Herbst-Tourgeschichten I

Freiburg war ein schöner Start: beste Stimmung im Jazzhaus und ein Besuch von Fritz Steger, der mein  Lenny-White-Aqua-Superstar 50+1 durch das 18 x 16 Floortom vervollständigte. Jetzt habe ich zum ersten Mal ein Schlagzeug mit vier Toms – und find’s toll!

superstar 50+1

Beim Dresdner Drum & Bass Festival habe ich dennoch wieder nur Kick und Snare gespielt. Aber auch diese neue Tama Starphonic Rosewood Snare hat’s mir angetan. (Danke Marcus!)

Für die Weitereise hatte ich unwissentlich einen Zug gebucht, in dem ich immer schon mal essen wollte. Toll, dass im Eurocity aus Prag immer noch richtig gekocht wird. In Berlin gab es dann mal wieder ein Vertretungsgastspiel bei Jazzanova. Im Rahmen einer Arte Show haben sich je zwei Acts für eine Stunde die Bühne geteilt und zum Schluß zusammen gespielt. In unserem Fall gab es eine „Flashback“ Version mit Patrice und seiner Band. Nice one!

Jetzt sitze ich mit ordentlich Verspätung im Zug nach Wuppertal – der grünsten Stadt Deutschlands, was mir später der Taxifahrer erzählen und die stolz im Hotelzimmer aufgeschlagene Hörzu* bestätigen wird.

Vor drei Wochen war ich nicht-wissend-dass-leicht-erkältet tauchen, was einen ungeschmeidigen Druckausgleich und ein anschließendes Ohrengeräusch zur Folge hatte. In Neuss gab es das perfekte Gegenprogramm, durchblutungsfördernde Saunagänge in der „well noise“ aka WellNeuss. Das Rock ‘n Roll Hotelzimmer passt dann aber eher zum Lesestoff (“Ausweitung der Kampfzone”**).
Kleiner Trost: Immerhin leuchten dort noch echte Glühbirnen.

Weiter nach Bonn – in die drittgrünste Stadt Deutschlands*. Leider mit mit Umweg über das Bürgeramt Frankfurt: Mein Reisepass erfüllt die russische Visums-Norm nicht, da er keine zwei gegenüberliegende freie (sondern nur hintereinander freie) Seite hat…
Im Anschluß an den ohnehin turbulenten Tag, schramme ich später beim Konzert in der Bonner Harmonie (zumindest Computer-technisch) an der Supergau-Grenze entlang. Nach einer mittelkräftigen Erschütterung – Hellmut springt – wird plötzlich mein Kopfhörersignal (Click und Playback) flüsternd leise, zeitgleich sehe ich am Babyface, die mir bis dahin unbekannte DIM Anzeige leuchten und bin leider handlungsunfähig.
OK, immerhin weiss ich jetzt drei Sachen besser: 1. Die wesentlichen Tastenfunktionen eines Geräts sollten einem vertraut sein (RTFM), auch wenn man sie nicht (oder nur für die Rückstellung…) braucht. 2. Die DIM Funktion regelt  den Kopfhörer (eigentlich nach Druck auf das Eingaberad) um 20db herunter und lässt sich durch ebendiese Aktion oder durch drücken des RECALL Buttons wieder deaktivieren. 3. Der Gig funktioniert zur Not auch mit superleiser Orientierungsspur.

Die dennoch brennende Frage „Aber warum lässt sich das Babyface von einer Bühnenvibration derat aus dem Lot schubsen?“ ist noch zu klären, jetzt ist es Nacht und ich will lieber ein Buch als Foreneinträge lesen. (Dass im Hotelzimmer mehrere Bücher liegen, unter anderem eine weitere Houellebecq Erzählung, interpretiere als eindeutigen Wink, diese gegen die just ausgelesene** zu tauschen…)


Zurück zu den kreativen Spielplätzen: Anlässlich des Dresdner Workshops hatte ich das kleine Echobesteck (Boss RE-20, A/B-Box, e-604, XLR-Klinkekabel) eingepackt, jetzt hat es auch im Hattler-Konzertablauf seinen Platz gefunden.
Name der heutigen Echokammer: „Blaues Haus“ in Kirchheimbolanden.

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In Offenbach erreicht mich das lang ersehnte Sommercable, eine verschlankte Spezialanfertigung für das Babyface (15-poliger D-Sub Stecker auf zwei XLR Stecker). 1000 Dank, Thierry!

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Für den Ulm Gig hat Levi mir einen selbstgebastelten Shaker in den Koffer gelegt, der selbstverständlich in seinem Lieblingslied auch geschüttelt wurde. Der Stuttgart Aufenthalt war ausgefüllt mit diversen Besuchen (Freunde und Second Hand Records) und das Konzert war das bisher beste (auch wenn mir im ersten Takt der Doppelzugabe die Fussmaschine zusammengebrochen ist…).
Den heutigen Feiertag (tatsächlich: freier Tag) widme ich im Sinne von Umbo der Einheit von Bass und Schlagzeug!

Und wieder zurück in den Süden. Trotz einer langen Reise (Vollsperrung am Darmstädter Kreuz) war ich eigentlich während der gesamten Fahrt nach Glems gedanklich beim mich dort erwartenden Oldschool-Käsebrot (mit Paprikapulver und Zwiebelringen und „Live im Stadion“ Beschallung).

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9 Antworten to “Herbst-Tourgeschichten I”

  1. michael Says:

    Oli………..on the road again!!!

  2. mitchagain Says:

    Hee, da fehlt die 24″Tonne!
    Wir haben jetzt identische Kits, nur meins ist blond! 😉

  3. Oli Says:

    Mitch, schick doch mal ein Bild 🙂

    • mitchagain Says:

      Ich arbeite an einem X-Tras 50+3 in Cherry Wine als „Zweitset“, Bild kommt a.s.a.p.! 😉 Viel Erfolg noch in der Ukraine!

  4. Herbst-Tourgeschichten II | E-BEATS Says:

    […] elf schönen Hattler-Gigs wird jetzt das Hirn für zwei Wochen zum DePhazz Programm umgeschaltet, zudem schraube ich mich auf […]

  5. Berlin live! | E-BEATS Says:

    […] Music Show” verhalfen wiederum mir zu einem weiteren Jazzanova Gastspiel, dem einstündigen Doppelkonzert mit Patrice. (Kannste hier Dir hier in voller Länge […]

  6. Hast du was gegen Toms, Oli? | E-BEATS Says:

    […] aufgebaut habe, hatte ich tatsächlich zum ersten Mal in meinem Leben vier Toms [12", 13", 16", 18"] vor mir. Ich finde Toms […]

  7. Forty Years | E-BEATS Says:

    […] 24×16 Superstar Basstrommel, die Imperialstar Concertom Reihe (10-12-14-16), das aquamarin blaue Lenny White Kit, eine kürzlich wiederentdeckte handgehämmerte Messing Snare (Funk) oder die tiefe Artstar […]

  8. Messe ’17 | E-BEATS Says:

    […] Sets, dessen Farbe (Caribbean Blue Fade) mich eine Kreuzung meiner beiden Lieblingssets (das alte Superstar in Aqua Marine und ein frühes Starclassic in Tequila Sunrise) sein […]

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