Louis Armstrong und die Fliege

Eine schöne kleine Trompetengeschichte, die einerseits den Nils Wülker Tourabschluss nahtlos abrundet, sich zudem bestens als Motivationsschub für meine nun beginnende Weihnachts-Freizeit (HfMDK, ein paar Geschenke, Bass???) eignet:

>>Am Abend dann, als die Band glücklich und erschöpft in die Anstalt zurückhehrt und alle anderen ihre Instrumente schon wieder im Musikraum abgegeben haben, nicht sich Louis Armstrong noch einmal die Trompete, fragend blickt er seinen Lehrer an. »Na gut« brummt Peter Davis, »ausnahmsweise.« Es ist warm in seinem Mehrbettzimmer, die anderen sind noch draußen und rauchen in der heißen Sommernacht, träumen von der Sportlehrerin, von Ferne wehen aus der Stadt die Klänge der Feiern des Odd Fellows‘ Day herüber. Armstrong zieht die alte Polizistenuniform aus. Und während er allein auf seinem Bett sitzt und eine Fliege durch das Zimmer fliegt, versucht er ihren Flug mit seinen Tönen nachzuahmen, er folgt ihr nach, brummend, stoppend, brummend. Und als die Fliege den Weg aus dem Fenster hinausgefunden hat, da spielt er einfach weiter. Und hört nie wieder. Louis Armstrong wird zum größten Jazz-Trompeter der Geschichte.<<

aus Florian Illies „1913“, Kapitel September

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PS. schön, das ist nach Pit Baumgartners „Fliegenklatsche mit Chance“ und der Patentschrift zum Schlagzeugbesen nun der dritte Fliegen-freundliche Beitrag…

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