Der Drum Break

Diedrich Diederichsen über den den Drum Break:

>>Am Ende einer Periode, am Ende einer der üblichen, meist standardisierten Taktmengen hören alle Instrumente auf zu spielen und überlassen den frei gewordenen Raum dem Schlagzeug – oder den Programmen und Instrumenten, die an seine Stelle getreten sind.<<

>>Während es so fließt, geht beim Break eine Tür auf und der Hörer befindet sich in einem ganz leeren weißen Raum. Dieser Raum wird jetzt aber so schnell so voll gepackt wie möglich. Es ist, als wüsste man nicht, dass der stille, leere, beunruhigende Raum wieder in das Zeitkontinuum aufgelöst wird und das Leben weitergeht. Es gilt, sich der Todesdrohung des nicht weitergehenden Grooves, des plötzlich sich auftuenden Lochs fehlender Herzschläge zu stellen. Das können aber nur der Schlagzeuger oder mehrere Schlagzeuger und Perkussionisten – die Spezialisten für Schläge, für zu findende und ausbleibende.<< „Über Pop Musik“ (Kiwi 2014, Seite 328f)

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