TheDrumSounds.de

November 12, 2016

»The Drum s/Sounds« ist meine persönliche Klangbibliothek, eine über die Jahre gewachsene Sammlung von Soundalternativen für das traditionelle Schlagwerk.
Sie befindet sich mittlerweile umsonst und frei zugänglich als Suchmaschine im Netz und bietet unterschiedlichste Klangvorbilder und Klischées, wie sie durch das Präparieren des akustischen Instrumentariums, durch Abschauen bei anderen Kollegen, durch Stimmkonzepte, oder durch den kreativen Einsatz alternativer Schlagmaterialien und Elektronik entstanden sind und sich dank einer kurzen Anleitung easy umsetzen lassen.

Analog zum Musikproduzenten, der den aufgenommenen Schlagzeugklang mit Mischpult, Dynamikprozessoren und Effektgeräten formt, der die Klänge eines programmierten Beats dank Alternativen aus seinem Archiv einfach austauschen kann, dient  meine Suchmaschine der variantenreichen Gestaltung eines Rhythmuspatterns.

Damit lässt sich jeglicher Groove neu orchestrieren – im übertragenen Sinne mit anderen ›Samples‹ bestücken – wobei der Flow und das eigentliche Pattern erhalten bleiben.

Probier dich durch und schicke Anmerkungen oder Eigenkreationen rüber.

PS. Im aktuellen Heft des „drums&percussion“ Magazins (Ausgabe 6/2016) findest du einen erläuternden Workshop auf Seite 80.

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Einklang

Dezember 9, 2016

Nach so viel Stimme und Sprache, jetzt ein Klang.
Einklang, einmal aus Bukarest, einmal aus Bockenheim:

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Und beiden träumen: Get Bigger!

Das mehrdimensionale Spiel mit der Sprache

Dezember 8, 2016

 

In dem eindrucksvollen Gespräch mit Elisabeth Wehling habe ich gestern in der taz einiges über den Begriff Framing gelernt.

Die Bedeutung einzelner Worte ist relevant und führt dazu, das sie für jeden Satz einen Deutungsrahmen („Frame“) im Gehirn erzeugt. So verarbeiten wir Fakten (>> Die Fakten haben ja nie eine Bedeutung an und für sich, sondern wir müssen sie interpretativ einordnen<<). Und auf diesem Weg nehmen die Gehirne von Menschen Kontakt miteinander auf.

Dass durch bewusste Wortwahl und Metaphorik, beim Gegenüber unbewusst Assoziationen gepflanzt werden können, die durch häufige Wiederholung einen vermeintlichen „common sense“ entstehen lassen, löst mein Alarmsystem aus: Obacht, Manipulation. Denn je nach strengem oder fürsorglichen Weltbild geht es dabei >> um Werte wie Disziplin, Bestrafung und Belohnung, Sozialdarwinismus oder starke männliche Autoritäten<< beziehungsweise >>Empathie, Kooperation, soziale Fürsorge, individuelle Befähigung und Schutz vor Schaden<<.

Glücklicherweise sind wir den Sprachverführungen nicht gänzlich ausgeliefert, denn unser Gehirn simuliert immer mit, ob eine Situation authentisch ist/bleibt. Und in Bezug auf meinen Alltag (und  Kulturauftrag) hilft mir die folgende Einschätzung Wehlings:

>>Lügen, verfälschte Fakten und Hass gehören nicht in die menschlich verantwortungsvolle Politik. Demokratische und progressive Geschichten sollten erzählt werden, mit Frames von Empathie, Miteinander, Nächstenliebe, gegenseitiger Befähigung und Schutz. Dass die funktionieren, hat die Popkultur mit Filmen, Büchern und Theaterstücken, die auf diesen Werten basieren, immer wieder gezeigt.<<

Und – aber das kennen wir vom Schlagzeugspielen eh –
>>Es ist wichtig, eine klare, eigene Geschichte zu erzählen.<<
(Das gilt auch für’s Weitervermitteln von Inhalten und Konzepten)

PS. und der negative Nachgeschmack des Framing lässt sich ruckzuck positiv für’s eigene Lernverhalten drehen…

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Weiterlesen:
Elisabeth Wehling „Politisches Framing: Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht“ 2016
George Lakoff und Elisabeth Wehling „Auf leisen Sohlen ins Gehirn. Politische Sprache und ihre Macht“ 2007

PPS. geschickterweise hat sich der tolle Friedemann Karig eben auch noch mit Frau Wehling unterhalten – (dank) „jetzt“ ist alles klar!

Buch, als Begleitgeräusch

Dezember 8, 2016

Das „Buch, als Begleitgeräusch“ ist eine schöne Vorstellung, über die es sich lange träumen ließe, im vorliegenden Fall ist es ein Fazit aus der FAZ Rezension zu Marcel Beyers „Flughunde“; einem heftigen Roman über den fikitiven Akustiker und Stimmensammler Karnau, der im Umfeld Joseph Goebbels zum skrupellosen Stimmenstehler mutiert, >>eine Figur […], an der sich die Entwicklung eines Fachidioten zum Unmenschen nachzeichnen läßt, der gar nicht wirklich begreift, welche Schwelle er überschreitet<<.

Trotz allem Irrsinn finden sich aber auch einige Passagen für die gute Seite des leidenschaftlichen Hinhörens, Klängesammelns und Kartografierens. Die „Flughunde“ drängen dabei förmlich, sich selbst mit dem Phänomen von Stimme und Sprache auseinanderzusetzen, das „Für und Wider“  bzw. das „Wie“ der Tonaufnahme zu überprüfen.

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Bei aller Besessenheit: es gilt das Maß nicht aus den Augen zu verlieren. Wissenschaft hat ihre Grenzen, ebenso die persönliche Hingabe – die spätestens dann dringend eingehalten werden müssen, wenn andere darunter leiden.
Also unbedingt die fürsorglichen Antennen ausklappen!

Karriem Riggins

Dezember 7, 2016

Eigentlich hat mich der Stonesthrow Soundcloud Player nur weitergespült, bis ich zufällig bei Karriem Riggins strandete.

Jetzt weiss ich, dass er eigentlich auch Hiphop Produzent und Jazz Drummer ist.

 

once again

Dezember 7, 2016

tumblr_nfbh4ml1yi1sesaigo1_1280Marjane Satrapi „PersepolisQuelle: climbthestacks, via sofie

Airport Express

Dezember 7, 2016

Nein, keine weitere Tourgeschichte! Es geht vielmehr um einen transportfreundlichen zukünftigen Mitreisenden: Apples älteren Airport Express Stecker A1264.

Einen solchen habe ich günstig gebraucht (25 €) erworben, damit ich auf der Bühne ein geschütztes LINK Netzwerk aufbauen kann, ohne jedes Mal dafür den familieninternen Router abbauen zu müssen.
Läuft! (Dank dieser Einrichtungshilfe auch unter El Capitan.)

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So dass ich jetzt getrost noch etwas „Rocket Science“ zum Runterkommen lauschen mag:

Ätna

Dezember 6, 2016

Schick reduzierter Groove (mal mit Jinglestick, mal mit Seed Pod Shaker in der Rechten) und ein killer Snaresound. Wow, Demian Kappenstein & Inez Schaefer!

Netterweise verrät Demian den Trick des Snare-Klangs: es ist eine aufgelegte Uhrenpendel-Spirale! Gut zu sehen bei Minute 1.37′

weiterinformieren?, weiterhören?

Schuhfüllung?

Dezember 6, 2016

Wenn Dir (für Dich oder eine/n befreuendete/n Rhythmusmacher/in) noch die Schuhfüllung für den heutigen Nikolaustag fehlen sollte, kannst du diese Postkarte samt Geschichte und voller trommelbarer Klanganleitungen ausdrucken und verschenken.

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Wagenhallen Nachhall

Dezember 5, 2016

Samstag Nacht, die letzte Wagenhallen-Party, war: schön & typisch, so wie wir das in den vergangenen zehn Jahren bei über 20 Netzer Gastspielen immer wieder erlebt hatten.
Aufgrund der sehr bassigen Anlage  war unser Set vielleicht etwas weniger dynamisch, dafür energiereich & massiv wie selten zuvor, ein kurzer, druckvoller Abschied vom alten Gemäuer (das vom tollen Laurenz Theinert mit passendem Beamerlicht bestrahlt wurde).
Noch mehr Stuttgart-Nostalgie gab es  dank der Auftritte von „Putte & Edgar“ und „Gomo Park„.

Meine persönlichen Höhepunkte des Abends waren aber der Einfallsreichtum
– der Wagenhallenkünstler, die sich ein auf dem Gelände ein Container-Dorf errichten,
– des Gomo Park Trommlers Jörg Bielfeld (der in allen Boss und Ibanez Bodentretern die schwergängigen Federn durch Schaumstoffwürfel ersetzt hat, um sie leichter mit der Hand bedienen zu können; der seine A/B-Box auf einem kleinen extra Teppich befestigt hat, welcher dann fußtrittgenau unter der Hihatmaschine gegen mögliches Verrutschen fixiert wird) und das „Soundsystem aus dem Allgäu“ (das den Taut-Container beschallt hat).

Eine Dosis Effectual

Dezember 3, 2016

„Effectual“ heißt die Rhythmusplatte von Jamire Williams.

Und damit’s ordentlich groovelastig bleibt, gleich noch „Doozies“ von Tye Brown aka T-AaroonMusic hinterher – habe ich über Hardy Fischötters Dazuspielvideo kennengelernt.
Irgendwo zwischen Gospel & Prince…