The Sea and the Cake

Mai 31, 2018

Man könnte meinen, dass ich nicht aufhören möchte von Ensaïmadas und Stadtstrandfrisbee zu schwärmen, aber tatsächlich geht es um die US-Band „The Sea and the Cake“, deren aktuelles Album „Any Day“ und ihr morgiges Konzert im Frankfurter Zooom Club.

Dringend wird nun das taz-Resümee von Silvia Prahl überprüft: >>Sich die zehn Songs von „Any Day“ anzuhören entspricht dem Anschauen und Verfolgen von Wolkenformationen: verlässlich flüchtig und unerwartet schön. Famose Popmusik für den Sommer.<<

PS. dass Kaffeekuchen- und Wurfscheiben-Kultur noch näher beieinanderliegen als gedacht, demonstriert der Erfinder Alan Adler mit der Firma Aerobie, die sensationelle Flugscheiben und den AeroPress Kaffeebereiter im Programm hat.

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reiseweise

Mai 30, 2018

 

Lesen und Bewegung! >>Ich ließ Musik laufen und dachte an nichts Besonderes, denn so einfach ist es manchmal, statische Gedanken entstehen in statischen Körpern; werden die Körper in Bewegung gesetzt, bewegen sich auch die Gedanken.<<
Karl Ove Knausgård („Im Frühling“ 2018, Seite 82)

Abwechslung! Barcelona vs. Frankfurt: egal ob Tag oder Nacht, ob Mies van der Rohes Möbel Ikone oder Girsbergers Eurochair – ich komme freudig und mächtig inspiriert nach Hause zurück und stelle fest, dass es sich a. wie absolut lohnt, den Alltag zu durchbrechen, b. wie beflügelnd es ist, mal fliegenleicht und ohne konkreten Auftrag zu reisen!

Interaktion! Art Farmer (Quartet feat. Jim Hall, 1963) vs. James Turrell (Deuce Coop, 1992)

 

>>The image is a container of wisdom and knowledge.<< Jordan Belson

Montage: Harry Smith („Heaven and Earth Magic“ 1957-62) vs. Walt Disney („How Disney Cartoons are made“, 1938)

Entspannung – beispielsweise K & K: Katzen und Kaffee (von Botero zu Nomad)

Weitblick bzw. reflections – immer gut! #cccb

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PS. und zu zweit ist’s doppeltschön 🙂

Företag

Mai 25, 2018

Um den aktuellen Luminos W Remix des Komfortrauschen Tracks „Företag“ und eine Miniatur aus dem neuen DePhazz Album vorzustellen, gibt’s einen Mai-Mix, eine bunte Naturexplosion zwischen Jazz-Funk, Club Kultur & Krautigem.

Garaj Mahal „The Shadow“ 2005
Pomo „So Fine“ 2013
St Germain „Sure Thing“ 2000
Freez „Southern Freez“ 1981
Tom Misch „Lost in Paris“ 2018
KUF „Parkee“ 2018
Rhythm&Sound „Never Tell You (Version)“ 1996
Ash Ra Tempel „Echo Waves“ 1974
Underworld „Rowla“ 1996
Little Dragon „My Step“ 2009
Nik Bärtsch’s Ronin „Modul 41_17“
Komfortrauschen „Företag (Luminos W Remix)“ 2018
DePhazz „May“ 2018

in puncto DSGVO

Mai 25, 2018

…foto-zitiere ich Kriki aus der taz vom 24.05.2018

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Defenestration

Mai 23, 2018

Defenestration ist ein selten gehörtes Wort. Außerdem beschreibt es eine brutale Aktion, die mir ganz und gar missfällt.
Da beim Prager Fenstersturz (vor genau 400 Jahren) die Betroffenen aber weich (nämlich auf einem Misthaufen) landeten, ich zum Thema Dreißigjähriger Krieg ohnehin die fantastische Geschichtsmogelpackung „Tyll“ empfehlen möchte und sich der seltsame Ausdruck darüberhinaus als Wortspiel für Fünfergruppen/Quintolen (Onomatopoesie!) eignet, gibt es in diesem friedlichen Blog auch diesen Eintrag.

De – Fe – Nes – Tra – Tion

Und endlich habe ich auch die (in meinem doch sehr geraden Vierviertel-Kosmos eher seltene) passende Rahmengeschichte, den zweiten Teil von Jan Stix Pfennigs Swag-Drumming Konzepten anzupreisen. Diesmal geht es nicht nur um Quintolen, sondern auch um die 7 und ich taste mich langsam heran, in diesem superstrukturierten Werk, das mich ganzheitlich, also visuell (Noten) und akustisch (Hörbeispiele, Playalongs), an die Hand nimmt und dadurch Hürde und Scheu vor dem vermeintlich Kompliziertem vergessen (bzw. aus dem Fenster werfen) lässt.

De – Fe – Nes – Tra – Tion – In – Prag

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I interplay the drums!

Mai 22, 2018

Bin mal eine Woche abgetaucht und habe direkt mein Alltagsgefühl für Zeit und Umgebung völlig verloren. Eine Woche lang Drums’N Percussion Paderborn, eine große Schleife aus Unterricht, Konzert und selber üben, kaum Schlaf, dafür eine extra Reisetasche voller Ideen (die mir Rückfahrt nicht gerade leichter macht…)

Normalerweise würde ich in Bezug auf ein Rhythmusfestival das mit Wasser positv besetzte Wort eintauchen dem negativ konnotierten abtauchen vorziehen, aber nach der schönen Überlieferung von Hakim Ludin, in der einem wissbegierigen Schüler geraten wurde, er möge unbedingt abtauchen, sich unter die Erde begeben, um dort – ohne jegliche Grenzen – reisen und interessante Gleichgesinnte treffen zu können, passe ich den Wortschatz gerne an 🙂
Erzählen und reisen wurde die große Überschrift, unter der die Parameter Vokabular und Stimme (die menschliche, aber auch die persönlich getrommelte), Kommunikation und Interaktion die Inhalte formten: Angefangen mit den unterschiedlichsten Groove-Traditionen rund um den Globus, über Konnakol zu deutscher Gegenwartsliteratur, vom Toaster zu Hiphop, von der DJ Kultur zum bewussten Regelbruch und Neuordnung der Bausteine – und immer wieder unter die Erde (oder auch ins Internet?) – soviel Bezugspunkte, soviel Klang und Musik. Und wenn ich das nächste mal gefragt werde, was ich denn so treibe, wird die Antwort lauten >>I interplay the drums!<<
Mein persönliches Highlight ereignete sich gestern während des Soundchecks, als zur Fehlerbehebung – bzw. zur Frage, ob aus der Leitung vom Monitorpult überhaupt ein Signal am Kabelende ankommt – kurzhand ein SM57 an ebendieser Stelle eingesteckt und zum Testton-Lautsprecher umfunktioniert wurde. Nicht weniger elegant war die Frisbee-Runde nach dem Konzert – mit derselben Wurfscheibe die übrigens schon 2008 in Paderborn mit dabei war…
Ansonsten wurden vor allem immer wieder schöne Erinnerungen heraufbefördert – hach, Nostalgie – tollerweise durch neue Inhalte vergrößert. Beispielsweise Bodypercussion mit Udo Dahmen (zu noch früherer Stunde als seinerzeit beim Popkurs), oder der unverkennbare Trommelstil von Simon Phillips, der mich direkt zurück in ein nachmittägliches Superdrumming Stündchen (in schwarzweiss) ins Jahr 1987 zurückkatapultiert (Hallo, Peter!) , dann die fantastischen Geschichten und das immense Wissen von Hakim, sowie die hochmusikalischen Drumbassadors, die egal ob unisono oder komplementär, melodisch oder funktional – immer technisch brilliant UND humorvoll agieren können – da wird Blowbeat zum Imperativ! – und heuer auch noch mit zwei TC Helicon Vocodern – Joe Zawinul wäre begeistert – die kleine Elektronikkiste geöffnet haben. Die psychoakustischen Darbietungen des Prism-Sound Menschen Jody Thorne bescherten mir ein nachhwirkendes „Aha“ und einen schönen Merksatz zu „music & speech“. Mit den Bassisten Tim Landers und Armand Sabal-Lecco, sowie Keyboarder Philippe Saisse waren auch noch Helden meiner Fusion-Vergangenheit vertreten, mit Tokünstler Al Schmitt sogar eine lebende Legende. Wow!
Last not but least möchte ich mich ganz herzlich bedanken: bei Stephan Hänisch und der Firma Meinl für die Bereitstellung des beeindruckenden Tama Fat Spruce Kits (brandneu, aber mit nostalgischen Kesselmaßen nach genau meinem Geschmack), der wohlklingenden S.L.P. Alu-Snare, der neuen Tama „Lightware“ und des stimmigen Beckensatzes, bei Christoph Bünten (Roland) für die elektronischen Mitbringsel (TR-8, SPD-one), beim Initiator Uli Frost für die Einladung, bei den vielen Helfern, ohne dieses Kreuzfahrtschiff nicht hätte ablegen können, vor allem bei euch, den Teilnehmern und dem Publikum – die ihr letztlich dem Ganzen den Sinn einhaucht.
Bis bessere Fotos eintrudeln müsst ihr mit dem Platzhalter-Selfie vorlieb nehmen:
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PS. dass die Frankfurter Rundschau am selben Tag ebenfalls zum Thema schrieb, war nicht abgesprochen…
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Motiv-ation

Mai 14, 2018

Quasi als Vorbereitung für das „Drums’N’Percussion Festival Paderborn“ schaue ich mir diese tollen, auf unterschiedliche Weise höchst motivierte SchülerInnen an.

„Milestones“ in der Grundschule

Emma Gonzáles‘  „March for our Lives“

Marta Altesa

Prince, Kraftwerk, Netzer & Friend

Mai 14, 2018

Dass am Samstag auch der Gratis Comic Tag stattfand bekam ich zufällig im Autoradio auf dem Weg ins Bix mit – dazu hörte ich „Partyman“ von Prince und legte im Kopf die Musik gewordene Kraftwerk-Sprechblase „Boing Bumm Tschak“ nach.

Und plötzlich sah ich in den Titeln auch die Kapelle des anstehenden Netzer Gigs: die anderen, musikalischen Neffen Donald Ducks, nämlich Boing, Bumm, Tschak (aka MaBi, Oli und MaBo), sowie deren Gast Soulphiction, den „Partyman“ Michel Baumann,  der anlässlich der Zwanzigjahrfeier Tracks, Vibes und ordentlich Low End beisteuern würde 🙂
Es wurde ein im doppelten Wortsinn heisser Abend, vor allem ein langer – zwei Stunden „Music Non Stop“ mit viel Freude und Freunden – oder um das schöne Resümee von Bernd Haasis aus den „Stuttgarter Nachrichten“ zu zitieren >>So klingt der Herzschlag der Stadt<<!

Träumen, immer spannend

Mai 10, 2018

Bin gerade in meinem iTunes Sammelsurium alle mit „Dream“ betitelten Songs durchgegangen und finde diese gerade am besten:

Dwele „Pimp’s Dream“ (2005)

Fleetwood Mac „Dreams“ (1977), weil smooth

Madlib „Girl of my Dreams“ (2002), wegen seiner Kurzheit (Sekundenschlaf?)

Family Construction „Better Dreams“ (1994) wegen seines Programms und da ich dazu leider kein Hörbeispiel verlinken kann, hänge mit ähnlichem Vibe und Titel Brand New Heavies „Dream on Dreamer“ (1994)  hinterher

Jaydee „Plasitc Dreams“ aufgrund der aktuellen Dringlichkeit, den immer größer werdenden Plastik-Albtraum einzudämmen. Und hey dieser Jaydee ist nicht J Jaydee Dilla…

Herbie Hancock „I have a Dream“ (1969), weil Herbie, weil MLK

Pat Metheny „Midwestern Night’s Dream“ (1976), für mich eher: Tagtraum

Light of the World „Dreams“ (1979), welch ein Hin-und Her, dank der Panorama Spielchen im Mix

Selbstredend fehlen hier noch einige Kracher, beispielsweise der Tokyo Dream Nica’s Dream oder George Dukes 1a Video, Trixie Whitley, Sting,  SupertrampEurhythmics, Jack Johnson uvm.

Convert bpm to km per hour

Mai 9, 2018

MussteDurfte heute im Rahmen der Physiotherapie auf’s Laufband, ein Tool, das ich im wahren Leben nichts nutze, dessen viele Instrumente aber prompt auch meinen Geist in Gang gebracht haben. Und so werde ich nächstes Mal meinen Schrittrhythmus während der optimalen Geschwindigkeit (bzw. Distanzeinstellung)  tappen und dann directment raus ins Freie drängen, Metronom (oder dementsprechenden Sound) anstellen und los…

Denn – wie die taz heute in Bezug auf den Mai 1968 in F(rankreich) titelte: La Beauté est dans la rue!

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