Nach Zwischenbillanz und Fortsetzung jetzt das Russland/Ukraine-Finale unserer LaLa 2.0 Tour…

– Moskau lässt sich gut an: blicke vom Hotelbett auf eine der Schwestern, die mir so gut gefallen und das Freiluft-Konzert ging auch angenehm trocken in die Nacht über. Ansonsten: business as usual (Minibus, viel Stau, 38 Rubel=1  Euro).

Dephazz ist eine echt entspannte 12 Personen-Reisegesellschaft, dennoch waren heute die zehn Minuten am schönsten, als ich alleine im Shuttle durch ein frühlingswaches Lemberg kutschiert wurde.
OK, das Staatstheater bot auch optische Reize, zudem einen perfekten Dub-Hall im Eingangsbereich, aber auch einen sichtlich gestressten stellvertretenden Direktor, mit der fixen Idee: zu viel Bass lässt das Blattgold bröckeln…
Jetzt lese ich mich jetzt noch mit Laurent Garniers „Elektroschock“ in den Schlaf und lass mich nicht von einer Schnacke ärgern:

– am heutigen Offday führte mich der Zufall zwar nicht in eine Pfandleihe voller elektronischer Rhythmus-Geräte aus der Sowjetzeit, dafür an die Hand von äusserst gastfreundschaftlichen Konzertbesuchern. Dadurch: stadtbezogene Anekdoten, 1A Verpflegung und schöne Konzertfotos von Андрій Артим:

– Nachtzug nach Kiew und plötzlich ist Sommer: also Frisbee raus, Konzert trommeln und anschliessend 6 gängig in der IQ Bar essen = Schlaraffenland!

Der zweite Kiew-Tag beginnt schön entspannt im Hotelzimmer (Regen!), mündet in einen körperlich anstrengenden Gig (aufgrund zweier kaputter Kickpedals). Dann halt: Tigerbalsam, Magnesium und Badewanne zur Muskelentspannung.

  

Sechs stündige Expresszugfahrt (Kiew-Charkiw); im Speisewagen wird der Apfel in Achtel-Schnitzen serviert. Das Konzert findet in der postmodernen wie monumentalen Oper statt. Tollstes Detail dort: der Kontroll-Lautsprecher in der Künstlergarderobe sieht mit seinen sechs Ecken wie ein Simmons-Kinder-Verstärker aus!

In Dnipropetrowsk – einer zu Sowjet-Zeiten „geschlossenen Stadt“ – sah ich meine wuchtigste Gebäudelampe EVER:

Sheremetyevo Flughafen in Moskau: Atari-Affinität oder Fashion-Schulterschluss?

In Jekaterinburg gibt es für mich eigentlich nur einen Programmpunkt: die Suche nach dem unvollendeten Fernsehturm. Das isser (einmal optimistisch – im Stadtplan – und einmal in Wirklichkeit):

Für Krasnodar habe ich leider keine Reserven mehr, um ausserhalb des daily business (sprich: des abendlichen Konzerts) was schönes zu Unternehmen. Auch wenn das Kino Aurora oder der hyperboloide Schuchow Wasserturm verlockend ausschauen.

Jetzt nur noch 1 kurze Nacht, ab nach St. Petersburg (- endlich mal wieder von hinten ins Flugzeug einsteigen! – ), dort einen sonnenlangen und ganz schön Rock #n Roll-igen Tag verbringen (Koffer verbeult, Brille verbogen, Abschlußkonzert)…

morgen dann: heimwärts, ausruhen!

Jetzt noch ein wenig Blog-relevante Technik-Erkenntnis:
eine vergessene Sizzle Kette lässt sich locker auch durch 2 Rubel und etwas Gaffer-Tape ersetzen; Computertechnisch wurde an viel gedacht (mittlerweile ersetzt eine Solid State Drive den Firewire Cardreader), nur nicht an die Möglichkeit, dass Bühnenvibrationen auch die Firewire-Verbindung zum Audiointerface lösen können. Das passiert genau einmal, aber dann bannt auch dort das beliebte Gewebeband die Gefahr.

PS. Der vom Handgepäckfliegen bekannte verschliessbare Plastikbeutel klingt nicht nur gut auf der Snare, sondern ist auch der perfekte Reisegeldbeutel: unattraktiv, wasserfest und Di hast das Wichtigste immer im Blick.

10 Antworten to “…”

  1. Produktpflege « E-BEATS Says:

    […] nach 24 schönen Gigs in neun Ländern (Tourbericht hier) freue ich mich jetzt auf meinen […]

  2. Peter Says:

    ah wie geil das mit dem firewire gaffa musste ich im Theater auch per Gaffa lösen. albtraum wenns an sowas kleinem scheitert…

  3. Schlesisches Himmelreich « E-BEATS Says:

    […] Die Saharahitze im Nightlinerbett hat es deutlich angekündigt und tatsächlich war die Novembersonne in Wroclaw ausserordentlich warm und freundlich. Ein 1A Tag im Breslau meiner Großeleltern, mit vielen Stadtzwergen (-auch wenn ich an dieser Stelle meines Spaziergangs beschlossen habe, dass ich in diesem Kunstsegment mehr auf Fernando Botero stehe – ) und feierfreudigem De Phazz Publikum. […]

  4. Krieg und Frieden « E-BEATS Says:

    […] 1, 2, 3, 4, […]

  5. Fundgrube « E-BEATS Says:

    […] *Vorgeschichten 1, 2, 3, 4, 5, 6 […]

  6. Blasenpflaster « E-BEATS Says:

    […] Tour-Apotheke wird in Zukunft aufgestockt: Blasenpflaster, Magnesium, Tigerbalsam. Entspannungsabteilung: Schlafmaske, […]

  7. Tour Juwelen « E-BEATS Says:

    […] ein passender Bilderrahmen für meine Lieblings-Bauruine (Fernsehturm Jekatarinburg) und Zimmer-Zeit namens […]

  8. Tour Juwelen « E-BEATS Says:

    […] zum 22. Stockwerk den passenden Bilderrahmen für meine Lieblings-Bauruine (Fernsehturm Jekatarinburg). Die Zimmer-Zeit heisst […]

  9. SSD | E-BEATS Says:

    […] Bin vom Festplattenersatz ohne bewegliche Teile völlig überzeugt, nachdem ich beim letzten DePhazz Konzert mitansehen musste, wie das zuspielende Laptop vom Notenständer gerutscht und aufgeklappt […]

  10. Tourleben | E-BEATS Says:

    […] morgentlichen Blick aus dem Fenster überrachte mich der viele Schnee, auch die Autos in Charkiw tragen noch Spikes – anyway, die Sonne wärmt und es ist ganz klar März. Voller Eindrücke […]

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