Archive for the ‘Electro’ Category

Vertrackte Beats, Futurismus und eher düster als happy

Mai 25, 2015

War gestern seit langem mal wieder in der Robert Johnson Theorie, in der Helena Hauff über Electro im weiteren Sinne sprach und verschiedene Lieblingsplatten aus diesem Genres vorspielte. Sehr gut gefielen mir
– der Egyptian Lover an der 808

– die A-Side des Tracks „Een Drumcomputer and Een Synthesizer“ (Electronome, 1995), purer Drumgroove!


– Sound und Langsamkeit in der Front 242 („Kinetics“, 1982)

Marcel Duchamps Schallplattengestaltungsidee aus dem Jahre 1926, die sogenannten Rotoreliefs. 1995 erinnerte sich das planet e Label daran.

– I-Fs Electroclash Floorfiller „Space Invaders“ (1997)

Am allerbesten aber fand ich Helenas Hauptargument für’s haptische Outboard, dass die Maschinen sich ab einem gewissen Punkt selbsttätig der Kontrolle des Bastlers entziehen und ein bisschen eigenmächtig kreieren.
Die schöne Schaffenskraft des Unberechnebaren, sozusagen.
An dieser Stelle freut sich auch der menschliche Schlagwerker, denn gepaart mit dem entsprechenden Klang-und Rhythmusgefühl kann doch genau er diesen Anspruch (der Unperfektion, der Unberechenbarkeit) erfüllen, darüberhinaus das Ganze kreativ bereichern. Jetzt muss ich mal abbrechen und ne Email raustippen…

Night Dubbin‘

Juli 29, 2014

Mit „Nightdubbing – Adventures In Dub Vol.1“ erinnert DJ Friction an die kreative B-Seiten Gestaltung im Disco/Soul/Pop-Bereich.
Dub Mixes ohne Reggae…Schnitte, Effekte, Neugestaltung!

Wem’s gefällt stöbert weiter und entdeckt dabei den Remix Pionier (und auch: Schlagzeuger) François Kevorkian, ein komplettes „Version“ Album aus dem Jahr 1983 („Night Dubbing“ von der britischen Band Imagination), die The Idjut Boys oder die 2009er bbe-Zusammenstellung von Dimitri from Paris („Nightdubbin‚).

 

close to the edge

März 4, 2014

Ganz nah am Rand des Bettgestells – gleich – zuvor noch eine Runde „Hip Hop Classic vs. Modern Jazz“

Check Yo Self“ (2012)

The Message“ (1982)

 

Tabulatur für Rhythmusmaschinisten

März 27, 2012

Der Grafikdesigner Rob Ricketts hat die 808 Pattern von vier elektronischen Meilensteinen auf DinA3 großen Plakaten visualisiert: „Planet Rock“ von Afrika Bambaata, „Clear“ von Cybotron, „Voodoo Ray“ von A Guy Called Gerald und „No Way Back“ von Adonis.

Bestellen, falten und auf den Notenständer legen. Oder schräg über’s Bett hängen.

Electro Swing

Juni 1, 2011

Die Verbindung von Jazz und Elektronik liegt mir schwer am Herzen, dennoch reizt mich „Electro Swing“ nach dem Erstkontakt nicht wirklich. Komisch.

Dafür höre ich mir jetzt  Danny Gottliebs grandiose Kombination von Uptempo-Beckenfiguren und Simmons-Fills an! (Mahavishnu Orchestra „The Wall will fall“ 1987)

In the Bottle

Mai 30, 2011

Lese gerade den Nachruf auf Gil Scott-Heron und erinnere mich an drei seiner Tonträger:

„Winter in America“ (ein wunderschön rundes Album, war mein Erstkontakt irgendwann Mitte der 90er)

„In the Bottle“ (die Version von C.O.D. verdeutlicht die dir Spielart Electro und die Ästhetik der 808) 1983

„Home is where the Hatred is“ (entdeckte ich auf einem Theo Parrish DJ Set. Das hancockeske Piano-Solo haute mich um) 1976

>>Scott-Heron ist ein Vorläufer des Rap, er ist auch das Bindeglied zwischen dem Musiker der Siebziger und dem Produzenten und DJ heutiger Zeit.<<

Play-along

April 25, 2011

Auch wenn das nicht DER Jimi Tunnell ist, der mich 1989 im Scala Ludwigsburg mit Steps Ahead dermaßen umgeblasen hat – nach F. Gambale ’87 mein zweiter Fusion-Gitarren-Held -, eignet sich dessen leicht schmierige Electro-Vergangenheit und speziell  dieses „Bassapella“ optimal zum Dazutrommeln.

Egypt, Egypt

Februar 11, 2011

122 B.P.M.

Dezember 15, 2010

Ein „Song“ nach meinem Geschmack!

Elektro.

rhythmatic cause without pause

Dezember 8, 2010

Hier ein paar blogrelevante Lieblingszeilen aus Hans Nieswandts drittem Buch DJ Dionysos:

>>In meinem House ist Platz für viele Sorten Dub.<< Seite 172 >>Das für mein Empfinden interessanteste, aktuelle Geschehen auf dem immer obskurer werdenden Vinylmarkt ist die kreative Huldigung des Songs mit den Mitteln des Edits. Während der Sampletrack nur Fragmente benutzt, um etwas Neues daraus zu machen, und der Bastard Pop nur beweisen will, wie sehr man alles gegen den Strich bürsten und aus wilden Kombinationen wiederum etwas Neues schaffen kann, will die Huldigung genau das: dem Song huldigen, ihn noch besser machen, das Beste aus ihm herausholen, den Leuten die bisher übersehene Größe vor Augen führen.<< Seite 182

>>…die Lebenspauke […] So wurde die Kickdrum gemäß dem aktuellen „Hype“, wie Gesellschaftsgebote nun hießen, seit Neuestem genannt.<< Seite 168

Ganz toll finde ich auch die Begriffsklärung zu „Elektro“ und den geschichtlichen Exkurs zu Sklavenpassage und Baumwollfelder, quasi der Urbeginn der Diskokultur. (Seite 91f)

Ich empfehle also dringend die Lektüre* und verabschiede mich >>im Namen des Beat, des Break und der Bassline.<<

*bzw. die akustische Teilnahme an der Radiolesung (Fr 10.12., 23h, Eins Live) oder den visuellen Vorgeschmack.