nichts, was sich nicht zum Positiven entwickeln ließe

Wenn ich am Fenster stehe und Menschen in Decken gewickelt auf dem Balkon liegen sehe, bekomme ich Lust, erneut den Zauberberg zu lesen. Da aber auch mein Lieblingsautor Heinrich Steinfest einen Gastbeitrag für die Kontext-Wochenzeitung geschrieben hat, beginne ich erstmal umfangsreduziert:

>>Möglicherweise ist das die richtige Zeit, um wieder Trost und Rat bei den großen Philosophen und Philosophinnen zu holen, so unterschiedlich und widersprüchlich die als Gemeinschaft und oft auch in sich selbst sind. Aber dennoch schaffen sie ein Bewusstsein, das uns zu der eigentlichen Frage nach dem Warum zurückführt. Vielleicht hat es eben doch einen Sinn, unser Leben, vielleicht kümmert es das Universum eben doch, was wir tun und was wir unterlassen und wie wir aus einer Krise hervorgehen: gescheiter, dümmer, gleichgültiger oder leidenschaftlicher, das Leben feiernd und die Umwelt achtend. Verliebt in das Dasein. Großmütig. Klar, wir werden uns nie ganz von der Angst um Klopapierknappheit befreien können, das nicht, das ist wohl unsere Natur, aber nichts, was sich nicht zum Positiven entwickeln ließe. Der einzige Grund, wieso wir ja überhaupt auf der Welt sind, ist es, die Dinge zu verbessern. Egal, wie oft wir dabei scheitern. Ein Auftrag ist ein Auftrag. Göttlich oder nicht.<<

cape-cod-morning

Edward Hopper „Cap Cod Morning“ (1950)

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