#bloßnichtzurueckinsschneckenhaus

Wenn ich von einer Tour zurückkomme, falle ich meistens in ein Loch. Heute ist alles anders: Um zum ersten Frühstück parat sein zu können, habe ich mich gestern direkt um 21h ins Bett gelegt und bin trotz völliger Erschöpfung gleich nachdem ersten Weckerkling_ hellwach, um sofort taz- und spiegel-online zu öffnen. Levi hat irgendwo aufgeschnappt, dass ein Trump als Präsident den dritten Weltkrieg herbeiführen würde und fragt besorgt nach, wer denn jetzt die Wahl gewonnen hätte. Es ist 7.15h und sieht laut der ExpertenInnen düster aus. Oh weh, ich werde heute nichts als eine komplett schwarze Seite posten…
Ich berichte also von der momentanen Wahllage und verspreche aber klar & deutlich, dass gegen einen großen Krieg viel zu viel Leute was dagegen haben und sich wehren werden, dass zwar oft verbal laut gepoltert wird, aber selten so heiß gegegessen, wie gekocht.
Beim Müsli transformiere ich gedanklich meinen Schwarz-Sehen-Post in einen dünnen Balken, den persönlichen Trauerflor.

Nach dem zweiten Aufstehen wundere ich mich unter der Dusche, warum so oft die (vermeintlich) offensichtliche, richtige/klare/einzig-mögliche Entscheidung trotz eindeutiger Wahlmöglichkeit der Betroffenen NICHT eintritt. Warum stimmte letztlich die Mehrheit für Stuttgart-21, wieso für den Brexit? Warum ist für die meisten Russen Putin der einzige „starke Mann“, der dieses Land führen kann? Warum gewinnt ein D.T. trotz mächtiger verbaler Entgleisungen und absurder Vorschläge für die Zukunft Amerikas?
Irgendein Online-Kommentar hat einen Lösungsansatz für mein Unwohlsein: nicht resignieren, sondern auf- bzw. hinstehen. Wi(e)dersprechen!
OK.
Der angedachte Trauerflor wird zum Hashtag und gleich klingelt’s und mein persönlicher Lichtblick, ebenso Teil der Zukunft, kommt von der Schule nach Hause!

2 Antworten to “#bloßnichtzurueckinsschneckenhaus”

  1. Oli Says:

    Guter Artikel von Deborah Feldman zum Umdenken, „Das Weltbild der anderen“
    http://www.taz.de/!5353396/
    >>Wir […] müssen lernen, uns nicht weiter abzugrenzen. Wir müssen aufhören, den Gläubigen zu predigen, und wieder lernen, die Menschlichkeit derjenigen zu sehen, die unsere Meinung nicht teilen, statt die unaustilgbaren Unterschiede mit unseren Schwarz-Weiß-Meinungen und verächtlichen Beleidigungen noch zu unterstreichen. Demokratie ist ein Kompromiss, der nur möglich wird, wenn alle Stimmen einen Platz in der Regierung finden. Wenn ein Teil unterdrückt oder abgewiesen wird, riskieren wir nicht nur die Untergrabung ihrer Freiheit, sondern auch unserer.<<

  2. kurz vor dem Supermond | E-BEATS Says:

    […] heißt ja Schelm oder Witzbold. In diesem Sinn zum Abschluss (der DePhazz Ostblocktour, des amerikanischen Wahlkampfes) hier noch das letzte Video von Tausendsassa Dodokay (seinerzeit noch Tonmann meiner ersten […]

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