Archive for the ‘offtopic’ Category

Über den Verkehr

November 25, 2009

>>Über den Verkehr in Athen soll hier nur gesagt werden, daß sich auch anderswo viel abspielt, etwa in Ameisenburgen und im Planktonbereich.<<

Mit Musik wollte ich im Urlaub diesmal nichts zu tun haben. Eigentlich nur schön lesen (an dieser Stelle einen herzlichen Gruß an den verehrten Herrn Steinfest aus dessen „Die feine Nase der Lilli Steinbeck“ ich meine Einleitung abgeschrieben habe), das Meer geniessen und im Familienkollektiv ausspannen.

Doch dann entdeckte ich den Techno Lift

und das fein präpariete One-Piece-Percussion-Set der phillippinischen Hotel-Kapelle (aufgespannte Cabasa: für Snaresounds auf der Conga und als Hihat-Ersatz, Fuß-Tamburin).

Und schiergar hätte ich noch den Rückflug verpasst, da ich am letzten Tag dann doch noch den Fernseher eingeschaltet habe und vor lauter Arab Beat die Zeit vergaß…

Bass statt Bus, Drum als Tram

November 9, 2009

Freue mich über jede Frankfurter Strassenbahndurchsage, da ich diese seit neuestem derart „höre“:

>>…change here for BASS lines so und so and DRUM line bla bla bla…<<

im Kreis

November 8, 2009

Sich im Kreis zu drehen (1), bzw. Sachverhalte einfach umzudrehen (2) ist auch mal OK. Denke ich zumindest nach dem Spreeblick Kurzbesuch:

(1) Christoph erstellt ein Print-Magazin voller ausgewählter Blog-Texte

(2) vinyl kills the mp3 industrie

P.S. Analog zu (1) adaptiere ich ja auch gerne einen gebastelten Groove, dessen Produzent in der Kiste mit den Oldschool-Loops gewühlt hat.
Und dann beschleicht mich ein Gefühl, dass der Kreis vielmehr eine Spirale ist…

Einfälle statt Abfälle

September 28, 2009

Ganz weit von elektronischen Beats entfernt, höre ich Tabea Zimmermann und verneigen mich tief vor Idealismus und Konsequenz des Christian Kuhtz! Hach – es gibt ja doch noch so viel stimmiges auf der Welt…

wie Schokolade

September 3, 2009

Freue mich auf den neuen Brenner, auf eine veränderte Perspektive und frischen Satzbau! Und gleich auf der ersten Seite:

>>Ich persönlich schau heute lieber auf die positiven Seiten des Lebens. Nicht immer nur tschingbumm, und wer hat jetzt wem…<<

Flut

Juni 23, 2009

Im Mercedes Bunz Archiv finde ich unter der 909:

>>In der heutigen Welt werden wir von Informationen überschüttet und damit hat sich der Wert der Information radikal verändert. Es ist gut denkbar, dass man bald Geld dafür bezahlt, Informationen nicht mehr bekommen zu müssen.<<

PKW + Musikelektronik

Juni 22, 2009

Wenn es um Autos und elektronische Musikinstrumente geht, denke ich sofort an den Minimoog. Denn ich erinnere mich an die (oft gelesene) Zeile: >>…Für „Autobahn“ leisteten sich Kraftwerk einen Mini-Moog-Synthesizer, der damals noch soviel wie ein Kleinwagen kostete.<<

Doch seit diesem Buchtipp aus der Sonntaz beatboxe ich plötzlich nur noch „Dacia, Dacia“ vor mich hin:

>>Ein eher unbedeutender Mann, er ist Ölmühlenarchitekt, setzt sich in seinen soeben erworbenen Wagen. Lange hat er gespart und noch länger gewartet auf seinen Dacia, den Renault-Klon aus rumänischer Produktion. Der Mann hat keinen Führerschein, er sitzt nur im Auto und betätigt, aus Versehen eher, die Hupe. Ihr Geräusch gefällt ihm nicht, er besorgt sich raffiniertere Hupen, eine spielt „Satisfaction“ von den Stones. Nicht genug damit. Er lässt sich eine Art Synthesizer einbauen, später konstruieren die Japaner dem Dacia-Musikanten eine gewaltige Orgel, der Mann wird weltberühmt.

Er spielt sich – immer in seinem Dacia – durch die Musikgeschichte, Mozart, Verdi, Schönberg, bis er in die Regionen des Unerhörten gelangt. Er mutiert, wird ganz spielende Hände, dehnt sich aus, wächst, wuchert am Ende hinaus ins Universum: „Im Mittelpunkt angelangt, nahmen seine spiralförmig geringelten Arme den Raum der einstigen Milchstraße ein.“

So geht, rasch nacherzählt, „Der Architekt“, die kürzeste der fantastischen Geschichten in Mircea Cartarescus Prosaband „Nostalgia„…<<

moog_runningrhythm

® is my John Hancock

Mai 25, 2009

Die Woche beginnt mit einem schönen Kännchen Mauro Caffè, dem „vierzehnten Stein“ von Fred Vargas und den wirklichen Dylan Basement-Tapes. Anschliessend wird das Time Line Delay von Damage Control geprüft, ein Oldschool-Echo-Tipp von P.M.FM.

Desweiteren erfreue ich mich (hoffentlich) an der erheblichen Vereinfachung verschiedener digitaler Arbeitsweisen: einmal aufgrund des virtuellen Textmarkers namens Jarnal, sowie durch den „Badewanne – r“ Kurzbefehl, für einen flotten Servus mit meinen Initialen…

LG, ®

Rhythmus und Gleichklang gewinnen gegen pure Muskelkraft

Mai 18, 2009

Beim sonntagnachmittäglichen Spaziergang am Main wurde ich von einer unbeabsichtigten Minimal-Klanginstallation überrascht: intakter Massen-Applaus gegenüber sechs Trommlern, die eigenwillig und in unterschiedlichen Tempi ihre Viertel klopften.
Im Netz habe ich jetzt gelernt, dass diese Veranstaltung ein Drachenbootrennen war, ein asiatischer und teamfreundlicher Rudersport mit einem Schlagwerker in der Schlüsselposition…

Kapital & mehr!

April 15, 2009

Am Ostermontag liess ich mir in der HNO-Klinik noch in die Ohren schauen und die Sorge nehmen,  dass mich eine Mittleohrentzündung nach Bulgarien begleiten könnte. Tags darauf im Flugzeug überraschte mich dann wie abgesprochen die „Wilde Schafsjagd“ mit den hundertprozentigen Ohren:

>>Sie ließen mich unweigerlich an riesige Strudel des Schicksals denken.
Eine Windung kreuzte mit schier unvorstellbarer Kühnheit die ganze Fläche des Bildes, eine andere schuf mit geheimnisvoller Sorgfalt kleine Schattierungen, und wieder eine andere erzählte die zahllosen Legenden eines antiken Wandgemäldes. Die Ebenheit der Ohrläppchen übertraf noch den Schwung der Windungen, und vor der üppigen Fülle ihres Fleisches verblaßte alles Leben.<<

Wow, was für ein Organ!