Archive for the ‘Attitude’ Category

Maeda’s microposts

Januar 27, 2019

John Maeda geht irgendwie immer gut…

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Over the years, I've made an attempt to manually sort all of my posts on Twitter. I've thought of making them into some kind of easy to use database for creative people who are working to reconcile what leadership is all about. But each time I try to do that, my attention is diverted to getting something else done. And each time I lose the master file on my computer, so I am lucky to keep a printout once in a while. When I stumble upon the printed form, I can refer to them myself, and I find the microposts useful because I can remember something important to me that I realized in the past. I mean, I forget A LOT. So my printed "diaries" can often help me break from repeating patterns that I already learned the secret to breaking out of. This Dan Wieden-ism is particularly good: "Encourage your team to fail (get it wrong) a few times first, as the way to get it right sooner." So true.

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Ich hänge noch einen eben gelesenen Micropost aus dem Haffner-Roman dran: >>Ob als Weltmeister oder nicht, komm gesund wieder.<< („Carl Haffners Liebe zum Unentschieden“ Seite 100)

die Zeit und wie wir sie wahrnehmen

Januar 23, 2019

Wie uns das Smartphone die Zeit klaut“ ist abseits der reisserischen Überschrift ein toller ZEIT Campus Artikel über Zeitempfinden, Körpergefühl, gepflegte Langeweile, Gedächtniszeit und das Im-Moment-erleben via Smartphone.

Das nicht weniger plakative Fazit wiederum schreibe ich mal ab:
>>Ich glaube, man kann den Kampf gegen das Handy nur verlieren, wenn es tatsächlich immer dabei ist.<< (Marc Wittmann)

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Schach & Musik

Januar 23, 2019

Meine Fähigkeiten beim Schach sind ziemlich begrenzt. Eingerostet auf dem Niveau des Grundschülers, der temporär Spaß am Spiel gefunden hat und zuhause einen Mitspieler – mich – brauchte.

Jetzt lese ich aber gerade in „Carl Haffners Liebe zum Unentschieden“ so tolle Sätze und Gedanken von Thomas Glavinic, so dass ich mich jetzt schon auf die Freibadsaison freue, inklusive Maxi-Gartenschach.

Ich habe aus den Seiten 52/53 ein bisschen was abgeschrieben (leicht umgestellt und ergänzt). Somit lassen sich die Schachideen bis zum Sommer auch mit in den Proberaum nehmen.

>>Weltmeisterliches Schach zu spielen heißt, schier unendlich tief in einen Mikrokosmos vorzudringen und dennoch den Überblick auf das Ganze, das Große zu behalten.<<

>>Jeder wahre Meister hat seinen Stil. Ein Musiker erfindet sein Lied, er komponiert es. Ein Dichter schreibt sein Buch nicht einfach, er fügt darin eins zum anderen. Und ein großer Schachspieler spielt seine Partien nicht. Er baut sie.<<

Dennoch bestimmt vertraute Interaktion den Verlauf.

>>Nun, ein Schachmeister verwendet für jeden Zug soviel Kraft und Phantasie wie ein Dichter für jedes Wort jedes Satzes. Am Schachbrett sitzen einander zwei Stilrichtungen gegenüber, zwei Systeme, zwei Philosophien. Nach den Eröffnungszügen wählt der Meister einen Plan. Der Plan ergibt sich aus der Charakteristik der entstandenen Stellung. Von seinem Plan weicht der Meister nur ab, wenn der Gegner seinerseits die Stellung entscheidend verändert. Der eine besitzt hervorragende Fähigkeiten darin, kleine Vorteile zu sammeln, zu verdichten und die Partie für sich zu entscheiden. Der andere ist in der Lage, Kombinationen weiter und tiefer zu berechnen. Dieser zeichnet sich durch besonders angriffslustiges Spiel aus, jener lässt den Gegner anrennen.<<

Es lebe die Improvisation und der Moment der Entscheidung! Selbstverständlich darf sich ein „Schach-Musiker“ über den final entscheidenden Zug bzw. einen alleinigen Schluß-Abschlag freuen, die ganz große Kunst jedoch ist das gemeinsam gleichzeitige Aufhören – ein Remis. Aus Kampf wird Kunst.

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Passt zu den Gedanken: Gretsch Zig-Zag Snare

 

 

I’m OJ

Januar 19, 2019

Immer schön: Essen bei Freunden! Und wenn dabei auch noch Blog-relevante Krümmel übrig bleiben, doppelt gut!!
In dem Fall ein schickes Jay-Z Video („The Story of O.J.„), inklusive transkribierungswürdigem Drumfill (bei 1.57′) und ein perfektes Spiel für Bands und Rhythmusverbände namens „Mind„.

Ich sammle popkulturelle Schätze

Januar 14, 2019

>>Ich sammle popkulturelle Schätze. Wenn ich ins Studio gehe, stehen da nicht nur alte Orgeln und ein Schlagzeug, sondern auch Schallplatten. An der Wand hängen Bilder, die ich auf Flohmärkten gefunden habe. Das Bücherregal ist voll mit Werken zu den abseitigsten Popfiguren. Durch diese Materialfülle löst sich dann das Referenzmoment auf und wird zur amorphen Masse. Ich war in der Jugend Mod, das Geschmackvolle bedeutet mir noch was. Bestimmte analoge Aufnahmetechniken sind mir wichtig. Lieber eine Flöte spielen, als eine Midi-Flöte zu benutzen. Es geht ja immer darum, was geschieht, wenn ein Ton physisch erzeugt und durch ein Mikrofon aufgenommen wird. Das gefällt mir besser, als wenn er am Bildschirm berechnet wird.<<

Ich genieße das taz Interview mit Carsten Meyer aka Erobique, erinnere mich an ein gemeinsame spontane Trio-Session mit Hans Nieswandt (vor 14 Jahren in der Muna…) und höre dazu „Urlaub in Italien“.

Und mit Erobiques Einstellung „from nothing to something“ starte ich in die Woche!

licks, clichés & attitude

Januar 13, 2019

 

Grenzzäune zu überspringen gefällt mir gut, Kontext-Mix ebenfalls.
Und deswegen freue ich mich gerade sehr über Bodek Jankes Tabla Version der berühmten Samba Fanfare Fanfarra (Cabua-Le-Le), dem Opener von Sergio Mendes„Brasileiro“ (das ich zufälliger Weise neulich im Second Hand Laden gefunden habe).

In dieser Stimmung widme ich mich einem anderen Klischee und beleuchte das von Lars Bartkuhn empfohlene „The Lick“ unter ganz neuen Vorzeichen!

JAM with graHAM

Januar 12, 2019

Wenn der Bassist singen kann, braucht’s nur noch einen Drummer…nee: wenn der Bassist Larry Graham heisst, reicht ein Trommler zur Komplettierung der Band. Beziehungsweise, sollte der Rhythmusmacher verhindert sein, dann kompensiert Larry Kick und Snare einfach durch Slappen und Poppen.

Im Netz schwirren auch noch die beiden Instructional Videos „Super Slapping Bass“ (ebenfalls nur im Duo mit Trommler Kozo Suganuma)  und „Funk Bass Attack“ von 1997 (im Orgeltrio mit Greg Errico hinterm Schlagzeug) – auch hier lässt sich die Zutatenliste für ’ne eins a Funk-Attitude zusammensammeln…

In puncto Effekgeräte lerne ich aus den Videos: >>When it’s old and good, it is antique<<
Und hey, die alten Pedale (Roland Jet Phaser AP-7, „bigfoot“ Mu-Tron Octave Divider, Maestro Fuzz Phaser (Bsp. 2), Lovetone Big CheeseProCo Juggernaut, MXR Phase 100 + Boss DD-?, Danelectro Fab Tone) versprühen auch derart viel Charme und dennoch sind es des Meisters Tanzschritte und Einstellungen, die den Antiquitäten zum Wow!-Moment verhelfen.

PS. in diesem Zusammenhang darf Tim Lefebvres grandiose Kombination von Fuzz und MXR Envelope Filter nicht fehlen.

elektronische Klangerzeuger mit niedrigen Seriennummern

Januar 4, 2019

Wenn mir ein Feuillton Artikel mit einer solchen Überschrift begegnet:

Ich mache nur das, was mir vorschwebt“ – Der japanische Musiker Haruomi Hosono über Vogelzwitschern im Dschungel, Schlafen auf dem Fußboden und elektronische Klangerzeuger mit niedrigen Seriennummern

wird die dazugehörige Musik prompt gecheckt.  Und so begebe ich mich in den Omni-Sightseeing Modus…


Kultur/Politischer Nebenschauplatz, aber insofern passend, als das folgende (an sich angenehm freche) Menasse-Zitat in derselben taz zu lesen war:
>>Die Quelle (Römische Rede) ist korrekt. Der Sinn ist korrekt. Die Wahrheit ist belegbar. Die These ist fruchtbar. Was fehlt, ist das Geringste: das Wortwörtliche.<<

>>Was Robert Menasse geritten hat, dem ersten Vorsitzenden der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft Worte in den Mund zu legen, die er nie gesagt hat, was den Schriftsteller gar dazu bewogen hat, den Hochschullehrer und CDU-Politiker Walter Hallstein in Auschwitz auftreten zu lassen, und zwar in nichtliterarischen Formaten, empört die historische und politische Zunft. <<
Vermutlich dachte Robert Menasse dabei ähnlich wie Herr Hosono: „Ich mache nur das, was mir vorschwebt“.

Wildnis!

Januar 3, 2019

Hat mir beim Besuch der Wildnis Ausstellung am besten gefallen und passt hervorragend zum im Februar beginnenden Jahr des Schweins, Lin May Saeeds Metallarbeit „The Libe­ra­tion of Animals from their Cages XVII/Woman with Pig“:

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Weitere Highlights: (aber auch furchteinfößend), der Klang der Eisschmelze von Jacob Kirkegaard („MELT“, 2016), Gerhard Richters unscharfer „Tiger“ (1965), und Max Ernsts, „Die Lebensfreude“ (1937).

Im direkten Proberaumanschluss habe ich dann ähnlich wild getrommelt. Dafür erstmal mit dem Bolzenschneider das Gatter zum Doublekick-Areal geöffnet und neben die daraufhin verschlossene Hihat ein Roland KT-10 Fuss-Pedal gestellt! Als Klangerzeuger wurde mein Coron Drum Synthe RDS angeschlossen und los ging die Forschungsreise.

Zunächst mal pulsierende Viertel, mit typisch analogen e-Drum Kicks:

Aber dann, ganz simpel – mit nur einem Handgriff wird der OSC/NOISE BALANCE Regler zu Gunsten der Rauschfahne verdreht – kann ich – je nach NOISE DECAY – perkussive Akzente (Cabasa/ähnlich), elektronische Offbeats oder typisch elektronische Zweien und Vieren treten.

Jaja.. >>In Zeiten, in denen die weißen Flecken auf den Landkarten dieser Welt weitgehend verschwunden sind und ein „unberührter Naturzustand“ fast nur noch in Form von ausgewiesenen Reservaten existiert, rückt die Wildnis wieder in den Fokus der Kunst. Die Suche nach letzten freien Plätzen, die Expedition als künstlerisches Medium, Visionen einer posthumanen Welt prägen die Werke vieler zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler […]<< (Schirn Presse Text)

Friedenstaube

Januar 2, 2019

Vorstudie zum Ausstellungsbesuch

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#peace #2019 #schirnkunsthalle #kulli

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