Pssst!

STILLE – RUHE – PAUSE – LOCH

ist ein spannender musikalischer Paramenter, der gleichermaßen vom ausführenden Künstler wie vom Publikum geformt werden kann. Joachim Kaiser spricht seine Gedanken in Bezug auf die klassische Musik aus, ich erkläre die zwei unterschiedlichen Stille-Arten bei einem produktionstechnischen MUTE und zitiere aus den „e-Beats am Drumset“ (Seite ?)

>>“Mute“ ist das Stummschalten eines einzelnen Instruments oder des kompletten Grooves zu einer bestimmten Zählzeit für eine bestimmte Anzahl von Schlägen. In der Studiopraxis verwendet man dafür den Mute-Schalter am Kanalzug des Mischpults [der DJ machts mit seinem Volume-Fader, und auskomponierte „Lücken“ sind mittlerweile nichts aussergewöhnliches]. Dabei muss man zwei verschiedene Kunstgriffe unterscheiden:

1. Ein Kanal oder eine Instrumentengruppe wird stummgeschalten, die dazugehörigen Effekte jedoch nicht. Diese klingen noch in das erzeugte „Loch“ hinein. Das bedeuted für die dich in der praktischen Umsetzung, du hörst an der betreffenden Stelle auf, den Groove oder ein bestimmtes Instrument zu spielen und die zuletzt gespielten Instrumente klingen natürlich aus.

2. Die Spur wird mit allen Effekten gemuted. Sämtlicher natürlicher und künstlicher Nachklang wird abgeschnitten. Die Stummschaltung hinterlässt eine völlige, sehr unnatürliche Stille. Für dieses Klischee stoppst du die Hi Hat oder das Becken per Hand ab oder dämpfst eine nachklingende Trommel durch Auflegen deiner Hand.

Das „muten“ hat sich als wichtige Technik etabliert, um programmierte Grooves abwechslungsreicher und lebendiger zu gestalten. Vor allem im Hip Hop werden texlich wichtige Aussagen durch ein „Rhythmus-Loch“ hervorgehoben.<<

psst

 

9 Antworten to “Pssst!”

  1. was sind e-Beats (2) « E-BEATS Says:

    […] nach und nach horizontal geschichtet. Spannung wird durch Verdichten und Ausdünnen erzeugt. – Lücken & Löcher (Mute) schaffen Aufmerksamkeit und können das klassische  Fill-In ersetzen. – schlagzeugfreies […]

  2. oli Says:

    https://87bpm.wordpress.com/2010/03/03/immer-mal-gut-so-ein/

  3. censored beep « E-BEATS Says:

    […] gerade beschlossen: der sehr amerikanische Zensur-Pieps ist eine Sonderform des Stilmittels „Mute“ und wird alsbald auf ein Pad gelegt werden! […]

  4. Kaffeesatz lesen « E-BEATS Says:

    […] kurzer Kick-Mute (nur eine Viertelnote lang) zum harmonischen Einstieg der Gitarre […]

  5. Workshop Drums & Percussion „Mute zur Stille“ « E-BEATS Says:

    […] Links: Pssst! Perforations Preset Immer mal gut, so ein sinnstiftende Reduktion Air Hihat censored […]

  6. Die Zucker Lücke « E-BEATS Says:

    […] Adamo bezeichnet „gemutete“ Rhythmen in seiner Breakbeat Bibel als „Beats with Drops“ (Seite 125ff). Und steigt in das Thema […]

  7. Brilliant Corners « E-BEATS Says:

    […] herauszukommen. Und zu seinem Spiel gehörten eben auch diese langen Momente des Schweigens. Eine Stille, von der der Saxophonist John Coltrane sagte, es sei, als fiele man in einen leeren […]

  8. Die kreative Leerstelle | E-BEATS Says:

    […] …ist doch eine schöne Beschreibung für einen getrommelten MUTE. […]

  9. Loch ist immer gut | E-BEATS Says:

    […] aber auch sehr gut zum modernen Schlagzeugspiel, wo anstelle eines Fill Ins gerne auch mal ge-mute-t […]

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