tuckerte nach Neustadt a. d. Aisch. Dort das erste Treffen mit Stephan Hänisch: Der Deal ein freundlicher Handschlag und die Versicherung, dass wir im nagelneuen Meinl Custom Shop für jedes meiner Becken ein Pendant finden würden (und bestimmt auch Spannendes mehr), dann noch ein Essen beim mächtig fussballbegeisterten Italiener mit Minipli und eine Rückfahrt mit sommerlichem Wetter UND sommerlichen Gefühlen. Wenige Tage später standen prompt eine paar große Pappkartons im WG-Flur und ich war mächtig stolz…

Hier eine Auswahl meiner Lieblinge der letzten zwanzig Jahre🙂

Das damals  gefundene 13er Custom Shop Hihat-Pärchen – Ersatz für meine 13″ Zildjian Z/K-Kombi – spiele ich heute noch. Das Top-Cymbal hat zwar einen Riss, aber genau deswegen klingt es vermutlich so fett, komprimiert und eigen.
Ein anderes Custom Shop Becken aus den späten Neunziger hat dann meinen Hattler Drumsound entscheidend mitgeprägt – es ist die (leider nicht mehr erhältliche) genietete 5″ Bell, die – rauschend und hochfrequent – immer ihren Platz im Mix findet.
Dann gab es eine Phase, in der ich ein paar nicht weiter verfolgte Prototypen bekam, kleinere Hihats, u.a. mit angenieteten Schellen. Perfekt, um die von DJs hoch gepitchte Grooves zu simulieren. Als dann etwas später die Byzance Serie erschien, ergänzte deren 12″ Splash meine „Drumcomputer Alike Cymbal Collection“. Die Sampling-afine Becken-Krone jedoch wurde für die Snare gefertigt, ein 8 oder 10 Zoll kleines Becken mit Haltegriff – das wunderbare (Johnny Rabb) Drumbal:

Drumbals

Auch das 18″ Johnny Rabb Safari Ride spiele ich bis heute – leicht modifiziert, ohne das mitrasselnde 8er Blech, dafür mit dezent rauschenden Ketten oder Nieten – und ihm verdanke ich eine Korrektur meines Beckenverständnises: nun hatte ich gecheckt, dass der typische Becken-Wechsel – für den Refrain (oder das Solo) wird vom Hihat zum Ride gewechselt – einen einfachen Grund hat (höher Frequenzen, dadurch bessere Durchsetzungskraft) und es eben nicht auf die Lautstärke oder die Glocke an sich ankommt. So bin ich bei den eher dünnen, aber hochfrequenten, gern sizzelnden (weil länger klingenden, dadurch besser verbindenden) Flatride gelandet (und geblieben) und war überglücklich als mit dem Wolfgang Haffner Club Ride ein weiteres Modell dieser Nischengattung auf den Markt kam.
Aber auch alle andere Mitstreiter aus der Byzance Jazz Serie (vor allem die super dünnen Kandidaten) sind mir schwer ans Herz gewachsen – insbesondere die 14″ Jazz Hihats, das 22″er Sizzle China – welches ich selbst gar nicht habe, das mich aber immer wieder bei Matteo Scrimali angenehmst überrascht – sowie das 18″ Extra Thin Jazz Crash.
Als ich letztes Jahr aus Übergepäcks-Vermeidungsgründen einen Tour-Beckensatz auf meine Koffergröße (also 18 Zoll) reduzieren musste, entdeckte ich weitere Perlen dieser Größe – das Benny Greb 18″ Sand Crash und das 18″ Trash Crash.

Eigentlich hatte ich meine Becken nie speziell aus dem Lagersortiment herausgepickt, sondern immer mit den zugeschickten Exemplaren so lange herumexperimentiert, bis ich ihnen in meinem Klangkosmos den perfekten Platz zuordnen konnte. Vor kurzem jedoch habe ich das Meinl-Lager aktiv aufgesucht, um aus dem riesigen Sortiment DIE EINE Hihat-Kombination zusammenzustellen, die den Roland TR-Maschinen so nahe wie möglich kommt – eine erkenntnisreiche Forschungsreise, die letztlich in meinem Club Cymbal Set mündete.

Mensch, ich möchte mich hiermit ganz herzlich für die vielen tollen Klänge und die rundum herausragende Unterstützung der Firma Meinl bedanken, insbesondere bei Stephan Hänisch, Norbert Saemann und Reinhold Meinl!!!
Dass ich darüberhinaus auf diesem Pfad auch noch bei Tama gelandet bin und immer wieder in den Meinl Percussion Pool eintauchen kann, stimmt mich als Rhythmusmacher überglücklich.

PS. die Meinl-Verbindung besteht genau genommen seit 33 Sommern – bei meinem ersten Schlagzeug – ein blaues Sonor Champion – waren zwei Meinl Becken mit dabei (vermutlich vom Typ Meteor). Der Hihat Sound wurde wenige Jahre später (1986) dank eines ausgeliehenen Profile Soundwave Pärchens in Richtung „Plattensound“ gelenkt, vor allem aber der damalige Anzeigentext entspricht meiner heutigen Herangehensweise! Damit wäre der Kreis elegant geschlossen:

20Years_with_Meinl

PPS. Welche nicht mehr erhältlichen Meinl-Becken würde ich mir zurückwünschen?
– die Geschwister meiner 5″ Custom Shop Sizzle Bell
– einen Testbaum voller Dragon Rides
was Buntes
– die Marco Minnemann „Alien Hihats“


*Heart Handshake by Alfredo Astort from the Noun Project

 


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