Kagh! Douuong Pag!

Dezember 30, 2020

Inspirierendes Videotelefonat mit Trilok Gurtu; seine Geschichte, seine Einstellung, sein System.

Ich habe mir zudem ein Mini-Hörspiel über den Snaresound extrahiert.

Sowie diesen Tipp ausgeschnitten, der meinen Gewohnheiten sehr entgegen kommt:
„If it’s not working, put 4 on the floor!“

only shaped drums

Dezember 29, 2020

Die holländische PlugIn Schmiede Denise erklären Plate Reverb, Hainbach das aktuelle analoge Multieffektgerät „Dust Collector“ von Finegear: Effektierter Groove (aus der TR-606) ab 6:02

Jetzt zeigt sich zwar doch auch noch ein toller Drummer (Derrick McKenzie) in diesem Beitrag, aber der legt auf…

… warmtanzen für den 80sten von Lonnie Liston Smith (der seine Begleitband der Jahre 1973-76 liebevoll „The Cosmic Echoes“ taufte).

Stille – Filter – Pling Bummk

Dezember 28, 2020

Hey, das waren mal entspannte Weihnachten. Keine Reiserei, nur Schlafanzug und gemütlich. Und so konnte ich unter optimalen Voraussetzungen Erling Kagges Buch über die Stille einatmen.

Aber nach Seite 47 wollte ich dann doch dringend nochmal aus dem Bett. Denn Ed Ruschas Noise Gemälde (1963) drängte mich zur Erica Synths Acidbox, meinem neuen (alten) Polivoks Filter, der in der zweiten Generation mit einem Rauschgenerator bestückt wurde.
Ein Twofer (Instrument und Effektgerät) nach meinem Geschmack.

Natürlich tauchte ich weiter und in die Geschichte des Polivoks ein, kam bei seinem Schöpfer Vladimir Kuzmin vorbei und erfuhr von der Filmdoku ELECTRO MOSKVA.
Anschließend suchte ich nach dem Vermona Lautsprecher in Mawils Kinderland Comic.
Und zack war ich wieder beim Buch…

Pffffhhh

Dezember 25, 2020

Im Anschluss klicke ich mich durch die Drumsets von Carlton Barrett – sein Snare-Highlight ist dasselbe wie John Bonhams, die sechseinhalber Supraphonic LM402 – und höre mir dessen liebstes Bob Marley Album „Kaya“ an.

Meine spannendste Entdeckungen:
1. Carlton Barrett mit Simmons Toms! (1987)

2. Echodrums im Outro, nachdem der Meister von der Bühne gegangen ist.

Die beiden Clocktower Alben Carlton Barrett & Family Man „The Sound Of Macka Dub Vol. 1“ (1980) und Clocktower Dub.

The Wailers „Tribute to Carly Barrett“ (1987) mixed by Mad Professor!

Check: „How Do You Think I Dub

Moritz!

Dezember 24, 2020

Meinem ewigen Tonbegleiter und Dubfreund Moritz* wurde Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Die fürchterliche Nachricht ging gestern ein, aber man kann ihn unterstützen (> GoFundMe Kampagne). Und ich bin zuversichtlich.
Get well soon, lieber Mo. Wir haben noch einiges vor!

15. Blog-Geburtstag

Dezember 23, 2020

Mir ist ganz feierlich zu Mute… 
»Ich verstehe Strom nicht«, sagt Saša Stanišić, ich pflichte ihm nickend bei und dennoch erfreue ich mich nach wie vor an neuen Möglichkeiten der Schlagzeugelektrifizierung!
Im Januar 2006 startete ich das e-beats Weblog. Was zunächst lediglich die Zeit bis zum Erscheinenen meines ersten Buches überbrücken sollte, später desssen Aktualität aufrecht erhalten wollte, entwickelte sich zu meinem persönlichen Musiktagebuch. Mittlerweile hält der Blog tapfer über 4000 Einträge zusammen.
Längst geht’s nicht mehr ausschließlich um die elektonische Rhythmusästhetik, sondern eigentlich um ein schönes Leben mit Musik. Um Visionen und Lösungen. Ums Machen.

Kommt vorbei, springt rein in den Ideenpool, schreibt, oder besser noch: lasst uns sprechen! 
Denn gerade in der Isolation, hält doch das Ferngespräch die Interaktionsfahne hoch 🙂

Happy Birthday, fröhliche Weihnachten, alles Liebe & Gute!

… und zack, erklingt Applaus aus den eigenen Reihen (danke Amdek, danke Coron!)

hach, lesen

Dezember 20, 2020

Falls Du ebenfalls nach alternativer Literatur suchst oder Dich in die illustre Leserschaft* eingemeinden möchtest: Ich hätte noch drei Echodrums Bücher versandbereit zu Hause 🙂

* wer den lässigen Leser – oben – erkennt (>Mail an mich), dem schicke ich die Tap Tempo Postkarte.

Stromverbunden!

Dezember 19, 2020

Vier grandiose Fänge im Netz.
Für den 4. Advent oder eher das ganze Wochenende!
1. Michel Baumann (aka Jackmate, Soulphiction) erinnert sich an einen Gig mit Matthew Herbert im Unbekannten Tier in Stuttgart 1996. Glücklicherweise existiert ein (späteres) Filmdokument mit Herberts Live-Sampling. Die damalige Chipstüte wurde durch eine Packung mit Frühstücksflocken ersetzt.

2. Fila Brazillias Steve Cobby forscht bezüglich des ersten Drum Tape Loops:

Hier kommt erstaunliches Wissen und viel Musik zusammen. Ausgehend vom Bee Gees Loop (ein Bernard Purdie Schnippsel) für „Stayin‘ Alive“ (1977) und von Marvin Gayes (selbstgetrommeltem) „T plays it cool“ (1972), über „Cecilia“ von Simon & Garfunkel (1969 aufgenommener Loop mit passendem Hallrückwurf!) zum alternativen Beatles Take von „Tomorrow Never Knows“ (1966).
Aber auch Kool DJ Herc, Delia Derbyshire und Arseny Avraamov werden erwähnt.
Welch mega Diskussion!!

>>By knowing the way to record the most complex sound textures by means of a phonograph, after analysis of the curve structure of the sound groove, directing the needle of the resonating membrane, one can create synthetically any, even the most fantastic sound by making a groove with a proper shape, structure and depth.<< Arseny Avraamov (1916)

>>And if you listen to it closely now, what you’ll notice is that it’s a loop. The drum – the drum is a drum loop. Now back in ’72 there were no samplers. What they did was they took a piece of tape and they had the two track tape machine, and they made that pattern that made a loop like a figure eight around the tip – rim, which I’d never seen before.<< Saxophonist Trevor Lawrence auf „T plays it cool“

Nebenbei noch vergnügliche Anekdoten. Beispielsweise über „Andy Newmark playing live over a Maestro Rhythm King drum machine [MRK-2]“ für Sly Stone und eben jene Rhythmusmaschinen-Aufnahme, die später von Fila Brazillia für „Chemistry“ gesampelt wurde. Oder über die Go Go Band (mit Ju Ju House) die für Grace Jones‘ „Slave to the Rhythm“ (1985) eingeflogen wurde:
>>My friend Steve D’Agostino was the drum programmer on Slave, working for Steve Lipson. He spent the bulk of six months just working on the drums to that one song. It was a combination of programmed and live drums, played by the guy from the Blockheads [Charlie Charles], all assembled and edited in a Fairlight. Not only was he getting paid a fortune, it was done at Sarm West, so the final costs ran over a £million. Trevor Horn was convinced he was going to produce something that would compare with The Beatles – that was his aim with this song<< Paul Greendale

3. Sasa Stanisic bedankt sich für den Weilheimer Literatur Preis und redet toll über Strom.

4. Fuck. Ein neues Hattler Recording wurde geleakt. Attitude und Energie stimmen zwar (keine Snare, dafür beidhändig betrommelte Hihat Becken), aber man sieht dabei den Trommler mit unanständig viel Spaß bei der Arbeit.

>>It must have a beat and it got to have soul!<<

weird, ugly, uncomfortable and nasty

Dezember 19, 2020

>>Whatever you now find weird, ugly, uncomfortable and nasty about a new medium will surely become its signature. CD distortion, the jitteriness of digital video, the crap sound of 8-bit – all of these will be cherished and emulated as soon as they can be avoided.
It’s the sound of failure: so much modern art is the sound of things going out of control, of a medium pushing to its limits and breaking apart. The distorted guitar is the sound of something too loud for the medium supposed to carry it. The blues singer with the cracked voice is the sound of an emotional cry too powerful for the throat that releases it. The excitement of grainy film, of bleached-out black and white, is the excitement of witnessing events too momentous for the medium assigned to record them.<<
Brian Eno, heute vor 25 Jahren 🙂

pre SpongeBob

Dezember 17, 2020

Eindeutig Ferien: kaufe im italienischen Großmark mit Jovanottis „Serenata Rap“ ein, spüre (von DJ Premier!) programmierte Swing-Drums auf – Buckshot LeFonque „The Blackwidow Blues“ – und lege mich zu den isolierten Tracks von Carlton Barrett in die Bassbadewanne:

Zum Abschluß noch Billy Cobham im Pre-SpongeBob Shirt.

Und Augenblicke aus London, die teilweise ins Shabazz Live-Album flossen.
Übrigens, sensationelles Moog-Solo-Ende von Milcho Leviev ab 10:18! Und ein mir leider unbekannter, mit Gaffa Tape befestigter Effekt-Bollide.

Als Highlight des Tages jedoch blitze ein Roland Space Echo RE-201 hinter Mr. Cobham auf, als er mit George Duke 1976 beim Jazzfestival Montreux auftrat.
Das Delay ist auch kurz zu hören, nämlich im Intro Groove von „Almustafa The Beloved“ (22:14).
Auf dem passenden 76er Live-Album „The Billy Cobham – George Duke Band „Live On Tour In Europe“ gibt es dann noch ein (von B. C. gemischtes) Solo mit Delay: „Frankenstein Goes To The Disco“

Von derselben Besetzung (mit Alphonso Johnson und John Scofield) entdecke ich noch ein weiteres Live-Recording, das unter den beiden Titeln Billy Cobham „Live 1976 From New York Hofstra Playhouse“ oder Billy Cobham & The George Duke Band „Live 1976“ später digital veröffentlich wurde. Zu Beginn von „Uncle Remus“ gibt’s dort ebenfalls Cobham-Echodrums zu hören 🙂

Mir wird klar diese Besetzung hat ihre Setliste unterschiedlich dargeboten, ich bleibe also an den Bootlegs aus dieser Zeit dran und tatsächlich entdecke ich ein Echodrums-Solo bei der Show in New Orleans vom 18. Februar 1976!!!
Mein Highlight des Jahres 🙂