Paradiddles (with alternating pitches instead of alternating drum sticking)

Ich liebe es ja, ein Acappela oder sonstige Wortschippsel (vom Speak&Spell über den vorlesenden Mac, über kulturhistorische Archive bis hin zum persönlichen iPhone Field Recording) rhythmisch oder als Textur in die Groove-Architektur einzubinden.

Als sich Steve Reich Ende der Achtzigerjahre Gedanken zu einer Auftragsarbeit für das Kronos Quartett machte, waren zugespielte Stimmen der Aufhänger. Zunächst originale Stimmaufnahmen, beispielsweise von Béla Bartók oder Ludwig Wittgenstein, letztendlich aber seine eigene Geschichte als bahnfahrendes, jüdisches Kind mit der >>Sprache und dem Sprachrhythmus interviewter Personen (Steve Reichs Kindermädchen Viriginia, ein ehemaliger Pullmann-Schaffner, sowie die Stimmen von drei Kindern, die den Holocaust überlebten und nach Amerika gekommen waren).<<

Different Trains“ (1988) ist das Ergebnis eines Experiments, aufgenommene Sprache als Grundlage für Melodien zu nutzen. Die Texte kamen dabei nicht mehr vom Tonband (ein Novum in der Klassik), sondern vom Sampler, einem Casio FZ-1 und wurden von Viola (Frauenstimmen) und Cello (Männerstimmen) „nachgespielt“.

Par(adiddle)t 1 / America-Before the War (movement 1)

Part 2 / Europe-During the War (movement 2)

Part 3 / After the War (movement 3)

PS. Die B-Seite des Albums („Electric Counterpoint„) kenne/schätze ich schon länger

PPS. wer Reichs „speech melodies“ weiterhören möchte, befasse sich mit The Cave (1993) and City Life (1995)

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