warten

Wow – das war mal eine lange Anreise. Nach 30 Stunden bin ich finally in Johannesburg angekommen und freue mich JETZT wirklich auf das Konzert mit Jazzanova.

Dass mein treuer Reisebegleiter – die Beckentasche – leider erst einen Tag nach dem Festival ankam, passt ganz gut zu dieser Woche des Zuspätkommens:
Am Mittwoch brauchte nicht nur der Zug nach Stuttgart doppelt so lange wie gewöhnlich, dort verschlang mich vor allem die verkehrstechnische Auswirkung einer S-21 Demo und meine Kaffeefahrt nach dem Soundcheck transformierte zu einer zweistündigen Im-Stau-Mediation gegen Harndrang und die Ohnmacht, den eigenen Konzertanfang verpassen zu müssen.
Am Freitag brach ich morgens um 5.30 Uhr von Frankfurt auf um via Amsterdam nach Jo’burg zu düsen. Doch nebliges Wetter und die KLM vereitelten den Umstieg. Dass ich schliesslich doch noch eine Umbuchung (den Nachtflug aus Frankfurt…) erwirken konnte, lehrte mich folgendes:
– Nicht das stundenlange Schlangestehen brachte mich vorwärts, sondern der kleine blaue Zettel mit den Social Media Adressen und einer Telefonnummer der Fluggesellschaft – binnen wenigen Minuten war alles geklärt. Irre.

– die dort drei hintereinander gehörten Soloalben (Keith Jarret „Creation“, Jonas HellborgElegant Punk“ und ein Hörbuch) waren jede für sich angenehm, aber das mentale Zusammensetzten der Einzelteile brachte eine ganz besondere Avantgarde-Combo hervor🙂

Ankunft also erst Samstags. Abends erinnerte mich dieses Manschaften-Knäul im Kneipen-Fernseher an das 25-jährige Jubiläum des Einheits-Feiertages:

Bildschirmfoto 2015-10-04 um 00.06.47
Sonntag und Montag dann: a very nice Festival, Publikum im Fluss, schöner abschließender Touri-Ausflug (inklusive Soweto, Aussichts/Gebets-Hügel und bestem Croissant Südafrikas).
Die meiste Zeit jedoch verbrachte ich in abgeriegelten Vierteln (dafür mit Dollar Brand und Culoe De Song aus’m Laptop).
Und wieder: lange Rückreise, aber immerhin ohne Zeitverschiebung. Eigentlich wie München-Binz mit der Bahn.
pan-african-colored-trash ice
sun
Yo!

2 Antworten to “warten”

  1. mal du pays | E-BEATS Says:

    […] elektronische Beat Kultur « warten […]

  2. afro-futuristische Ästhetik | E-BEATS Says:

    […] Hoogenhout aka Behr ist ein sympathischer Ableton Certified Trainer aus Johannesburg, den ich letztes Jahr dort zufällig kennengelernt habe. Er hat verschiedene Instrumente Ostafrikas aufgenommen und daraus […]

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