neue töne open 29.-30.11.12

Nachtrag zum 29.11.12 / erster Festivaltag
Es war ein ungemein üppiges Gebinde an Vorführungen, kreativer Ideen, Hochkultur und Humor! Letztlich wäre jedoch das ein oder andere Begleitschreiben zu den Aktionen ganz gut gewesen. Von daher reiche ich mal mein Konzept für den Abend nach:

Wenn sich im Musikbereich das Thema um Referenzialität dreht, dann will mein Gehirn zu allererst das Archiv der persönlichen Helden/Vorbilder/Highlights, die Sammlung der klanglichen Steilvorlagen, die inspirierenden Kompositionen und Klischees öffnen.
Das fällt mir nicht schwer, denn ein Grundpfeiler meiner künstlerischen Weiterentwicklung ist der Weg ›vom Zitat zum Ich‹.
Sprich, ich orientiere mich an geschätzen Highlights – gehe dadurch motiviert ans Werk – und scheue mich keineswegs, diese Vorlagen analytisch zu zerlegen, um Einzelteile als Grundstein für etwas Eigenes zu benutzen.
Ein Art Mundraub, der das künstlerische Wachstum fördert.

Referenzialität lässt sich formulieren, konstruieren, verkaufen.
Also auch auf Biegen und Brechen, oder gar rückwirkend…egal. So wird’s ein Spiel:
Ich werde aus meinem zuvor mitgeschnittenen Bootleg eindeutige musikalische Referenzen, in Form kleiner Szenen und Samples ausschneiden und in einen neuen Kontext einbetten: Die Klangdaten werden kurz vor der Echtzeit-Improvisation auf den Rechner übertragen und durchs Spielen (der Bassdrum und diverser Fingerpads) getriggert, anschliessend mittels einer Schleusenanlage – einem analogen Gate, bzw. dem Audioeingang der Bassline – rhythmisch beschnitten, oder durch Echo und Hall im All vergrößert.

Und um ein weitere (und persönlich wichtige) Referenz für den getrommelten Tages-Remix, für das Neue Töne Open Mashup, zu bemühen, erinnere ich an das Vermächtnis der Dub-und Reggaetraditon: Die pop-moderne Blaupause der Zweitverwertung.

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Der spätere Netzer Gig passt auch gut zur Überschrift, sind wir doch sehr oft bei unseren Kompositionen erstmal von gängigen Jazz-Standards und clubbigen Floorfillern ausgegangen…

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Eine Antwort to “neue töne open 29.-30.11.12”

  1. The Tags Tapes « E-BEATS Says:

    […] zum Knistern der ersten Adventskerze hier eine halbe Stunde Musik, die ich anlässlich des „Neue Töne Open“ Festivals zusammengeklebt […]

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