die Freiheit des Techno

April 13, 2017

… und das Prinzip von Anspannung und Entspannung, bzw. Aufstieg und Abfahrt (Achterbahn!) sind die Bottomline der einstündigen Arte Doku „Willkommen im Club – 25 jahre Techno

PS. Marvin programmiert DAS Techno…

Perfect Balance, Einstein & Coltrane

April 12, 2017

coltrane-circle-new

Derartige Koinzidenzen gefallen mir ja sehr gut, auch wenn ich sie wie in diesem Fall nicht einmal nachvollziehen kann: Nämlich, dass der Coltrane-Circle (ein vom Meister gemaltes Bildgeschenk für Yusef Lateef, welches seinen personalisierten Quintenzirkel darstellt) dem gleichen geometrischen Prinzip folgt, das Albert Einstein zu seiner Quantentheorie motivierte.
Dazu verlinke auch gerne den Artikel „The Secret Link Between Jazz and Physics: How Einstein & Coltrane Shared Improvisation and Intuition in Common“ und verweise auf Stephon Alexander, der in beiden Welten zuhause ist, in der theoretischen Physik und im Jazz.

Steige selbst aber aus bzw. um und widme mich der etwas einfacher gehaltenen Überschrift „Rhythmus & Geometrie„. Da fällt mir gleich als erste Querverbindung die Vorlesung von Gerhard Kühne zum Thema „Groove based Design“ ein und dann versinke ich in der Freeware XronoMorph, die geometrische Formen in Rhythmus übersetzt. Etwas genauer:
>>Each rhythmic layer is visualized as a polygon inscribed in a circle, and each polygon can be constructed according to two different mathematical principles: perfect balance and well-formedness (aka MOS). These principles generalize polyrhythms, additive, and Euclidean rhythms. Furthermore, rhythms can be smoothly morphed between, and irrational rhythms with no regular pulse can also be easily constructed.<<

Modulbecher & andere Wohlklänge

April 11, 2017

Das etwas andere Hörspiel: die Dynacord Digital Drums Soundcasette. Voilà!

Sowie der direkte Link ins finnische Dynacord E-Drum Archiv.
Und dass Micha Buchner nicht nur DER Simmons-Reparaturspezialist ist, sondern auch ein Dynacord Trommelmuseum pflegt, habe ich bestimmt schon mehrfach erwähnt, oder?

Messe ’17

April 9, 2017

Meine Musikmesse-Highlights 2017:

Gerry Brown getroffen & gehört zu haben.
Can you dig it“ (1987) war für mich DER Superdrumming Track, die dazugehörig Stockdrehungabteilung seinerzeit nicht von dieser Welt, weil’s vor allem dennoch mächtig gegroovt hat, im Jahr 2000 hatte ich im HATTLER Bus beim Durchstöbern des Kraan Backkatalogs dann auch die „Nachtfahrt“ entdeckt. Jetzt höre ich mich durch die Discogs-Creditliste*, wissend >>The Groove don’t lie!<< und dass das Alter eines Rhythmusmachers eindeutig nicht relevant ist…
– Die ATC Boxenvorführung von (eins a Percussionist) Phil Kullmann
– Das hilfreiche Pflaster, dass ich während des Hattler Trio Gigs auf der Center Stage plötzlich neben meinem Echogerät vorgefunden habe. Tatsächlich hatte ich wieder mal eine blutende Shaker-Stock-Wunde am rechten Zeigefinger (deren Entwicklung sich auf den Messe-Mittwoch, bzw. mein d&p Stand-Gastspiel datieren lässt), was der aufmerksame Stagemanager aber auf der Videoleinwand bemerkte und prompt zur Hilfe eilte!!!

Bildschirmfoto 2017-04-09 um 23.54.39.png

PS. vielen Dank an Stephan Hänisch/Firma Meinl für die Bereitstellung des schicken Tama Sets, dessen Farbe (Caribbean Blue Fade) mich eine Kreuzung meiner beiden Lieblingssets (das alte Superstar in Aqua Marine und ein frühes Starclassic in Tequila Sunrise) sein könnte.

PPS. Messe = Firmenalarm, also noch ein hashtag Dank an:
#meinl, #tama, #vicfirth, #keinedelay, #sommercable, #ableton

*

Dynamics & Personality

April 4, 2017

Schönes Beispiel zum Thema „stiefmütterlicher Spielauftrag des Notentexts“ und den großen Freiraum bzw. die Wichtigkeit der persönlichen Interpretation!
Viel Freude mit Bach, Leonard Bernstein und Glenn Gould (aus dem Jahr 1960):

[File under: mit dem Instrument verschmelzen, Extremdynamik, „Hand-auf-heiße-Herdplatte-Anschlag“ für vollen Ton]

Sound Systems

April 4, 2017

Internet-Uni: Auf Arte Creative gibt es zehn kur(weilig)e Folgen rund um das jamaikanische Sound System:

1 Die Urväter des Sounds
Punany Poets
Ghettoblaster
4 Car Clash
5 Rastaman Migration
6 Tecnobrega Monsters
7 Pimp my Sound
8 Like a Sachs Machine
9 Despacio Odyssee
10 Save our Sounds

Wieder viel gelernt! Und so lege ich gleich mal den neu entdeckten „Singjay“ Tenor Saw zum Frühstück auf.

Und danach testet die von Eward Maclean und seinen FB-Freunden erstellte Liste der „100 epic Soul, Funk, Pop and HipHop Basslines“ mein Sound System der Stunde…

Veranstaltungstipps für die Musikmesse-Woche

April 3, 2017

DI 04.04.17 20h Der temporäre elektronische Salon Frankfurt, Yachtclub
Nach dem verheißungsvollen Debut im Oktober 2016 auf der Freigut, jetzt der Start in die neue Saison des Yachtklubs. Fünf Frankfurter Musiker unterschiedlicher musikalischer Herkunft versprechen eine gemeinsame, spannende Reise durch die Welt elektronischer Beats und Sounds.
Improvisierte elektronische Musik zum Wohlfühlen, Abgehen, Tanzen, Zuhören, Zuschauen, Genießen…mit:
Lars Bartkuhn / live & git
Kabuki / beats & sounds
A Coral Room (Matthias Vogt / keys, Oliver Leicht / electric clarinet & saxophone, Oli R. / dub-drums)
https://www.facebook.com/events/475736802550159/

MI 05.04.17 15.30h Frankfurt, Messe (11.0 D20)
Ich trommle am Stand des drums&percussion Magazins ein Ständchen (zu deren 35-jährigem Jubiläum)
https://drumsundpercussion.de/

FR 07.04.17 20h Langer/Rubow/Wölpl RodgauMaximal
Gitarrist Thomas Langer lädt das Duo Rubo W ölpl (Peter Wölpl / git&comp, Oli R. / drums&comp) zum Maximal(en) Jam ein.
http://www.maximal-rodgau.de

SA 08.04.17 15h HATTLER Frankfurt, Messe Center Stage
SA 08.04.17 20h HATTLER Frankfurt, Frankfurter Hof (Steigenberger Hotel)
Mittags im Trio (Hellmut Hattler / b, Torsten DeWinkel / git, Oli R.), abends im Rahmen des Musikmessefestivals dann ein komplettes Konzert mit Gesang und bewegtem Bild (Fola Dada / voc, Hellmut Hattler / b, Torsten DeWinkel / git, Oli R., Pete Delgado / visuals)
Admission is free with the Festival ticket – subject to availability.
http://www.musikmesse-festival.net/en/speaker/live-at-frankfurter-hof-hattler-2017-04-08/

Ansonsten: meine Frankfurt-Tipps stehen hier und einen Soundtrack zum Entspannen erklingt dort.

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Foto © NalanMusicArtPhotography

Boteros Frühlingsfreuden

März 30, 2017

01 Grace Jones Don’t Cry – It’s Only the Rhythm (1985) Panorama 1

02 Syreeta I Love Every Little Thing About You (1972) Moog-Groove

03 John Coltrane Naima (1960) Panorama 2

04 Daniel Herskedal Eternal Sunshine Creates a Desert (2017) Weite

05 Kendrick Scott Oracle We Are The Drum (2015) Intensität

06 Esbjörn Svensson From Gagarin’s Point Of View (1998) Weitblick

07 Bohren & Der Club Of Gore Im Rauch (2014) Tiefe

08 Fischmob Allstars Susanne zur Freiheit (1997) Spaß am Reisen

09 Clara Hill Nowhere (I Can Go) (Clara meets Atjazz) (2006) Chords

10 Gil Scott-Heron & Brian Jackson A Very Precious Time (1974) schön

lokal?

März 27, 2017

In den letzten Tagen kam – unausgesprochen, dreifach – das Thema Verortung auf.

Im Carsharingauto war DLF eingestellt und so hörte ich den Beitrag „Räume für das denkende Ohr“ über die Zukunft des Konzertsaals. Dabei erfuhr ich, dass der Begriff der „soundhouses“ Francis Bacons berühmtem „Nova Atlantis“ (aus dem Jahre 1627!) entstammt und sie  >>Tummelplätze eines Musizierens [sind], das zwischen Ausführen und Experimentieren noch nicht trennt.<<

Auf der Ableton Webseite wird in einer Nachschau zum letztjährigen Loop-Festival folgender Frage nachgegangen: >>Welche Rolle kann unsere örtliche Umgebung oder Region beim Musikmachen noch spielen, wenn unser soziale Interaktion und Musikrezeption größtenteils online stattfindet?<< Sehr spannend!
Was ist „lokal“? Musikmachen in einer hypervernetzten Welt

Gestern kam es zum exotischen Ausflug (im wörtlichen Sinn), in einem Piper 28 „Archer III“ Leichtflugzeug. Eine postiv-aufwühlende Erfahrung, dem Tauchen nicht unähnlich: anstelle der Sauerstoffflasche und dem Neoprenanzug hat man es beim Sportflugzeug mit einem kleinen Motor und leichter Aluminiumhülle zu tun, aber in beiden Fällen bewegt man sich anschließend – merkbar – in Gefilden, für die der Mensch eigentlich nicht gemacht ist. Sprich: man befindet sich am „falschen Ort“ und dennoch ist es wahnsinnig schön…

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(mit Norbert Saemann und Micha Buchner ÜBER der Firma Meinl)

Sog

März 23, 2017

Ob das jetzt physikalisch Hand und Fuß hat ist für mich zweitranging, die Bottomline fürs Zwischenmenschliche jedoch, finde ich klasse: „Sog statt Druck“

>>Im Leben braucht man keinen Druck, sondern Sog. Wer fliegen möchte braucht Thermik. Flugzeuge fliegen weil Sog aufgebaut wird.<< Götz Werner im Standard