Archive for the ‘Echodrums’ Category

tap tempo & midi!

März 7, 2019

Wow, ich habe gerade die beiden externen Tap-Taster der Firma DisasterArea entdeckt, die das Tempo-Signal an bis zu vier Geräte weiterleiten und darüberhinaus eine MIDI-Clock erzeugen können. Die Teile nennen sich Smartclock Gen 3 bzw. micro.clock und scheinen auf den ersten Blick all die Features realisiert zu haben, die ich mir vom Erfindungsbüro Rest & Maier noch gewünscht (und von einer 34-one nie zu träumen gewagt) hätte…

 

Damit kann der Drummer nun alle tempoabhängigen Effekt- und Zuspielgeräte seiner Band synchronisieren! hey!

Rewind

März 4, 2019

>>When the DJ stops the music and spins the song back, energy shoots through the crowd and Jamaican sound echoes across genres.<<
(aus dem cuepoint-Artikel „Wheel it Up: History of the Rewind“ von Lauren Fintoni)

from Re-Amp to Re-Dub

März 4, 2019

Als ich Aaron Sterling über seinen Umgang mit Effektpedalen sprechen hörte (Sound of Sterloid Vol.2), wurde ich an die Idee des „Re-Amping“ erinnert, jenen studiotechnischen Kunstgriff, durch den bereits aufgenommen Signale nachträglich effektiert und erneut aufgenommen werden können bzw. sich die unterschiedlichen Anforderungen von Studio-und Bühnenequipment optimal zusammenführen lassen.

Da bei dieser Produktionstechnik mehrere elektrotechnische Fallstricke umgangen werden müssen, ließ sich 1994 der (Schlagzeuger! und) Toningenieur John Cuniberti seine Schaltung zur optimalen Anpassung von Impedanz und Signalstärke, sowie zur Verhinderung von Erdschleifen patentieren. Seitdem lässt sich ein dementsprechendes Helferlein-Kistchen unter der Bezeichnung Reamp(er) käuflich erwerben.

Selbstverständlich sind derartige Probleme auch schon vor 1994 aufgetaucht, selbstverständlich gab es Lösungsstrategien: So lässt sich der Reamp Ansatz mit einer passiven DI-Box (teilweise) nachbauen, in dem diese verkehrt herum verkabelt wird. Sprich, der Ausgang der DAW wird mit dem eigentlichen männlichen XLR-Ausgang der DI-Box verbunden; das daraufhin – dank Transformator und galvanischer Trennung – brummfreie und unsymmetrische Signal wird via DI-Box-Klinkeneingang ausgespielt und (idealerweise mit kurzen Kabeln) zu den gewünschten Effektpedalen geschickt.

In diesem Sinne experimentiere ich directement mit all dem, was im Haus ist, effektierte /re-dubbe also meine rohe Schlagzeugspuren mal via Lehle P-Split II & Palmer PAN04 (passiv), mal via Lehle P-Split II & SansAmp Bass DI (passiv), schliesslich via Lehle P-Split II & SansAmp Bass DI (aktiv), und bin mächtig gespannt, wie’s klingt!
(Leider fehlt mir der passende Sex-Changer, um die Palmer DI als alleiniger Ream Box zu testen…)

reamping_with_p-split_sans_DI

So gefällt es mir am besten:
symmetrisch raus aus dem RME Babyface> symmetrisch rein in Input Lehle P-Split II (> Masse- und Phasenschalter helfen!) > ISO-Out > In Boss RE-20 [roter Strang]
Out Boss RE-20 > Input SansAmp Bass DI > symmetrisch raus in RME Babyface [lila Strang]

durch Stuhldrehung in die Unabhängigkeit

März 3, 2019

Da ich gerade meinen linken Fuß zum Kicken animiere – will sagen: ich übe gerade am Doublekick-Setup (wobei die zweite eine elektronische Bassdrum ist)  – passt der Aufbau von Wes Watkins bestens zu diesem Unabhängigkeitsgedanken: er benützt zwar nur die herkömmliche Kick, hat aber anstelle des Floortoms eine zweite Snare und rechts daneben auch noch eine weitere Hihatmaschine aufgebaut, so dass eine dezente Stuhldrehung zum spiegelverkehrten BD-SD-HH-Spielgefühl führt.

Ich versuche mich an diversen Baustellen: in erster Linie an zwei unterschiedlichen klingenden Bassdrums (1, 2, 3, 4) und ihren polymetrischen Möglichkeiten, aber auch an der Kombi von (Click-freier) 303 Bassline und Tap-Delay (angefixt von Nils Frahms‘ Juno 60 Arpeggiatoren) und dem immer wieder beeindruckenden Phänomen der Resonanz: nämlich, dass eine, besser noch: mehrere, unterschiedlich gestimmte Snaredrums je nach Filtereinstellung durch den Verstärker angeregt werden und somit im Raum den elektronischen Klangerzeuger mit „hangemachter Verzerrung“ bereichern.

H3000

März 3, 2019

Philipp Danzeisen trommelt sich durch die Eventide H9000 Presets…

und durch den PlugIn Ableger (H3000 Factory)

physical feeling which sound can produce

Februar 27, 2019

Am Wochenende klingelte Wolfgang Haffner durch und fragte, ob ich am Montag in der Stadt sei und Lust hätte, mit ihm Nils Frahms Konzert zu besuchen. Klaro.
Es wurde wunderbar:

Tolle Bögen, maximale Dynamik, schier grenzlose Ruhe. Und immer wieder optimale Schnitte und Endings – und alles im warm-weichen Klangmantel.
Mal fühlt es sich an, dem Künstler während seiner Studioarbeit beiwohnen zu dürfen, an anderer Stelle wähnt man sich auf der Couch bei Kerzenschein, plötzlich auf dem Chill-Floor. Ich denke an die 1980er Platten von George Winston, irgendwie auch an Jean Michel Jarre (beide halt spezielle Tastenmänner, die alleine auftreten), genieße das weisse Rauschen der Vermona DRM, die Mellotronchöre und den attacklosen Bassbereich des Flügels, der wie rückwärts abgespielte Bandschlaufen anmutet. Sowie das große Space Echo (aus vier 501ern).
Nils‘ Groove packt mich. Irgendwo vermute ich die Zentrale für die Steuersignale, sehe sie aber nicht. Klasse, weil unwichtig. (Derartige Forschungsgedanken lassen sich ja geschickt an anderer Stelle nachlesen**).
Alles scheint eigen, in sich rund und kompromisslos!*
Doch selbst wenn nur eine Person auf der Bühne sichtbar agiert, merkt man deutlich: hier ist eine richtig eingespielte Band unterwegs – die anderen Members (Backline, Licht, Ton) sind – wie die in separatem Raum abgenommen Orgelpfeifen – zwar nicht zu sehen, aber ebenso so essentiell.
Ich spür‘ den Sound und gehe inspiriert in die Woche!

* passt ins Bild:

Bildschirmfoto 2019-02-27 um 00.33.59

**Zur Anregung für die eigenen Bühnenkonzepte schreibe ich mir noch eine zentrale Idee von Nils Frahms Live-Konzept (aus einem „Keyboards“ Interview mit Matthias Fuchs ab):
>>Basis eines Stückes können etwa zwei parallellaufende Juno-60-Arpeggien sein, die ich live verändere und zu denen ich ein weiteres Element − vielleicht Klavier, Mellotron oder Orgelspiele. Zusammen mit meinen Lieblings-Effekten Hall und Tape-Delay entsteht schon in diesem Moment ein komplexer Sound, möglicherweise sogar ein fast vollständiges Stück. Mit dieser Arbeitsweise stelle ich zudem sicher, dass die Musik live aufführbar bleibt und nicht überfrachtet wird. […] Von Cubase kommt üblicherweise nur eine Clock. Damit synchronisiere ich die Arpeggiatoren der Junos und manchmal meinen Drumcomputer. MIDI-Sequencing im eigentlichen Sinne passiert so gut wie gar nicht. Ich hätte damit zu wenig Eingriffsmöglichkeiten in die Stücke. Die Arpeggios kann ich dagegen beim Spielen jederzeit verändern, transponieren, aus dem Sync nehmen, neu einstarten usw. Das macht für mich den Live-Aspekt von Synthesizern aus.<<

*** nicht zuletzt dank des mit „Toilet Brushes“ betrommelten Flügels. Hiermit reiht sich N.F. in die Liste der Echotrommlern ein 🙂

Loops of the week

Februar 22, 2019

Ich musste die alten Neumann Stäbchen überholen lassen – war zwar teuer, aber die richtige Entscheidung. Gestern habe ich mal wieder all die Mikrofone angeschlossen und getestet. Mindest zwei Loops sind dabei herausgekommen 🙂

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Heute hat sich noch dieses schick rosafarbnes Strymon Dig-Delay in den Experimentier-Park eingereiht. Und gleich die  ersten Annährungsversuche ans neue Gerät haben sich vielversprechend angelassen!

 

SansAmp

Februar 19, 2019

Angefixt durch Tschad Blakes Vorliebe für einen angezerrten Drumbus und der Erfahrung während der letzten DePhazz Tour, dass meine Effektgeräte mit einer aktiven DI-Box besser funktionieren, habe ich mir aus Lust am Experiment eine ältere Tech21 SansAmp Bass DI besorgt.
Und ich bin mächtig begeistert begeistert, da sie sowohl meinen analogen Kick-Modulen (Jomox MBase01, Vermona Kick Lancet), der 303 Bassline, als auch dem RE-20 zu einem neuen Sound hilft: in sich rund und gesättigt.

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Vorzüge eines Schwanenhalses

Februar 18, 2019

Aric Improta spielt mit dem Whammy-Pedal und zeigt die dabei deutlich die Vorzüge des auf Schwanenhals geschraubten FX-Mikros: 10.02′ – 15.08′ – 23.23′ – 27.20′
(Weitere Details in den Interviews in drums&percussion 2/2019, Modern Drummer 3/2018)

Tschad Blake’s Echodrums

Februar 12, 2019

PCM-42 Echodrums à la Tschad Blake (Vid1 ab 1.41′, Vid 2 ab 4.39′).
Komprimiert, angezerrt, im Achtelschwung:

Bildschirmfoto 2019-02-12 um 01.52.24

File under: The Wurst