winzege Schdeandaln aus Eis

Eigentlich habe ich mit Gedichten überhaupt nichts am Hut, kann schon lange kein einziges mehr aus der Schulzeit. Und zu Songtexten – dem Gedicht an sich nicht unähnlich –  hatte ich leider nie einen Zugang (das musikalische Drumherum beansprucht bei mir automatisch die ungeteilte Aufmerksamkeit). Unter Strich: Längere Geschichten und Romane bekamen immer den Vorzug.
Aber in 2017 scheint sich diesbezüglich was zu ändern. So habe ich vorgestern während des Netzer Konzerts ein klitzekleines William Carlos William Gedicht vorgetragen – der Veränderung halber, bzw. um mal was ungewöhnliches auszuprobieren, wurde Die Katze* wurde während der Anfahrt auswendig gelernt – und heute stößt mich Heinrich Steinfest in seinem neuen Buch auf das perfekt passende Wintergedicht von H. C. Artmann.
Ach, schön!
*
Als die Katze
über
das oberste Brett 

des Marmeladenregals stieg 
setzte sie
behutsam

erst die rechte  
Vorderpfote 
dann die hintere

ins Innere
des leeren
Blumentopfs

rubows katze.png

 

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