Controlling the MixingLink

Das Eventide MixingLink™ ist ein Schweizer Messer mit Stompbox-Maßen, ein vielfältiges Hilfsmittel, das es so noch nicht gegeben hat (MicPreamp, Effektloop-Switcher, Kopfhörerverstärker, AB-Box, Schalter/Taster, DI-Box, Kleinstmixer in einem). Seine Vorzüge wurden ja schon an verschiedenen Stellen in Print und Netz besungen. Dem möchte ich mich gerne anschliessen und schicke ein paar Erfahrungswerte und Anwendungsmöglichkeiten hinterher:
1. 430 Gramm sind sehr reisefreundlich!
2. Beim Green Sound Festival habe ich erstmals (und ohne Soundcheck!) das Eventide MixingLink als „Aux Send“ zum Dubben der Lead Vocals eingesetzt.
Dabei wird das Gesangsmikrofonsignal gesplittet und kommt in den MIC Eingang des Eventide Tausendsassas. Der FX LOOP Button wird dank der HOLD Stellung zum Taster und solange ich ihn drücke, rutscht die Stimme ins Echogerät. Dort wird das Signal nach Lust und Laune verbogen und schliesslich zum FOH geschickt, wo der Tonmann das Effektsignal mit dem Original in perfekte Balance bringt.
Die zu Grunde liegende Dub-Idee ist ja eigentlich im Studio verortet (wo der Toningenieur im Gesangskanal kurz den Aux-Send-Regler aufdreht, woraufhin das Signal im Echogerät landet und separat verarbeitet werden kann), lässt sich jedoch mit dem MixingLink ganz einfach, mit nur einer Hand oder einem Fuss, auf der Bühne umsetzen.
Funktioniert bestens!
MixingLink-Vocal-Dubbing
3. Aber auch für Drum-Delays ist der MixingLink ideal, da das kleine Kästchen sowohl MicPreamp und On/Off-Schalter vereint:
Ich habe an der Snare ein zweites Mikrofon, das ich nur für meine Effekte verwende. (Selbstverständlich lässt sich auch das Snare-Mikro der Beschallungsfirma mit einem Y-Kabel splitten, jedoch ermöglicht ein zusätzliches EFX-Mic unterschiedliche Positionierungen: mal konkret auf die Snare gerichtet, mal zwischen Snare und Hihat, mal nur auf die Hihat, vielleicht auch mal „Cowbell-Mic„.)
Es wird in den MIC Eingang der Eventide Stompbox gesteckt, dort vorverstärkt und aus der TO FX Buchse zum Delay geschickt. In der Regel stelle ich den FX LOOP Button auf LATCH und bediene den Knopf mit der Ferse meines linken/Hihat Fusses. Eine rote Lampe signalisiert, dass das das Mikrofonsignal ins Echogerät rutscht, erlischt das Licht, dann ist der Weg ins Effektgerät versperrt.
Jetzt kann ich meinen Groove mit zusätzlichen Layern bereichern – vom dubbigen Einzeleffekt bis zum mitlaufenden Pseudo-Loop.
MixingLink-Echodrums
Übrigens. Dank einer perfekten Stereo-Trennung (sprich: Input A kommt nur aus Output A heraus, Input B nur aus Output B), kann ich (mit zwei MixingLink Boxen) beide Dub-Ansätze mit nur einem Echogerät live umsetzen. Ich tappe (auf meinem Boss RE-20 oder Eventide TimeFactor) beim Trommeln die gewünschte Delay-Time und schicke dann je nach musikalischem Bedarf mal per Fersentritt etwas Schlagzeug, mal durch einen Knopfdruck mit der linken Hand den Gesang in die Echokammer.
PS. anstelle Schlagzeug und Stimme lassen sich jegliche anderen Bandmitglieder oder mitspielenden Maschine „effektieren“ (vom Beatboxer über Bläser über Piano, Perkussionist und Playback hin zu den Synthdrums und Sequenzern)
PPS. Die erweiteterte Dub Drumming Variante: Ich splitte mein Drum-EFX-Mic, schicke eine Leitung wie oben beschrieben ins Echogerät, die andere über den zweiten MixingLink in einen Hallraum aus dem Eventide H9 (MIC Input, FX LOOP=HOLD > TO FX > Input H9 / Output H9 > FOH). Bereichere mein Drumming mit Reverbshots per Fingerdruck und Fersen-Echos!
PPPS. Jeder Mitmusiker, der noch eine Hand (Finger) und/oder einen Fuß (Vorderfuß oder Hacke) frei hat kann sich selbst oder anderen mit Effekten versorgen!
controlling-the-button

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Eine Antwort to “Controlling the MixingLink”

  1. Tourgespräche | E-BEATS Says:

    […] Zitat zum Ich, Zuspieler, der “Sack um die Snare”, Echodrums, Solo-Performance, simulierter Aux-Send, Reverb Shots, Laurenz Theinerts Visual Piano zu meinen Organic Electro Beats 2003, Bandmensch, […]

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