Machine Learning

Mensch und ich dachte „Machine Learning“ wäre ein schöner Terminus, einer der die Idee des „Reverse Engineering“ beschreibt, bei der geschaut wird mit welchen Mitteln und Techniken ein Produkt erstellt wurde, um ebendiese mit den vorhandenen Möglichkeiten nachzuahmen und schließlich beim Publikum die Illusion des Originals zu triggern.
Im Fall der elektronischen Rhythmen wären es zum Beispiel die Drum Machines, deren Ausdrucksmöglichkeiten „gelernt“ werden müssten…

Aber weit gefehlt, wie ich im äusserst lesenswerten taz-Artikel „Wir sind Algorithmen-Zombies“ von Kai Schlieter gelernt habe. Dort wird Kontrollverlust als Folge des“Machine Lerning“ beschrieben. Maschinelles Lernen ist der Oberbegriff für die „künstliche“ Generierung von Wissen aus Erfahrung, wobei ein künstliches System aus Beispielen lernen und nach Beendigung der Lernphase verallgemeinern kann.

>> „Wir sind zunehmend ferngesteuert“, schreibt Dirk Helbing. Viele Entscheidungen, die Menschen treffen und die sie für ihre eigenen halten, „sind längst von Algorithmen vorherbestimmt“. […] Das Problem ist allerdings komplizierter: Denn Algorithmen werden immer komplexer. Sie reprogrammieren sich bereits selbst. Machine Learning nennt sich das – oder künstliche Intelligenz.
Programmieren dient der Automatisierung von Prozessen. Die Automatisierung der Programmierung bedeutet also eine Automatisierung der Automatisierung. Klingt nach Niklas Luhmann und ließe sich auch als Definition von Kontrollverlust verwenden.<<

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