Etwas Überbau zum Thema Sampling

>>Der Sampler besteht darauf, dass du wissen musst, welche Sounds du liebst. […]
Du bist gezwungen, deinen Geschmack zu veräussern.<<
Kodwo Eshun „Heller als die Sonne“ (id-Archiv, 1999, s.65f)

>>Ich fühle mich als Collage-Künstler. Mir geht es um die Idee, etwas Neues aus etwas Altem zu machen. […]
Meine Faszination für Sampling und Scratching liegt in dem Wissen, dass jeder theoretisch die Möglichkeit hat, alles, was ich benutze, wiederzufinden und seine eigene Platte daraus zu machen.<<
DJ Shadow
in der taz.de 26.4.2002

>>Microsampling ist der Name, den ich der Musik gab, die sich in den letzten 2 Jahren entwickelte. Die Idee ist, winzige Samples aus allen möglichen Quellen zu benutzen und sie in Collagen zu arrangieren, in der jedes Sample Teil des Grooves wird.
Ich will die Ästhetik der surrealistischen Literatur und Malerei anwenden.
Banale Elemente zu benutzen und ihnen an einem neuen Ort neues Leben geben, produziert eine unverständliche Bedeutung, die in den Augen des Künstlers wenig Sinn macht.
Aber, versteht mich nicht falsch, ich glaube nicht, etwas zu erschaffen.
Alles ist in der Luft und wartet darauf, gefunden zu werden.<<
Akufen in der de-bug 59

>>Das Album [„Loop-finding-jazz-records“] repräsentiert eine Phase, in der ich versucht habe, den technischen Aufwand im Studio, konkret: die Programmierungen im Sequencer, radikal zu vereinfachen. Ich wollte versuchen, Tracks nur mit Hilfe einer bestimmten Funktion meines Samplers zu erstellen. Man lädt ein beliebig langes Sample, setzt einen extrem kurzen Loop und verschiebt dann diesen Loop frei im Sample. Nicht per Programmierung, sondern in Echtzeit mit dem Modulationsrad der Tastatur. Meines Wissens nach kann das nur dieser Sampler [Ensoniq ASR10]. Dramaturgie- und Harmoniewechsel, einzig erzeugt durch eine leichte Bewegung des Rades.<<
Jan Jelinek
in der de-bug 44

>>Samples haben ganz eigene Qualitäten. Man muss sich keine Gedanken über die Produktion machen, weil Samples schon produziert sind. Man legt in einem Song Samples verschiedener Produktionsstile übereinander. Das macht es so reich.<<
Benny Sings in der de-bug 113

>>Wenn du so ein Sample nimmst und einen Beat darunterlegst, bist du nur ein DJ. Du bist nicht wirklich ein Produzent. >>
Theo Parrish in der de-bug 104

>>The sampling of other people’s music is strictly forbidden.<<
aus Matthew Herbert’s PCCOM

Und für die analytische Phase immer gut, The Sample FAQ

Eine Antwort to “Etwas Überbau zum Thema Sampling”

  1. Galacticlown « E-BEATS Says:

    […] Morgen! Und ab in die virtuelle Eisdiele auf ‘ne Tüte Akufen mit zwei Kugeln: Teilen Sie dies mit:E-MailDruckenTwitterFacebookGefällt mir:Gefällt mirSei […]

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