Das Farnblatt als Vorbild

Dass wir Menschen auf Lücken in der Übertragung (Mobilfunk-oder Internet-Telefonie) oder Audiosignale in niedriger Qualität (Stichworte: mp3, War of Loudness) gestresst reagieren wurde schon vielfältig diskutiert. Der Welt-Artikel „Warum uns komprimierter Digitalklang so nervt“ beinhaltet aber noch zwei andere starke Thesen:

Rhythmische Perfektion als Stressauslöser?
>>Abgesehen von komprimierten und verlustreichen Klängen löst auch Musik Irritationen im Gehirn aus, die am Synthesizer oder Computer entstanden ist. Das hat eine Studie von Professor Theo Geisel am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation ergeben. „Das Besondere an elektronisch erstellter oder nachbearbeiteter Musik ist, dass sich Beats extrem gleichmäßig und präzise setzen lassen. Und sie können exakt und nach Belieben auf eine Stelle im Musikstück positioniert werden“ […] Solche Präzision ist jedoch alles andere als natürlich: „Ein professioneller Percussionist weicht bei seinen Schlägen – gemessen an einem von einem Metronom vorgegebenen Takt – um zehn bis 20 Millisekunden ab. Mal ist er etwas schneller, mal etwas langsamer“, so Hennig.

Goldene Regel für einen Hit?
>>“Die zeitlichen Verschiebungen bilden selbstähnliche Strukturen: Das Muster in einer bestimmten gespielten Sequenz hat große Ähnlichkeit mit dem Muster über die gesamte Spielzeit hinweg. Solche Fraktale gibt es oft auch in der Natur. Der Ausschnitt eines Farnblatts etwa sieht ähnlich aus wie das ganze Farnblatt“, sagt Hennig. Nur wenn eine Software diesem Muster folgt, kommt die Musik beim Rezipienten gut an.<<

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Eine Antwort to “Das Farnblatt als Vorbild”

  1. andrea Says:

    spannender Artikel! Wie gut, dass ich noch nie gut in der perfektionierung der Perfektion war;-)

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