Pfingsten in Paderborn

Ich bin gerade mal schön zu Hause. Und werde die Zeit auch dafür nützen, mich etwas auf Pfingsten vorzubereiten… – auf das mehrtägige Drums & Percussion Paderborn Festival.
Ich sortiere also gerade mal Gedanken und Konzepte und poste nun einen zweiten, vereinfachten konzeptionellen Entwurf (- die Anfänge wurden in Wiki-Manier durchgestrichen und hintenangestellt…)

Und beginne mit dem Sesamstrassen-Prinzip:

1. wow, das (= Sound, Pattern, Genre) gefällt mir! – wie geht das?
-> einsteigen in die Materie, analysieren, nachbasteln.
2. was steht mir denn equipmentmäßig so zur Verfügung?
–> DAMIT jammen, experimentieren, neue Möglichkeiten und Wege entdecken.

Mit diesen zwei Herangehensweisen, deren Kombination mich schließlich von der reinen Kopie befreit, habe ich nach einer ausgehnten Jazz-und-Fusion-Phase die elektronische Musik als immens erfrischenden Quell schätzen gelernt.
So habe ich u.a. gecheckt, dass der rein handwerkliche Part (- der notentechnisch richtig gespielte Rhythmus -) ohne ein klangbewußtes Spiel, weder groovt, noch authentisch rüberkommt, dass Einfachheit und Wiederholung unglaublich viel Energie bündeln, dass…

Auf jeden Fall möchte ich euch (= den Workshopteilnehmern) aus meinen bisherigen Erfahrungen ein stilungebundenes Inspirationspacket zusammenzuschnüren, bei dem jeder was mitnehmen kann! Einen kreativen und modernen Zugang zum Trommelspiel vermitteln.

Viel wird sich auf einem überschaubaren Kick-Snare-Hihat-Kit abspielen. Vorort werden zwei Drumsets stehen. Ich werde also nicht nur erzählen und zeigen…
Aber ich möchte auch auf die Elektronik eingehen, und diesbezüglich ein paar live-taugliche Möglichkeiten demonstrieren. (was bringe ich stromtechnisch mit? vielleicht: Roland SPD-S + Snare Trigger + FatKat; Jomox XBase 09; Coron DS-7; Echogeräte (Line6 dl-4, Boss RE-201); DJ-Mixer und mein Laptop mit Logic & Ableton)

Zur Bebilderung und Untermalung möchte ich zusätzlich eine kleine Hörstation mit massgeblichen e-Beats Titeln aufstellen, und wenn es mein Kofferraum zulässt bringe ich eine kleine-feine Auswahl passender Bücher mit, äh: meins natürlich auch…

Die einzelnen Themenblöcke überschreibe ich wie folgt:

* Neue Klänge im gewohnten Umfeld entdecken, und sie musikalisch einsetzen
(Drum Set mit einfachen Mitteln präparieren & modifizieren, Stockmaterialien fantasievoll kombinieren, Klein-Perkussion ins Trommelspiel integrieren)

* Lernen von Elektronikbastlern & DJs: Groove und Fill-In Konzepte
(Pattern-Lego, Groovesamples imitieren, Mute anstelle Fill-In, Balance innerhalb deines Sets)

* Lernen von den elektronischen Genres: verschiedene Groove-Klischees

(House, Hip-Hop, Drum ‚N Bass und deren historische VorfahrenVorlagen)

* Vielschichtige Rhythmus-Pattern live umsetzen

a. durch einen elektronischen Zuspieler (à la mp3 Player, Mehrspurgerät, Sequenzer)
b. durch einen Mitmusiker (2ter Trommler, Perkussionist, Elektronik-Nerd)

* Neue Klänge in der Elektronikwelt finden und ins Set-Up integrieren
(E-Drums, Trigger, Effektgeräte)

* Die Integration von Computers/Laptop und Software

(Logic als Zuspieler, Ableton als interaktives Tool)
Version 1.0.

Mein Ziel: den Teilnehmern ein stilungebundenes Inspirationspacket zusammenzuschnüren, bei dem jeder was mitnehmen kann!
Es geht dabei vorallem um die Entwicklung eines klangbewußten und musikalischen Trommel-Stils.

Da die Vielfalt der elektronischen Rhythmuskultur für mich in klanglicher und rhythmischer eine große Inspiration ist, werde ich mich natürlich gerne auf ihre Geschichte, die Groove-Muster diverser Genres, und auf verschiedene Produktionsweisen/mittel beziehen.

Viel wird sich auf einem überschaubaren Kick-Snare-Hihat-Kit abspielen. Und: vorort werden zwei Drumsets stehen. Ich werde also nicht nur erzählen und zeigen…
Aber ich möchte auch auf die Elektronik eingehen, und diesbezüglich ein paar live-taugliche Möglichkeiten demonstrieren. (was bringe ich stromtechnisch mit? vielleicht: Roland SPD-S + Snare Trigger + FatKat; Jomox XBase 09; Coron DS-7; Echogeräte (Line6 dl4, Boss RE-201); DJ-Mixer und mein Laptop mit Logic & Ableton)

Zur Bebilderung und Untermalung möchte ich zusätzlich eine kleine Hörstation mit massgeblichen e-Beats Titeln aufstellen, und wenn es mein Kofferraum zulässt bringe ich eine kleine-feine Auswahl passender Bücher mit, äh: meins natürlich auch…

OK, nun zum Programm:
Samstag 10.Mai
(10.30-12h Raum5)
Die persönliche „Soundlibrary“ Part1
Imitation elektronischer/programmierter Sounds auf dem AKUSTISCHEN Drumset. Verschiedene Klangzonen, fantasievoll eingesetztes Schlag-Material, kreative Auflagen & Modifikationen,
(20h Solo-Performance im Heinz Nixdorf MuseumsForum)

Sonntag, 11. Mai
(10.15-12h Raum5)
Die persönliche „Soundlibrary“ Part2
DIe Integration von elektronischen Klängen: E-Drums (ich bringe mein Roland SPD-S mit), Trigger, Effektgeräte (vorallem meine geliebten Echo-Geräte…),
(13.15-14.45h Raum5)
Die Klänge zu einem Groove zusammensetzen
Eigene Groovepatterns kreieren und auf die Klischees diverser elektronischer Genres zurückgreifen.
Hin- und Raushören, was auf deiner Lieblingsaufnahme denn so getrommelt/gebastelt wurde. Kernaussage entdecken und die wesentlichen Bausteine extrahieren.
(15.15-16.15h Raum5)
Elektronische Hilfsmittel
Zuspieler (Computer-Sequenzer à la Logic, mp3-Player) & fortgeschrittene Computeranwendung (à la Ableton Live).
(16.30-17.45h Raum5)
Die Klänge und Hilfsmittel zu einem Groove zusammensetzen Part 2

Typische e-Beats werden für die Live-Situation umgesetzt.

Montag, 12. Mai
(10.15-12h Raum5)
Die musikalische Aussage: Lernen von der DJ-Kultur
rhythmische Klischees, Genre-typische Produktionsweisen, kreativer Missbrauch (Studio als Labor) als Inspirationsquelle:
Loop-Ästhetik, Loop-Classics, Pattern-Struktur, Mute-Schablonen, Spannungsbogen, Artist/Audience
(13.15-14.45h Raum5)
Die musikalische Aussage: DEIN Style

Balance innerhalb deiner Instrumente, deines Grooves (Lautstärke, Dynamik, Frequenzen, Dichtheit, Tightness), Song-Kontext (Aufbau, Flow)

Alle Workshopinhalte werden natürlich in den Kontext verschiedener e-Beats gestellt, also: Hip Hop & Rare Grooves / Four on the Floor (Disco, House, Techno) / Drum’N Bass & Breakbeats / Dub

4 Antworten to “Pfingsten in Paderborn”

  1. Peter Says:

    Mein Gott wär ich gern dabei…schade das es so weit weg ist! klingt alles sehr interessant.
    Wünsch dir viel erfolg!

  2. Kuno Says:

    Ich kann mich Peter nur anschließen, wie sieht es denn mit einem Workshop im Frankfurter Raum aus (Dr.um Klaus würde doch bestimmt was machen).

  3. clouds & bubbles « e-beats Says:

    […] & bubbles Mein Workshopkonzept wird immer blumiger, jetzt gibt’s nur noch assoziative Überschriften, Tag-Wolken bzw. […]

  4. Tim Says:

    mir fällt der Name der Software nicht mehr ein mit der man so Loops erstellen kann???
    Ach ein Link wäre auch sehr nett

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