Step in the Arena!

Ich bin eigentlich ein unerschütterlicher Optimist, aber es gibt Abende wie diesen, da versagen meine Mechanismen.
Da weiss ich weder WIE? ich mich motivieren kann, noch, um WAS? bestmöglichst zu tun. Da ist der Ofen erstmal aus, wenn ich in der Zeitung lese: >>Ruanda, Srebrenica, Grosny – was „nie wieder“ geschehen sollte, wiederholt sich im Jahr 2016 in Echtzeit vor aller Augen und bestens dokumentiert. Der Massenmord in Syrien steht für das Versagen sämtlicher internationaler Institutionen und Mechanismen, die nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurden, um Kriege und Kriegsverbrechen zu verhindern.<<

Und prompt poppt in der hilflosen Kälte gleich noch der ganze andere Mist in der Birne auf: Fake News, Trump, Filterblasen, postfaktische Unberechenbarkeit… und ich erinnere mich an vorgestern, als ich erschüttert mitlesen musste, wie sich zwei meiner Bekannten aus dem echten Leben – die sich dort aber noch nie begegnet sind – im Facebook virtuell streiten: mit wenig sprachlicher Empathie und ungeheurem Energieverbrauch beharrte dabei jeder der beiden auf’s Rechthaben, was bei einem Treffen unter Normalbedingungen – beispielsweise wir drei zusammen am Tisch einer Kneipe – nie und nimmer so verlaufen wäre! (An dieser Stelle komme ich nicht umhin,  aus völlig anderem Kontext, jedoch sehr zutreffend M. Beisenherz zu zitieren: >>Der moralische Stellungskrieg wird heutzutage ja von der Tastatur aus geführt. Facebook ist ’ne bequeme Kanzel. Und draußen is‘ kalt.<<)

Oh weh, es ist einiges aus den Angeln geraten! Aber eigentlich muss ich bei diesem Fazit doch nur ein Wort tauschen und dank eines aktiven heben anstelle des passiven geraten, lässt sich wieder neue Energie mobilisieren. Dann noch ein kraftspendender Soundtrack – ich wähle für’s erste das grandiose Insrumental-Bootleg des Gang Starr Meilensteins „Step in the Arena“ und entdecke dabei gleichzeitig den Plan!

Im Anschluss lass ich mir übrigens die für Kinder aufbereitete „Griechische Sagen und Fabeln“ von Peter Kaempfe vorlesen. Da passt alles: Inhalt, Struktur, Duktus, Vision, geschichtliches Vermächtnis und der Übertrag ins Heute, so wie die Schulung von Ausdauer und Geduld (es sind 8 CDs!)

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Eine Antwort to “Step in the Arena!”

  1. Die Zunge | E-BEATS Says:

    […] über die beiden gegensätzlichen Seiten unsere Zunge einzubetten, die in dieser etwas aus den Angeln gerutschten Zeit ein paar gute Ideen ausspricht: sich gute Geschichten erzählen, sprich: […]

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