organisch statt mechanisch

Habe heute beim Familienspaziergang zwei Rehe im Wald gesehen. Und nachdem wir uns gegenseitig entdeckt hatten, verweilten alle Beteiligten eine schöne Weile still, beobachtend, nachdenkend.

Genau so geht es mir mit zwei Gedanken am Ende von Tilman Baumgärtels „Schleifen“ Buch. Dort lese ich auf Seite 333 ein Zitat des Philosophen Ludwig Klages aus dem Jahr 1934:
>>Der Takt wiederholt, der Rhythmus erneuert.<<

Und wenige Zeilen später die folgenden Sätze aus Rudolf Wendorffs „Die Zeit, mit der wir leben“:
>>Man ist fasziniert davon, dass sich wie mit magischer Kraft eigentlich das Gleiche ständig wiederholt, dass es aber doch nicht genau dasselbe ist, sondern dass lebendiges Geschehen zur Wiederholung von Ähnli- chem führt […]. Das elementare Erlebnis der Rhythmen ist deshalb seelisch wohltuend, weil zwar auch hier die Zeit verfließt, aber nicht ins Unbekannte und Grenzenlose davoneilt, sondern wie von Geister- hand gehalten gewissermaßen zugleich auf der Stelle tritt, Bekanntes sich ständig wiederholt […]. Organisch statt mechanisch ist die übliche Terminologie, um den Wert zyklischen Zeiterlebens auch ideologisch zu unterstreichen.<<

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