Freedomland

Im Jahr 2000 war ganz schön viel los.
Ich kam zur Band von El Houssaine Kili, durch die ich (vor allem dank Rhani Krijas Erklärkunst) in die Welt nordafrikanischer Rhythmen und der Gnawa Musik eingeführt wurde.

Hellmut Hattler startete sein neues Projekt, dessen Reise bis heute andauert.

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Und der österreichische Sänger und Multiinstrumentalist Marque (bei dem ich im Jahr zuvor für den tollen Kay Richter eingestiegen bin) veröffentlichte im Juni sein drittes Album „Freedomland“, das dank des Radiohits „One to make her happy“ viele Türen öffnete und mir im Popzirkus einige neue Facetten zeigte.
Eigentlich waren Attitude und Sound von Marque stark mit Prince verküpft. Bei den Shows im Ländle (Vorarlberg) gab es oftmals nach einem regulären Konzert, noch den geheimen Aftershow-Gig im Conrads-Ohm. Die Band mit Lillo Scrimali, Rolf Kersting (wir spielten seit 1998 intensiv für verschiedene Acts zusammen) und Thomas König (ab 2001 mit Markus Birkle an der Gitarre) war bestens eingespielt und die Lust zu spielen war immens.

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Der große Mehrwert des starken Airplays war, dass man permanent zusammen unterwegs war und spielte. Wobei das typische Konzert nur noch ein Bruchteil der Veranstaltungen ausmachte: Plötzlich fanden wir uns auf den Bühnen sogenannter Radio-Festivals wieder, also von Sendern ausgerichteten Live-Events, bei denen zum Playback gemimt werden sollte.

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Die ganzen Unterhaltungssendungen im Fernsehen waren ohnehin ausnahmslos auf Sicherheit bedacht, sprich Playback-Shows. Aber auch Musiksendungen wie Top of the Pops, oder die Formate von Viva und MTV zeigten sich nicht begeistert, wenn wir aufs Live spielen drängten. Obligatorisch damals für den aufstrebenden Pop-Act war das Musikvideo – ebenfalls spannend und neu für mich.(Letztlich wirkte ich bei folgenden drei mit: „One to make her Happy“, „Electronic Lady“, „Wonderman“)
Irgendwann spielten wir in ein paar Folgen der Vorabendserie „Verbotene Liebe“ mit, einfach uns als Band (Product Placement), jedoch ohne die eigenen Markenklamotten (unerlaubte Schleichwerbung) und ein paar Bravo Artikel gab’s obendrein…

Parallel zum Album-Release startete eine kleine Sommertour. Aber auch bei diesen Gigs, Umgewöhnung: Der Hit bzw. die Vermarktungsmaschinerie hatte das Publikum merkbar verändert, Teenies anstelle der Musikliebhaber aus dem Prince Umfeld. Die Konzerte begannen also schon um 19 Uhr und nicht selten musste „One to make her happy“ mehrfach am Abend gespielt und immer wieder zum Mitsingen verlängert werden. Die anderen Songs des Programms schienen oftmals eher im Weg zu stehen. Egal, wir waren unterwegs und freuten uns über jeden live performten Ton. Und glücklicherweise gab es auch die guten Plätze, wie beispielsweise den Rockpalast oder das New Pop Festival.

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Zudem nahmen nach der steilen Lernkurve und einer gewissen Beharrlichkeit die „klassischen Konzerte“ wieder zu. Darunter drei Touren als Support von Simple Minds, Vanessa Amorosi und DJ Bobo (der immerhin im Anschluß begeistert eine Live Band rekrutierte…).

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Hier noch ein typisches Foto von jener ersten Nightliner-Sommertour. Tagsüber im Eschenheimer Freibad (quasi mein Anbändeln mit Frankfurt), abends im Club meines heutigen Vermieters.

War eine intensive, lehrreiche und schöne Zeit und ich freue mich aufs Alters-Revival!
Ein Foto vom damaligen Schlagzeug-Aufbau hätte ich jedenfalls parat:

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Zum Abschluß noch vier klasse Tracks zu denen ich u.a. getrommelt habe:
„Two more people (Faith)“

„River“

„The Reason Why“

„Sorry, but I wonder“

Jetzt würde ich nur noch gerne die Übungskassette finden, mit der ich mich 1996 oder ’97 erstmals für ein Marque Konzert (Sounds of Frankfurt) einspringenderweise vorbereitet hatte. Oder auch den Mitschnitt des Prince-Tributes, der zum heutigen Geburtstags des Meisters bestens gepasst hätte…

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