Archive for the ‘DiscJamming’ Category

wieder gefunden

März 27, 2009

Als mir 2004 die Erlend Øye DJ-Kicks vorgespielt wurde, fand ich seinen Ansatz toll, das Plattenauflegen durch den Einsatz der eigenen Stimme zu personalisieren: eine erfrischende Mischung aus Master of Ceremony, kreativer Karaoke und Bastard-Remix. Seitdem steht diese CD eigentlich auf irgendeinem irgendwo verschollenen TO CHECK Zettel. Und hätte mir das Netz nicht zufällig das Schaufensterkonzert des „Whitest Boy Alive“ zugespielt…ach ja – danke für den Trigger-Impuls!

schön anstrengend

April 11, 2008

Die letzten beiden Tage waren ganz schön anstrengend – im wahrsten Wortsinn:

anstrengend im Vorfeld. Vorgestern klingelte das Telefon, ob ich nicht kurzerhand am folgenden Tag einspringen könnte, auf der Luminale in Frankfurt. Elektronisch sollte es sein, aber auch kunsttauglich, und nicht zu heftig. So ne gute Stunde. In Interaktion mit einem VJ, Tänzern, eventuell auch mit den anderen anwesenden Musikern. Ach ja, und ne thematische Überschrift wäre ebenfalls zu berücksichtigen, einfach: Wasser…

Da ich hier gerade in Frankfurt bis auf meine Beckentasche und das Roland SPD-S leider GAR NICHTS an Drumequipment habe, wurde ein eher ungewöhnliches Setup zusammen gestellt, die nächste Stufe der DiscJamming-Idee…

Ran an die Arbeit. Zuallererst mal das SPD-S mit rauschenden, dubbigen Klängen, Sprach-und Atmo-Samples bestücken. „Och nee“, ich habe ja nicht mal mein Kick-Pad hier… also besser noch drei, vier satte Drumloops mitnehmen, die bei Bedarf die Aufgabe der Bassdrum übernehmen könnten. Das ganze schließlich durchs RE-20 Echo, wo ich den Pad-Output noch schön mit Hall und getapptem Delay verbiegen kann. Und ab in den Kanal 1 des DJ-Pultes.

Für die andere Seite habe ich ein paar schöne beatfreie Titel in den iPod geladen. Auf dem Weg in den Kanal 2 fliessen sie aber erst durch meinen analogen Vermona Filter (- der über die Cutoff/Resonanz Regler hinaus, noch einen LFO zum schrauben bereitstellt). Auch dieser Signalweg kann bis zur Unkenntlichkeit verzaubert werden.

Und zu guter Letzt gibt es ja auch noch den Pult-EQ zum Drehen.

Soweit die Vorbereitungen und mentalen Möglichkeiten. Gestern beim Event dann das schöne Moment, nämlich die Bestätigung, dass das Konzept funktioniert – allein, wie auch im Jam-Kontext. Und darüberhinaus ernsthaft ausbaufähig zu sein scheint.

Und die Veranstaltung selbst war auch bunt & vielseitig (- Ideengeber des Ganzen ist übrigens MOLILAB).

P. wie Play

PS. Die Zackenlinie trennt den Hand- vom Stock-Bereich.
PPS. Dieses Setup fällt natürlich eindeutig in die Kategorie „maximal einmal laufen
PPS. geschickter Weise kam die Technik von Karsten Rohrbach, der zudem gerne fotografiert: