Underground in Nairobi

November 9, 2019

Der spannende Sven Kacirek schreibt in „Das Filter“ über die elektronsiche Musikszene in Kenia.
Zum Einstieg zwei Musik-Links aus dem Artikel:

is that my echo?

November 8, 2019

Mit dieser schönen Frage beginnt „17 Days“, Titeltrack des Prince Albums „Piano & A Microphone“ – verschiedener intimer Skizzen und Versionen, die 1983 in des Meisters Kiowa-Trail-Heimstudio aufgenommen, in dessem legendären temperierten Tresorraum „The Vault“ verschlossen und nun von Warner Bros. posthum veröffentlicht wurden.

Der Track eignet sich jedenfalls hervorragend zum Dazutrommeln, tschaka: deinem persönlichen Prince Remix steht nichts im Wege…

Ansonsten nähere ich mich kunstvoll verschiedenen Metropolen der Weltgeschichte: lese „Römische Tage“, höre dazu „Athen“ von Max Herre und haue zwischendurch immer wieder mal mit großer Freude auf meine Byzanz Becken!
Hier auf dem Bild wurden zwei 12″ Bycanze Cymbals gestackt, mit einer DJ-Slipmate belegt und so zur Zweitsnare umfunktioniert:

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Für die morgige Anreise (Nils Wülker in Gütersloh) bin ich ebenfalls gut vorbereitet, der Link zu den neuen Glavinic Episoden „Betreutes Wohnen“ ist bereits geöffnet, MEIN Echo bereits im Koffer…

Kopfhörer Mix

November 7, 2019

Ich höre und arbeite gerne mit dem Kopfhörer: Unter diesen Muscheln schwimme ich fokussiert und unabgelenkt durchs Musikmeer, außerdem gefällt mir die Klangfärbung meines HD-25. Dennoch überkommt mich ein mulmiges Gefühl, wenn ich ihn als alleinige Abhöre zum Mischen benutze. Vermutlich weil ich über dieses Thema an verschiedenen Stellen gelesen habe, dass durch die strenge, unnatürliche Trennung von linkem und rechtem Kanal ein >>anderer<< Stereoeindruck entsteht, >>dass Signale in der Stereomitte nicht vor der Nase, sondern im Kopf lokalisiert werden<<, dass manche Phasenauslöschungen gar nicht erst entstehen können, folglich auch nicht bemerkt werden und dass im Gegenzug manche unbedeutende Details zu genau wahrgenommen werden (Kopfhörer = akustische Lupe). Puh!

kopfhörer

Andererseits geht es beim Mixdown auch immer um ein Referenzsystem, dank dem man, weil man darüber diverse Fremdproduktionen gehört und kennengelernt hat, wichtige Anhaltspunkte für die eigene Arbeit bekommt.

Und immer wieder macht ein lineares Abhörsystem die Runde, als Garant für ein stabiles Klangbild, das auf unterschiedlichen Lautsprechersystemen (Auto, Küchenradio, Hifianlage, Smartphone) funktioniert.
Diesbezüglich hat mir Peter gestern die Reference 4 Software der lettischen Firma Sonarworks empfohlen, die Deinen Kopfhörer akustisch kalibriert kann und dich anschließend linear hören lässt.
Allein der veränderte Höreindruck ist spannend und ein Test wert. (Auf der Sonarworks Webseite sind die Profile von über 200 Kopfhörer-Klassiker abgelegt, aber auch eine Trial Version lässt herunterladen).

Nachtrag: bin zufällig über ein Mahler-Lied gestolpert, besser gesagt über diesen Textausschnitt (des Gedichts von Friedrich Rückert):
>>Ich bin gestorben dem Weltgetümmel,/ Und ruh‘ in einem stillen Gebiet!/ Ich leb‘ allein in meinem Himmel,/ In meinem Lieben, in meinem Lied!<<

Passt bestens zum Kofhörer-Hören (von mir, von einer ganzen Generation an Earpod-Eskapisten…)

Bunte Wellen: Best-selling albums from 1969-2019

November 6, 2019

Alex Danilins bewegte Graphik macht Spaaß (aber auch ein bischen müde):

Im Resonanzraum des Oktobers

November 5, 2019

Hier ist mein „Dazutrommel Mix“ aus Lieblingstracks des Monat Oktobers, den ich anlässlich der „Days of Percussion“ zusammengeklebt hatte:

Herbalizer „A Mother (For Your Mind)“ (1996)
Small World „Livin‘ Free“ (1996)
Herbert Eimert „Einführung in die Elektronische Musik“ (1963)
Miles Davis „In a Silent Way (Rehearsal Mix)“ (1969)
Groove Armada „Song for Nick“ (2016)
Moritz von Oswald „Ole Remix“ (2011) with a cameo of Keith Jarrett
Luz1e „I wanna thank you“ (2017)
Cerrone „Move me“ (2016)
D-Influence „Good Lover“ (1992) with some Elvin Jones breakfast talk
Michael Franti & Spearhead „Oh my god“ (2003) with applause from Earth, Wind & Fire (1974)
Kerri Chandler „Stop Wasting My Time“ (2017)

Die Überschrift „Im Resonanzraum des Oktobers“  entstammt der Keynote Felix Klopotek zum diesjährigen Berliner Jazzfest.

Sudoku für Trommler

November 4, 2019

Berlins Chef-Drumtrainer Dirk Erchinger hat im FB ein onomatopoetisches Rätsel gestellt:
>>OldSchoolHipHop Alldder!!!
I: Bum back bum bum bum back bum bum bum tsche back bum bum bum dat dada tschickischickibum tschicki :I
Wer den Beat erkennt kriegt n Eis… strengt euch an😜🥁😘<<

Angespornt durch die Aussicht auf ein Eis, wollte ich die Lautmalerei unbedingt zuordnen können und habe sie erstmal zu notieren versucht.

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Zeile 1 schien mir schlüssig und in Gedanken war ich längst bei 2Pac („Only God can judge me now“), Faith Evans („Love like this“) und A Tribe Called Quest („Check the Rhime“), allesamt stark auf die Viertel fokussierte Tracks bzw. Intros.
Beim Gegenhören jedoch leider Fehlanzeige.

Beim Scannen der Oldschool-Hiphop-Listen bin ich an Notorious B.I.G. hängengeblieben – fetter Track, den ich erst vor kurzem wiederentdeckt und direkt zur Hochschule für die Studierenden mitgeschleppt hatte.

Und zack, fiel der Groschen, die ursprünglich Kick-Annahme war falsch. Und so wie der zweite Beat hingekritzelt wurde passt plötzlich alles – Hurra!

Jetzt habe ich nicht nur ein Eis gewonnen – hier wünsche ich mir übrigens das unsichtbare aus der Sesamstrasse – sondern die Erkenntnis, wie ich die Bestandteile eines Beats zwar in der angedachten Reihenfolge lassen, aber durch zeitliches Dehnen und Strecken der Events spannende Transformationen bewirken kann.

Da sage ich mal laut: Danke, Dirk! Und hoffe auf weitere Drummer-Sudokus.

Drum Basics

November 3, 2019

Heute spielte mir irgendsoein Socialmedia-Algorhythmus ein 17 € Plakat mit der Überschrift „Drum Basics“ zu.
Da dachte ich mir: Das bastel ich geschwind auf meine Weise und ihr kauft euch von dem Geld doch lieber ein Eis und ein gutes Buch.
Und wer sich visuell an die Schlagzeug-Grundlagen erinnern lassen möchte, klebt einfach meine beiden Zettel zusammen.

 

Die drei erwähnten Links lassen sich hier anklicken: the drumsounds, Percussion Creativ Rudimental Codex, Übungsspielchen mit dem Metronom

PS. Verbesserungsvorschläge oder sonstige Anregungen sind immer willkommen

vom Papp- zum Pass-Clap

November 3, 2019

Die Fanklatsche hat’s vorgemacht: mit mehreren Lagen aus Pappe lässt sich ein clubtypischer Handclap-Sound imitieren.
Diesbezüglich maximal persönlich: der Pass-Clap

Geschützt: Workshop Nürnberg 021119

November 3, 2019

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(S)layer

November 1, 2019

Freue mich auf’s Wochenende bzw. auf die „Days of Percussion“ in Nürnberg!
Die Entscheidung, welches Equipment mitreisen wird, ist gefallen, besser gesagt schon auf den Pedaltrain geklettet:

Um das gestellte akustische Drumset klanglich und ästhetisch zu erweitern helfen mir die elektronische Jomox MBase (die durch ein Fatkick-Pedal links von der Hihat getriggert wird), sowie mein obligatorisches Boss Space Echo.

Da ich abends im MuzClub auch ein Set alleine bestreiten soll, habe ich mir (mit der dJay Pro 2 App*) ein kleines Mixtapefile erstellt, welches vom Smartphone abgespielt und durch den Boss EQ verbogen werden kann. Im Mackie-Pult wird aller Elektronik-Kram zusammengemischt und zur PA geschickt.

Für den Workshop am Nachmittag dachte ich, über das Thema „Layer“ zu sprechen, einerseits über den Ansatz der Bedroomproducer und DAW-Klötzchenschieber, deren Impact auf die DJ-Kultur, anderseits über verschiedene Ideen, wie ich als Drummer meine Beschränktheit auf nur vier Extremitäten (aka Einzelspuren) elegant überwinden kann.
Ich glaube, ich werde als passende Überschrift (S)layer an die Tafel schreiben, um die Wichtig-/Möglichkeit des Energiepotential nicht zu vergessen…

Jetzt muss ich nur das dazu passende T-Shirt finden und mein ganzes Equipment im Blechkoffer unterkriegen – denn obwohl ich neulich die fantastische Kopplung von Rimowa und Meinl-Trolley gefeiert habe, habe ich für Samstag die „Ein Koffer“ Lösung – sprich mit maximal 18″ Zoll großen Becken – im Sinn…

* Hier noch ein Workround, wie sich mit dJay Pro und Spotify angedachte Mixe aufnehmen lassen. Eigentlich braucht es nur noch die Soundflower Freeware und dann kann mit dem Quicktime-Player aufgezeichnet werden (Ablage/Neue Audio Aufnahme).

spotify-djay-pro-recording