Spoken Music

Ralf Sotschek erinnert mich mit seinem taz-Nachruf auf Harry Rowohlt, was es jetzt anzuhören gilt:

>>Außerdem habe ich eine geschmackvolle Kleinplastik vom Hessischen Rundfunk für das Kinder- und Jugendhörbuch des Jahres 1997 eingesackt, für meine „Pu der Bär“-CDs. Diese geschmackvolle Kleinplastik ist übrigens aus haargenau demselben Plexiglas hergestellt wie die Lostrommel bei der Ziehung der Fernsehlotterie. Ich stelle mir vor, die haben da im Hessischen Rundfunk eigens ein Büro eingerichtet, in dem ein großer Plexiglasblock steht, und immer, wenn sie wieder was brauchen, meißeln sie ein bisschen was ab. Das wird dann eingeschmolzen und je nachdem zur Lostrommel oder zur geschmackvollen Kleinplastik gegossen. Das Beste, was man über diese geschmackvolle Kleinplastik sagen kann: Sie ist tatsächlich aus Plexiglas und damit durchsichtig, und wenn ich Besucher durch meinen Trophäenwald führe, wird diese geschmackvolle Kleinplastik deshalb gern übersehen. Ich muss also gesondert auf sie hinweisen. Sie ist außerdem sehr klein, weil denen offenbar allmählich das Plexiglas ausgeht. Aber nicht auszudenken, wenn die geschmackvolle Kleinplastik größer wäre.<<
(aus dem Buch „In Schlucken-zwei-Spechte, Harry Rowohlt erzählt Ralf Sotscheck sein Leben von der Wiege bis zur Biege“, Edition Tiamat, 2009)

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: