An der Wachsfabrik

Wow, der letzte Donnerstag war anstrengend. Mit ordentlich Halsweh machte ich mich auf den Weg nach Köln, um in der Wachsfabrik 8 einen Workshopbeitrag für die Sticks-DVD der diesjährigen Messeausgabe (03/2008) zu drehen.

Dort angekommen, Kaffee und ab in den eigentlichen Equipment-Testraum des MM Musik-Media Verlags, der mit amtlicher Beleuchtung, drei Videokameras und einem schicken Tama Mirage Acryl Set schon bestens vorbereitet ist.
OK, alles ist neu: Equipment, so wie die Situation. Denn anstelle des gewohnten Publikums, nur drei rote (Kamera-) Augen, zu denen ich sprechen soll. Außerdem: bloß nicht spielen und gleichzeitig sprechen ( – klar, wegen der Klangqualität; Beats durchs Lavaliermikro drücken das Niveau – ), sondern, zwischen beiden Aktionen immer schön Pause lassen.
Na gut: 21, 22, 23.
Neben dem freien Sprechen also noch zwei weitere Parameter, die den Schädel füllen. Ist eh schon schwierig, den Inhalt stringent zu komprimieren. (Sich zu verzetteln wäre wirklich das kleinste Problem…)
Und kaum, dass ein Fluß erreicht wird, erzeugt die trockene Kehle nicht erwünschte „Schmatz“ Geräusche. Sprich, Zusatz-Aufgabe 3: Trinken nicht vergessen.
Aber irgendwie macht’s Spaß. Auch wenn dann doch immer wieder der ein oder andere wichtige Punkt vergessen, eine Erklärung eher spröde formuliert, das Klangbeispiel mittelmäßig performt, oder, oder wurde.
Dann, nach knapp zwei Stunden Dozieren, noch schnell eine kleine Live-Performance aufgezeichnet, die mir leider gar nicht so gelingt, wie ich es erwartet habe, und mir ziemlich uninspiriert vorkommt (- warum eigentlich wollen heute mein Echo und die Loops nicht richtig miteinander tanzen? – gerade Heute, bei einem Beitrag für ein Trommlermagazin???). Und das, wo ich doch gerne die Fahne für Wagnisse hochhalte („Risiko wird belohnt“).
Egal, ist ums Eck bzw. im Kasten und: schaun wir mal – dann im März, mit Abstand…

Anschließend noch mal eine Stunde erzählen, im Interview mit Tom Schäfer. Gemütlich in der Verlagsküche. Danach schweigen. Das ganze Wochenede lang. Hals im Arsch.

Jetzt noch einen lieben Gruß an die Beteiligten, denn die waren/sind total nett: Axel Mikolajczak, Tom Schäfer und der „Kameramann“ Dirk Matschuk (- der in diesem Blog irgendwann einmal für ein eigenes Thema rangenommen wird: er ist der Erfinder der – leider unveröffentlichten – JMS „Digital Percussion Unit“).

Ach ja und übrigens, das Thema meines Workshops: kreative Ideen für modernes & klangbewußtes Schlagzeugspiel.

PS. eigentlich wollte ich meine Kick vorort mit diesem schicken Kleber (angefertigt von Volker/drumsigns) verschönern. Dummerweise war das Luftloch, um das sich die Grafik ranken sollte, auf der falschen Seite ausgeschnitten…

kickvorne.png

PPS. Mirage wird mit Luftspiegelung übersetzt.

PPPS. weitere Workshops folgen:
01.03.08 „Drum Festival Day 2“ Tübingen, LTT-Werkstatt, 14h
12.01.08 „Meinl Booth“ Frankfurt, Musikmesse
09.-12.05.08 „Drums’n Percussion Paderborn“ Paderborn, Heinz Nixdorf Museum

Eine Antwort to “An der Wachsfabrik”

  1. STICKStoff – ein wesentlicher Baustein wird fehlen! | E-BEATS Says:

    […] Drummer-Generation“ 3/2004 oder einige liebevolle Rezensionen) bzw. in denen man mich sogar meine Konzepte in einer beigelegten DVD ausplaudern und vortrommeln ließ (tatsächlich mein einziges Lehrvideo auf einem Silberling, 45 Minuten, winterlich […]

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