Archive for the ‘Dub’ Category

Wagenhallen Nachhall

Dezember 5, 2016

Samstag Nacht, die letzte Wagenhallen-Party, war: schön & typisch, so wie wir das in den vergangenen zehn Jahren bei über 20 Netzer Gastspielen immer wieder erlebt hatten.
Aufgrund der sehr bassigen Anlage  war unser Set vielleicht etwas weniger dynamisch, dafür energiereich & massiv wie selten zuvor, ein kurzer, druckvoller Abschied vom alten Gemäuer (das vom tollen Laurenz Theinert mit passendem Beamerlicht bestrahlt wurde).
Noch mehr Stuttgart-Nostalgie gab es  dank der Auftritte von „Putte & Edgar“ und „Gomo Park„.

Meine persönlichen Höhepunkte des Abends waren aber der Einfallsreichtum
– der Wagenhallenkünstler, die sich ein auf dem Gelände ein Container-Dorf errichten,
– des Gomo Park Trommlers Jörg Bielfeld (der in allen Boss und Ibanez Bodentretern die schwergängigen Federn durch Schaumstoffwürfel ersetzt hat, um sie leichter mit der Hand bedienen zu können; der seine A/B-Box auf einem kleinen extra Teppich befestigt hat, welcher dann fußtrittgenau unter der Hihatmaschine gegen mögliches Verrutschen fixiert wird) und das „Soundsystem aus dem Allgäu“ (das den Taut-Container beschallt hat).

Superheroes S & R

Juli 4, 2016

Es ist Sommer, also höre ich mir jetzt mal die nach Meinung des Fact-Mags besten 16 Songs von Sly & Robbie an!

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Dickes B

Mai 9, 2016

Angenehm erschöpft und höchst inspiriert, gehe ich mental nochmals die Highlights meines Berlin-Ausflugs durch:

Ich hatte den perfekten Start, klar: Dirk und seine Drumtrainer schätze ich ohnehin sehr, aber dass die Bude rumsvoll und dann noch mit vielen coolen & befreundeten TrommlerInnen besetzt sein wird, hätte ich nicht erwartet.

Und ab dann ging’s nahtlos in den X-Jazz-Flow über:
– Schwarzmann Soiree Finale mit Henrik und Ben Westbeech
– ein atmospärischer „A Coral Room“ Einstünder im Monarch, siehe Momentaufnahme von Martin Bach:

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– ein letzter Hauch von Kurt Rosenwinkel und seinen „Bandits 65“ (mit Gintas Janusonis)

– entspanntes Mittagsprogramm mit Christian Prommer (inklusive Native-Instruments Nachtisch) und Michael Kersting (der mir unter anderem den prall gefüllten Pulse-Percussion-Store in der nähe der Ankerklause gezeigt hat).

– das Matthias Lindermayr Quintett mit Andi Haberl -toll!

– Vijay Iyer Trio mit Marcus Gilmore (intensiver Gig, aber mir zu lang). Die Verbeugung vor Robert Hood gefiel mir gut:

– der (auch elektronisch) verspielte Demian Kappenstein (Highlight für meine Klangbibliothek: das auf die Snare gelegte Skateboard!) in einem ganz speziellen Mitternachtskonzert mit Inéz

– ein schönes Zitat aus der Catering-taz: >>Unser Vorstellungsvermögen und die Fähigkeit, aus nichts etwas zu kreieren, ist das größte Geschenk<< (Adi Gelbart)

– intensiver (beeindruckender & inspirierender) Besuch in Christian Lillingers Proberaum, von dem ich ein schönes Klangideal mitnehme – die gläsernen Toms – und die aktuelle „Amok Amor“ CD
Um die Ecke dann direkt nach „Klein Hanoi“ (Dong Xuan Center) zum Essen.

Noch ’ne tiefe Verbeugung vor bzw. ein dickes (Lo)B an Stud und seinem Team, ein derartig fettes Festival auf die Beine zu stellen! Genau so hab ich es mir immer gewünscht 🙂
PS. Berlin finde ich eigentlich immer toll, im Sommer jedoch unschlagbar.
Und wenn man dann ab und an noch von vertraut poetischer Lautmalerei à la „so ischess“ überrascht wird, fühle ich nicht nur wohl, sonder wie zuhause!
PPS. Handy tot = auch gut
PPPS. den 2nd Hand Laden in der Zossenerstrasse konnte ich nicht auslassen; dort lief eine LP von Horace Andy „In the light Dub“. Quasi noch mehr Sommer!

Drum Bug

März 24, 2016

Während ich einen Artikel zur Film-Doku „Lee Scratch Perry’s Vision of Paradise“ lese, schleicht sich der Drum-Bug ins Bild und will auf Trommeln und Becken geklebt werden – zwecks Verhallung und anderer Effektspielereien

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Tourgespräche

Februar 2, 2016

Markus Vieweg ist eigentlich Bassist (der Band Glasperlenspiel), aber auch ein Internet-afiner Mensch. So er hat er mit den von Apple bereitgestellten Tools ein von der Kritik gefeiertes Bass-e-Book veröffentlicht und mit seinem Blog „Tourgespräche“ eine Alternative zum klassischen Musikerinterview geschaffen. Gut vorbereitet und mit viel Zeit finden Unterhaltungen – vornehmlich mit Akteuren aus der zweiten Reihe des Showgeschäfts – jenseits der Langeweile längst bekannter Eckdaten und Fakten statt und werden zu einem anderthalbstündigen Podcast zusammengeschnitten.

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Wir trafen uns neulich zwischen Soundcheck und Festivalauftritt in meinem Mainzer Hotelzimmer und sprachen bei Kaffee und Kuchen über:

FOH, Mad ProfessorHeimstudioKompressormaske, Squarepusher, Bedroomproducer bzw. Zufall als neue Bestimmung, Jojo MayerVom Zitat zum Ich, Zuspieler, der „Sack um die Snare“, Echodrums, Solo-Performancesimulierter Aux-SendReverb Shots, Laurenz Theinerts Visual Piano zu meinen Organic Electro Beats 2003, Bandmensch, Rubo(W)ölpl aka (W), Aufwand und Slayer-Set auf der IAAB-Keeper/BeatSeeker, >>Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile<<, selbstgebaute „Playstation“, Cover-Mukke, das persönliche innere Tempo, Interaktion dank Blog, Lesen, Cafè, Tour Catering, Netzer, nur einmal laufen!Fragebogen aus den Tagebüchern von Max Frisch

… und dabei hat mich einiges „umgehauen“…

 

 

Dub and Bass

Januar 13, 2016

Auf der Electronic Beats Seite wird die Geschichte des Killasan-Soundsystems erzählt.
Und so tragen mich die Gedanken prompt an lauschiges Plätzchen, es ist Frühling und die imposante Boxenwand massiert Bauch und Herz…

 

Controlling the MixingLink

September 2, 2015
Das Eventide MixingLink™ ist ein Schweizer Messer mit Stompbox-Maßen, ein vielfältiges Hilfsmittel, das es so noch nicht gegeben hat (MicPreamp, Effektloop-Switcher, Kopfhörerverstärker, AB-Box, Schalter/Taster, DI-Box, Kleinstmixer in einem). Seine Vorzüge wurden ja schon an verschiedenen Stellen in Print und Netz besungen. Dem möchte ich mich gerne anschliessen und schicke ein paar Erfahrungswerte und Anwendungsmöglichkeiten hinterher:
1. 430 Gramm sind sehr reisefreundlich!
2. Beim Green Sound Festival habe ich erstmals (und ohne Soundcheck!) das Eventide MixingLink als „Aux Send“ zum Dubben der Lead Vocals eingesetzt.
Dabei wird das Gesangsmikrofonsignal gesplittet und kommt in den MIC Eingang des Eventide Tausendsassas. Der FX LOOP Button wird dank der HOLD Stellung zum Taster und solange ich ihn drücke, rutscht die Stimme ins Echogerät. Dort wird das Signal nach Lust und Laune verbogen und schliesslich zum FOH geschickt, wo der Tonmann das Effektsignal mit dem Original in perfekte Balance bringt.
Die zu Grunde liegende Dub-Idee ist ja eigentlich im Studio verortet (wo der Toningenieur im Gesangskanal kurz den Aux-Send-Regler aufdreht, woraufhin das Signal im Echogerät landet und separat verarbeitet werden kann), lässt sich jedoch mit dem MixingLink ganz einfach, mit nur einer Hand oder einem Fuss, auf der Bühne umsetzen.
Funktioniert bestens!
MixingLink-Vocal-Dubbing
3. Aber auch für Drum-Delays ist der MixingLink ideal, da das kleine Kästchen sowohl MicPreamp und On/Off-Schalter vereint:
Ich habe an der Snare ein zweites Mikrofon, das ich nur für meine Effekte verwende. (Selbstverständlich lässt sich auch das Snare-Mikro der Beschallungsfirma mit einem Y-Kabel splitten, jedoch ermöglicht ein zusätzliches EFX-Mic unterschiedliche Positionierungen: mal konkret auf die Snare gerichtet, mal zwischen Snare und Hihat, mal nur auf die Hihat, vielleicht auch mal „Cowbell-Mic„.)
Es wird in den MIC Eingang der Eventide Stompbox gesteckt, dort vorverstärkt und aus der TO FX Buchse zum Delay geschickt. In der Regel stelle ich den FX LOOP Button auf LATCH und bediene den Knopf mit der Ferse meines linken/Hihat Fusses. Eine rote Lampe signalisiert, dass das das Mikrofonsignal ins Echogerät rutscht, erlischt das Licht, dann ist der Weg ins Effektgerät versperrt.
Jetzt kann ich meinen Groove mit zusätzlichen Layern bereichern – vom dubbigen Einzeleffekt bis zum mitlaufenden Pseudo-Loop.
MixingLink-Echodrums
Übrigens. Dank einer perfekten Stereo-Trennung (sprich: Input A kommt nur aus Output A heraus, Input B nur aus Output B), kann ich (mit zwei MixingLink Boxen) beide Dub-Ansätze mit nur einem Echogerät live umsetzen. Ich tappe (auf meinem Boss RE-20 oder Eventide TimeFactor) beim Trommeln die gewünschte Delay-Time und schicke dann je nach musikalischem Bedarf mal per Fersentritt etwas Schlagzeug, mal durch einen Knopfdruck mit der linken Hand den Gesang in die Echokammer.
PS. anstelle Schlagzeug und Stimme lassen sich jegliche anderen Bandmitglieder oder mitspielenden Maschine „effektieren“ (vom Beatboxer über Bläser über Piano, Perkussionist und Playback hin zu den Synthdrums und Sequenzern)
PPS. Die erweiteterte Dub Drumming Variante: Ich splitte mein Drum-EFX-Mic, schicke eine Leitung wie oben beschrieben ins Echogerät, die andere über den zweiten MixingLink in einen Hallraum aus dem Eventide H9 (MIC Input, FX LOOP=HOLD > TO FX > Input H9 / Output H9 > FOH). Bereichere mein Drumming mit Reverbshots per Fingerdruck und Fersen-Echos!
PPPS. Jeder Mitmusiker, der noch eine Hand (Finger) und/oder einen Fuß (Vorderfuß oder Hacke) frei hat kann sich selbst oder anderen mit Effekten versorgen!
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Mixing Link

Juni 22, 2015

Ja wahnsinn, ein Gerät wie der Eventide Mixing Link Mic Preamp habe ich mir immer gewünscht. Es ist die perfekte Universalbox, um das akustische Schlagzeug zu „effektieren“.
Ich mache an dem Thema Echodrums ja schon über 15 Jahre rum und musste in all den Jahren diverse kreative Umwege finden (A/B-BoxSuperswitcher, Hitswitch, Lehle momentary Switch), DIY-Boxen in Auftrag geben (Playstation), vor allem aber immer mehrere Geräte mitschleppen (Mischpult, A/B-Box, Send/Mute-Buttons, DI-Boxen oder halt: Rechner, Audiointerface, Controller), um die die Dub-Idee des geschwind aufgedrehten Aux-Weges während des Schlagzeugspielens umsetzen zu können.

Ml-Lg

Mit zwei Mixing Links und meinem Boss RE-20 liessen sich so gut wie alle Anwendungen realisieren:
– Snare Mic in den Mixing Link Nr.1, der neben dem Hihat-Pedal mit dem linken Fuss bedient wird (FX LOOP: HOLD, FX ONLY, intern: TAILS ON). FROM/TO FX werden mit dem linken In/Out des Space Echos verbunden. Der DI OUT geht zur Stagebox.
PS. Den TO AMP Ausgang könnte ich (bedienungsfreundlich via Volume Pedal) ebenfalls zum Tonmann schicken und ihn bitten diesen Kanal in ein großes 100% Wet Reverb zu routen – so liesse ab und zu das Echosignal zusätzlich verhallen.

Vocal-Mic oder Instrument-Split kommt in den Mixing Link Nr.2 (FX LOOP: LATCH, FX ONLY, intern: TAILS ON), der zusammen mit dem Echo auf einer Sprudelkiste links vom Schlagzeughocker (also mit der linken Hand gut erreichbar) aufgebaut wird.
FROM/TO FX werden mit dem rechten In/Out des Space Echos verbunden. Der DI OUT geht zur Stagebox.
Bei Bedarf schliesse ich noch mein Smartphone an (AUX oder INST IN) und schicke aus dessen Media-Player Geräusche, Klänge, Texturen ins Delay.
Oder ich verwende den zweiten Mixing-Link für klassische Room-Shots. Dazu würde ich mein Snare Mikrofonsignal mit einem Y-Kabel splitten.

25 Best Dub-Techno Tracks Ever

Juni 15, 2015

Meine Woche beginnt mit den 25 besten Dub-Techno Tracks (laut Fact Mag).

Und wenn schon Wettkampf-Modus, dann hänge ich gleich noch die 50 besten elektronischen Alben von 1988 bis 2013 (aus einer Groove Umfrage) hinterher

mein Tisch

Mai 20, 2015

Tschaka, das e-Setup für heute Abend – ( W ) in der Frankfurter Fabrik – ist gefunden.

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…und bleibt rotz der vollen Tischlänge Straßenbahn/Car2Go kompatibel (2x Pedaltrain, 1x Beckenrucksack).

Nachklapp, die technische Seite

Mein akustischer Schlagzeug-Sound (Kick, Snare, Hihat, 2 Becken) wird mit Hilfe von Ableton-Rechner, Acidlab 303 und einem Boss Space Echo auf unterschiedliche Weise elektronisch bereichert.

Das Herzstück ist der Musikcomputer (ein 2009er MacBook Pro, mit Ableton 8 Software, einem RME-Baby-(Audiointer)face und einem Traktor F1 Controller). Dieser ist mit einem MIDI-Kabel mit Peters Rechner verbunden; die für Tempo und Synchronisation verantwortliche Midiclock kommt im Idealfall vom Erfindungsbüro Rest, ansonsten aus dem Ableton-Master.

Ableton als „Effektprozessor“
1. Ich klemme ein Mikrofon (Sennheiser e604) zwischen Snare und Hihat. Das Signal wird im RME (Input 1) vorverstärkt, in einer Ableton-Spur ggf. klanglich optimiert und von dort aus verschiedenen Aufgaben zugeführt:
a. Echodrums
Das Snaresignal wird (durch Output 3) via Boss A/B-Box (also On/Off) zum Delay-Gerät geschickt.
b. Echodrums advanced
Das Snaresignal wird mit einem im Kreis laufenden Synthchord und dem Freeware TAL-Vocoder „harmonisiert“ dann (durch Output 3) via A/B-Box zum Boss-Delay geschickt.
c. Roomshot
Das Snaresignal zum Return-Channel gesendet, in dem sich ein Reverb-PlugIn (Valhalla) befindet. Hinterm Hallraum befindet sich ein (Waves One-Knob) Filter
d. Looper
Das Snaresignal wird zum Return-Channel gesendet, in dem sich der Ableton Looper und eine nachbearbeitende Effektkette befindet.
e. Edrum Modul
Der Snarekanal wird zu einer weiteren Audiospur geroutet. Dort befindet sich das ApTrigga PlugIn, mit dem sich ein zusätzliches Snaresample addieren lässt.
2. Die Acidlab Bassline wird in den Input 2 des Babyface gesteckt, um ihr Signal im Ableton mit einem Filter Delay oder Resonator zu transformieren.

Ableton als Sample-Workstation
Ich habe für jeden Song-Part (Szene) maximal drei vorbereitete Clips: Bass, Akkorde, Texturen. Sowie die stumm mitlaufende Vocoder-Fläche (s.o.)
Dazu gesellen sich die zweitaktigen akustischen Drumloops (s.o.) und ein weiterer Ableton-Looper mit dem ich verschiedene Vocal-Acappelas verbinde.

Ableton als Mischpult
Den internen Click route ich auf den externen Output 4, das Snare-Signal fürs Echogerät auf Output 3 (Damit diese Lösung mit dem RME Babyface funktioniert, verwende ich dieses spezielle Sommercable).
Auf Output 1 fasse ich alle Bass-lastigen Signale zu einem Mono-Signal für den FOH zusammen (Acidlab Bassline, Ableton Bass, Kick-Loop).
Mit dem Output 2 schicke die Mono-Summe aller harmonischer und rhythmischer Events raus. Diese wird gesplittet und geht einmal direkt zum FOH, einmal via „Playstation“ (bzw. ihrem grünen Send Button) in den zweiten Eingangskanal des RE-20 und kann dort ebenfalls ge-dubbed werden.

Das Echosignal des RE-20 wird ebenfalls in mono versendet und durch eine DI-Box zum FOH übermittelt.

Den F1 Kontrol habe ich wie folgt belegt:

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Wenn ich mehr als 16 Scenes benötige, lege ich im F1 Controller Editor ein weiteres Template an.

PS. neulich sah das Setup noch ganz anders aus 🙂