ein hoch auf die Produzenten

Vor 30 Jahren kam das von Trevor Horn produzierte SEAL Debut Album heraus.
Und hat für Furore gesorgt. Tighte Beats, ausgechecktes Programming und eins a Arrangements, die verwirrender Weise auch noch je nach Ausgabe desselben Albums (auf drei Songs) unterschiedlich waren. Heute wird die früherer Pre-Mix Version von der nachgebesserten „Endgültigen“ unterschieden, aber damals glaubte ich an Überraschungseier, die dank der übersprudelnden Kreativität, bzw. um die verschiedenen – sämtlich tollen – Mixe von Trevor Horn zu würdigen einfach unkommentiert verstreut wurden.
>>According to Seal, there are two verisons because he and Trevor Horn had very little time to finish the first version (due to the demands of single releases), and later decided there were better versions of the three tracks. (or as Seal puts it; „a bad habit that Trevor and myself share, THE INABILITY TO LET GO!!“)<<

Der Produktionsstandard stach damals jedenfalls heraus, was eigentlich für so viele von Trevor Horns Arbeiten galt:
beispielsweise ABC „Poison arrow“, Yes  „Owner of a lonely heart“, Frankie Goes To Hollywood „Relax“, Grace Jones „Slave to the Rhythm“.

Vor allem macht es großen Spaß in die Detailverliebtheit einzutauchen, die sich dennoch immer einem fließenden Groove (siehe diesbezüglich auch die viele Maxi-Mixe für die Clubs) unterordnete. Und dabei lässt sich so viel abschauen/lernen…
Und zack geht’s weiter mit den zahlreichen anderen maßgeblichen Helden der Musikproduktion. Um irgendwo weiter zu machen zitiere eine Kommentar zu dem oben verlinkten Amazona Artikel über T. H. und beginne im europäischen Umland:

>>Conny Plank hat die Musik der 70er in die 80er übergeleitet. Trevor Horn hat in den 80ern Kunst zum Pop verwandelt und massentauglich gemacht. Daniel Lanois hat die Musik der 80ger in die 90ger übergeleitet. Alle drei haben das durch die Nutzung neuester Studiotechnologie erreicht.<<

Und weiter geht’s mit: George Martin (Beatles), Quincy Jones, Nile Rodgers (Chic), Berry Gordy (Motown), Phil Spector („Wall of Sound“), Rick Rubin, Brian Eno (Ambient & out of the box), Brian Wilson (Beach Boys), Dr. Dre, Lee Scratch Perry (Spaced out Dub), Arif Mardin (Atlantic), Timbaland, The Neptunes, Babyface (modern R & B), Teo Macero (Jazz Cuts), J Dilla (organic programming), Prince, Manfred Eicher (ECM), Steve Albini (Rock!), George Clinton (Funk), Thomas Dolby

PS. um den Kreis zum Seal Album zu schließen. Es gibt vom oben gespielten „Crazy“ nicht nur die beiden erwähnten Mixe, sondern auch interessante Cover-Versionen:

[File under: stimmige Songs, gute Arrangements, eins a Klang und dennoch Weiterentwicklungen]

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