21, 22…

Oh, wie ich sie lange Zeit verflucht habe, die geräuschvollen Uhrwerke im Schlafbereich. Und hat man sich erstmal auf ihren Klang eingeschossen, hilft auch der fetteste Ohrstöpsel nichts mehr, der Wunsch zum relaxten Einschlafen mutiert unaufhaltsam zur fernen Traumvorstellung. Vor allem unverrückbaren Pendeluhren sind mir ein graus, aber am allerschlimmsten sind die Einbau-Radio-Wecker – gerne im furnierten Einbaumöbel (-Resonanzkörper) eines ohnehin schon fiesen Hotelzimmers -, die man weder kurzer Hand vor die Tür stellen kann, deren Stromzufuhr gut versteckt und unzugänglich ist (kein Batteriefach, kein Ausschaltknopf), die einem außer der gewaltsamen Zerstörung keinerlei Chance zur Demontage bzw. Nachtruhe bieten.

Über meine ebenfalls LAUT tickende Quartz-Armbanduhr habe ich jetzt aber den befreienden Kunstgriff entdeckt:
ich höre den Sekundschlag fortan nur noch als „2 und 4“ eines endlosen Disco-Tracks (mit gemütlichen 120 bpm), summe mich mit einer  Bernard-Edwards-Bassline in den Schlaf und lande ruckzuck im Foyer zur glamourös-glitzernden Traumwelt. Funktioniert übrigens auch für’s Tagträumen…

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