Princeton – Prince Tod – Pop

Zweimal holten mich am gestrigen 22. April die Tageszeitungen aus meiner „Johannes Brecht Ensemble Kapsel“ (Anreise, Soundcheck, Probe, Gig) heraus, zweimal Meldungen mit dem Wortstamm Prince. Kreisschluss inklusive.
Zuerst – unübersehbar – die BILD Schlagzeile am Bahnhof >>Prince Tod mit 57!<< – oh, no!
Am Nachmittag dann, während einer kleiner Lesepause im Hotel, die FAZ mit einem Bericht über den >>Besuch in Princeton, wo Peter Handke Furore machte<<, damals vor genau fünzig Jahren, der Geburtsstunde der Popliteratur.

Ich höre mir beides an, den Angriff Handkes

Handke Princeton 1966

sowie diverse Lieblingstracks vom Prinzen.

„I wanna be your Lover“ (1979), „Head“ (1980) / Disco-Funk

„Purple Rain“ (1984, Guitar!, Strings!, Wendy & Lisa > Carla Azar!)

„Sign „O“ The Times“, „If I was your Girlfriend“ (Linn LM-1, 1987)

„The Ballad Of Dorothy Parker“ (Chord Design, 1987)

„Money Don’t Matter 2 Night“ (1991)

Michael B. (Bland): „Diamonds And Pearls“ (1991, DAS Fill-in!)“, „I hate u“ (1995)

„The Rainbow Children“ (mit Marque im Saab, 2001)

 

Richtig kennen und schätzen gelernt habe ich Prince eigentlich erst während meiner Zusammenarbeit mit Sänger Marque. Es war der Sommer im Jahr 1999 und ich wurde gefragt, ob ich für ein Konzert in Bregenz aushelfen könnte. Ich hatte Bock, wir probten, spielten den Gig, alles schön & gut, aber die Besonderheit des Abends sollte noch kommen: nämlich noch ein weiteres Club-Konzert in bester Prince-Tradition (die ich ja nicht kannte). So wurde also zusammengepackt, in Dornbirn erneut aufgebaut und tief in der Nacht nochmals eingezählt, stundenlang gejammt – im bumsvollen Conrad Sohm. Eine nachhaltig schöne Mischung aus Funk, Lust am Musikmachen und Ausdauer.

Mein zweites Prince-Erlebnis dann anderthalb Jahre später, wieder im Sohm, wieder mit Marque (mittlerweile als dessen fester Trommler, auf der Welle des Chart-Erfolgs treibend). Wir wollten am Welt-Aidstag ein reines Prince-Cover-Set spielen. Ich liebte die Vorbereitung und freute mich auf diesen Abend, je näher dieser jedoch rückte, desto schlimmer wurden meine Ohrgeräusche. Tinitus war damals ein Dauerthema, ich dementsprechend sensibilisiert und hatte wirklich Schiß vor einer solchen Diagnose – war mein Pfeifen nun die Folge einer Mittelohrentzündung? Oder kam es vom Stress ? Ich ging selbstverständlich zum Arzt und war kurz davor das Konzert abzusagen…
Letztlich entschied ich mich aber doch dafür, nach Vorlberg zu reisen, versuchte die Probe mit äusserst geschütztem Ohr (Stöpsel und Kopfhörer) und spielte dann den Gig. Dabei trommelte ich so laut wie nie zuvor – buchstäblich die (ängstliche) Seele aus dem Leib! Auch als in dieser Nacht noch ein zweites Mal angesetzt wurde. Am nächsten Tag war ich genesen – danke, Prince!

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4 Antworten to “Princeton – Prince Tod – Pop”

  1. Oli Says:

    ?uestlove erzählt auch seine Prince Geschichte…
    http://www.okayplayer.com/news/questlove-vs-prince-finding-nemo-story-video.html

  2. Oli Says:

    The Drummers of Prince: http://www.musicradar.com/news/drums/the-drummers-of-prince-609775

  3. Oli Says:

    Die Wendy & Lisa Geschichte: http://www.thewire.co.uk/in-writing/essays/prince-1958-2016-is-the-water-warm-enough

  4. Nuages | E-BEATS Says:

    […] gesichtet, eine schöne Wolke über dem AV-Picknick. Quasi Einstimmung für die Frankfurt Organic Electro […]

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