Archive for the ‘Krautrock’ Category

Tago, Ege & mehr

November 25, 2011

Las gerade in Julian Webers taz Artikel zur „Tago Mago“ Wiederveröffentlichung:

>>Ihre jamartige und doch formstrenge Musik beeinflusste gleich mehrere Popgenerationen, Punkbands der Siebziger genauso wie Elektronik-Produzenten. So gilt das Can-Album „Ege Bamyasi“ von 1972 etwa als Blaupause für hochgepitchten Drum n Bass, wenn man die Musik auf 45 Umdrehungen abspielt.<<

Zudem gehört der Track „Spoon“ zu den frühesten Pop-Titeln, auf denen ein Trommler zur Rhythmusmaschine trommelt.

Diese schicke Gitarre ist übrigens ein Objekt aus der Ausstellung „Halleluwah – Hommage à Can“ (Künstlerhaus Bethanien, Berlin. Bis 18. Dezember)

Für Immer Wieder

November 18, 2011

Im Player dreht das Album NEU! „2“ (1973) mehrfach seine Runden. Toll finde ich den (mix-technischen) Umgang mit Geschwindigkeit (Bandmaschine) und Lautstärke-Verhältnissen. [siehe auch]

Im Anschluß höre ich dann wohl noch in die Harmonia „Deluxe“ (1975) rein. (Dort gibt es auch ein paar schöne „Play-A-Longs“ ohne Schlagzeug…) Und: Harmonia „Deluxe (Immer wieder) erinnert mich ab 4.09′ an Kraftwerks „Autobahn“ (1974):

Alles in allem: Ein schönes zweites Frühstück mit Michael Rother!

like Van Halen without having the technical chops to achieve it

Oktober 6, 2011

…oder doch eher: krautig, kraftwerkesk und mit diversen elektronischen Trommelgeräuschen und Basteleien von Sebastian Thomson. Die Trans Am „Futureworld“ von 1999 ist jedenfalls ne schicke Scheibe. Dass ich sie in einem Laden namens „Echobeat“ erstanden habe, freut mich besonders…

Seb Thomson aka Publicist trommelt aber auch clubbige Soloshows, das Schlagzeug in mitten der Crowd plus Vocoder-Gesang. Organic Electro Beats…

Hier noch ein Ausschnitt seiner Sound-und Travel-Philosophy:

>>As long as the stands (and throne!) work, honestly I’m much more concerned about the PA and the sound person than I am about the kit. With 10 minutes of tuning and with the triggers* and moongels** I can get any kit to work for me. But the PA and soundman is not something I have control over so I usually like to have a nice chat with him or her and a decent sound check.<<

*>>[The triggers on the kick and snare] are hooked up to a drum module that generates electronic kick and snare sounds whenever I hit those drums. I use those because a) I want my drum parts to sound slightly synthetic and b) I don’t travel with a sound man and this way I can have a consistent good kick sound no matter what drum or mic or PA I use.<<

**>>I’m making club music, and in any kind of club music (except maybe for drum and bass which I am not doing) a ring-y snare just gets in the way. In fact the snare is demoted in club music and is secondary to the kick. Think of disco records, the snare is always dead and deep. So with the four moon gels I can get that sound, plus when I’m traveling it almost doesn’t matter what snare I use.<<

Camenbert Electrique

August 8, 2011

Für Herrn Eichhorn ist der Mond ein Käse, für Max Frisch ein Gong*. Und Gong machen Space-Music und nennen ihr Album „Camenbert Electrique„…

*>>Und weit draußen, im Osten, steigt der Mond empor, eine gehämmerte Scheibe, ein Gong, der schweigt…<<
(aus „Stiller“, Seite 316)

krautig

Februar 4, 2011

>>Für das erste Neu! Album benutzten wir nur Gitarre, Bass, Fuzz, WahWah, ein Delay, eine Dynacord Echolette und einen Equalizer, aufgenommen auf 8-Spur. Heutzutage schreibt ihre richtige Songs, in den 70er-Jahren machten wir einfach drauf los. Eine Spur nach der anderen. Erst wurde die Basis gelegt, beispielsweise von der Gitarre. Entscheidend war, wie im Anschluss die Effekte eingesetzt wurden.<<
Michael Rother in Intro #189

rohe Gewalt manchmal OK?

November 5, 2009

>>Das war zu Can-Zeiten noch ganz anders: Damals konnte der Stockhausen-Schüler Irmin Schmidt gar nicht genug kriegen von den neuen Möglichkeiten, die die ersten elektronischen Klangerzeuger eröffneten. Interessiert hat ihn aber immer, sagt er, vor allem „der zerstörerische Gebrauch simpler Technik„. Erst der Fehler im System erhob die Musik zur Kunst und da wurde bisweilen schon mal nachgeholfen mit roher Gewalt. Diese Herangehensweise an die Elektronik, die Schmidt „punkig“ nennt, hat er miterfunden, mittlerweile hat sie Schule gemacht.

Sie ist allerdings heutzutage weit schwieriger umzusetzen. Denn „ein Computer, den man kaputt macht, der funktioniert nicht fehlerhaft, sondern einfach gar nicht mehr“. Das diagnostiziert Schmidt als größtes Problem der digitalen Technik: Der Fehler führt nur noch zum Defekt, nicht mehr zum kreativen Fortschritt.<<

schreibt Thomas Winkler in der taz vom 3.11.2009

Nam Nam

Januar 13, 2009

Namm Show?
Interessiert mich eigentlich Null (- obwohl?, obwohl?)

Ne, ne ich denke hier an die Kraan-Fanfare.

Dinger

April 3, 2008

So ne Shicé: es ist einfach immer wieder unschön, den Tod eines/einer tollen ? ? ? zu verkünden… Und gerade musste ich lesen, dass Klaus Dinger mit gerade mal knapp 62 Jahren an Herzversagen gestorben ist.

Ich werde ein bißchen was anhören:

und anschließend noch jenen amüsanten Email-Wechsel lesen, zwischen einem Spiegel-Online Redakteur und Klaus Dinger, aufgrund dessen Kraftwerk-Rhythmusarbeit.

Cologne Sporthalle ’72

Juli 9, 2007

Schaue mir gerade Peter Przygodda’s 51 minütigen Film „Can-Free-Concert“ an. Eine tolle Vermischung von Konzert und Overdub. Aus meinem Geburtsjahr.

Nebenbei habe ich im Booklet der DVD noch folgenden tollen Satz von Alan Warner markiert: >>Music, as Can knew, is a type of bewitching; a shadow which travels by your side – you change, but music – even your favourite album, adapts those changes.<<

Ist ein einziger Ton wirklich genug?

Juni 13, 2007

>>Als wir mit CAN anfingen, fragte mich Jaki oft, weshalb ich so viel spielen würde. Dann sagte er mir, ich sollte nur einen Ton spielen, das wäre genug. Für mich war das neu, ich dachte: Ist ein einziger Ton wirklich genug? Einfach zu sein, war eine ganz neue Vorstellung für mich, und diese Einfachheit war sehr schwer zu erreichen.
Also wurde ich ein sehr einfacher Bassist. Wenn ich irgendwas änderte, dann nur, um eine andere Richtung vorzuschlagen. Aber ich spielte immer nur das Minimum!<<
Holger Czukay

Also Leute: spendiert eurem Bassisten ein, zwei Bier und schließt den Kick-Trigger an!