happy

Der Morgen fühlte sich sehr gut an, zack wird versucht, den Begriff „Glück“ in Worte zu fassen.
Vielleicht ein positiver Schwebezustand, ähnlich wie mein heutiger Wochenstart nach einem erschöpfenden, jedoch musikalisch beseelten langen Wochenende: zuhause maximal ausschlafen, mit schöner Musik, offenem Fenster und einer Zeitung ausgedehnt frühstücken (also die grenzenlos Freiheit ausschöpfen dürfen), bis jene angenehme Entspannung entsteht, bei der direkt wieder neue Ideen losrollen…
OK, die Grundlage war aber auch eine Baustein-Klasse für sich:
Die Block Party auf der Container Insel war das Abschlußfest des großartigen Jazz Montez Sommerprogramms (sieben Wochen lang top kuratiertes Musikprogramm, dem ich Überschrift „Jazz plus!“ geben würde). Auch wenn ich diesen Abend (wegen einer weiteren schönen DJ-Nacht mit Michael Rütten) nur teilweise miterleben konnte, gefiel mir dieser kleine Ausschnitt schon mal ausgesprochen gut: von der Spielstätte „Zur Insel“ (das Curry-Pommes-Paradies der Truckerfahrer), deren nicht allzu großer Gastraum optimal genutzt wurde – im Bild schön zu sehen, wie ein störendes Regalbrett entfernt wird, damit auch die Eckbank vom später darauf stehenden Oli Leicht genutzt werden konnte – über DJ Nahom, dessen „Eritrean Anthology“ nicht nur als Soundtrack des eriträischen Neujahrsfest fungierte, sondern mir auch ein bis dato unbekannten Ein-Viertel-Vibe zuspielte, bis zum Auftritt des „Kabuki Ensemble“ selbst, mit dem die Veröffentlichung des Albums „No Maps for these Territories“ gefeiert wurde.

noch mehr schöne Fotos von Oli Leicht, dort.

Am Sonntag bin ich zum Karlsruher Rheinhafen gefahren, um nach 27 Jahren den Faden des Peter Lehel Quartetts (mit Ull Möck als Bassist und Keyboarder) erneut aufzunehmen.
Kurze Rede, nachhallender Sinn: es war wunderbar!

Dank gegenseitiger Wertschätzung, vollem Vertrauen und offenen Sinnen funktioniert da ein Konzert auch ohne jegliches Proben (was in dem Fall aber auch beabsichtigtes Konzept der Veranstaltung „Das Mysterium Improvisation – Struktur und Chancen“ war).
Diesbezüglich habe ich schon länger Gewissheit.
Doch, dass man nach einem halben Leben selbstverständlich, nahtlos und völlig stimmig einfach anknüpfen kann, als wäre die letzte gemeinsame Unternehmung vorgestern passiert, begeistert mich über die Maßen.
Damals war das Vertretungsgastspiel (für Dieter Schumacher) bei Lubber Blue bzw. dem Peter Lehel Quartett ein großes Glück, weil schöne Herausforderung und riesiger Lernschub. Ich durfte auf hohem Niveau in den Modern Jazz eintauchen. Beim nächsten Heimatbesuch werde ich die Fotodokumente unserer damaligen St. Petersburg Konzertreise suchen.

Ich übernehme direkt die taz-Überschrift vom Wochenende und werde sie auf meinen Herbst-Pulli drucken: erster fester Job (frühestens) mit 73!

PS. auch schön: der Artikel „Die Geschichte eines unerklärlichen Erfolges“ zum 25 jährigen Jubiläum des Bueno Vista Social Club (file under: Weltmusik) und das Moonchild Tiny Desk Konzert – danke, Jule 🙂

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