Super Supra

Juni 12, 2022

Corona lässt mich zwar gerade nicht trommeln (mist!), aber Ideen strömen nach wie vor.
Und Zeit, diese umzusetzen, gibt es dank der Quarantäne ja genug…
Also forciere ich meine Ukraine-Spendenbemühungen, nicht zuletzt dank dem andauernden Mitmachen von EURER SEITE, dank viel und herzlichem Zuspruch und ganz konkret, dank äußerst großzügiger Mithilfe von außen:
Robert Lang stiftet nämlich seine wunderschöne Ludwig 14 x 5 Supraphonic Snare aus dem Jahr 1976/77

Schickt mir einfach bis zum nächsten Sonntag (19.06., 22h) euer Höchstgebot als Email.
Startpreis wäre 349 €.
Das höchste Gebot bekommt den Zuschlag und der Erlös soll den Ärzten ohne Grenzen zugeführt werden.

In punkto Equipmentverkäufen ziehe ich dann im Sommer nach, in dem ich mein Lager in Süddeutschland verkleinere. All die anderen Spendeaktionen laufen selbstverständlich weiter.
Mit besten Wünschen: bleibt gesund und engagiert euch für den Frieden!

old school beats & drum hacks

Juni 11, 2022

# Ein Klassiker des Jazz-Rap (sic!) feierte kürzlich seinen 30sten. Beim Nachhören des Albums „Mecca And The Soul Brother“ von Pete Rock & CL Smooth bleibe ich bei der Nummer „Wig Out“ hängen – endlich mal ein super Beispiel für eine Sample-Behandlung (abgeschnittene zweite Snare), für die beim Snare-Trommeln einfach nur die Hand aufgelegt werden muss…
(siehe „Das moderne Schlagzeugquartett“ Seite 16f)

# A propos Pete Rock, hier direkt noch der Nas Titel mit wunderschönen Löchern/’Ruptures/Mutes: „The World is Yours“ (1995)
(siehe „Das moderne Schlagzeugquartett“ Seite 12f)

# Ebenfalls fürs Notizbuch, „Cuttin‘ Headz“ von Ol‘ Dirty Bastard (1995). Hier scherte sich RZA kein bisschen um den schlecht geschnittenen bzw. nicht dem Songtempo angepassten Drumloop.
Fresh!

# Ich lerne den amerikanischen Fachbegriff für die mittlerweile typische Handclap-Emulation via Flam von Sidestick und Schlag auf den Rim. Diese Technik wird „Mother’s Son“ nach dem gleichnamigen Titel von Curtis Mayfield genannt (1974, drums: Quinton Joseph).
Außerdem ziehe ich noch frech diese eins a Veranschaulichung der Funk-Formel („on the one“) aus Dilla Time (Seite 28) ab:


# Zu guter Letzt noch ein vielversprechender Drum Hack, den mir eben das drummerforum.de zugespielt hat. Um einen Ständer für das Kick-Mic zu sparen, wird gerne ein Mikrofon einfach aufs Kissen gebettet.
(Yes, das machen wir bei Hattler schon ewig so, mit einem via Klettband befestigten Beta 98; auch in meiner 20 „Frankfurt Bassdrum wartet ein ums Innenkissen geschlungener Kabelbinder nur darauf das MD421 zu halten)
Problematisch dabei ist einzig allein das an der Lochwand scheuernde Mikrofonkabel. Dagegen wird nun abermals ein Binderclip ins Spiel gebracht:

Sugar Boogie

Juni 10, 2022

Pit Baumgartner deckt langsam mal den Tisch für die Feierlichkeiten zum 25 jährigen DePhazz Jubiläum.
Auch wenn das komplette „Jelly Banquet“ erst am 30. September eröffnet wird, gibt es ab heute nach und nach etwas zu probieren. Hier nun also ein erster neuer Track, der „Sugar Boogie„.

Selbstverständlich macht sich auch die Kapelle warm:
16.06.22 „DePhazz“ Frankfurt, Fortuna Irgendwo (AUSVERKAUFT)
17.06.22 „DePhazz“ Koblenz, Festung Ehrenbreitstein
22.07.22 „DePhazz“ Aschaffenburg, Colosaal
23.07.22 „DePhazz“ Palatia Jazz Festival
24.07.22 „DePhazz“ Burg Wilhelmstein
03.08.22 „DePhazz“ LV-Jurmala

Die Luft

Juni 9, 2022

Am offenen Fenster tippend, lasse ich mich von den Ideen des Architekten Hans-Walter Müller begeistern, erinnere die Wichtigkeit der gesampelten Luft in den Beats von J Dilla, den Air-Begriff im Frequenz-Wesen und schmunzle über’s Luftmastering

Play like Jay

Juni 9, 2022

Immer wieder spannenden Ansätze, das „Dilla Feel“ auf’s Schlagzeug zu übertragen!
Und wie immer geht’s um den Kontext, das Bandgefüge und die notwendige Erfahrung des Anhörens der Originale, die eine notierte Darstellung nicht ersetzen kann:
DANIEL AKIRA STADNICKI „Play like Jay: Pedagogies of drum kit performance after J Dilla“ (2017)

Passend dazu die Eiswaffel mit meiner Lieblingsgleichung (Mengenlehre):
Pattern + Sound + Feel = Groove

Music is a dialectical Memory Game. It is history with a heart beat

Juni 8, 2022

Dank der Dilla Time Lektüre für ich an eine tolle DVD erinnert, die ich jedoch irgendwann mal verliehen und nicht mehr zurückbekommen habe. Egal, denn der Inhalt von „KeepInTime“ lässt sich auch im Youtube nachschauen. Jenes motivierte Zusammenspiel von DJs Babo, J.Rocc, Cut Chemist, Nu-Mark, Shortkut), Live-Elektronikern (Madlib, Babo, J.Rocc, Cut Chemist, Numark, Shortkut), dem MC Azul mit den Drum-Legends James GadsonPaul Humphrey und Perkussionist Derf Reklaw.
On the fly: viel Spielfreude und kein Clicktrack!

Hier noch die Drummer-Talks mit Earl Palmer, James Gadson und Ralph Humphrey vom 15. Januar 2000:

Und der Nachfolge-Film aus demselben Stall gleich hinterher, „Brasilintime“ (Hip Hop DJs meet Samba):

Pfingswort

Juni 6, 2022

Als „Pfingstwunder“ wird laut Wikipedia die in der Apostelgeschichte beschriebene Xenoglossie bezeichnet, also die wundersame Begebenheit, dass die zum Fest versammelten Menschen die Apostel jeweils in ihrer eigenen Sprache reden hörten. Bei mir so:

Delay communicates „cool“ – aus Dan Charnas „Dilla Time“ Seite 245

mein Prophet

Juni 2, 2022

Welche großartig nachhaltig-positive Wirkung die Einigung auf einen Standard haben kann, zeigte Dave Smith mit seiner Idee und dem Entwurf zu einer universellen Computer-Schnittstelle für elektronische Musikinstrumente – MIDI.
traumhaft wenn es solch ein Agreement in puncto Weltfrieden, Menschlichkeit und Klimabewußtsein gäbe
Der Pionier (dessen Firma Sequential Circuits auch meinen Lieblingssynth – den Prophet 5 – und die für mich tollste digitale Drummaschine „Drumtraks“ auf den Markt brachte) ist im Alter von 72 Jahren verstorben. Um es mit Questloves Abschiedsworten auszudrücken:

Rest easy. Love

… eben jene Drumtraks Kiste wurde für das vor kurzem veröffentliche Hattler Remix Album intensiv eingesetzt. Was sich hier nachhören und mit einem guten Zweck verbinden lässt…
(Foto aus E-Beats am Drumset, Seite 13)

Ball Pompös

Juni 1, 2022

Wie konnte mir Johnny Controlletti nur als top Echodrums-Beispiel durchrutschen? Einmal den kompletten Groove durchs Slpaback Delay, bitte. Anno 1974 in Deutschland…

Dafür musste ich wohl gestern die Einladung zum Lindenberg Konzert in der Festhalle annehmen, mich von Bertram Engels gnadenlosen Viertel-Hihat-Grooves und seinen so geschmackvollen Fill-Ins begeistern lassen – die sogar meine anschließenden Träume bestimmten (hey, ich als fast Tom-loser Schlagzeuger spiele in der Traumnacht über mindestens drei drei Tom-Toms…) – und heute direkt jenes Deutschrock-Album auflegen, das meine Kindheit vertont hatte, „Ball Pompös„.

Kay!

Mai 31, 2022

Es ist immer wieder speziell, an den Ort seiner musikalischen Sozialisation zurückzukehren – in meinem Fall in die Schorndorfer Manufaktur. Das Konzert bei den Gitarrentage war intensiv, die anschließenden Begegnungen ein bunter Nostalgiestrauß, ganz toll, aber, das Wiedersehen (und -hören) von Kay Richter (dem einzigartigen Rhythmusarchitekten und Trommelhelden aus meiner Heimatstadt) – mein Highlight!

Das Foto hat Joe Saling geknipst (eine andere Schorndorfer Instanz)