Archive for the ‘Rhythmusmacher’ Category

licks, clichés & attitude

Januar 13, 2019

 

Grenzzäune zu überspringen gefällt mir gut, Kontext-Mix ebenfalls.
Und deswegen freue ich mich gerade sehr über Bodek Jankes Tabla Version der berühmten Samba Fanfare Fanfarra (Cabua-Le-Le), dem Opener von Sergio Mendes„Brasileiro“ (das ich zufälliger Weise neulich im Second Hand Laden gefunden habe).

In dieser Stimmung widme ich mich einem anderen Klischee und beleuchte das von Lars Bartkuhn empfohlene „The Lick“ unter ganz neuen Vorzeichen!

investigations

Januar 12, 2019

Aaron hat mich auf die vielversprechende Interview-Serie des Pianisten Pablo Held hingewiesen. Unter der Überschrift „Pablo Held investigates“ gibt  es schon ganz schön viele, meist einstündige Videointerviews. Darunter auch die Rhythmusmacher Joey Baron, Gary Husband und Bill Stewart.
Ich bin sehr gespannt, zumal ich aus eigener Erfahrung (mit meiner Reihe „Oli trifft…„) das Musikergespräch auf Augenhöhe sehr schätze.

Forschen und nachfragen, immer gut; Inspiration von anderen, auch!

THE BRITISH PRESS WANTS YOU!!

Januar 7, 2019

Ich muss gestehen: trotz bester Ferienstimmung fehlt’s mir an Zeit.
Erst die dreistündige DLF Sendung über das Schlagzeug, jetzt noch die Basic Channel Story
Egal muss – sein – denn der Einfluss von Mark Ernestus und Moritz von Oswald ist massiv, auf mich: prägend! Und wenn die Dubtechno-Erfinder in der taz leidenschaftlich als „See aus Rhythmus und Sound“ beschrieben werden und das große Portrait-Gespräch im RA mit diesem Fax von Mad Mike beginnt, müssen die anderen Sachen halt warten.

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>…and then I realised the sequence is the thing of the track. Forget all drums.<<
René Löwe aka Vainqueur

Gadd, Gadson, Marotta & Thompson

Dezember 30, 2018

Einer meiner Lieblingsdrummer hat zu den Großkalibertrommlern Steve Gadd, James Gadson, Rick Marotta und Tony Thompson seine persönlichen Highlights in Spotify-Listen zusammengefasst. Klasse Inspiration!

Crashing Ninja Style oder gar nicht!

Dezember 29, 2018

Hätte schon mal zwei (Proberaum-) Wünsche für 2019:
Mal die Becken hinter mir aufstellen, so wie es Jonathan „Sugarfoot“ Moffett (bei 1.26′) macht, um dann Ninja-gleich die „eins“ zu markieren!

Und: neue Felle aufziehen (schon gemacht) und dann mal eine weile Becken-freie Grooves entwickeln.

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Ideengeber dafür sind zum einen all die Trommler, die in den 1980er Jahren ihr nagelneues Drumsynthmodul verkabelt ausgepackt haben (die ja bis auf wenige Ausnahmen ohne Cymbal-Channels ausgelegt waren), zum anderen das aktuelle Sticks (01-02-2019) Interview von Pat Fa, in dem der Rea Garvey Drummer folgendes erzählt:

>>Dann bin ich zu Aufnahmen zur Rea-Platte „Pride“ nach Island geflogen und der Producer im „Sundlaughin Studio“ wollte, dass ich die Tracks ohne Becken spiele, damit er die Raummikros aufreißen kann.<< […] Bei den Overdubs benutzten wir zum Vergleich Paiste sowie auch Cymbals verschiedener anderer Hersteller und konnten in der Regie die Becken-Sounds parallel checken. In diesem Studio klangen die Paiste Cymbals einfach am geilsten. Das fand ich sehr interessant, denn sie klangen nicht am geilsten im Studioraum am Set. Dabei fand ich die Auffassungsgabe des Producers inspirierend als er sagte: „Mics hear!“ bei uns in Deutschland sagt man ja immer Mikrofone zeichnen auf. Aber die Amis gehen von der Hörcharakteristik eines Mikrofons aus.<<

PS. Hier noch meine Spotify-Liste mit Drumgrooves die (fast) ohne Hihats oder Becken auskommen. Nicht ganz so streng und mit anderen schönen Beispielen bestückt ist der Artikel „How To Groove Without Cymbals With These 42 Examples„. Ansonsten fällt mir noch ein, dass Keith Moon, Brian Chippendale (Lightning Bolt) und  der Jazzdrummer Leon Parker auch öfters mal ohne Hihat auskamen/kommen.

50+25 Crucial Jazz Drumming Recordings

Oktober 29, 2018

Ich habe gerade die kommentierte Modern Drummer Liste 50 Crucial Jazz Drumming Recordings entdeckt und steige mit der Ordnungsnummer 16 ein:

16. Miles Davis Milestones (Philly Joe Jones, 1958)
“Tony Williams supposedly said that you could learn everything you need to know about jazz from this record,” Paul Wells shares. “And I know that trumpeter Wallace Roney said that Tony could sing every solo and bass line on it. It’s a perfect jazz record, and Philly just slays on it. Interestingly, he plays the entire record with just one tom-tom.”

Und dort gibt es dann die zweite Liste, 50 Crucial Jazz Drumming Recordings Part 2.

 

Rettungsanker Bassspielen

Oktober 2, 2018

Hurra! Am Samstag gehen – der Musik sein Dank! – HATTLER wieder auf Tournee**. Der „Teaser“ (mit Moritz Müller und O.R. hinter verschiedene Schlagzeugen) zum aktuellen Album („Velocity„) ist auch der Opener meines aus der Ferienhüfte geschossenen Herbstmixes*:

Zuvor, am Freitag den 05.10., gibt es noch ein spannendes elektrifiziertes Intermezzo in Herrenberg mit Martin Johnson, Christian Meyers und Videokünstlern (-> sollte ich dafür vielleicht noch ein paar Free Sounds from the Polish Radio Experimental Studio oder den Casio-Alike-Ad-hoc-M4L-Sampler herunterladen?)

*Tracklist:
Hattler „Teaser“ (2018)
Herbert Eimert „Einführung in die Elektronische Musik“ (1963)
Kraftwerk „Taschenrechner“ (1981)
Kraftwerk „Elektrisches Roulette“ (1973)
Mac Miller „In the Morning“ (2013)
Fola Dada „Bittersweet“ (2018)
Mac Miller „What’s the use“ (2018)
Bill Withers „Don’t make it better“ (1978)
Brad Mehldau „After Bach – Ostinato“ (2018)
Chet Baker „Autumn Leaves“ (1974)

**
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Die Welt des Tommy Baldu

Oktober 1, 2018

Hier ein tolles Interview, das ich auch gerne geführt hätte…
Aber da ich Spürsinn und Schreibstil von Alex Höffken sehr schätze und dessen bonedo-Beiträge für die deutsche Schlagzeuger-Presse als große Bereicherung empfinde, verdampft direkt jegliche Eitelkeit. Und die Aufmerksamkeit gebührt dem tollen Rhythmusmacher und Visionär Tommy Baldu:

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PS. passend zur Interview-VÖ kam auch das Album „Earth“ von Fola Dada (Künstlerhafen/Edel) heraus, auf dem T.B. sehr schön zu hören ist.
Anspieltipp: „What would we miss“:

Fahrgeschäfte

September 17, 2018

Techtalk
1. Redundanz:
Ich habe in den letzten Jahren gerne schnelle SD Karten als Backup-Speicher mitgeführt, dank des Tipps von Klaus Scharff (Kombination aus Micro SD und MacBook Adapter) stehen sie jetzt nicht mehr über 🙂
2.  Strom:
a. Aus dem stereophonen Kopfhörerausgang des RME Firefaces werden Clicktrack und Playback zu meinem kleinen Monitormischpult geschickt, der Click-Kanal darüberhinaus nochmals gesplittet, damit er auch im Pult des Bassisten pulst. Komischerweise gab es dabei immer wieder mal brummende Kanäle.
Hier verhilft uns nun der Lehle P-Split-II zu einer klaren Verbindung!
b. Die Voodoo Lab Stromversorgung (für SPD::One und RE-20) tut ein Weiteres, um Netzteilbrummen zu vermeiden.
c. der interne Subbass/Boom-Sound des SPD::One Electro gefällt mir gut, vor allem da er sich mittels Pitch-Poti in jedem Raum schnell anpassen lässt. Es ist zudem hilfreich zu wissen, wo bzw. wie sich Threshold und Sensivity regulieren lassen
d. Output-Level und Klang der Roland/Boss-Geräte lassen sich durch hochwertige und aktive DI-Boxen deutlich verbessern!
e. Yo! Mein alter Little Lehle-II kann auch bei einem DI-Box Engpass aushelfen
PS. das ich alles Elektronische in Black White Mono höre/spiele, versteht sich von selbst!

 

Neuentdeckungen
1. die Lido Terrasse in Berlin. Und in Hamburg wohnt jetzt ja meine Schwester Jule – da schmeckt der Galão gleich doppelt gut!
2. der Philosophen Spaziergang in Heidelberg
3. vor dem Kölner Stadtgarten, die Trennwand zwischen Pop- und Jazzproduktion:
Nightliner (DePhazz) vs. Transporter (Wood Brothers)
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4. Das Café Marcel im Freiburger Stadtgarten und Henry Moores „Liegende“ vor der Uni
5. Das perfekte Sprungbrett in den Bodensee (im Bregenzer Mili)

 

 

 

 

 

 

6. Dem Sommer entspannt „auf Wiedersehen“ flüstern und sich dabei noch ein wenig durch München treiben lassen (Stilleben von Ulf Kleiner)
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7. Wien: Der „überstürzte Neumann“ und Hotel Daniel, sind beide klasse, die „Drei Hacken“ gegenüber vom Pory & Bess eh!
8. Prag: immer wieder very Disney, dennoch berührend. Und nächstes mal werden die Trdelník getestet.
X. Unser Merchandiser David Ernst zeichnet auch (toll!)

spannender Fremdsound
Ich höre mir die Tipps von Joo Kraus durch – wie beispielsweise Jim Halls 75er Concierto oder Chet Bakers „She was too good for me“ (beide mit Steve Gadd) oder Bill Withers „‚Bout Love“ mit Russ Kunkel* und Walter Bishop Jr.,  Rolfs Wink (Mac Miller & Thundercat), aber auch die SWR Produktion „100 Jahre Schlagzeug – Wie das Drum Kit die Musik verändert hat„, sowie diverse Querverweise aus der Bartos Biografie, u.a. Maurico Kagels „Match“ aus dem Jahr 1964 oder Herbert Eimert „Einführung in die Elektronische Musik“ (1963):

Ach ja, den ungarischen Schlagzeuger und Dirigenten Domonkos Héja wollte ich noch auschecken, ebenfalls den anderen Ungarn, Ferenc Nemeth (mit seinem Becken-losen Kit!) und die Lernbeobachtungen von Malte Burba auch…

Attitude
*Im Modern Drummer Interview prognostizierte Russ Kunkel 1984:
>>Simmons drums do have a finite amount of sound within them. So eventually, after everyone uses it for five or ten years, there’ll be something else. You’re not going to replace the acoustic guitar and you’re not going to replace the acoustic drums. But I like all the electronic drums. The only thing that bothers me is that everybody loves it and everybody really uses it, so it’s going to be overused. It’s probably reaching that point now. The drum machine duplicating real drum sounds and eliminating the hassles of dealing with a drummer and getting a drum sound is going to be around for a long time because it’s a time-saver.<<

elegantes Abschlussfoto

getrommelte Lightshow

September 11, 2018

Der Mannheimer Drummer Sebastian Kraus hat mit seiner Masterarbeit „Die Gestaltung einer Lightshow und ihre Steuerung durch das Schlagzeug“ den geflügelten Begriff „hybrid drumming“ (gemeint ist die Kombination von akustischem und elektronischem Schlagzeug) mit der visuellen Ebene zukunftsweisend erweitert.
Hier ein Mit/Ausschnitt. Zu sehen und hören sind (das Menschen-Duo) Haller und (das Technik-Trio) Ableton-DMXIS-Lights

File under: „in Zukunft als Ableton-Drummer die Lightshow mitgestalten“
Check: Oli trifft… Zach Danziger