Buch, als Begleitgeräusch

Das „Buch, als Begleitgeräusch“ ist eine schöne Vorstellung, über die es sich lange träumen ließe, im vorliegenden Fall ist es ein Fazit aus der FAZ Rezension zu Marcel Beyers „Flughunde“; einem heftigen Roman über den fikitiven Akustiker und Stimmensammler Karnau, der im Umfeld Joseph Goebbels zum skrupellosen Stimmenstehler mutiert, >>eine Figur […], an der sich die Entwicklung eines Fachidioten zum Unmenschen nachzeichnen läßt, der gar nicht wirklich begreift, welche Schwelle er überschreitet<<.

Trotz allem Irrsinn finden sich aber auch einige Passagen für die gute Seite des leidenschaftlichen Hinhörens, Klängesammelns und Kartografierens. Die „Flughunde“ drängen dabei förmlich, sich selbst mit dem Phänomen von Stimme und Sprache auseinanderzusetzen, das „Für und Wider“  bzw. das „Wie“ der Tonaufnahme zu überprüfen.

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Bei aller Besessenheit: es gilt das Maß nicht aus den Augen zu verlieren. Wissenschaft hat ihre Grenzen, ebenso die persönliche Hingabe – die spätestens dann dringend eingehalten werden müssen, wenn andere darunter leiden.
Also unbedingt die fürsorglichen Antennen ausklappen!

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Eine Antwort to “Buch, als Begleitgeräusch”

  1. Einklang | E-BEATS Says:

    […] so viel Stimme und Sprache, jetzt ein Klang. Einklang, einmal aus Bukarest, einmal aus […]

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