Nachlese(n)

Eine chinesische Geschichte, die Italo Calvino in einer seiner Harvard Vorlesungen (bzw. im Buch „Sechs Vorschläge für das neue Jahrtausend“ auf Seite 78f) erzählte:
>>Zu den vielen Fähigkeiten von Chuang-T zu gehörte seine Gewandtheit im Zeichnen. Der Kaiser bat ihn, einen Krebs zu zeichnen. Chuang-Tzu sagte, er brauche dafür fünf Jahre Zeit und eine Villa mit zwölf Bediensteten. Nach fünf Jahren war die Zeichnung noch nicht begonnen. »Ich brauche noch weitere fünf Jahren, sagte Chuang-Tzu. Der Kaiser gewährte sie ihm. Nach Ablauf der zehn Jahre nahm Chuang-Tzu die Feder, und in einem Augenblick, mit einer einzigen Handbewegung, zeichnete er einen Krebs, den perfektesten Krebs, den man je gesehen hatte.<<

Von Juli Zeh nehme ich die Erkenntnis mit,
>>dass Schönheit nicht im Extrem, sondern in der Balance zu suchen ist.<<
(„Nullzeit“, 2012)

Schließlich noch ein schöner gedanke aus dem aktuelllen Roman von Heinrich Steinfest („Der betrunkene Berg“ 2022):
>>Warum bloß war ein Verzicht, der einfache Umstand, etwas Bestimmtes nicht zu tun, so schwierig?<<

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