Plastiktüte

Wenn ich an die beiden Wörter „Plastiktüte“ und „Sound“ denke, kommen mir zuerst einige 80er-Jahre-Presets in den Sinn, dann das effektvolle Reiben eines Plastikbeutels (um beim Zuhörer die Vorstellung von Meer, Großstadtrauschen, Whites Noise oder Free Jazz zu erwecken) – gerne direkt ins Snaremikrofon (und mit Delay).
Durch eine kleine Wortumstellung finden wir auch zur Klang-Plastik

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Jedoch den eigenen Klangfundus so zu verteilen, als wären es Plastiktüten auf Einkaufsreise, ist mir ein neues „Bild“. Es entstammt diesem schönen Satz von Julian Weber aus der taz:
>>Al Qadiri trägt ihren anspielungsreichen Sound nonchalant vor, als sei sie unterwegs auf Shoppingtour. Wie Plastiktüten nimmt sie ihre Sounds auf und setzt sie wieder ab, wann und wo sie es will. Es macht großen Spaß, ihr bei dieser fast körperlos vorgetragenen Anstrengung zuzuhören.<<

 

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