das Hurra

>>Als Vogel ohne Uhr erkennt man die Tageszeit ja nicht nur am Stand der Sonne und der Farbe des Lichts, sondern man ahnt das »Alter« des Tages. Frühmorgens ist der Tag oft wie ein junger Hund, geradezu blödsinnig vor Lebensfreude und Bewegungslust. Der Nachmittag hingegen verströmt eine beträchtliche Melancholie, etwas Schmerzliches. Der Nachmittag – auch im Sommer, auch im Frühling hat etwas von Herbst. Der Nachmittag ist immer ein fallendes Blatt und zeigt immer eine Verfärbung. Bevor dann der Abend zurückführt zu einer gewissen Ausgelassenheit, die alkoholisch anmutet. Der Abend verfügt über die Schlieren, die sich beim Schwenken eines Weinglases bilden. Der Nachmittag ist der Tod, der Abend das Hurra im Jenseits.<<
Heinrich Steinfest „Das Leben und Sterben der Flugzeuge“ (Piper 2016, S.393f)

Ab sofort wird nachmittags Kuchen genossen, das Hurra noch weiter ausgedehnt!
Und was das »Alter« angeht: ich fühle mich wie eine zeitlose Endlosrille, wie ein »locked groove« auf 45rpm… t-tschaka, t-tschaka, t-tschaka

(Der passenden Soundtrack lässt sich hier auf intoinfinity.org selbst gestalten; mit 276 Acht-Sekunden-Loops zum freien Download).

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…oder, um es mit Serena Williams auszudrücken: Forty Fun!

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Eine Antwort to “das Hurra”

  1. Oli Says:

    Meinem Post nicht unähnlich: >>No Hendrix wasn’t at this concert . It is merely a mash up of two mediums and designed to be a birthday card to myself<<

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