Archive for the ‘Live’ Category

Drums to Modular

Juni 5, 2019

Gestern hat sich der „Der temporäre elektronische Salon“ mal wieder zum Jammen und Experimentieren auf dem Yachtclub-Boot getroffen und ich bin begeistert, wie tight meine 34 Jahre alte Tama Techstar Triggerbank (TTB1000) die Trommelsignale in CV übersetzt.
Jetzt auch die Option zu haben – Clicktrack-frei – von Modular-Musikern weiterverwertet zu werden, öffnet eine schöne große Flügeltür!
Und Sonne strömt…

Stock- oder Notenhalter

Juni 2, 2019

Habe meinen DrumGees zwei neue Aufgaben zugedacht. Befestigt an zwei Bassdrumstimmschrauben kann das Gummi entweder einen Ersatzstock halten – quasi Ersatz für die nicht mehr erhältliche Sticktrap von Thomas Tiesler – oder es befestigt ein 10″ Trommelfell (als kleine Variante des mehrfach erprobten Leadsheet-halters 1/2) auf der Kick:

Hier noch die Variante mit Kick DrumGees,14″ Fell und an den ecken beschnittenen DinA4 Sheets:

IMG_2010

leidenschaftlich verspielt

Mai 6, 2019

Gestern kurze Probe, heute Abend dann das Carrera Trio auf dem glitzernden Main!
(21h @Yachtclub mit Hans Glawischnig und Oliver Leicht, Eintritt frei!)

Und da ich wieder keine Zeit hatte, mir endlich mal das Peter Roehr Kunstwerk in einem der Treppenhäuser anzuschauen, besuche ich den Hessischen Rundfunk nächste Woche gleich nochmals, suche das Bild, gerne auch noch Thomas Lenks „Relief 18“ (siehe unten) und höre mir anschließend den best möglichen Soundtrack dazu an: Brian Blade’s Fellowship!

DTES SAISON 2019

Zwischentöne

März 31, 2019

Kommt eher selten vor, aber heute hatte ich mich rückblickend über eine Autobahnvollsperrung gefreut – dadurch konnte ich den DLF Beitrag „Zwischentöne mit/über den Regisseur Oliver Schmitz in voller Länge genießen: das war ein spannendes Gespräch, bei dem selbst mimisches Lächeln durch den Lautsprecher übertragen wurde, zudem gab es auch tolle Musik, die mich direkt das Autofenster runterkurbeln lies – einerseits Kurzurlaub, aber auch überraschende Augenöffner:
Police & Thieves ist nicht nur eine eins a Lee Scratch Perry Produktion aus dem Jahr 1977, sondern auch die Grundlage der Freundeskreis Version vom Ton Steine Scherben Klassiker „Halt dich an deiner Liebe fest“. Und die „Compared to what“ Bassline (von Ron Carter!) covern wir gerne mal mit DePhazz.
Vitamin C, eh immer OK – der Track ist laut Rolling Stone Magazine >>the most immediate example of Liebezeit’s rhythmic signature<< und ich bekomme direkt Lust darauf, mal wieder ein Hängetom aufzubauen… aber jetzt stehen erst mal zwei volle Wochen mit nur einem Tom an:

IMG_1358

02.04. Saisonstart mit dem „Temporären Elektronischen Salon“ @ Yachtclub Ffm/ Eintritt frei!
02.-05.04. Musikmesse??? > 06.04. Vintage Drum Meeting (Electro Drums – früher & heute), Mörfelden
04./05./06.04 „Hattler“ in Homburg/Idstein/Schorndorf
09./10./11.04 „Nils Wülker“ in Erlangen/Potsdam/Ulm
12.04. „DePhazz“ in Worpswede
13./14.04. Workshop @ Trommelwerk Bremen

PS. war heute erstmals im Waldstadion – klingt auch besonders…

layering ideas

März 6, 2019

Binkbeats gibt ein Einblick in sein Ableton-Konzept für die Bühne und stellt seinen M4L Looper zum freien Download ins Netz!

physical feeling which sound can produce

Februar 27, 2019

Am Wochenende klingelte Wolfgang Haffner durch und fragte, ob ich am Montag in der Stadt sei und Lust hätte, mit ihm Nils Frahms Konzert zu besuchen. Klaro.
Es wurde wunderbar:

Tolle Bögen, maximale Dynamik, schier grenzlose Ruhe. Und immer wieder optimale Schnitte und Endings – und alles im warm-weichen Klangmantel.
Mal fühlt es sich an, dem Künstler während seiner Studioarbeit beiwohnen zu dürfen, an anderer Stelle wähnt man sich auf der Couch bei Kerzenschein, plötzlich auf dem Chill-Floor. Ich denke an die 1980er Platten von George Winston, irgendwie auch an Jean Michel Jarre (beide halt spezielle Tastenmänner, die alleine auftreten), genieße das weisse Rauschen der Vermona DRM, die Mellotronchöre und den attacklosen Bassbereich des Flügels, der wie rückwärts abgespielte Bandschlaufen anmutet. Sowie das große Space Echo (aus vier 501ern).
Nils‘ Groove packt mich. Irgendwo vermute ich die Zentrale für die Steuersignale, sehe sie aber nicht. Klasse, weil unwichtig. (Derartige Forschungsgedanken lassen sich ja geschickt an anderer Stelle nachlesen**).
Alles scheint eigen, in sich rund und kompromisslos!*
Doch selbst wenn nur eine Person auf der Bühne sichtbar agiert, merkt man deutlich: hier ist eine richtig eingespielte Band unterwegs – die anderen Members (Backline, Licht, Ton) sind – wie die in separatem Raum abgenommen Orgelpfeifen – zwar nicht zu sehen, aber ebenso so essentiell.
Ich spür‘ den Sound und gehe inspiriert in die Woche!

* passt ins Bild:

Bildschirmfoto 2019-02-27 um 00.33.59

**Zur Anregung für die eigenen Bühnenkonzepte schreibe ich mir noch eine zentrale Idee von Nils Frahms Live-Konzept (aus einem „Keyboards“ Interview mit Matthias Fuchs ab):
>>Basis eines Stückes können etwa zwei parallellaufende Juno-60-Arpeggien sein, die ich live verändere und zu denen ich ein weiteres Element − vielleicht Klavier, Mellotron oder Orgelspiele. Zusammen mit meinen Lieblings-Effekten Hall und Tape-Delay entsteht schon in diesem Moment ein komplexer Sound, möglicherweise sogar ein fast vollständiges Stück. Mit dieser Arbeitsweise stelle ich zudem sicher, dass die Musik live aufführbar bleibt und nicht überfrachtet wird. […] Von Cubase kommt üblicherweise nur eine Clock. Damit synchronisiere ich die Arpeggiatoren der Junos und manchmal meinen Drumcomputer. MIDI-Sequencing im eigentlichen Sinne passiert so gut wie gar nicht. Ich hätte damit zu wenig Eingriffsmöglichkeiten in die Stücke. Die Arpeggios kann ich dagegen beim Spielen jederzeit verändern, transponieren, aus dem Sync nehmen, neu einstarten usw. Das macht für mich den Live-Aspekt von Synthesizern aus.<<

*** nicht zuletzt dank des mit „Toilet Brushes“ betrommelten Flügels. Hiermit reiht sich N.F. in die Liste der Echotrommlern ein 🙂

von Fat Time zu fast jeder

Februar 7, 2019

Ich weiß gar nicht warum ich mich neulich mal wieder durch die 1980er Alben von Miles Davis hörte. Wie es der Zufall will, konnte ich jedenfalls dadurch die Bassline des kurz vorher geposteten Netzer-Videoschnippsels (aus dem Jahr 2011…) einordnen.
Klingt nach „Fat Time“ (ab 0.33′):

Im weiteren Verlauf sprang ich von „Decoy“ zu „MD1/Something’s On your Mind/MD2“ (damals für mich der Hit auf „You’re under Arrest„), schwelgte vom „Star PeopleOpener und beschloss, tiefer in die wunderbare Welt der Mileschen Oberheim-Synth-Begleitung vorzudringen.
Leider fand ich im ganzen WWW nicht ein einziges Miles-Davis-OB-X-Hotlick, kein Instructional-Vid zum typischen MD-OB-X-Sound, keine Abschlussarbeit über die kantig-kräftigen Elektronik-Einwürfe des Meisters.
Dafür aber das Freeware PlugIn OBXD, mit dem ich jetzt herumspiele.

Leider zickt mein K-Board momentan. Sprich, ob ich beim morgigen Netzer-Konzert im Stuttgarter Merlin fette One-Finger-Brass-Chords einwerfen kann, steht in den Sternen.
Ob wir wieder mal Fat Time zitieren werden, ebenfalls.

Ich morphe schon mal von Fat Time zu fast jeder und freue mich auf’s Wochenende!

fast_jeder_hoert_netzerMerlin

direkt überm Synclavier

Februar 2, 2019

Gestern war ein spannender Tag an der HdMDK – ich traf zufällig den Komponisten Orm Finnendahl, erfuhr vom elektronischen Kellerstudio der Hochschule (inkl. marodem? Synclavier) und bekam einen ersten Einblick die oft mit Elektronik verbunden Werke.

Im direkten Anschluß, genau ein Stockwerk drüber, dann diverse wunderbare Aktionen von Richie Beirach.
Auch heute werde ich wieder in die Eschersheimer radeln und bin gespannt, dort meine Schlagzeugschülerin tanzen zu sehen – denn die Kombination Tanzen & Trommeln hört sich für mich nach einem ähnlich vielversprechendem Standbein an wie die/der singende DJ.
Hey und morgen entere ich zusammen mit meinen NETZER Freunden zum Abschluß des Jazzfests die Bühne des kleinen Saals.

The Tama

Januar 29, 2019

Bin noch völlig elektrisiert vom Konzert der „Ndagga Rhythm Force“ – deshalb zuallererst der Hinweis für alle Rhythmus-Berliner: die Band spielt am 29.01. im Gretchen:

Und zwar noch reduzierter als auf den beiden Videos (nämlich ohne Gitarre), also nur Groove, Bass-Synth, Stimme und Tanz.
Und gerade die Paarung von 2Box-Sample-Drummer (Club-Kicks, nicht zu laute elektronische Snaresounds, Basic Chanel Chords, plus echte Hihat), Synth-Bassist und traditioneller Percussion (2x Sabar und Talking Drum), bildet ein mitreißendes Fundament – irgendwo zwischen Rave, World Music und Ritual Beats – für den Gesang von Mbene Diatta Seck (der mich immer wieder angenehm auch an den Muezzin erinnert und dank der Dub-Einlagen doppelt erfreut).

PS. dass die Talking Drum auch Tama genannt wird ist darüberhinaus eine a. neue Erkenntnis, die mich b. direkt auf meinen Schlagzeugteppich zurückbringt.
Um die tollen metrischen Modulationen, Unisono-Parts und Call & Respond Aktionen zu checken und zu üben…(kurz vorm Geburtstag machen sich ja neue Ziele immer gut)

Doppel R

Januar 25, 2019

RR scheint meine Buchstabenkombi des Tages zu sein:
Auf der Namm Show reiten mich nämlich bisher nur zwei Neuerscheinungen. Einmal das Roland Triggermodul, ein Bodentreter namens TM-1 und das Rose (Bit Bucket) Delay von Eventide.
Später treffe ich mich mit Ulf , um unter dem Doppel-R-Kürzel als KleineR Rubow Musik zu machen.
Und die Querverbindung zu Rolls Royce schafft mit dem Namen der Kühlerfigur ein vortreffliches Motto für unseren Jam: Denn Emily heißt mit vollem Namen: The Spirit of Ecstacy

50628673_10213246810233509_1061263947572707328_n

PS. auf der Fahrt zum Proberaum hatte ich Radio-X eingeschaltet und zufällig lief Michael Rüttens „Soulsearchin“ Sendung. Dabei kam ich den Genuß von Mark Ernestus’ Ndagga Rhythm Force:

und erfuhr von Tony Allens Tribute to Art Blakey.

Afrobeats ohne RR, dafür aber mit einer weiteren Überraschung, dass ich aam Montag Mark und die Ndagga Rhythm Force live erleben kann (Zoom, Frankfurt, 21h). Tschaka Yeah!